Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Pädagogik - Interkulturelle Pädagogik

Interkulturelles Handeln. Benötigte Fähigkeiten und potentielle Trainingsmöglichkeiten

Titel: Interkulturelles Handeln. Benötigte Fähigkeiten und potentielle Trainingsmöglichkeiten

Studienarbeit , 2010 , 32 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sebastian Rauch (Autor:in)

Pädagogik - Interkulturelle Pädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Blickfeld dieser Arbeit stehen die zum adäquaten Handeln innerhalb interkultureller Begegnungen benötigten Fähigkeiten und das dazu führende Training. Beide Themenbereiche sollen betrachtet und Faktoren bezüglich adäquater Verhaltensweisen innerhalb interkultureller Begegnungen dargestellt werden.

Zunächst wird hierzu eine einheitliche Basis für die Bearbeitung der Materie geschaffen. Aus diesem Grund wird der Begriff „Kultur“ eingeführt. Hierfür werden verschiedene Auffassungen von Kultur aufgezeigt, um dann die für diese Arbeit wichtige Kulturdefinition vorzunehmen. Mit Hilfe dieses Terminus soll dann im anschließenden Verlauf spezifisch auf die Titelthematik eingegangen werden.

Im Abschnitt A soll in erster Linie die Bedeutung und Wichtigkeit „interkultureller Kompetenz“ aufgezeigt werden. Dafür werden unter anderem die verschiedenen Bereiche dargestellt, in denen diese Fähigkeit eine bedeutende Rolle einnimmt. Des Weiteren soll in diesem Abschnitt interkulturelle Kompetenz in ihre Teilkompetenzen aufgeteilt werden, so dass man sich mit Hilfe dieser Einsicht einen eigenen Standpunkt hinsichtlich dieser für das Zusammenleben innerhalb einer multikulturell geprägten Gesellschaft wichtigen Kompetenz bilden kann.

Diese Etappen der Arbeit sollen als Grundlage dazu dienen, um im weiteren Ablauf gezielt auf essenzielle Bereiche des Trainings dieser Fähigkeiten eingehen zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Der Kulturbegriff

1.1 Kulturanthropologische Definition

1.2 Kultur als „Landkarte der Bedeutung“

1.3 Kultur als Prozess

1.4 Kultur als Identitätsbildung

1.5 Kultur als Standardisierung

1.6 Kultur in drei Dimensionen

1.7 Komplexität des Kulturbegriffs

1.8 Die Definition von Kultur für diese Arbeit

2 Interkulturelle Kompetenz – Was ist das und warum brauchen wir sie?

3 Teilkompetenzen interkultureller Kompetenz

3.1 Kognitive Kompetenz

3.2 Affektive Kompetenz

3.3 Verhaltensbezogene Kompetenz

4 Training interkultureller Kompetenz – Was ist das und warum brauchen wir es?

5 Ziele interkultureller Trainings

5.1 Kognitives Trainingsziel

5.2 Affektives Trainingsziel

5.3 Verhaltensbezogenes Trainingsziel

6 Trainingsmethoden und –inhalte

6.1 Das informationsorientierte kulturallgemeine Training

6.2 Das informationsorientierte kulturspezifische Training

6.3 Das erfahrungsbezogene kulturallgemeine Training

6.4 Das erfahrungsbezogene kulturspezifische Training

7 Anwendungsbereiche interkultureller Trainings

8 Trainingsprogramm „BAFA BAFA“

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Notwendigkeit von interkultureller Kompetenz in einer globalisierten Welt und analysiert, inwiefern gezielte Trainingsmaßnahmen Menschen dazu befähigen können, interkulturell handlungsfähig zu werden. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei darauf, welche Fähigkeiten für Begegnungen mit fremden Kulturen essentiell sind und wie verschiedene Trainingsmethoden diese Kompetenzen fördern können.

  • Grundlagen des Kulturbegriffs und dessen Vielschichtigkeit
  • Struktur und Teilkompetenzen interkultureller Kompetenz
  • Kognitive, affektive und verhaltensbezogene Trainingsziele
  • Methodische Ansätze: Informations- vs. erfahrungsorientierte Trainings
  • Anwendungsbereiche und das Simulationsspiel "BAFA BAFA"

Auszug aus dem Buch

1.1 Kulturanthropologische Definition

Der Terminus „Kultur“ bezieht sich in der Interkulturalitätsforschung nicht auf so genannte Kulturgüter (wie beispielsweise Goethes „Faust“, der Kölner Dom oder Wagners Oper) bzw. Hochkulturen. Im Sinne der modernen Kulturwissenschaften steht er für die „soziale (oder: ,kollektive‘) Konstruktion der Wirklichkeit“. Die kulturanthropologische Bedeutung von „Kultur“ ist fokussiert auf die Frage danach, wie sich bestimmte Gruppen von Menschen in ihrer jeweiligen Lebenswelt einrichten.

In diesem Sinne kann es sich bei einer kulturellen Gruppe (bei einem Kollektiv) sowohl um die Bewohner eines afrikanischen Dorfes als auch um die Einwohner einer multikulturellen Metropole in den USA oder um „die Deutschen“ handeln. Bei dieser Definition von „Kultur“ wird davon ausgegangen, dass weitestgehend nichts von dem, was man im Alltag als selbstverständlich, natürlich oder real ansieht, tatsächlich gegeben sei. Hierbei handelt es sich vielmehr um kulturelle Konstrukte wie beispielsweise „religiöse Überzeugungen, die Vorstellung davon, was ,gesunder Menschenverstand‘ sei, Umgangsformen, Konzepte vom Verlauf der Zeit oder die Bedeutung des Raumes, Werte und Normen“, welche in einer für uns fremden Kultur vollkommen anders aussehen können.

