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Die Revolution von 1848/49 in Deutschland

Das flache Land: Die Bauern im Aufstand

Titre: Die Revolution von 1848/49 in Deutschland

Dossier / Travail de Séminaire , 2016 , 18 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Bayram Özmen (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - 1848, Empire, Impérialisme
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Arbeit will unter besonderer Berücksichtigung des Herzogtums Nassau untersuchen, wie die Gesellschaft am Vorabend der Revolution zusammengestellt war, welche Ursachen es für den Ausbruch der Revolution gab und wie sich letztendlich die ländliche Revolution institutionalisierte. Im Fokus stehen hierbei Petitionen, Vereinsarbeit und politische Äußerungen. So soll auch herausgearbeitet werden, in welchem Maß die ländlichen Schichten die bürgerliche Revolution beeinflusst haben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Revolution auf dem Lande – Herzogtum Nassau im Fokus

I. Ländliche Gesellschaft am Vorabend der Revolution

II. Ursachen und Ausbruch der Revolution

1. Der 4. März in Wiesbaden – Demonstration der bäuerlichen Macht

2. Die ländliche Bewegung nach dem 4.März

III. Institutionalisierung der ländlichen Revolution

IV. Begriffsverwirrung und bäuerlicher Eigensinn

C. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht unter besonderer Berücksichtigung des Herzogtums Nassau, wie die ländliche Gesellschaft am Vorabend der Revolution von 1848/49 strukturiert war, welche Ursachen für den Ausbruch der Revolution maßgeblich waren und inwiefern sich die ländliche Bewegung durch Petitionen, Vereinsarbeit und politische Äußerungen institutionalisierte, um ihren Einfluss auf die bürgerliche Revolution zu bestimmen.

  • Analyse der wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse der ländlichen Bevölkerung im 19. Jahrhundert.
  • Untersuchung der Ursachen für die bäuerlichen Unruhen, insbesondere die Zehntfrage.
  • Darstellung der Demonstration bäuerlicher Macht in Wiesbaden im März 1848.
  • Evaluation der Verbürgerlichung ländlicher Protestformen und des politischen Engagements der Bauern.
  • Gegenüberstellung von bürgerlichen und bäuerlichen Zielen sowie die Bedeutung des bäuerlichen Eigensinns.

Auszug aus dem Buch

I. Ländliche Gesellschaft am Vorabend der Revolution

Das Herzogtum Nassau zählte mit einer Gesamtfläche von 4708 qkm und seinen um die Mitte des 19. Jahrhunderts etwa 420 000 Einwohnern zu den Kleinstaaten im Deutschen Bund. Es gab kaum größere Städte. 80% der nassauischen Bevölkerung lebten auf dem Land und in Kleinstädten mit unter 2000 Einwohnern. Die Mehrheit der in Nassau lebenden Menschen erwirtschaftete ihren Lebensunterhalt in der Landwirtschaft, wobei in Nassau die Realerbteilung vorherrschte, was eine Parzellierung der Anbauflächen begünstigte, weshalb nassauische Landbewohner häufig Kleinbauern waren, die in 93% der Fälle ihr Land mit einer halben oder einer Fuhre bewirtschafteten. Dieser Umstand führte zu einer besonderen Anfälligkeit für Krisen, mangels fehlender ökonomischer Stärke. Die Gesellschaft war geprägt von Armut und hinzu kamen die wirtschaftlichen Krisen in der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Des Weiteren ist eine kurze Definition der ländlichen Gesellschaft nötig, um die Vielschichtigkeit der handelnden Subjekte hierbei aufzuzeigen. Die unterschiedslose Anwendung der Formulierungen „die Bauern“ auf sämtlichen Einwohner des ländlichen Raums erweist sich bei näherer Betrachtung als problematisch, ja unhaltbar, denn die Bevölkerung des Raums außerhalb der Großstädte bestand keineswegs nur aus Bauern und war nicht annährend so homogen, wie jener Sprachgebrauch suggeriert. Es gab auf dem Land ebenso wenig einheitliche Interessen und Gruppen wie in den Städten. Die soziale Trennlinie zwischen den großen Bauern auf der einen Seite und den Kleinbauern und Landlosen auf der anderen Seite konnte sehr scharf aufgeprägt sein. Neben ihnen gab es dörfliche Handwerker und unterbäuerliche landwirtschaftliche Arbeitskräfte- Gesinde und Taglöhner, wobei die Übergänge zwischen den Kategorien oftmals unscharf waren.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik ein, hinterfragt die vorwiegend bürgerliche Perspektive auf die Revolution von 1848/49 und skizziert den Fokus auf die ländliche Gesellschaft des Herzogtums Nassau.

B. Revolution auf dem Lande – Herzogtum Nassau im Fokus: Dieses Kapitel analysiert die sozioökonomischen Rahmenbedingungen im Herzogtum Nassau und untersucht die Faktoren, die zur konfliktgeladenen Atmosphäre vor der Revolution beitrugen.

