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Entwicklungszusammenarbeit in der Kritik

Eine kritische Auseinandersetzung mit Aspekten der Entwicklungszusammenarbeit

Titre: Entwicklungszusammenarbeit in der Kritik

Dossier / Travail , 2016 , 13 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Anonym (Auteur)

Sociologie - Système social et Structure sociale
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Ziel dieser Arbeit ist es, die Angemessenheit von Kritiken an der Entwicklungshilfe für Afrika zu überprüfen. Dazu wird zunächst vorgestellt, was Entwicklungspolitik, Entwicklungszusammenarbeit und Entwicklungshilfe jeweils umfasst und bedeutet. Anschließend werden die Akteure der Entwicklungszusammenarbeit aufgeführt und es wird erläutert, wie diese umgesetzt wird. Auch ein Bezug zur Globalisierung soll weiterführend hergestellt werden. Um einen Einblick in das Arbeitsfeld der Entwicklungshilfe zu ermöglichen, werden daraufhin die 17 Ziele, die im September 2015 von United Nations (UN) in der Agenda 2030 festgelegt wurden, aufgeführt. Weiterführend wird die Kritik, die an verschiedenen Aspekten der Entwicklungsarbeit geübt wird, vorgestellt. Da es unzählige Kritiker gibt, werden hier exemplarisch die Ansätze von Ernst Ulrich Weizsäcker, James Shikwati, Fred Scholz und Jürgen Wolff thematisiert. Zuletzt wird eine kurze Zusammenfassung und persönliche Einschätzung bezüglich der Angemessenheit der aufgeführten Kritik dargelegt.

Deutschland ist inzwischen seit mehr als 60 Jahren entwicklungspolitisch aktiv. Schon in den 1950er und 1960er Jahren bildete sich die Entwicklungspolitik als eigenständiges politisches Handlungsfeld heraus. Die Gesamtmittel für die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit, die Deutschland zur Verfügung stehen, sind 2014 gegenüber dem Vorjahr von rund 1,5 Milliarden Euro auf 12,2 Milliarden Euro gestiegen. Ein erheblicher Teil (50,6 Prozent) dieser Mittel war 2015 für die Länder Afrikas vorgesehen. Trotzdem hat sich die Wirtschaftskraft von Ländern, wie Ghana, in den letzten Jahren kaum verbessert. Viele Afrikaner und auch andere Kritiker, wie James Shikwati verneinen die Frage nach weiterer Unterstützung. Sie sind der Meinung, die Entwicklungshilfe würde Afrika mehr schaden, als nutzen. Doch entspricht diese Aussage der Wahrheit?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsfelder

2.1 Entwicklungspolitik

2.2 Entwicklungszusammenarbeit

2.3 Entwicklungshilfe

3. Zum Verständnis von Entwicklung

4. Akteure der Entwicklungszusammenarbeit

4.1 Private Träger (Non-Governmental-Organisations)

4.2 Staatliche Träger: Bilaterale und multilaterale Entwicklungszusammenarbeit

5. Entwicklungszusammenarbeit in der Umsetzung

5.1 Gebundene und ungebundene Entwicklungshilfe

5.2 Projekt- oder Pogrammhilfe

5.3 Finanzielle und technische/fachliche Hilfe

6. Entwicklungshilfe und Globalisierung

7. Agenda 2030: 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung

8. Kritiken

8.1 Ernst Ulrich von Weizsäcker: Die Ziele schließen sich gegenseitig aus

8.2 James Shikwati: „Stoppt die Entwicklungshilfe!“

8.3 Fred Scholz: Die Armen werden ärmer, die Reichen werden reicher

8.4 Jürgen Wolff: Das Problem der Fungibilität

9. Inwieweit ist die Kritik berechtigt?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die Effektivität und Rechtfertigung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, indem sie theoretische Grundlagen mit aktuellen globalen Herausforderungen sowie kontroversen Expertenmeinungen abgleicht, um die Angemessenheit geäußerter Kritik zu bewerten.

  • Begriffliche Klärung von Entwicklungspolitik, Entwicklungszusammenarbeit und Entwicklungshilfe
  • Analyse der Akteure und Umsetzungsformen der Hilfe
  • Einordnung der Entwicklungszusammenarbeit in den Kontext der Globalisierung
  • Diskussion der Agenda 2030 und ihrer Zielsetzungen
  • Auseinandersetzung mit systemkritischen Ansätzen von Experten wie James Shikwati und Fred Scholz

Auszug aus dem Buch

8.2 James Shikwati: „Stoppt die Entwicklungshilfe!“

James Shikwati, Gründer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Inter Region Economic Network in Nairobi (Kenia), kritisiert sogar das System der Entwicklungszusammenarbeit an sich. Er spricht für mehr Eigenständigkeit der Entwicklungsländer und für freien Handel und fordert daher die Einstellung jeglicher Entwicklungshilfen. Shikwati ist der Auffassung, dass die Entwicklungszusammenarbeit mehr schade als nütze und ausschließlich den „Geberländern“, wie Deutschland, zugute käme.

Er argumentiert damit, dass die Afrikaner aufgrund des westlichen Engagements das Vertrauen in ihre eigene Kraft und in ihre Eliten verloren hätten und daher Hilfe zur Lösung von Problemen jeglicher Art nicht von der eigenen Regierung erwarten, sondern bei den Industriestaaten suchen (Vgl. Der Spiegel, 2005). Die Hilfe setze also falsche Anreize und fungiere als eine Art Rentengarantie.

