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Die Fallstudie - Theoretische Grundlagen und Gestaltung nach konstruktivistischen Prinzipien

Title: Die Fallstudie - Theoretische Grundlagen und Gestaltung nach konstruktivistischen Prinzipien

Seminar Paper , 2003 , 16 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Monika Urlberger (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
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Durch die zunehmende Komplexität der Tätigkeiten in kaufmännischen Berufen sowie das damit verbundene veränderte Anforderungsprofil an Auszubildende rücken Qualifikationen wie Entscheidungsfähigkeit, das selbständige Bearbeiten komplexer Sachverhalte, Kommunikationsfähigkeit, Kooperationsfähigkeit und Kreativität immer mehr in den Vordergrund der Ausbildung. Eine Veränderung der Qualifikationsanforderungen muss jedoch auch eine methodische Neuorientierung des Unterrichts zur Folge haben. Ziel dieser Arbeit ist es, herauszufinden, ob die Fallstudie als didaktische Großform diesen neuen Anforderungen an Unterricht gerecht wird. Hierfür werden im zweiten Abschnitt dieser Arbeit nach der Klärung des Begriffs „Fallstudie“ die häufigsten Varianten von Fallstudien kurz vorgestellt, bevor auf die idealtypische Verlaufsstruktur des Lernprozesses nach einer Fallstudie näher eingegangen wird. Dabei werden die Ziele sowie die Rolle der Lehrenden in den einzelnen Phasen herausgearbeitet und kurz dargestellt.

Im dritten Abschnitt dieser Arbeit wird die Fallstudie als didaktische Großform vor dem Hintergrund der Lerntheorie des Konstruktivismus näher beleuchtet. In den letzten Jahren hielten konstruktivistische Ideen immer mehr Einzug in die Didaktik, die als solche in dieser Arbeit nicht hinterfragt oder kritisiert werden sollen. Vielmehr soll die Frage im Mittelpunkt stehen, ob der Einsatz der Fallstudie im Unterricht mit den konstruktivistischen Grundideen in Einklang zu bringen ist. Um dies zu beantworten, soll ausgehend von der Erläuterung der Grundzüge der Lerntheorie des Konstruktivismus erarbeitet werden, wie eine konstruktivistische Lernumgebung unter Einsatz einer Fallstudie im Unterricht gestaltet werden sollte.

Diese Arbeit schließt mit einer kurzen Zusammenfassung der erarbeiteten Ergebnisse und einer Schlussfolgerung für den Einsatz der Fallstudie im Unterricht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Abgrenzung des Themas und Überblick über den Aufbau der Arbeit

2 Die Fallstudie in theoretischer Betrachtung

2.1 Der Begriff „Fallstudie“

2.2 Varianten der Fallstudie

2.3 Idealtypische Verlaufsstruktur und Ziele des Lernprozesses nach einer Fallstudie

3 Die Fallstudie als konstruktivistisches Element des Unterrichts

3.1 Grundlagen der Lerntheorie des Konstruktivismus im didaktischen Kontext

3.2 Prinzipien einer konstruktivistischen Unterrichtsgestaltung mit Fallstudien

3.2.1 Realitätsbezug

3.2.2 Lernen als aktiver und selbstgesteuerter Prozess

3.2.3 Kollektives Lernen

3.2.4 Bedeutung von Fehlern

3.2.5 Vorerfahrungen und Interessen der Lernenden

3.2.6 Identifikation der Lernenden mit den Lerninhalten

3.2.7 Evaluation des Lernerfolgs

4 Fazit

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht, inwiefern die Fallstudie als didaktische Großform dazu geeignet ist, den veränderten Qualifikationsanforderungen in kaufmännischen Berufen gerecht zu werden, und ob ihr Einsatz mit den Prinzipien einer konstruktivistischen Lernumgebung in Einklang gebracht werden kann.

  • Theoretische Grundlagen und Definition des Begriffs „Fallstudie“.
  • Analyse verschiedener Fallstudientypen für den Wirtschaftslehreunterricht.
  • Untersuchung der idealtypischen Phasen einer Fallstudienarbeit.
  • Verknüpfung der Fallstudienmethodik mit konstruktivistischen Lerntheorien.
  • Diskussion der Rolle der Lehrenden bei der Gestaltung konstruktivistischer Lernumgebungen.

Auszug aus dem Buch

3.2 Prinzipien einer konstruktivistischen Unterrichtsgestaltung mit Fallstudien

Einige Wissenschaftler, u.a. DUBS und REINMANN-ROTHMEIER/MANDL, haben sich mit den verschiedenen Strömungen des Konstruktivismus auseinandergesetzt und darauf basierend Leitlinien bzw. Prinzipien einer konstruktivistischen Unterrichtsgestaltung erarbeitet. In Anlehnung an die von DUBS entwickelten Merkmale soll nun im nächsten Abschnitt überprüft werden, inwiefern die Gestaltung einer Lernumgebung mit Fallstudien vor dem Hintergrund des gemäßigten Konstruktivismus möglich ist.