I. Ländliche Gesellschaft am Vorabend der Revolution: Hier wird die Struktur der nassauischen Landbevölkerung beschrieben und die Heterogenität der sozialen Gruppen aufgezeigt, um gängige Vereinfachungen zu widerlegen.

II. Ursachen und Ausbruch der Revolution: Dieses Kapitel thematisiert die bäuerlichen Forderungen, insbesondere die Zehntablösung, sowie das Ereignis der Massendemonstration in Wiesbaden am 4. März.

1. Der 4. März in Wiesbaden – Demonstration der bäuerlichen Macht: Der Fokus liegt auf der konkreten Schilderung des 4. März 1848, als tausende bewaffnete Bauern nach Wiesbaden zogen und dort die Erfüllung ihrer Forderungen erzwangen.

2. Die ländliche Bewegung nach dem 4.März: Es wird der Verlauf der Agrarunruhen nach den Märzereignissen sowie das zögerliche Vorgehen der Regierung in der Zehntfrage analysiert.

III. Institutionalisierung der ländlichen Revolution: Dieses Kapitel untersucht die Entwicklung von bäuerlichen Protestformen wie Petitionen und zeigt deren schrittweise Verbürgerlichung im Revolutionsjahr auf.

IV. Begriffsverwirrung und bäuerlicher Eigensinn: Hier werden die unterschiedlichen Ziele von bürgerlichen und bäuerlichen Akteuren sowie die Diskrepanz in der Wahrnehmung und Begriffsbildung (z.B. Freiheit) diskutiert.

C. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass die Revolution zwar ihre nationalen Ziele verfehlte, die bäuerliche Bewegung in Nassau jedoch konkrete Erfolge erzielte und einen wichtigen Beitrag zur späteren Bauernbefreiung leistete.

Schlüsselwörter

Revolution 1848/49, Herzogtum Nassau, ländliche Gesellschaft, Agrarunruhen, Zehntablösung, Bauernbefreiung, Petitionsbewegung, Verbürgerlichung, Realerbteilung, Märzforderungen, bäuerlicher Eigensinn, soziale Schichtung, Agrarkonjunktur, Demokratiemodell, politisches Bewusstsein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle der ländlichen Schichten während der Revolution von 1848/49, wobei der Schwerpunkt speziell auf den Ereignissen im Herzogtum Nassau liegt.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen des ländlichen Raums, die Ursachen bäuerlicher Proteste, die Interaktion zwischen Bauern und der bürgerlichen Revolution sowie die Institutionalisierung des bäuerlichen Protests.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie die ländliche Gesellschaft am Vorabend der Revolution zusammengesetzt war, welche Ursachen zum Ausbruch der Unruhen führten und wie die Bauern durch politische Äußerungen und Petitionen die bürgerliche Revolution beeinflussten.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erkenntnisgewinnung verwendet?

Die Autorin nutzt eine historisch-analytische Methode, basierend auf der Auswertung zeitgenössischer Dokumente, zeitgenössischer Chroniken sowie einschlägiger agrarhistorischer Forschungsliteratur.

Was genau wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der ländlichen Gesellschaft, die Untersuchung der spezifischen Auslöser der Revolution (wie die Zehntfrage), die Dokumentation der Ereignisse in Wiesbaden und die Untersuchung der Verbürgerlichung bäuerlicher Protestformen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Revolution 1848/49, Herzogtum Nassau, Agrarunruhen, Zehntablösung, ländliche Gesellschaft und bäuerlicher Eigensinn charakterisieren.

Welche Bedeutung hatte die Zehntfrage für die nassauischen Bauern?

Die Ablösung des Zehnten war das zentrale Forderungsthema der Bauern, da die damit verbundenen Abgaben die ohnehin finanziell belasteten Kleinbauern massiv einschränkten und als Symbol für feudale Unterdrückung wahrgenommen wurden.

Was versteht die Arbeit unter dem Begriff der „Begriffsverwirrung“?

Damit ist die Diskrepanz zwischen bürgerlichen und bäuerlichen Zielen gemeint; während das Bürgertum beispielsweise "Freiheit" im Sinne von Pressefreiheit und politischer Partizipation verstand, bedeutete dies für die Bauern primär die Freiheit von Abgaben und Schulden.

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Résumé des informations

Titre
Die Revolution von 1848/49 in Deutschland
Sous-titre
Das flache Land: Die Bauern im Aufstand
Université
University of Frankfurt (Main)
Note
1,7
Auteur
Bayram Özmen (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
18
N° de catalogue
V372382
ISBN (ebook)
9783668504240
ISBN (Livre)
9783668504257
Langue
allemand
mots-clé
revolution deutschland land bauern aufstand
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Bayram Özmen (Auteur), 2016, Die Revolution von 1848/49 in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/372382
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Extrait de  18  pages
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