Auch seine Kritik bezüglich der Non-Governmental Organisations (NGO’s) ist damit eng verknüpft. Diese würden nämlich, laut Shikwati, die Autorität von Regierungen untergraben, indem sie deren Aufgaben erledigten, also zum Beispiel Schulen oder Brunnen bauen lassen. Kurzfristig möge sich dies positiv auswirken, langfristig untergrabe es die Demokratie, weil es den Menschen signalisiere, dass ihre Regierung nutzlos sei (Vgl. Shikwati, 2006: 13).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die deutsche Entwicklungspolitik ein, beleuchtet das Spannungsfeld zwischen steigenden Fördermitteln und ausbleibenden wirtschaftlichen Erfolgen in Empfängerländern und formuliert das Ziel der kritischen Hinterfragung dieser Hilfe.

2. Begriffsfelder: Es werden die Definitionen und Abgrenzungen der Begriffe Entwicklungspolitik, Entwicklungszusammenarbeit und Entwicklungshilfe dargelegt, die oft synonym verwendet, aber unterschiedlich gewichtet werden.

3. Zum Verständnis von Entwicklung: Dieses Kapitel erörtert, was unter Entwicklung zu verstehen ist, und zieht hierfür die wissenschaftliche Definition von Theo Rauch heran, die kontextgerechte Lösungen und Nachhaltigkeit betont.

4. Akteure der Entwicklungszusammenarbeit: Die Differenzierung zwischen privaten Trägern wie NGOs und staatlichen Akteuren (bilateral/multilateral) wird erläutert, um die komplexen Strukturen der Hilfeleistung aufzuzeigen.

5. Entwicklungszusammenarbeit in der Umsetzung: Hier wird die praktische Durchführung analysiert, insbesondere der Unterschied zwischen gebundener/ungebundener Hilfe, Projekt-/Programmhilfe sowie finanzieller und technischer Unterstützung.

6. Entwicklungshilfe und Globalisierung: Die Verflechtung der Hilfe mit globalen Prozessen wird beleuchtet, wobei die Chancen und Risiken für Entwicklungsländer in einer globalisierten Welt im Vordergrund stehen.

7. Agenda 2030: 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung: Die 17 Ziele der UN werden aufgeführt, die einen universellen Anspruch auf nachhaltige Entwicklung formulieren und gesellschaftliche, ökonomische sowie ökologische Aspekte integrieren.

8. Kritiken: Dieses Kapitel präsentiert die Fundamentalkritik von Experten wie Weizsäcker, Shikwati, Scholz und Wolff, die die Wirksamkeit, die ökonomischen Folgen und die Fehlsteuerungen der internationalen Hilfe anzweifeln.

9. Inwieweit ist die Kritik berechtigt?: Die Arbeit mündet in einer abschließenden Einschätzung, in der der Autor die Berechtigung der Kritik anerkennt und ein grundlegendes Umdenken in der internationalen Entwicklungspolitik einfordert.

Schlüsselwörter

Entwicklungszusammenarbeit, Entwicklungspolitik, Entwicklungshilfe, Globalisierung, Agenda 2030, Armutsbekämpfung, NGOs, James Shikwati, Fungibilität, Nachhaltigkeit, Geberländer, Nehmerländer, Korruption, Wirtschaftswachstum, Politikwissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit einer kritischen Analyse der Entwicklungszusammenarbeit und prüft, ob die häufig geäußerte Kritik an ihrer Wirksamkeit und Sinnhaftigkeit gerechtfertigt ist.

Welche thematischen Schwerpunkte setzt die Autorin/der Autor?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition der Begriffsfelder, der Struktur der Akteure, den verschiedenen Umsetzungsformen, dem Bezug zur Globalisierung sowie der Agenda 2030 und der Diskussion prominenter Kritiker.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Angemessenheit systemkritischer Stimmen gegenüber der Entwicklungszusammenarbeit zu überprüfen und zu bewerten, ob das aktuelle System reformbedürftig ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die verschiedene Expertenansätze und offizielle Dokumente (wie die Agenda 2030) gegenüberstellt und einer eigenen kritischen Bewertung unterzieht.

Welche Aspekte werden im Hauptteil besonders hervorgehoben?

Im Hauptteil stehen die verschiedenen Formen der Hilfe (Projekt- vs. Programmhilfe), die Rolle internationaler Akteure und die tiefgreifende Kritik an Fehlentwicklungen wie Korruption oder mangelnder Eigenständigkeit im Fokus.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Zentrale Begriffe sind neben der Entwicklungszusammenarbeit insbesondere der Begriff der „Fungibilität“, die „Agenda 2030“ und die Forderungen von Kritikern wie Shikwati nach mehr wirtschaftlicher Eigenständigkeit.

Wie bewertet der Autor die Wirksamkeit der Agenda 2030?

Der Autor zweifelt daran, dass die Ziele bis 2030 vollständig erreicht werden können, da es an einem konkreten Aktionsprogramm zur Umsetzung und an messbaren Kriterien zur Überprüfung der Fortschritte fehlt.

Was fordert James Shikwati konkret als Alternative zur bisherigen Hilfe?

Shikwati fordert das sofortige Ende der Entwicklungshilfe, um die Abhängigkeit zu beenden und stattdessen eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe als Geschäftspartner zu etablieren, flankiert durch die Öffnung westlicher Märkte.

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Résumé des informations

Titre
Entwicklungszusammenarbeit in der Kritik
Sous-titre
Eine kritische Auseinandersetzung mit Aspekten der Entwicklungszusammenarbeit
Université
University of Hildesheim
Note
2,3
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
13
N° de catalogue
V372109
ISBN (ebook)
9783668497993
ISBN (Livre)
9783668498006
Langue
allemand
mots-clé
entwicklungszusammenarbeit kritik eine auseinandersetzung aspekten
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2016, Entwicklungszusammenarbeit in der Kritik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/372109
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Extrait de  13  pages
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