Das Bestellen von Waren und die Prüfung der Auftragsbestätitung (Unterweisung Kaufmann/-frau)


Unterweisung / Unterweisungsentwurf, 2017

29 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Ausgangslage
1.1 Auszubildender und Ausbildungszeitpunkt
1.2 Vorbildung
1.3 Ausbildungsberuf
1.4 Vorkenntnisse
1.5 Unterweisungsort

2. Lernzielbeschreibung
2.1 Themenauswahl
2.2 Ausbildungsrahmenplan
2.3 Lernziele
2.3.1 Ausbildungsziel
2.3.2 Richtlernziel
2.3.3 Groblernziel
2.3.4 Feinlernziel

3. Ausbildungsmittel

4. Unfallverhütung / Sicherheitsvorschriften

5. Motivation

6. Didaktische Grundsätze des Lehrens
6.1 Grundsatz der Fasslichkeit
6.2 Grundsatz der Motivation
6.3 Grundsatz der Klarheit
6.4 Grundsatz der Entsprechung
6.5 Grundsatz der Anschaulichkeit
6.6 Grundsatz der Erfolgssicherung
6.7 Grundsatz der Praxisnähe
6.8 Grundsatz des selbstständigen Handelns

7. Schlüsselqualifikation: „Soft Skills“
7.1 Persönliche Kompetenzen
7.2 Soziale Kompetenzen
7.3 Fachliche Kompetenzen

8. Unterweisung
8.1 Begründung der gewählten Unterweisungsmethode
8.2 Zeitrahmen
8.3 4-Stufen-Methode und Lehrgespräch
8.3.1 Stufe I: Vorbereitung
8.3.2 Stufe II - Lehrgespräch und Vormachen
8.3.3 Stufe III – Nachmachen
8.3.4 Stufe IV - Üben und Festigung des Gelernten
8.4 Nachbereitung der Unterweisungseinheit
8.5 Ausbildungsnachweis

9. Literaturverzeichnis

1. Ausgangslage

Zu Beginn wird auf die Ausgangslage und die Rahmenbedingungen, der durchzuführenden Unterweisung eingegangen. Dabei wird zunächst über den Auszubildenden und den Ausbildungszeitpunkt informiert. Anschließend werden kurz die Vorbildung, der Ausbildungsberuf, die Vorkenntnisse und der Unterweisungsort thematisiert.

1.1 Auszubildender und Ausbildungszeitpunkt

Der Auszubildende T. F ist 18 Jahre alt und befindet sich im fünften Monat des ersten Ausbildungsjahres, zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel. Herr F. interessiert sich sehr für Autos und Motorräder. In seiner Freizeit unterstützt er daher gerne seinen Vater in der familieneigenen Kfz-Werkstatt. Der Auszubildende wohnt noch bei seinen Eltern und möchte erst nach seinem Ausbildungsabschluss eine eigene Wohnung beziehen. Das Verhältnis zu seinen Eltern beschreibt Herr F. als sehr harmonisch. Im betrieblichen Umfeld zeigt er sich besonders kommunikationsfreudig und hilfsbereit. Aufgrund seines aufgeweckten und offenen Wesens, ist er innerhalb der Belegschaft bereits sehr gut integriert und pflegt beispielsweise in den Pausen und auch privat, Kontakte zu den anderen Auszubildenden in der Firma. Aus fachlicher Sicht, ist Herr F. aufgrund seiner Vorkenntnisse, vielen Auszubildenden im Betrieb teilweise überlegen. Aufgrund seiner schulischen Vorbildung, seiner vorhandenen Kenntnisse und Fähigkeiten und der ausgezeichneten Berufsschulleistungen, ist eine Lehrzeitverkürzung durchaus in Betracht zu ziehen.

1.2 Vorbildung

Herr F. hat die Wirtschaftsschule in Deggendorf besucht und diese mit einem Notendurchschnitt von 2,0 abgeschlossen. Im Anschluss daran, hat er an der Fachoberschule Deggendorf in der Fachrichtung Wirtschaft, im vergangenen Jahr, die Fachhochschulreife mit einem Notendurschnitt von 1,7 erlangt. Der Auszubildende interessiert sich seit seiner Schulzeit für die wirtschaftlichen Zusammenhänge, besonders die Fächer Mathematik, Betriebswirtschaftliche Steuerung und Kontrolle und Übungsunternehmen, lagen ihm während seiner Schulzeit, besonders.

1.3 Ausbildungsberuf

In der vorliegenden Arbeit wird ein Unterweisungsentwurf für den Ausbildungsberuf, Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine duale Ausbildung. Die Dualität der Ausbildung, kennzeichnet sich durch die kontinuierliche Verbindung von Theorie (Berufsschule) und Praxis (Betrieb).