Aus dem Bereich der kulturwissenschaftlichen Anthropologie bietet unter anderem der Kommunikationswissenschaftler Gerhard Maletzke in seinem Werk „Interkulturelle Kommunikation“ aus dem Jahre 1996 folgende Definition des Kulturbegriffs: „In der Kulturanthropologie ist Kultur im wesentlichen zu verstehen als ein System von Konzepten, Überzeugungen, Einstellungen und Werteorientierungen, die sowohl im Verhalten und Handeln der Menschen als auch in ihren geistigen und materiellen Produkten sichtbar werden. Ganz vereinfacht kann man sagen: Kultur ist die Art und Weise, wie die Menschen leben und was sie aus sich selbst und ihrer Welt machen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Der Kulturbegriff: Dieses Kapitel erläutert verschiedene kulturwissenschaftliche Definitionen und erarbeitet einen für die Arbeit grundlegenden Kulturbegriff als soziales Konstrukt.

2 Interkulturelle Kompetenz – Was ist das und warum brauchen wir sie?: Hier wird die Relevanz interkultureller Kompetenz angesichts von Globalisierung und einer multikulturell geprägten Gesellschaft begründet.

3 Teilkompetenzen interkultureller Kompetenz: Dieses Kapitel gliedert die interkulturelle Kompetenz in kognitive, affektive und verhaltensbezogene Teilaspekte auf.

4 Training interkultureller Kompetenz – Was ist das und warum brauchen wir es?: Es wird die historische und aktuelle Notwendigkeit interkultureller Trainings beleuchtet, sowohl im beruflichen als auch im schulischen Kontext.

5 Ziele interkultureller Trainings: Das Kapitel definiert die angestrebten Lernziele auf kognitiver, affektiver und verhaltensbezogener Ebene.

6 Trainingsmethoden und –inhalte: Hier werden vier verschiedene Typen interkultureller Trainings basierend auf den Dimensionen informations- vs. erfahrungsorientiert und kulturallgemein vs. kulturspezifisch vorgestellt.

7 Anwendungsbereiche interkultureller Trainings: Die Unterscheidung zwischen on-the-job und off-the-job Trainings sowie deren praktische Anwendung in Großkonzernen und Institutionen steht hier im Fokus.

8 Trainingsprogramm „BAFA BAFA“: Dieses Kapitel stellt ein konkretes Simulationsspiel als Methode vor, um interkulturelle Konfliktsituationen erfahrbar zu machen.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Kompetenz, Kultur, Kulturanthropologie, Globalisierung, Trainingsmethoden, interkulturelles Training, BAFA BAFA, Handlungsfähigkeit, interkulturelle Kommunikation, Sensibilisierung, Simulation, Kulturschock, Fremdverstehen, Ambiguitätstoleranz, Werteorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den notwendigen Fähigkeiten für ein erfolgreiches interkulturelles Handeln und den entsprechenden Trainingsmöglichkeiten, um diese Kompetenzen gezielt zu entwickeln.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Definition von Kultur, die Struktur der interkulturellen Kompetenz, verschiedene Ansätze interkultureller Trainings sowie deren praktische Anwendung in Wirtschaft und Bildung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie interkulturelle Kompetenz definiert werden kann und durch welche Trainingsmethoden man Menschen auf interkulturelle Begegnungen vorbereiten kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine wissenschaftliche Literaturanalyse, die verschiedene kulturtheoretische Ansätze und Trainingskonzepte zusammenführt und kritisch reflektiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in zwei Abschnitte: A behandelt die Bedeutung und die Teilkompetenzen interkultureller Kompetenz, während B sich intensiv mit Trainingskonzepten, Methoden und Anwendungsbereichen auseinandersetzt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Interkulturelle Kompetenz, Kulturbegriff, Trainingsmethodik, Globalisierung und interkulturelle Handlungskompetenz.

Wie ist das Verhältnis zwischen kognitiven und erfahrungsorientierten Trainings?

Kognitive Trainings vermitteln primär Wissen, während erfahrungsorientierte Trainings durch Simulationen emotionale und verhaltensbezogene Lerneffekte anstreben, um besser auf unsichere Situationen vorbereitet zu sein.

Was genau ist das Besondere am Simulationsspiel BAFA BAFA?

BAFA BAFA versetzt Teilnehmer in fiktive Kulturen, um durch das Erleben von interkulturellen Missverständnissen und Konflikten eine Reflexion über die eigene kulturelle Prägung anzuregen.

Warum ist ein Modell für ein interkulturelles Training so wichtig?

Ein Kulturmodell dient als notwendige Reduktion des komplexen Phänomens "Kultur", um diese greifbar zu machen und ein strukturiertes Orientierungssystem für Trainings aufzubauen.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Interkulturelles Handeln. Benötigte Fähigkeiten und potentielle Trainingsmöglichkeiten
Hochschule
Universität Osnabrück
Note
1,0
Autor
Sebastian Rauch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
32
Katalognummer
V372175
ISBN (eBook)
9783668502123
ISBN (Buch)
9783668502130
Sprache
Deutsch
Schlagworte
interkulturelles handeln benötigte fähigkeiten trainingsmoglichkeiten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Rauch (Autor:in), 2010, Interkulturelles Handeln. Benötigte Fähigkeiten und potentielle Trainingsmöglichkeiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/372175
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  32  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum