Das Hauptziel dieser Arbeit ist es darzustellen, wie durch die Anwendung eines PMS als Frühwarnindikator im Vertriebsprozess, in dieser Arbeit am Beispiel von SolarWorld AG, Veränderungen frühzeitig erkannt werden können um die in die Zukunft gerichteten Entscheidungen gewinnbringend zu treffen. Um dies Ziel zu erreichen werden für das Verständnis dieser Arbeit in Kapitel 2 Grundlagen dargestellt die dem Leser eine Basis bieten sollen. Der Autor hat sich aktiv dafür entschieden die absolut wichtigsten Elemente aufzuzeigen und die Inhalte präzise darzustellen um den Rahmen dieser Arbeit nicht zu übersteigen. In Kapitel 3 wird das Unternehmen Solar World AG vorgestellt um dem Leser einen Eindruck zu vermitteln in welcher Situation und Herausforderungen sich das Unternehmen befand und immer noch befindet. In Kapitel 4 wird das gewählte Praxisbeispiel in den theoretischen Bezugsrahmen des PMS gesetzt. Der Autor dieser Arbeit wird in Kapitel 5 eine Handlungsempfehlung für ein PMS aussprechen welches den Herausforderungen im Vertriebsprozess von SolarWorld AG begegnet. Schließlich werden in Kapitel 6 die Ergebnisse in einem Fazit zusammenfasst und abschießend reflektiert. Aufgrund der umfangreichen Literatur und der Rahmenrestriktionen des Projektberichtes erhebt der Autor keinen Anspruch auf eine tiefgehende und vollumfängliche Darstellung wie sie in der Literatur vorzufinden ist.
Das Controlling in einem Unternehmen ist vergleichbar mit einem Navigator auf einem Schiff. Es entscheidet nicht in welche Richtung gefahren wird, sondern ermittelt präzise den aktuellen Standort um an das vom Management definierte Ziel zu gelangen. Wesentliche Aufgaben der Unternehmensleitung ist die Zielsetzung, Planung, Steuerung und die Kontrolle. Das Controlling wirkt in diesen vier Dimensionen unterstützend und aktiv mit. Durch das vergangenheitsbezogene Aufzeigen von Abweichungen und eine zukunftsbezogene Simulation von Handlungsalternativen besitzt das Controlling eine wichtige und zugleich intensive Rolle in der Ausgestaltung der Ziele und deren Messung. Mit der Hilfe der Informationen aus dem Controlling sollte sich ein Unternehmen zu einer lernenden Organisation entwickeln welche aus dem Wandel aller Einflüsse einen Vorsprung erarbeitet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Bedeutung des Controlling für ein Unternehmen
2. Begriffliche Grundlagen
2.1. Performance-Management
2.2. Strategisches Controlling
2.3. Aufgabe von Frühwarnindikatoren
2.4. Vertriebsprozess
2.5. Performance-Measurement-Systeme
2.5.1. Balanced Scorecard
2.5.2. Tableau de Bord
2.5.3. Performance Pyramid
2.5.4. Quantum Performance Measurement
3. Praxisbeispiel SolarWorld AG
4. Einordnung des Praxisbeispiels in den theoretischen Bezugsrahmen des Performance-Measurement
4.1. Stärken/Schwächen von Performance-Measurement-Systemen
4.1.1. Balanced Scorecard
4.1.2. Tableau de Bord
4.1.3. Performance Pyramid
4.1.4. Quantum Performance Measurement
4.2. Anwendung von Performance-Measurement-Systemen
4.3. Frühwarnung mithilfe von Performance-Measurement-Systemen
4.4. Bedeutung für die Vertriebssteuerung
5. Handlungsempfehlung für ein Performance-Measurement-System im Vertriebsprozess
6. Fazit und kritische Reflexion
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, aufzuzeigen, wie durch die Anwendung von Performance-Measurement-Systemen (PMS) als Frühwarnindikatoren im Vertriebsprozess – illustriert am Beispiel der SolarWorld AG – unternehmerische Veränderungen frühzeitig erkannt werden können, um zukunftsorientierte Entscheidungen gewinnbringend zu treffen.
- Grundlagen des Performance-Managements und des strategischen Controllings.
- Analyse und Vergleich gängiger PMS-Konzepte (BSC, Tableau de Bord, Performance Pyramid, Quantum Performance Measurement).
- Aufarbeitung der Unternehmenskrisensituation der SolarWorld AG im Kontext des Marktumfelds.
- Herleitung von Handlungsempfehlungen für ein PMS zur Unterstützung der Vertriebssteuerung.