1.4 Vorkenntnisse

In Bezug auf den Wareneinkauf in Unternehmen, konnte sich Herr F. bereits während seiner Schulzeit, sowie auch in der Berufsschule, theoretisches Wissen aneignen und dieses innerhalb von praktischen Unternehmensbeispielen anwenden. Er ist sich daher der Bedeutung des Warenwirtschaftssystems im Unternehmen sehr bewusst. Im Rahmen der betrieblichen Ausbildung, wurden ihm bereits ab dem zweiten Ausbildungsmonat vertiefende Kenntnisse im betriebsinternen Waren- und Datenfluss (§ 4 Abs. 1 Nr. 2.4) vermittelt.

Diese beinhalteten, laut Ausbildungsplan:

a) Ziele, Aufbau und Funktion des betrieblichen Warenwirtschaftssystems darstellen
b) Warenbewegungen zur Steuerung und Kontrolle des Warenflusses erfassen
c) Zusammenhänge zwischen Waren- und Datenfluss berücksichtigen
d) Stammdaten anlegen und prüfen, Änderungen veranlassen

Speziell im Bereich Wareneinkauf (§ 4 Abs. 1 Nr. 2.3), konnten dem Lehrling bereits folgende Fertigkeiten und Kenntnisse vermittelt werden:

a) Bezugsquellen ermitteln und Angebote einholen
b) Angebote insbesondere hinsichtlich Art, Beschaffenheit, Qualität, Menge, Preis, Verpackungskosten, Lieferzeit, Liefer- und Zahlungsbedingungen vergleichen Aufbauend auf diesen Kenntnissen kann nun die Unterweisung im Lernziel
c) Waren bestellen, Auftragsbestätigungen prüfen, erfolgen.

Fundierte Anwendungskenntnisse, in Bezug auf die Datenverarbeitung am PC, konnte der Auszubildende sich bereits im Unterrichtsfach Informationsverarbeitung und bei der Ausarbeitung der Projektarbeiten, aneignen.

1.5 Unterweisungsort

Die Unterweisung findet in der Ernst Markmiller GmbH in Deggendorf statt. Dabei handelt es sich um ein Großhandelsunternehmen für Industrie- und Kfz-Bedarf, welches an drei Standorten in Niederbayern vertreten ist. Die Ernst Markmiller GmbH gliedert sich in folgende Fachbereiche auf:

- Bau- und Möbelbeschläge
- Holzbau- und Befestigungstechnik
- Werkzeug / Maschinen- und Arbeitsschutz
- Kfz und Nutzfahrzeugtechnik
- Stihl Dienst und Werkstatt.

Das Unternehmen steht für sehr hohe Qualität und versteht sich zudem als verlässlicher Partner in allen Bereichen des Handwerks. Daher wird aus Unternehmensseite, viel Wert auf die Vermittlung von Fachkenntnissen und ein umfangreiches Know-How der Mitarbeiter, gelegt. Dem Fachpersonal und den Auszubildenden, steht daher zu internen Schulungs- und Fortbildungszwecken, ein eigener Schulungsraum zur Verfügung. Dieser wird auch für die folgende Unterweisung genutzt. Der Raum befindet sich im hinteren Bereich der Verkaufsstelle und ist daher gut vor Lärm und anderen Störungen geschützt. Der Schulungsraum ist unter anderem ausgestattet mit einem Schreibtisch, PC, Beamer und Flipchart.

2. Lernzielbeschreibung

2.1 Themenauswahl

Das Thema der Unterweisung, ist das Bestellen von Waren und die anschließende Prüfung der Auftragsbestätigung.

2.2 Ausbildungsrahmenplan

Die sachliche und zeitliche Gliederung der Ausbildungsplanung, wird durch den Ausbildungsrahmenplan der IHK Niederbayern, für die Berufsausbildung zum Kaufmann/-frau im Groß und Außenhandel bestimmt. Dieser sieht vor, dass im ersten Ausbildungsjahr, Fertigkeiten und Kenntnisse im Bereich Wareneinkauf und dabei insbesondere bei der Ermittlung der Bezugsquellen, Angebotseinholung, Angebotsvergleich, Warenbestellung und Auftragsprüfung vermittelt werden. Diese Lerninhalte werden im Ausbildungsrahmenplan unter § 4 Abs. 1 Nr. 2.3 Wareneinkauf unter den Punkten a bis c beschrieben. Die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Punkte d bis f, werden laut Rahmenplan, erst im zweiten Ausbildungsjahr vermittelt.

2.3 Lernziele

Ziele, die am Ende der Unterweisung erreicht werden sollen, müssen klar bestimmt werden. Dies ermöglicht die Planung, Vollständigkeit, Gleichheit und Kontrolle der Ausbildung.

2.3.1 Ausbildungsziel

Am Ende der dreijährigen Ausbildung, sollen dem Auszubildenden, Fertigkeiten und Kenntnisse vermittelt werden, die ihm zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit befähigen werden. Dies schließt insbesondere, die Erreichung von Handlungskompetenz im Berufsalltag ein. Unter beruflicher Handlungskompetenz, wird die Fähigkeit zum selbstständigen Planen, Durchführen und Kontrollieren von Arbeitstätigkeiten verstanden.

