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Fair Value-Ermittlung nach IFRS 13

Eine empirische Analyse der Anhangangaben

Titel: Fair Value-Ermittlung nach IFRS 13

Bachelorarbeit , 2015 , 121 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Marco Bösebeck (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es, dem Leser, unter Zuhilfenahme einer empirischen Analyse der Konzernanhänge, einen Überblick über die Fair Value-Ermittlung nach IFRS 13 in der Bilanzierungspraxis zu verschaffen. Diesbezüglich wird insbesondere die Anwendung des IFRS 13 auf die Bilanzierung von bestimmten Vermögenswerten und Schulden untersucht. Dabei soll aufgezeigt werden, welchen Stellenwert der Fair Value und somit IFRS 13 in der Praxis erhält und welche Auswirkungen auf die Bilanzierung durch IFRS 13 hervorgerufen worden sind, um somit einen Vergleich zur bisher veröffentlichten Literatur zu ermöglichen.

Hierzu wird im zweiten Kapitel zunächst ein Überblick über die Bewertungs- und Ausweisvorschriften des IFRS 13 gegeben, wodurch das Verständnis zur nachfolgenden Untersuchung verschafft werden soll. Im anschließenden dritten Kapitel werden die Ergebnisse der Untersuchung deskriptiv analysiert und unter Berücksichtigung der Fragestellung kritisch diskutiert. Die Arbeit schließt mit einer kurzen Zusammenfassung der Ergebnisse und rezensiert diese.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. IFRS 13 – Ermittlung und Ausweis des Fair Value

2.1 Begriffsbestimmung und Grundannahmen

2.2 Anwendungsbereich

2.3 Ermittlungsmethodik des beizulegenden Zeitwerts

2.3.1 Bewertungsprämissen bestimmter Vermögenswerte und Schulden

2.3.2 Inputfaktoren

2.3.3 Bewertungsverfahren

2.4 Angabepflichten

3. Empirische Analyse der Anhangangaben

3.1 Datenbasis und Untersuchungsdesign

3.2 Ergebnisse

3.2.1 Auswirkungen der Erstanwendung auf den Konzernabschluss

3.2.2 Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte

3.2.3 Renditeimmobilien

3.2.4 Finanzinstrumente

3.2.5 Beizulegender Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die neuen Bilanzierungsvorschriften des IFRS 13 zwei Geschäftsjahre nach ihrer Einführung in der Praxis Anwendung finden und welche Auswirkungen sie auf die Konzernrechnungslegung haben.

  • Empirische Analyse der Fair Value-Ermittlung in der Bilanzierungspraxis
  • Untersuchung der Bilanzierung von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und Finanzinstrumenten
  • Bewertung der Angabepflichten gemäß IFRS 13 im Konzernanhang
  • Vergleich der Praxisergebnisse mit der bestehenden wissenschaftlichen Literatur

Auszug aus dem Buch

2.1 Begriffsbestimmung und Grundannahmen

Der beizulegende Zeitwert wird durch IFRS 13 als „der Preis (…), der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswertes eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde“ (IFRS 13.9) neu interpretiert. Somit erfolgt eine Konkretisierung des Fair Value als Abgangspreis (exit price) (IFRS 13.24, App. A), wodurch Einschätzungen der Marktteilnehmer zur Zeitwertbemessung einen erheblichen Einfluss erhalten. Laut IAS B werden, durch die Festlegung auf den Abgangspreis, zukünftige Zahlungsmittelzuflüsse bzw. Zahlungsmittelabflüsse von Vermögenswerten (IFRS 13.BC40) und Verbindlichkeiten (IFRS 13.BC39) unabhängiger Marktteilnehmer reflektiert, die annahmegemäß eine gleiche Nutzung wie der Bilanzierende unterstellen. Hierdurch wird zugleich unternehmensinternes Wissen, vornehmlich Informationsvorsprünge, weitestgehend im Bewertungsprozess eliminiert.

