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Vom Kaiserwalzer bis zu La Valse

Vergleich zweier sinfonischer Tänze an der Schwelle des 20. Jahrhunderts

Title: Vom Kaiserwalzer bis zu La Valse

Term Paper , 2016 , 12 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anna Schmitz (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Um dem Titel der Arbeit gerecht zu werden, müssen zwei verschiedene Strategien angewandt werden. Zum einen fordert der Titel selbst die Untersuchung eines Zeitraums (Von...bis). Beim Lesen des Untertitels hingegen erwartet man einen direkten musikalischen Vergleich. Auf Grund dessen habe ich meine Arbeit auch wie folgt aufgebaut.

Zu Beginn werde ich etwas zur Geschichte des Walzers sagen, um in das Thema einzuführen. Danach werden die beiden Hauptthemen behandelt. Zunächst jeweils ein Überblick über den historischen Kontext, und den Zeitgeist. Bei Johann Baptist Strauss (Sohn) wird es vor allem um übernommene Traditionen seines Vaters gehen – bei Ravel eher um persönliche Erlebnisse und künstlerische Diskurse, die ihn und seine Komponistenkollegen umtrieben. Sodann der Vergleich, den hauptsächlich die musikalische Analyse beider Stücke ausmacht. Der Kaiserwalzer soll dahingehend analysiert werden, inwiefern er als ein restauratives Stück gelten kann, oder aber als ein Stück des Umbruchs und Fortschritts gesehen werden kann. Dabei werden die Form, thematische Arbeit und die Orchestrierung eine große Rolle spielen. Ravels La Valse: Poème choréographique pour orchestre zeichnet sich vor allem durch Klangfarbe und weniger durch Form aus. Daran soll untersucht werden, wie sich die Jahrhundertwende auf das Genre Walzer ausgeübt hat und ob Ravel eher versucht Traditionen wiederzubeleben oder mit ihnen zu brechen. Ein Thema, welches ich nur am Rande erwähnen möchte, weil es auch mit der Popularisierung des Walzers und unter Umständen mit Ravels Biographie eng verknüpft ist, ist der Diskurs um „U – und E – Musik“.

Am Schluss der Arbeit werde ich meine Ergebnisse aus den Analysen Revue passieren lassen und versuchen Zusammenhänge zwischen musikalischen Auffälligkeiten und einigen Veränderungen, seien sie gesellschaftlich, technisch oder künstlerisch, um die Jahrhundertwende herzustellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Erfolgsgeschichte des Walzers

3 Der Kaiserwalzer

3.1 Historische Umstände und gesellschaftliche Funktion

3.2 Traditionelle und avantgardistische Elemente

4 La Valse

4.1 Zeitgeist und Entstehung

4.2 Abgesang und Wiederbelebung zugleich?

5 Welche Auswirkungen kann eine Jahrhundertwende auf ein musikalisches Genre haben?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und Transformation des Walzer-Genres anhand eines direkten musikalischen Vergleichs zwischen Johann Strauss' (Sohn) "Kaiserwalzer" und Maurice Ravels "La Valse". Ziel ist es, die musikalischen Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie die Auswirkungen gesellschaftlicher Umbrüche an der Jahrhundertwende auf die formale und inhaltliche Ausgestaltung dieser Werke zu analysieren.

  • Historischer Kontext und Entstehungsbedingungen der Walzer-Kompositionen
  • Formale musikalische Analyse von Strauss' "Kaiserwalzer"
  • Stilistische Untersuchung von Ravels "La Valse" im Vergleich
  • Einfluss der Jahrhundertwende und gesellschaftlicher Veränderungen auf musikalische Gattungen
  • Diskurs um traditionelle und avantgardistische Elemente in der Musik

Auszug aus dem Buch

Traditionelle und avantgardistische Elemente

Im folgenden möchte ich mich dem Kaiserwalzer analytisch nähern und die aufgestellten Thesen versuchen zu belegen. Ignaz Mendelssohn geht es bei seinen Walzerkriterien vor allem um Stimmverteilung. Wenn man sich vor allem Takt 20 anschaut,wird deutlich, dass Strauss sich mit diesen Kriterien gut arrangieren konnte. Flöten und 1. Violinen spielen die unverkennbare Melodie(Abb.1), Blech, tiefe Streicher und Schlagwerk den typischen 3/4 – Rhythmus.

In diesem I. Walzer lässt sich keine Gegenmelodie erkennen, aber im II. Gibt es immer eine Art Frage – Antwort Motiv (Abb. 3).