2.3.2 Richtlernziel

Das Richtlernziel im vorliegenden Unterweisungsentwurf, ist die Vermittlung von Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten, welche für den Ausbildungsberuf des Groß- und Außenhandelskaufmann erforderlich sind.

2.3.3 Groblernziel

Innerhalb der Ausbildungseinheit, werden dem Auszubildenden Herrn F., Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt, die ihn dazu befähigen sollen, eigenständig Warenbestellungen im Betrieb auszuführen.

2.3.4 Feinlernziel

Der Auszubildende soll nach der Unterweisung in der Lage sein, die neu erworbenen Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten so einzusetzen, sodass er selbstständig und zuverlässig eine betriebsinterne Warenbestellung durchführen um anschließend die Auftragsbestätigung auf Richtigkeit und Vollständigkeit überprüfen zu können.

Die Lernziele werden dabei in folgende drei Bereiche untergliedert:

Kognitiver Bereich (Wissen)

Der Auszubildende lernt durch die Unterweisung den Bestellabwicklungsprozess im Unternehmen kennen. Er kann die betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge im Anschluss an die Ausbildungseinheit besser verstehen, zudem lernt er, welche verschiedenen Abteilungen in den Bestellprozess involviert sind. Er kann die einzelnen Felder im Bestellformular mit den richtigen Daten befüllen und weiß worauf er genau achten muss. Durch die Unterweisungsmaßnahme lernt er die Bedeutung der Auftragsbestätigung kennen und weiß auf welche Daten er bei der Prüfung achten muss. Des Weiteren lernt er die Folgen einer fehlerhaften Bestellung kennen und weiß wie er diese verhindern kann.

Motorischer Lernbereich (Fertigkeiten)

Nach Abschluss der Unterweisungseinheit, soll es Herrn F. möglich sein, ein Bestellformular mit Hilfe des zehn-Finger-Systems rasch am PC auszufüllen. Er soll die notwendigen Handlungsschritte im weiteren Verlauf seiner Ausbildung schnell und koordiniert ausführen können und ohne lange zu suchen, wissen wo er hin greifen muss um die richtigen Ausdrucke zur Hand zu haben.

Normativer Lernbereich (Einstellungen)

Im Hinblick auf die Beeinflussung seiner Einstellungen und inneren Werthaltungen, ist es wichtig dem Auszubildenden, durch die Unterweisungseinheit, die Wichtigkeit für sein Tun näher zu bringen. Durch die Erklärung, warum, wieso, weshalb, wird dem Auszubildenden veranschaulicht, warum es so wichtig ist, Bestellungen rechtzeitig und korrekt auszuführen und was passieren kann, wenn er es nicht tut. Dabei soll Herr F. lernen, Verantwortung zu übernehmen und sorgfältig zu arbeiten. Auch die Verantwortung und Wertschätzung gegenüber Kunden, soll ihm durch diese Ausbildungseinheit nähergebracht werden. Denn um Kunden fachgerecht bedienen zu können, müssen die angebotenen Artikel ständig verfügbar sein, geschieht das nicht, sind die Kunden unzufrieden. Durch Selbstkontrolle der ausgeführten Arbeit, soll der Auszubildende ein Qualitätsbewusstsein entwickeln, welches zur Erreichung von Handlungskompetenz von entscheidender Bedeutung ist.

3. Ausbildungsmittel

- Flipchart: Visualisierung der Lerninhalte
- PC: Durchführung des Bestellvorgangs
- Drucker: Ausdrucken der Formulare
- Beamer: Darstellung, der am PC vorgemachten Arbeitsschritte
- Dokumente: Bestellformular und dazugehörige Auftragsbestätigung
- Stifte: Beschriftung des Flip Chart und Textmarker
- Notizblock: Notierung wichtiger Inhalte der Unterweisung
- Bestellware: Veranschaulichung der Datenpositionen
- Lieferantenordner: Abheften der Bestellunterlagen

[...]

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Das Bestellen von Waren und die Prüfung der Auftragsbestätitung (Unterweisung Kaufmann/-frau)
Note
1,3
Autor
Jahr
2017
Seiten
29
Katalognummer
V372413
ISBN (eBook)
9783668501256
ISBN (Buch)
9783668501263
Dateigröße
559 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Bei diesem Unterweisungsentwurf handelt es sich um die 4-Stufen-Methode mit Lehrgespräch
Schlagworte
Unterweisung, Waren bestellen, Groß- und Außenhandelskaufmann, 4-Stufen-Methode, Lehrgespräch, Kaufmännischer Beruf, Warenbestellung
Arbeit zitieren
Alexandra Hackl (Autor), 2017, Das Bestellen von Waren und die Prüfung der Auftragsbestätitung (Unterweisung Kaufmann/-frau), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/372413

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