Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse zur Entwicklung des allgemeinen Stresslevels in Deutschland gaben 62% der 1200 befragten Personen an, dass das Leben heute stressiger sei, als noch vor 15 bis 20 Jahren . Nur die jüngere und ältere Generation, die 18 bis 29-jährigen und die über 70 jährigen Personen, empfinden die Entwicklung des Stresslevels nicht so extrem wie die anderen Altersgruppen. Der größte Stressfaktor für die männliche Bevölkerung in Deutschland mit 54% von über 1000 Befragten ist die Arbeit und für die weibliche Bevölkerung mit 48% die zu hohen Ansprüche an sich selbst . „Studien deuten daraufhin, dass 50–60 % aller verlorenen Arbeitstage mit Stressproblemen in Zusammenhang stehen“ . Nicht nur die Arbeitnehmer, sondern auch die Arbeitgeber müssen sich mit dem ausgesetzten Stress befassen, um nachhaltig etwas gegen die damit verbundenen Stressoren zu unternehmen.
Inhaltsverzeichnis
1 Spezifische Problemstellung
1.1 Ziele
1.2 Zielgruppe
1.3 Einsatzbereich
2 Entwicklung eines Programms unter multimodalen Gesichtspunkten
3 Durchführung des Programms
3.1 Begründung des gewählten Bausteins des Programms
3.2 Erfolgs- und Qualitätsüberprüfung mit einem geeigneten Erhebungsinstrument
3.3 Auswertung der Ergebnisse
4 Abschluss
4.1 Interpretation der Ergebnisse
4.2 Diskussion der Ergebnisse
4.3 Abschließendes Fazit
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung und Evaluation eines multimodalen Stressmanagementprogramms, um das subjektive Stressempfinden sowie körperliche und kognitive Stresssymptome bei den Teilnehmern nachhaltig zu reduzieren.
- Entwicklung eines neunwöchigen Stressreduktionsprogramms
- Einsatz der Progressiven Muskelentspannung als zentrale Methode
- Messung von Stressbelastungen mittels des Stress-CheckUps
- Evaluation der Wirksamkeit durch einen Vorher-Nachher-Vergleich
- Förderung von Stresskompetenz (instrumentell, mental, regenerativ)
Auszug aus dem Buch
1 Spezifische Problemstellung
Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse zur Entwicklung des allgemeinen Stresslevels in Deutschland gaben 62% der 1200 (ab 18 Jahre) befragten Personen an, dass das Leben heute stressiger sei, als noch vor 15 bis 20 Jahren (Techniker Krankenkasse [TK], o.J.a). Nur die jüngere und ältere Generation, die 18 bis 29 jährigen und die über 70 jährigen Personen, empfinden die Entwicklung des Stresslevels nicht so extrem wie die anderen Altersgruppen. Der größte Stressfaktor für die männliche Bevölkerung in Deutschland mit 54% von über 1000 Befragten ist die Arbeit und für die weibliche Bevölkerung mit 48% die zu hohen Ansprüche an sich selbst (TK, o.J.b). „Studien deuten daraufhin, dass 50–60 % aller verlorenen Arbeitstage mit Stressproblemen in Zusammenhang stehen“ (Kaluza, 2007, S. 4). Nicht nur die Arbeitnehmer, sondern auch die Arbeitgeber müssen sich mit dem ausgesetzten Stress befassen, um nachhaltig etwas gegen die damit verbundenen Stressoren zu unternehmen.
