Unser Alltag wird ständig von Globalisierungs- und Regionalisierungsprozessen begleitet. In der Folgenden Arbeit soll geklärt werden was diese Beiden Begriffe eigentlich bedeuten und in welchem Verhältnis sie zueinander stehen.
Die Wirtschaft ist unumstritten eine der aktuellsten und wichtigsten Faktoren der weltweiten Entwicklungen. Aber was heißt eigentlich Wirtschaft? Wirtschaft ist im engeren Sinn, ein Synonym für das System der Produktion und Verteilung der Güter. Ich werde mich nun einerseits mit der internationalen und andererseits mit der interregionalen Weltwirtschaftsordnung beschäftigen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung in das Thema
2 Globalisierung
2.1 Der Begriff im Wandel der Zeit
2.2 Definition
2.3 Technischer Fortschritt als wichtige Ursache
2.4 Auswirkungen
2.4.1 Die Theorie der nachholenden Entwicklung
2.4.2 Die Theorie der fragmentierenden Entwicklung
2.5 Kritische Würdigung und Ausblick
3 Regionalisierung
3.1 Definition
3.2 Abgrenzungsprinzipien von Regionen
4 Globalisierung versus Regionalisierung
4.1 Lokal und Global in der Moderne
4.2 Lokalisierte versus entankerte Ökonomie
4.3 Glokalisierung
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die dialektische Beziehung zwischen Globalisierung und Regionalisierung und analysiert, wie diese scheinbar gegensätzlichen Prozesse in der modernen Wirtschaft interagieren und sich gegenseitig beeinflussen.
- Historische Einordnung des Globalisierungsbegriffs
- Technologische Treiber der globalen Vernetzung
- Gegenüberstellung von nachholender und fragmentierender Entwicklung
- Konzepte der Regionalisierung und Abgrenzung von Regionen
- Das Spannungsfeld zwischen lokalisierter und entankerter Ökonomie
Auszug aus dem Buch
2.4.2 Die Theorie der fragmentierenden Entwicklung
Vor allem in der Soziologie und der Politologie wird eine dazu oppositionelle Position vertreten. Diese nimmt an, dass der niedrige Entwicklungsstand ein Zustand von Dauer ist und keine Vorstufe zu einem wirtschaftlichen Aufschwung. Die räumlichen Ungleichheiten werden hier mit Hilfe der dependenztheoretischen Ansätze erklärt (Sunkel 1972, Senghaas 1974; 1979) (vgl. GIESE, MOSSIG, SCHRÖDER 2011, 130). Globalisierung soll demnach zu einer weltweiten Zunahme von Massenarmut und zur Zuspitzung des Wohlstandsgefälles führen, da interregionale Wechselbeziehungen die ökonomisch vehementen Länder einseitig begünstigen und die wirtschaftlich beschränkten benachteiligen. Zusätzlich bewirke sie die wirtschaftliche Abkopplung des globalen „Südens“ (vgl. SCHOLZ 2004, 215f.).
Der Annahme einer nachholenden Entwicklung wird deshalb die These einer „fragmentierenden Entwicklung“ (SCHOLZ 2000; 2002; 2004) entgegen gesetzt.
Das Wort Fragmentierung kommt ursprünglich aus dem lateinischen und leitet sich von dem Wort Fragmentum ab, was so viel wie Bruchstück bedeutet. Unter Fragmentierung versteht man eine Aufspaltung von Individuen oder Akteursgruppen in räumlicher Dimension. Diese äußert sich einerseits in Vernetzung und Integration, jedoch andererseits auch in Ausgrenzung, Abkopplung, Marginalisierung und Desintegration. Es bestehen dabei, verschiedene räumliche Maßstabsebenen. Die globale Fragmentierung setzt sich also in der regionalen Ebene fort. Das Modell der globalen Fragmentierung von Scholz besagt, dass sich die Welt durch die Globalisierung in eine Triade teilt. Diese besteht aus „globalen Orten“, „globalisierten Orten“ und der „neuen Peripherie“ (Abb.3).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung in das Thema: Das Kapitel führt in die ökonomische Relevanz der Globalisierungs- und Regionalisierungsprozesse ein und stellt den Alltagsbezug zum Thema her.
2 Globalisierung: Hier werden die historische Entwicklung, verschiedene Definitionen und die technischen Ursachen der Globalisierung sowie ihre Auswirkungen auf die Weltwirtschaft analysiert.
3 Regionalisierung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Region und stellt verschiedene wissenschaftliche Abgrenzungsprinzipien zur Untergliederung von Räumen vor.
4 Globalisierung versus Regionalisierung: Es wird die Wechselwirkung zwischen globalen und lokalen Prozessen untersucht sowie Konzepte wie die lokalisierte versus entankerte Ökonomie diskutiert.
5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Globalisierung und Regionalisierung keine widersprüchlichen Prozesse sind, sondern sich gegenseitig beeinflussen und koexistieren.
Schlüsselwörter
Globalisierung, Regionalisierung, Humangeographie, Fragmentierende Entwicklung, Nachholende Entwicklung, Lokalisierung, Entankerte Ökonomie, Glokalisierung, Region, Cluster, Weltwirtschaft, Standortsysteme, Wirtschaftliche Vernetzung, Wirtschaftsgeographie, Raumstrukturen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der dialektischen Beziehung zwischen Globalisierung und Regionalisierung im Kontext der modernen Humangeographie.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zu den Kernbereichen gehören die theoretischen Modelle der globalen Entwicklung, Methoden der Regionalabgrenzung und das Spannungsfeld zwischen global agierenden Unternehmen und lokal verwurzelten Wirtschaftsclustern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu klären, was die Begriffe Globalisierung und Regionalisierung bedeuten und in welchem Verhältnis sie zueinander stehen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse wirtschaftsgeographischer Theorien sowie auf die Auswertung von Modellen und Fallbeispielen zur räumlichen Differenzierung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit Globalisierungstheorien, die Definition von Regionen, Abgrenzungsprinzipien und die Erörterung des Verhältnisses von Lokalität und Globalität.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Begriffe wie "Fragmentierende Entwicklung", "Entankerte Ökonomie" und "Glokalisierung" sind zentral für das Verständnis der in der Arbeit dargelegten Zusammenhänge.
Was besagt das Modell der "fragmentierenden Entwicklung"?
Es postuliert, dass Globalisierung räumliche Spaltungen vertieft und zu einer Triadisierung in globale Orte, globalisierte Orte und eine neue Peripherie führt.
Wie ergänzen sich Globalisierungs- und Lokalisierungsstrategien laut der Autorin?
Die Autorin argumentiert mittels des Konzepts der Glokalisierung, dass sich beide Strategien nicht zwingend ausschließen, sondern in regionalen Clustern Synergien bilden können.
- Citation du texte
- Elisabeth Bauer (Auteur), 2014, Dialektik der Globalisierung und Regionalisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371605