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Zusammenhänge zwischen habituellen Emotionsregulationsstrategien und externalisierendem und internalisierendem Verhalten im Jugendalter

Ein systematisches Review der aktuellen empirischen Forschungsliteratur

Titel: Zusammenhänge zwischen habituellen Emotionsregulationsstrategien und externalisierendem und internalisierendem Verhalten im Jugendalter

Bachelorarbeit , 2017 , 68 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Friederike Helle (Autor:in)

Psychologie - Entwicklungspsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, Zusammenhänge zwischen habituellen Emotionsregulationsstrategien und externalisierendem und internalisierendem Verhalten im Jugendalter anhand eines systematischen Reviews der aktuellen Forschungsliteratur zu identifizieren. Dabei wurde der Fokus auf die Emotionsregulationsstrategien kognitive Neubewertung, expressive Suppression und Rumination gelegt und ihre Funktion als Schutz- oder Risikofaktoren gegen/für depressive Symptome und aggressives Verhalten beleuchtet. Hierzu wurden 20 Primärstudien betrachtet, deren Stichprobengrößen zwischen 30 und 1753 Teilnehmenden variierte.

Zusammengefasst deuteten die Befunde der Erhebungen darauf hin, dass die kognitive Neubewertung einen Schutzfaktor gegen depressive Symptome darstellt. Weiterhin erwiesen sich die expressive Suppression und die Rumination als Risikofaktoren für depressive Symptome. Für aggressives Verhalten stellte anhand der betrachteten Primärstudien lediglich die Rumination einen relevanten Risikofaktor dar. Die Wechselwirkung mit weiteren Variablen, der Kontext, das Geschlecht sowie die erlebte Emotion stellten sich zudem als wichtige Faktoren für die weitere Forschung heraus. Durch die unterschiedlichen methodischen Herangehensweisen der jeweiligen Autorenschaft und die unterschiedliche Beschaffenheit der Stichproben war eine eingeschränkte Vergleichbarkeit der Studien untereinander zu verzeichnen. Im Hinblick auf Präventions- und Interventionsmaßnahmen bezüglich depressiver Symptome und aggressiven Verhaltens wurde die Förderung und Ausdifferenzierung funktionaler Emotionsregulationsstrategien als zielführend abgeleitet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Emotion

2.1.1 Verwandte Begriffe der Emotion

2.2 Von der Emotion zu der Emotionsregulation

2.3 Emotionsregulation

2.3.1 Verwandte Begriffe der Emotionsregulation

2.3.2 Das Prozessmodell der Emotionsregulation

2.3.3 Emotionsregulation im Jugendalter

2.3.4 Emotionsdysregulation

2.4 Emotionsdysregulation und Psychopathologie

2.4.1 Depression

2.4.2 Aggressives Verhalten

2.4.3 Komorbidität internalisierender und externalisierender Störungen

2.5 Forschungsstand und Hypothesen

2.5.1 Kognitive Neubewertung und Psychopathologie

2.5.2 Expressive Suppression und Psychopathologie

2.5.3 Rumination und Psychopathologie

3 Methode

3.1 Suchprozess und Auswahl der Studien

3.2 Ein- und Ausschlusskriterien für die Literaturrecherche

3.3 Herausforderungen bei der Auswahl der Studien

4 Ergebnisse

4.1 Empirische Befunde zur Überprüfung der Hypothese 1

4.1.1 Kognitive Neubewertung und depressive Symptome (H1a)

4.1.2 Kognitive Neubewertung und aggressives Verhalten (H1b)

4.2 Empirische Befunde zur Überprüfung der Hypothese 2

4.2.1 Expressive Suppression und depressive Symptome (H2a)

4.2.2 Expressive Suppression und aggressives Verhalten (H2b)

4.3 Empirische Befunde zur Überprüfung der Hypothese 3

4.3.1 Rumination und depressive Symptome (H3a)

4.3.2 Rumination und aggressives Verhalten (H3b)

5 Diskussion

5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse

5.2 Interpretation der Ergebnisse und Erkenntnisgewinn

5.2.1 Der Einfluss kognitiver Neubewertung auf depressive Symptome

5.2.2 Der Einfluss kognitiver Neubewertung auf aggressives Verhalten

5.2.3 Der Einfluss expressiver Suppression auf depressive Symptome

5.2.4 Der Einfluss expressiver Suppression auf aggressives Verhalten

5.2.5 Der Einfluss von Rumination auf depressive Symptome

5.2.6 Der Einfluss von Rumination auf aggressives Verhalten

5.2.7 Aggressives Verhalten und depressive Symptome

5.3 Wechselwirkung mit weiteren Faktoren

5.4. Limitationen

5.5 Fazit und Implikationen für die zukünftige Forschung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit zielt darauf ab, Zusammenhänge zwischen habituellen Emotionsregulationsstrategien (kognitive Neubewertung, expressive Suppression, Rumination) und internalisierenden sowie externalisierenden Verhaltensweisen im Jugendalter durch ein systematisches Review aktueller empirischer Forschung zu identifizieren und deren Rolle als Schutz- oder Risikofaktoren für psychische Störungen zu untersuchen.

