Nachhaltigkeit


Referat (Ausarbeitung), 2004

11 Seiten, Note: 1,5


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. 0 Ursprung Entwicklung
2.1 Die Deklaration von Rio
2.2 Rio+10 - Johannesburg 2002

3. Akteure

4. Drei Säulen Konzept

5. Spannungsfelder und Dimensionen

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

8. Webseitenverzeichnis

1. Einleitung

Der Begriff der Nachhaltigkeit gilt seit einigen Jahren als Umschreibung für eine zukunftsfähige Entwicklung.

Die Nutzung des Begriffs der Nachhaltigkeit ist modern. Es gibt einen Nachhaltigkeitsfaktor in der Rentenformel, Manager sprechen von einer nachhaltig positiven Entwicklung ihres Unternehmens und Ärzte von einer nachhaltigen Besserung des Gesundheitszustandes. Durch diesen häufigen Gebrauch verliert der Begriff an Bedeutung. Darüber hinaus ist keine dieser Verwendungen korrekt. Was steht hinter dem Begriff der Nachhaltigkeit in Verbindung mit der Zukunft, was ist eine nachhaltige Entwicklung, welche Dimensionen hat sie und wer sind ihre Hauptakteure? Gibt es vollkommene Nachhaltigkeit und wie ist der Weg zur Nachhaltigkeit? Gibt es unterschiedliche Ausprägungen von Nachhaltigkeit und wie unterscheidet sich Nachhaltigkeit moderner Industriestaaten von Nachhaltigkeit in Entwicklungsländern? In der nachfolgenden Arbeit wird der Begriff der Nachhaltigkeit definiert und seine Geschichte erläutert um im Nachfolgenden die verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeit darzustellen.

2.0 Ursprung – Entwicklung

Einen ersten Hinweis auf einen Gedanken der Nachhaltigkeit findet sich bereits 1713 als Hans Carl von Carlowitz in der Sylvicultura oeconomica folgendes schreibt: „...wie eine sothane Conservation und Anbau des Holtzes anzustellen/dass es eine continuierliche beständige und nachhaltende Nutzung gebe...“.[1] Ursprung für diese Aussage war eine durch abholzen verursachte Holznot. Der Grundgedanke hinter seinem Ansatz ist nicht ökologisch, sondern in erster Linie ökonomisch motiviert. Er stellt die Frage nach Möglichkeiten der langfristigen Nutzung. Dieser Grundgedanke der langfristigen Nutzung durch Erhaltung ist auch im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankert. Im Grudgesetzt findet sich folgendes „Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen...“[2] In beiden Fällen ist Nachhaltigkeit noch nicht definiert, dennoch ist der Grundgedanke bereits vorhanden. Eine allgemeingültige Definition von Nachhaltigkeit gibt es nicht, doch wird die Definition der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung weitgehend als Begriffsgrundlage genutzt. Die Kommission veröffentlichte 1987 den Bericht „Our Common Future“, der meist nach der Vorsitzenden der Kommission „Brundlandt Report“ genannt wird, in dem sich folgende Definition für Nachhaltigkeit findet:

„Sustainable development meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs.“[3]

“Nachhaltig ist eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen.“

Elementar an dieser Definition ist, das Nachhaltigkeit kein Zustand, sondern eine Entwicklung ist und sich an den Bedürfnissen sowohl der heutigen, als auch der künftigen Generation orientiert.

Der Bericht der Brundlandt Kommission weißt auf den Handlungsbedarf der internationalen Völkergemeinschaft hin. Aufgrund dieses Berichtes kam es zum Erdgipfel in Rio 1992, an dem 178 Staaten und zahlreiche NGO teilnahmen. Im Rahmen dieser Konferenz kam es zu folgenden fünf Konventionen.

2.1 Die Deklaration von Rio

In der Deklaration von Rio über Umwelt und Entwicklung, wird deutlich das eine langfristige wirtschaftlich positive Entwicklung ausschließlich unter Berücksichtigung der Umwelt möglich ist. Dies zu erreichen wird nur als möglich angesehen, wenn die Staaten weltweit neue Partnerschaften eingehen und internationale Vereinbarungen zum Schutz der Umwelt und des Entwicklungssystems treffen. Im Rahmen der Konferenz wurden folgende Konventionen vereinbart.

Die Klimaschutz-Konvention

Hat das Ziel die atmosphärenbelastenden Treibhausgase auf ein, das Weltklima nicht gefährdendes, Niveau zu reduzieren.

Die Artenschutz-Konvention

Ist ein Abkommen zum Schutz der biologischen Vielfalt und beschränkt die Nutzung der biologischen Ressourcen auf eine gerechte und ausgewogene Art.

Die Walddeklaration

Liefert Leitsätze für Bewirtschaftung und nachhaltige forstwirtschaftliche Nutzung und Erhaltung der Wälder der Erde.

Die Agenda 21

Ist ein weltweites Programm zur Nachhaltigen Entwicklung. In der Agenda 21 sind konkrete Handlungsaufträge formuliert, die einer weiteren Verschlechterung der Situation des Menschen und der Umwelt entgegenwirken und darüber hinaus eine langfristig Nachhaltige Nutzung sicherstellen soll.[4]

[...]


[1] Vgl. Altner, Leitschuh-Fecht, Michelsen (2004): S.256

[2] Artikel 20a Grundgesetz

[3] UN Department of Economic and Social Affairs – Division for Sustainable Development (22.01.2005)

[4] Vgl. Aachener Stiftung Kathy Beys (21.01.2005) – Geschichte der Nachhaltigkeit

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Nachhaltigkeit
Hochschule
Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik (ehem. Hochschule für Wirtschaft und Politik)
Veranstaltung
Entwicklungspolitik
Note
1,5
Autor
Jahr
2004
Seiten
11
Katalognummer
V37314
ISBN (eBook)
9783638366953
Dateigröße
503 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Was steht hinter dem Begriff der Nachhaltigkeit in Verbindung mit der Zukunft, was ist eine nachhaltige Entwicklung, welche Dimensionen hat sie und wer sind ihre Hauptakteure? Gibt es vollkommene Nachhaltigkeit und wie ist der Weg zur Nachhaltigkeit? Gibt es unterschiedliche Ausprägungen von Nachhaltigkeit und wie unterscheidet sich Nachhaltigkeit moderner Industriestaaten von Nachhaltigkeit in Entwicklungsländern?
Schlagworte
Nachhaltigkeit, Entwicklungspolitik
Arbeit zitieren
Thomas Herzog (Autor:in), 2004, Nachhaltigkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37314

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