Auszug aus dem Buch
4.1.1 Balanced Scorecard
Die BSC ist das am häufigsten in der Praxis angewendete PMS. Der schwerwiegendste Vorteil und mit ein Hauptgrund für die weite Verbreitung und den Bekanntheitsgrad ist die „Einfachheit“ mit der dieses Konzept auskommt. Aufgrund dieser Tatsache ist sie für die interne Kommunikation sehr gut geeignet. Wie in Abbildung 1 klar zu erkennen ist bildet das Grundgerippe mit den vier unterschiedlichen Perspektiven einen auf den ersten Blick verständliches Modell ab. Zum anderen ist die BSC auch im Inhalt sehr präzise und somit ebenso einfach erkennbar in der Anwendung, denn für das gesetzte Ziel wird eine Kennzahl definiert welche das Ziel misst. Das Ziel wird anhand einer Vorgabe konkret definiert und durch die entwickelte Maßnahme verfolgt. Neben für das Verständnis förderlicher Einfachheit ist eine weitere große Stärke die Operationalisierung der Vision/Strategie, denn für die Vision/Strategie werden Ziele abgeleitet die als Steuerungsgrößen fungieren. Diese Stärke verdeutlicht sich unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Anwendung auf allen Leistungsebenen möglich ist und somit sogar eine individuelle Mitarbeiter-Balanced-Scorecard umzusetzen ist. Zudem sind alle vier Perspektiven miteinander harmonisiert und spielen auf die Vision/Strategie des Unternehmens ein. Aufgrund der Anwendung von monetären Kennzahlen und nicht-monetären Kennzahlen erlaubt das Konzept eine ausbalancierte Betrachtung aller relevanten Aspekte für eine strategische Früherkennung bis hin zur operativen Steuerung im Tagegeschäft. Die BSC setzt eine klare Fokussierung auf die Beeinflussbarkeit der ausgewählten Kennzahlen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Erläuterung der Bedeutung des Controllings und Darlegung der Zielsetzung, durch PMS als Frühwarnindikatoren proaktiv auf Marktveränderungen zu reagieren.
2. Begriffliche Grundlagen: Theoretische Fundierung von Performance-Management, strategischem Controlling, Frühwarnsystemen sowie Analyse der vier zentralen PMS-Konzepte.
3. Praxisbeispiel SolarWorld AG: Darstellung der unternehmerischen Entwicklung und der akuten Krisensituation der SolarWorld AG ab 2011.
4. Einordnung des Praxisbeispiels in den theoretischen Bezugsrahmen des Performance-Measurement: Kritische Bewertung der PMS-Konzepte und Diskussion der Bedeutung für die Vertriebssteuerung unter Einbezug der Erfahrungen der SolarWorld AG.
5. Handlungsempfehlung für ein Performance-Measurement-System im Vertriebsprozess: Begründete Empfehlung für die Einführung einer Balanced Scorecard als geeignetes Instrument für die SolarWorld AG.
6. Fazit und kritische Reflexion: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und kritische Würdigung des aktuellen Entwicklungsstands von PMS in der Praxis.
Schlüsselwörter
Performance-Measurement-Systeme, Strategisches Controlling, Frühwarnindikatoren, Balanced Scorecard, Vertriebsprozess, SolarWorld AG, Strategische Früherkennung, Kennzahlen, Unternehmensperformance, Schwache Signale, Unternehmensführung, Krisenmanagement, Operative Steuerung, Zielbildung, Wertschöpfung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Einsatz von Performance-Measurement-Systemen (PMS) als strategisches Frühwarninstrument, um unternehmerische Herausforderungen, insbesondere im Vertriebsprozess, proaktiv steuern zu können.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Arbeit?
Die Arbeit verknüpft theoretische Konzepte des Performance-Managements und des strategischen Controllings mit einer praktischen Fallstudie eines Großkonzerns in einer Marktkrise.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es zu belegen, dass durch die Anwendung eines geeigneten PMS Veränderungen im Marktumfeld früher erkannt werden können, um das Risiko für das Unternehmen deutlich zu reduzieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um einen Projektbericht, der auf einer literaturbasierten Theoriebildung aufbaut und diese anhand des Praxisbeispiels der SolarWorld AG analysiert und bewertet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Vorstellung theoretischer PMS-Konzepte, die Aufarbeitung der Krise der SolarWorld AG sowie eine Stärken-Schwächen-Analyse der Konzepte zur Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Performance-Measurement-Systeme, strategische Früherkennung, Balanced Scorecard, Vertriebssteuerung und die SolarWorld AG als Fallbeispiel.
Warum wurde die SolarWorld AG als Praxisbeispiel gewählt?
SolarWorld diente einst als Vorzeigekonzern, wurde jedoch durch externe Marktveränderungen in eine schwere Krise gestürzt, was das Potenzial für ein proaktives Frühwarnsystem verdeutlicht.
Welches PMS-System empfiehlt der Autor für SolarWorld?
Der Autor empfiehlt die Einführung der Balanced Scorecard (BSC), da diese aufgrund ihrer Einfachheit, ihrer Anwendbarkeit auf allen Unternehmensebenen und ihrer Eignung zur Kommunikation am besten zu den globalen Anforderungen des Konzerns passt.
Inwiefern unterscheiden sich klassische Kennzahlensysteme von PMS?
Klassische Systeme sind häufig vergangenheitsorientiert und rein auf finanzielle Kennzahlen fokussiert, während moderne PMS zusätzlich nicht-monetäre, qualitative Faktoren und Zukunftsperspektiven integrieren.
- Arbeit zitieren
- Julian Freund (Autor:in), 2015, Performance-Measurement-Systeme als Frühwarnindikator für den Vertriebsprozess, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371797