3.2.1 Realitätsbezug

DUBS fordert, konstruktivistischen Unterricht an „komplexen, lebens- und berufsnahen, ganzheitlich zu betrachtenden“ und nicht etwa an vereinfachten Problembereichen zu orientieren. Das hat zur Folge, dass die Aufgabe des Lehrers nicht die Vorstrukturierung der Lerninhalte, sondern die Schaffung einer komplexen, starken Lernumgebung ist, innerhalb derer die Schüler multiple Kontexte herstellen und multiple Perspektiven entwickeln können. Dadurch eine hohe Situationsbezogenheit und Authentizität der Lernumgebung die Lerner motiviert werden, sichert man sich einen Anwendungsbezug beim Lernen.

Um die soeben beschriebenen Anforderungen an konstruktivistische Lernumgebungen zu erfüllen, muss das Thema der Fallstudie so gewählt werden, dass es einen für die Schüler „praxis- und berufsbedeutsamen Ausschnitt der Wirklichkeit exemplarisch“ repräsentiert. Zur wirklichkeitsnahen Gestaltung der Fallsituation sollte der Lehrer versuchen, eine didaktisch aufbereitete, aufeinander aufbauende Handlungsabfolge mit handelnden Personen zu entwerfen. Des Weiteren sollte der Fall so gestaltet sein, dass er mehrere Lösungsmöglichkeiten zulässt, die bei der Fallbearbeitung angestrebten Erkenntnisse verallgemeinerungsfähig sind und in einem widerspruchsfreien Verhältnis mit der Systematik der jeweiligen Fachwissenschaft stehen. Die Lernenden sollten dadurch einen Zugang zu wissenschaftlichen Modellen und Theorien erhalten, die sich auf weitere komplexe Probleme anwenden lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Abgrenzung des Themas und Überblick über den Aufbau der Arbeit: Einführung in die veränderten Anforderungen an kaufmännische Berufe und Darlegung der Zielsetzung, den Einsatz der Fallstudie didaktisch zu hinterfragen.

2 Die Fallstudie in theoretischer Betrachtung: Klärung des Begriffs der Fallstudie, Vorstellung relevanter Varianten sowie Erläuterung der idealtypischen Verlaufsstruktur und Ziele des Lernprozesses.

3 Die Fallstudie als konstruktivistisches Element des Unterrichts: Beleuchtung der Fallstudie vor dem Hintergrund der Lerntheorie des Konstruktivismus und Prüfung der Gestaltungsprinzipien für konstruktivistische Lernumgebungen.

4 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Fallstudie als Instrument zur Förderung der Handlungskompetenz unter kritischer Berücksichtigung eines Methodenpluralismus.

Schlüsselwörter

Fallstudie, Konstruktivismus, Didaktik, Handlungskompetenz, Wirtschaftslehreunterricht, Lernumgebung, Problemlösung, Selbstgesteuertes Lernen, Fachkompetenz, Methodenkompetenz, Sozialkompetenz, Fallvariante, Unterrichtsgestaltung, Reflexion, Evaluation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht den Einsatz der Fallstudie als didaktische Großform im Wirtschaftslehreunterricht unter besonderer Berücksichtigung konstruktivistischer Lerntheorien.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die theoretische Einordnung der Fallstudie, deren Varianten, der idealtypische Lernprozess sowie die Vereinbarkeit mit Prinzipien des gemäßigten Konstruktivismus.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es herauszufinden, ob die Fallstudie als Unterrichtsmethode den Anforderungen einer konstruktivistischen Lernumgebung gerecht wird und wie sie zur Förderung der Handlungskompetenz beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle didaktische Konzepte und Merkmale konstruktivistischen Unterrichts systematisiert und auf die Methodik der Fallstudienarbeit angewendet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung des Fallstudienbegriffs, die Darstellung der Phasenstruktur sowie die detaillierte Prüfung von Gestaltungsprinzipien wie Realitätsbezug, kollektivem Lernen und Evaluation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind insbesondere Fallstudie, Handlungskompetenz, Konstruktivismus, Lernumgebung und Wirtschaftslehreunterricht.

Wie definiert der Autor das Kernstück einer Fallstudie?

In Anlehnung an Kaiser wird das Kernstück als eine wirklichkeitsgetreue Aufzeichnung eines Problems verstanden, die durch Fakten, Meinungen und Basisinformationen ergänzt wird.

Welche Rolle kommt dem Lehrer in der Fallstudienarbeit zu?

Der Lehrer nimmt eine eher passive, beratende und unterstützende Rolle ein, indem er die Lernumgebung moderiert und bei Bedarf als Informationsquelle dient.

Warum ist die Evaluation bei der Fallstudie schwierig?

Da Wissen im konstruktivistischen Sinne individuell aufgebaut wird, gibt es bei der Fallstudienarbeit oft kein starres "Richtig oder Falsch", was alternative Beurteilungsformen erforderlich macht.

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Details

Title
Die Fallstudie - Theoretische Grundlagen und Gestaltung nach konstruktivistischen Prinzipien
College
LMU Munich  (Institut für Wirtschafts- und Sozialpädagogik)
Course
Proseminar Didaktische Großformen
Grade
2,3
Author
Monika Urlberger (Author)
Publication Year
2003
Pages
16
Catalog Number
V37179
ISBN (eBook)
9783638365987
ISBN (Book)
9783656500124
Language
German
Tags
Fallstudie Theoretische Grundlagen Gestaltung Prinzipien Proseminar Didaktische Großformen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Monika Urlberger (Author), 2003, Die Fallstudie - Theoretische Grundlagen und Gestaltung nach konstruktivistischen Prinzipien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37179
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