„Heute besteht kein Zweifel mehr daran, dass Stress zu den wichtigsten gesundheitlichen Risikofaktoren zählt, mit denen Menschen in den modernen westlichen Gesellschaften konfrontiert sind“ (Kaluza, 2007, S. 4). Viele stressgeplagten Personen empfinden Stress als eine Erklärung für unterschiedlichste Beeinträchtigungen des körperlichen und seelischen Wohlbefindens (Kaluza, 2007, S. 4). Trotz der Anpassungsfähigkeit des menschlichen Organismus erkranken jedes Jahr eine Vielzahl der deutschen Bevölkerung an den Folgen von Stress (Mainka-Riedel, 2013, S. 33-34). „Auf der körperlichen Ebene kommt es unter Stress zu einer Vielzahl von Veränderungen, die insgesamt eine körperliche Aktivierung und Energiemobilisierung bewirken. Spürbar ist das z. B. an einem schnelleren Herzschlag, einer erhöhten Muskelspannung oder einer schnelleren Atmung“ (Kaluza, 2007, S. 10–11). Jede Stressreaktion wirkt sich bei jedem Menschen unterschiedlich aus. Das Problem ist jedoch nicht die kurzfristige körperliche Aktivierung und Energiemobilisierung, sondern die langfristige Dauer der Stressoren, z.B. im alltäglichen oder beruflichen Bereich, welche über Jahre bestehen und/oder wieder erneut auftreten können.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Spezifische Problemstellung: Dieses Kapitel thematisiert die steigende Stressbelastung in der deutschen Bevölkerung und begründet die Notwendigkeit von Stressmanagementprogrammen anhand aktueller Umfragedaten und wissenschaftlicher Erkenntnisse.
2 Entwicklung eines Programms unter multimodalen Gesichtspunkten: Hier wird ein neunwöchiges Programm zur Stressreduktion konzipiert, das theoretische Wissensvermittlung mit praktischen Übungen verknüpft.
3 Durchführung des Programms: In diesem Teil erfolgt die Begründung der Wahl der Progressiven Muskelentspannung sowie die detaillierte Darstellung der Erfolgsprüfung mittels des Stress-CheckUps und die Auswertung der Teilnehmerdaten.
4 Abschluss: Dieses Kapitel interpretiert die erzielten Ergebnisse im Kontext der gesetzten Ziele, diskutiert die Limitationen der Studie und zieht ein abschließendes Fazit zur Eignung des Konzepts.
Schlüsselwörter
Stressmanagement, Progressive Muskelentspannung, Stressbelastung, Stressreaktion, Stress-CheckUp, Prävention, Gesundheitsförderung, Psychologie, Stresskompetenz, Stressbewältigung, Entspannungstechnik, Arbeitsbelastung, Evaluation, Intervention
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und praktischen Durchführung eines multimodalen Stressmanagementprogramms zur Reduktion von Stressbelastungen und -reaktionen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen von Stress, die Vermittlung von Entspannungsmethoden, insbesondere der Progressiven Muskelentspannung, sowie die wissenschaftliche Überprüfung der Wirksamkeit durch ein spezifisches Erhebungsinstrument.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist die Reduzierung des subjektiven Stressempfindens sowie der muskulären, emotionalen, vegetativen und kognitiven Stressbelastungen der Teilnehmer innerhalb von vier Wochen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Zur Erfolgs- und Qualitätsüberprüfung wird der "Stress-CheckUp" nach Angelika Wagner-Link eingesetzt, um mittels eines Vorher-Nachher-Vergleichs quantifizierbare Veränderungen zu messen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Strukturierung des neunteiligen Programms (Einheiten 1-9) und die anschließende Auswertung und Interpretation der durch den Stress-CheckUp erhobenen Daten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wesentlichen Begriffen zählen Stressmanagement, Progressive Muskelentspannung, Stress-CheckUp, Gesundheitsförderung und Stresskompetenz.
Warum wurde die Progressive Muskelentspannung als Methode gewählt?
Die Methode wurde aufgrund ihrer hohen Durchführbarkeit im Liegen, Sitzen oder Stehen sowie der wissenschaftlich belegten Wirksamkeit und Akzeptanz bei beiden Geschlechtern ausgewählt.
Welche Limitationen werden bei der Studie angeführt?
Als Einschränkungen werden die geringe Teilnehmerzahl, die kurze Bearbeitungszeit sowie das Fehlen einer beratenden Person bei der Fragebogenausfüllung genannt.
- Quote paper
- BA Fitnessökonomie Erik Janus (Author), 2017, Konzipierung und Umsetzung eines Stressmanagementprogramms, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/372334