  • Identifikation habitueller Emotionsregulationsstrategien im Jugendalter
  • Analyse der Wirkung auf depressive Symptome und aggressives Verhalten
  • Untersuchung der Funktionen als Schutz- oder Risikofaktoren
  • Systematischer Vergleich von 20 Primärstudien
  • Ableitung von Präventions- und Interventionsmöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

2.3.2 Das Prozessmodell der Emotionsregulation

In den letzten 10 bis 20 Jahren hat sich die Emotionsregulationsforschung zu einem eigenen Forschungsgebiet entwickelt (Staubmann, 2014), das sich insbesondere kognitiven Emotionsregulationsstrategien beziehungsweise kontrollierten Prozessen der Emotionsregulation widmet (Barnow, 2013; In-Albon, 2013). Besondere Beachtung erfährt hierbei das Prozessmodell der Emotionsregulation nach Gross (1998a, 2001). Es beschreibt spezifische Strategien, die entlang des zeitlichen Verlaufs während der Emotionsentstehung differenziert werden können (Gross, 2001, 2002). Das wesentliche Postulat dieses Modells ist, dass Emotionsregulationsstrategien sich hinsichtlich des Zeitpunkts ihrer primären Auswirkungen auf den Prozess der Emotionsentstehung unterscheiden (Gross, 2002).

Dementsprechend beschreibt Gross (2001, 2002) die antizipatorische und die reaktive Emotionsregulation und hebt hierbei insbesondere die kognitive Neubewertung und die expressive Suppression als spezifische antizipatorische sowie reaktive Emotionsregulationsstrategien hervor (siehe Abbildung 1). Bei der antizipatorischen Emotionsregulation wird die Emotion reguliert, bevor sie sich entfaltet; es wird also der Input zur Emotionsentstehung manipuliert (Gross 1998a, 2001, 2002). Die reaktive Emotionsregulation ist dadurch gekennzeichnet, dass der Output der Emotionsentstehung, also das Erleben der Emotion, das Verhalten sowie physiologische Reaktionen manipuliert werden (Gross, 1998a, 2001, 2002). Sie fokussiert somit die unmittelbare emotionale Reaktion.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Bedeutung von Emotionen und deren Regulation für die Gesundheit sowie Darlegung der Relevanz des Themas im Jugendalter.

2 Theoretischer Hintergrund: Theoretische Fundierung der Emotionsregulation, Prozessmodell von Gross, Abgrenzung verwandter Begriffe und Zusammenhänge mit Psychopathologien.

3 Methode: Beschreibung des systematischen Suchprozesses, der Auswahlkriterien für die 20 Primärstudien und der methodischen Herausforderungen.

4 Ergebnisse: Ausführliche Darstellung der empirischen Befunde zu den aufgestellten Hypothesen, unterteilt in kognitive Neubewertung, expressive Suppression und Rumination.

5 Diskussion: Synthese der Ergebnisse, Interpretation im Kontext aktueller Theorien, Limitationen der Arbeit sowie Fazit für zukünftige Präventionsmaßnahmen.

Schlüsselwörter

Emotionsregulation, Jugendalter, kognitive Neubewertung, expressive Suppression, Rumination, depressive Symptome, aggressives Verhalten, externalisierendes Verhalten, internalisierendes Verhalten, Schutzfaktor, Risikofaktor, systematisches Review, Psychopathologie, Adoleszenz, Impulskontrolle

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie verschiedene alltägliche Strategien zur Regulation von Emotionen bei Jugendlichen mit depressiven Symptomen und aggressivem Verhalten zusammenhängen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Emotionsregulation, Psychopathologie, spezifische Regulationsstrategien (kognitive Neubewertung, expressive Suppression, Rumination) und deren Ausprägung im Jugendalter.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, anhand eines systematischen Reviews der aktuellen Forschung zu klären, ob bestimmte Emotionsregulationsstrategien als Schutz- oder Risikofaktoren für psychische Belastungen bei Jugendlichen fungieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um ein systematisches Review der empirischen Forschungsliteratur, bei dem 20 Primärstudien analysiert und verglichen wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Hintergrund, die methodische Vorgehensweise, die detaillierte Ergebnisdarstellung zur Hypothesenüberprüfung und die anschließende Diskussion der Befunde.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Emotionsregulation, Jugendalter, Depression, Aggression, kognitive Neubewertung, expressive Suppression und Rumination.

Welche Rolle spielt die kognitive Neubewertung bei depressiven Symptomen?

Die Ergebnisse bestätigen weitgehend, dass kognitive Neubewertung als Schutzfaktor fungiert und mit einer geringeren Ausprägung depressiver Symptome einhergeht.

Warum wird Rumination als kritisch eingestuft?

Rumination wird in der Arbeit konsistent als Risikofaktor identifiziert, da sie depressive Symptome sowie aggressives Verhalten verlängern oder verstärken kann.

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Details

Titel
Zusammenhänge zwischen habituellen Emotionsregulationsstrategien und externalisierendem und internalisierendem Verhalten im Jugendalter
Untertitel
Ein systematisches Review der aktuellen empirischen Forschungsliteratur
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
1,0
Autor
Friederike Helle (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
68
Katalognummer
V372108
ISBN (eBook)
9783668497962
ISBN (Buch)
9783668497979
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Emotion Emotionsregulation Emotionsregulationsstrategien kognitive Neubewertung expressive Suppression Rumination Jugendalter Depression Aggression
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Friederike Helle (Autor:in), 2017, Zusammenhänge zwischen habituellen Emotionsregulationsstrategien und externalisierendem und internalisierendem Verhalten im Jugendalter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/372108
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Leseprobe aus  68  Seiten
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