Im Gegensatz zur vorherigen Fair Value-Konzeption ist nicht ausschließlich von einer „tatsächlichen“, sondern einer „gewöhnlichen“ Transaktion zum Bewertungszeitpunkt zwischen Marktteilnehmern auszugehen, da IFRS 13 einen „geordneten Geschäftsvorfall“ (orderly transaction) der Fair Value-Ermittlung zugrunde legt (IFRS 13.15, App. A). Hypothetische Transaktionen sind als qualifiziertes Bewertungsfundament damit ebenfalls zulässig (IFRS 13.20 f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Entstehung des Standards IFRS 13 ein, beleuchtet die Motivation zur Harmonisierung der beizulegenden Zeitwerte und definiert das Ziel der empirischen Untersuchung.

2. IFRS 13 – Ermittlung und Ausweis des Fair Value: Dieses Kapitel erläutert die konzeptionellen Grundlagen, den Anwendungsbereich, die Ermittlungsmethodik sowie die spezifischen Angabepflichten des Standards.

3. Empirische Analyse der Anhangangaben: Der Hauptteil präsentiert das Untersuchungsdesign sowie die deskriptive Auswertung von Konzernabschlüssen bezüglich Sachanlagen, Renditeimmobilien und Finanzinstrumenten.

4. Fazit: Das Fazit fasst die empirischen Ergebnisse zusammen und bewertet die geringe Relevanz des IFRS 13 in der Bilanzierungspraxis kritisch vor dem Hintergrund theoretischer Zielsetzungen.

Schlüsselwörter

Fair Value, IFRS 13, Beizulegender Zeitwert, Konzernabschluss, Bilanzierung, Finanzinstrumente, Renditeimmobilien, Exit Price, Bewertungshierarchie, Inputfaktoren, Anhangangaben, Bewertungsverfahren, empirische Analyse, IAS 39, Werthaltigkeitstest

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die praktische Anwendung des IFRS 13 Standards zur Bewertung von Vermögenswerten und Schulden zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value).

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Ermittlungsmethodik, den Bewertungshierarchien sowie den umfangreichen Angabepflichten für Konzernabschlüsse unter IFRS.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu prüfen, welchen Stellenwert der Fair Value in der Bilanzierungspraxis tatsächlich einnimmt und ob sich die theoretischen Anforderungen des Standards in den Anhangangaben der Unternehmen widerspiegeln.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor führt eine empirische deskriptive Datenanalyse von Konzernanhängen durch, basierend auf einer Stichprobe börsennotierter Gesellschaften (DAX, MDAX, DIMAX).

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Behandelt werden die Datengrundlage, die Auswirkungen der Erstanwendung auf den Konzernabschluss sowie detaillierte Analysen zu Sachanlagen, Renditeimmobilien und Finanzinstrumenten.

Was sind die charakteristischen Schlüsselwörter?

Zentrale Begriffe sind Fair Value, IFRS 13, Bewertungshierarchie, Renditeimmobilien und Finanzinstrumente.

Wie bewertet der Autor die Auswirkungen auf die Bilanzierungspraxis?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die praktische Relevanz des IFRS 13 bei einer Mehrheit der untersuchten Unternehmen eher untergeordnet ist und keine flächendeckenden wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens- und Finanzlage feststellbar waren.

Welche Beobachtungen macht der Autor bei Finanzinstrumenten?

Der Autor stellt fest, dass Finanzinstrumente zwar häufig zum Fair Value bewertet werden, aber die Eingliederung in das dritte Hierarchielevel und die Nutzung der DCF-Methode erhebliche Ermessensspielräume für Unternehmen eröffnen.

Welche Rolle spielen Immobilienunternehmen in der Untersuchung?

Immobilienunternehmen nehmen eine Sonderrolle ein, da sie den Fair Value bei Renditeimmobilien intensiv nutzen und aufgrund des hohen Anteils an Level-3-Bewertungen besonders stark von den erweiterten Angabepflichten betroffen sind.

Ende der Leseprobe aus 121 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Fair Value-Ermittlung nach IFRS 13
Untertitel
Eine empirische Analyse der Anhangangaben
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
1,3
Autor
Marco Bösebeck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
121
Katalognummer
V372329
ISBN (eBook)
9783668499911
ISBN (Buch)
9783668499928
Sprache
Deutsch
Schlagworte
IFRS 13 Fair Value empirische Analyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marco Bösebeck (Autor:in), 2015, Fair Value-Ermittlung nach IFRS 13, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/372329
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