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Hellenika von Oxyrhynchos. Eine Einordnung

Title: Hellenika von Oxyrhynchos. Eine Einordnung

Term Paper , 2015 , 14 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

World History - Early and Ancient History
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Die Hellenika von Oxyrhynchos nimmt unter den Überlieferungen historischer Schriften der griechischen Geschichtsschreiber der antiken Klassik eine Sonderstellung ein. Es sind nur wenige Werke antiker griechischer Geschichtsschreiber auf antiken Materialien erhalten. Die Hellenika ist eine der bekanntesten relevanten Texte dieses Metiers, die ausschließlich auf Papyrus aus der Antike und nicht über mittelalterliche Abschriften überliefert sind. Vorrangig durch die lediglich fragmentarische Überlieferung, ist der Autor jedoch nicht bekannt. Dieser stellt jedoch im Bezug zur Einordnung und der Aussagekraft einen wichtigen Bestandteil des historischen Werkes dar. Darum ist, seit dem ersten Fund der Papyri, die Autorenschaft Inhalt von Debatten und konnte bis heute nicht geklärt werden.

Diese Arbeit versucht nach einer Beschreibung der Hellenika und der jeweiligen Fragmente, den Text in sein historisches Umfeld einzugliedern und in Abwägung der unterschiedlichen Positionen zur Autorenschaft eine eigene Position zu vertreten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Die Hellenika

2.1. Beschreibung

2.2. Die Fragmente

2.3. Stilistik und Methoden

3. Historische Einordnung

3.1. Das Ende des Peloponnesischen Kriegs

3.2. Die Spartanische Dominanz

4. Die Autorenfrage

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, die Hellenika von Oxyrhynchos als antikes Geschichtswerk zu beschreiben, in seinen historischen Kontext einzuordnen und auf Basis einer Literaturrecherche die wissenschaftliche Debatte um die Autorenschaft kritisch zu bewerten.

  • Stellenwert und Charakteristik der Hellenika von Oxyrhynchos als Papyrusüberlieferung.
  • Historische Analyse des Ausklangs des Peloponnesischen Krieges.
  • Untersuchung der spartanischen Hegemonie in Griechenland.
  • Vergleichende Analyse von Stilmitteln und historiographischer Methodik.
  • Diskussion der Autorenschaft (Krattipos vs. Theopomp).

Auszug aus dem Buch

2.3. Stilistik und Methoden

Da sie bei der Zuordnung der Fragmente eine wesentliche Rolle spielen und auch in Bezug auf die Autorenschaft durchaus bedeutsam sind, ist es auch von Interesse Stil und etwaige Methodik der Texte herauszuarbeiten.

Die Hellenika ist in bewusst schlichter und rationaler Sprache verfasst, die keine Reden, und wenige Zuspitzungen oder andere rhetorischen oder dramatisierende Effekte verwendet. Der Verfasser bedient sich häufig ‚Einerseits – Andererseits‘ Kombinationen und erweckt dadurch, im Vergleich zu anderen historischen Werken der Zeit wie den inhaltlich zum Teil analogen Helleniká des Xenophon, einen neutralen, beobachtenden Eindruck. Es wird daher auch vermutet, dass die Helleniká Oxyrhynchia in Ergänzung oder Konkurrenz zu Xenophons eher tendenziösen Schriften steht. Durch synchronistische Geschichtsschreibung, die auch sich überschneidende Geschehnisse einbezieht, um sie zu verknüpfen und zur Erklärung auch in weiten Exkursen, etwa zum Boiotischen Bund, übergeht, ist der Text vielschichtiger und wirkt sachlicher. Dennoch wird durch geschickte Erzählungen und teilweise weite Spannungsbögen auch das Interesse des Lesers beziehungsweise Zuhörers geweckt.