Nun zu den neuheitlichen Elementen. Die lange Introduktion: Man stelle sich vor, man geht in ein Konzert und man erwartet einen Walzer von Johann Strauss. Das Erste, was man hört, ist ein 4/4 – Takt. Erst nach 72 Takten nimmt man den obligatorischen 3/4 – Takt wahr. „Wie angenehm“. In den 72 Takten Introduktion beginnt Strauss sein erstes Thema zu formatieren (Abb.4) einer leiser Marsch (Abb.6) und eine große sinfonische Überleitung gebrochener Dreiklänge (Abb.5) in den Streicherstimmen mit einem riesigen Crescendo, das den Weg in ein zart gestrichenes, sehnsuchtsvolles Cello – Solo (Abb.7) findet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Zielsetzung ein, die Walzer von Strauss und Ravel vergleichend zu betrachten und den Einfluss der Jahrhundertwende auf das Genre zu beleuchten.

2 Erfolgsgeschichte des Walzers: Das Kapitel skizziert die historische Entwicklung des Walzers von einem Tanz des Wiener Kongresses bis hin zur Etablierung als Unterhaltungsmusik mit festgelegten formalen Kriterien.

3 Der Kaiserwalzer: Hier werden die historischen Umstände und die musikalische Struktur des Kaiserwalzers analysiert, wobei besonders die Kombination aus traditionellen Elementen und moderneren Ansätzen herausgearbeitet wird.

3.1 Historische Umstände und gesellschaftliche Funktion: Dieser Unterpunkt behandelt die Entstehung des Werks in der Endphase des 19. Jahrhunderts.

3.2 Traditionelle und avantgardistische Elemente: Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte musikalische Analyse des Werks im Hinblick auf formale Strukturen und Stimmverteilung.

4 La Valse: Dieses Kapitel analysiert Ravels Werk vor dem Hintergrund der veränderten gesellschaftlichen und künstlerischen Bedingungen um 1920 in Paris.

4.1 Zeitgeist und Entstehung: Es wird die künstlerische Krise und der Wandel der Kompositionstechnik am Übergang zum 20. Jahrhundert beleuchtet.

4.2 Abgesang und Wiederbelebung zugleich?: Dieser Abschnitt untersucht die ambivalente Rezeption von La Valse und die Intention Ravels zwischen Tradition und Neuerfindung.

5 Welche Auswirkungen kann eine Jahrhundertwende auf ein musikalisches Genre haben?: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und diskutiert den Genre-Wandel des Walzers im Kontext der sinfonischen Entwicklung.

Schlüsselwörter

Walzer, Johann Strauss, Maurice Ravel, Kaiserwalzer, La Valse, Musikgeschichte, Jahrhundertwende, sinfonische Dichtung, Kompositionstechnik, Wiener Walzer, Gattungswandel, musikalische Analyse, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, Klassik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der musikalischen Entwicklung und Transformation des Walzers an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert durch einen Vergleich zweier bedeutender Werke.

Welche zwei zentralen Werke werden untersucht?

Der Fokus liegt auf dem "Kaiserwalzer" von Johann Strauss (Sohn) und dem Werk "La Valse" von Maurice Ravel.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, zu analysieren, wie sich das Genre Walzer von seiner Funktion als Gesellschaftstanz zur sinfonischen Form unter dem Einfluss gesellschaftlicher Umbrüche gewandelt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Es wird eine direkte musikalische Vergleichsanalyse durchgeführt, die formale Strukturen, Instrumentierung und thematische Ausgestaltung der Stücke betrachtet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst der historische Kontext und die musikalischen Merkmale des Wiener Walzers erörtert, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Kompositionen von Strauss und Ravel.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Walzer, Jahrhundertwende, sinfonische Entwicklung, musikalischer Vergleich und die Werke selbst (Kaiserwalzer, La Valse).

Inwiefern beeinflusst der Zeitgeist das Werk "La Valse"?

Das Werk spiegelt die veränderte, teils krisenhafte Stimmung der Nachkriegszeit um 1920 in Paris wider, was zu einer neuen, komplexeren und teils dekonstruktiven Behandlung der Walzerform führt.

Wie unterscheidet sich die formale Behandlung des Walzers bei Strauss im Vergleich zu Ravel?

Während Strauss den Walzer als geschlossene, strukturierte Form für Unterhaltungszwecke etablierte, nutzt Ravel in "La Valse" Elemente des Walzers, führt diese jedoch in eine moderne, sinfonische und teils verzerrte Richtung.

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Details

Title
Vom Kaiserwalzer bis zu La Valse
Subtitle
Vergleich zweier sinfonischer Tänze an der Schwelle des 20. Jahrhunderts
College
TU Dortmund
Grade
1,3
Author
Anna Schmitz (Author)
Publication Year
2016
Pages
12
Catalog Number
V371963
ISBN (eBook)
9783668502598
ISBN (Book)
9783668502604
Language
German
Tags
kaiserwalzer valse vergleich tänze schwelle jahrhunderts
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Schmitz (Author), 2016, Vom Kaiserwalzer bis zu La Valse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371963
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