Bedeutsam ist hierbei die Anlehnung an Thukydides, dessen Beschreibungen des Peloponnesischen Kriegs im Jahr 411 vor Christus abrupt endeten und in der Hellenika eine von mehreren Fortsetzungen fanden. So übernimmt der Autor die Einteilung eines Jahres in Sommer und Winter. Er benennt die Jahre nicht nach den jeweiligen Jahresbeamten, sondern verwendet wie zuvor erstmals Thukydides eine einheitliche Jahreszählung. Diese beginnt im ersten Kriegsjahr des Peloponnesischen Kriegs 431 vor Christus beziehungsweise in diesem Text nach dessen Ende mit dem Jahr 403 vor Christus, als erstes Jahr der spartanischen Dominanz in Griechenland. Wesentlich ist auch die von Thukydides übernommene Methodik, durch eigene Erkenntnisse und Abwägung der zu Verfügung stehenden Quellen zu einem Ergebnis zu gelangen, das niedergeschrieben wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Arbeit erläutert die Bedeutung der antiken griechischen Geschichtsschreibung und stellt die Sonderstellung der Hellenika von Oxyrhynchos als fragmentarische Papyrusüberlieferung dar.

2. Die Hellenika: Dieses Kapitel beschreibt die materielle Überlieferung der Papyri sowie deren sprachliche Stilistik und die methodische Anlehnung an Thukydides.

3. Historische Einordnung: Hier werden der Ausgang des Peloponnesischen Krieges und die darauffolgende spartanische Dominanz unter Berücksichtigung der politischen Entwicklungen analysiert.

4. Die Autorenfrage: Das Kapitel diskutiert die wissenschaftlichen Argumente zur Identifizierung des Autors und wägt zwischen Theopomp von Chios und Krattipos von Athen ab.

5. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass die Hellenika ein eigenständiges Werk von hoher wissenschaftlicher Bedeutung darstellt und Krattipos als wahrscheinlichster Verfasser gilt.

Schlüsselwörter

Hellenika von Oxyrhynchos, Griechische Geschichtsschreibung, Peloponnesischer Krieg, Sparta, Athen, Papyrus, Krattipos, Theopomp, Thukydides, Boiotischer Bund, Antike, Autorenschaft, Historiographie, Hegemonie, Quellenkritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem antiken Geschichtswerk "Hellenika von Oxyrhynchos", dessen Einordnung in die griechische Historiographie sowie der ungeklärten Frage nach dem Autor.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Felder sind die Analyse der fragmentarischen Überlieferung, die historische Darstellung des Endes des Peloponnesischen Krieges und die stilistische sowie methodische Untersuchung des Textes.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die historische Einordnung der Texte und die kritische Abwägung der wissenschaftlichen Positionen zur Frage, welcher antike Autor das Werk verfasst haben könnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf einer systematischen Literaturrecherche und einer vergleichenden Analyse des überlieferten Textes der Hellenika mit anderen antiken Quellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Beschreibung der Fragmente, eine Darstellung der historischen Ereignisse nach 411 v. Chr. sowie eine Diskussion über Krattipos und Theopomp als mögliche Autoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wesentliche Begriffe sind Hellenika von Oxyrhynchos, Peloponnesischer Krieg, Autorenschaft, Krattipos, Thukydides, Historiographie und antike Papyri.

Warum wird der Autor des Werkes im Text meist nur mit 'p' bezeichnet?

Da der Verfasser in der antiken Überlieferung nicht explizit genannt wird und die wissenschaftliche Debatte zu keinem endgültigen Konsens gekommen ist, steht das 'p' symbolisch für den Papyrus als Träger der Information.

Welche Rolle spielt der Boiotische Bund in der Untersuchung?

Der Boiotische Bund dient als Fallbeispiel für die historischen Exkurse im Text, die aufzeigen, wie der Autor komplexe politische Strukturen und Machtverhältnisse beschreibt.

Warum wird die Autorenschaft von Theopomp in der Arbeit kritisch betrachtet?

Kritische Punkte gegen Theopomp sind dessen Alter zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Abfassung sowie die stilistischen Unterschiede, da sein Schreibstil dramatischer ist als der nüchterne Stil der Hellenika.

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Details

Title
Hellenika von Oxyrhynchos. Eine Einordnung
College
http://www.uni-jena.de/
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2015
Pages
14
Catalog Number
V372426
ISBN (eBook)
9783668507364
ISBN (Book)
9783668507371
Language
German
Tags
hellenika oxyrhynchos eine einordnung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2015, Hellenika von Oxyrhynchos. Eine Einordnung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/372426
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