Diese Arbeit befasst sich mit der Bedeutung des strategischen Innovationsmanagements. Dabei soll dessen Relevanz für die langfristige Sicherung des unternehmerischen Erfolgs aufgezeigt werden. Zusätzlich soll die zunehmende Wichtigkeit dieser Thematik mit Hilfe eines Fallbeispiels untermauert werden.
In den letzten Jahren haben viele Unternehmen mit veränderten Bedingungen zu kämpfen. Dies liegt unter anderem an der erhöhten Informationsflut und dem rasanten Wandel im technischen Umfeld, wodurch sich Innovationsdruck erhöht und die Innovationszyklen verkürzt haben. Zusätzlich dazu steigt der Wettbewerbsdruck durch den globalen Weltmarkt und zahlreiche wirtschaftliche Krisen kontinuierlich an. Diesen Umständen geschuldet ist eine Steigerung der Innovationsfähigkeit sowie das Hervorbringen von Innovationen für Unternehmen heutzutage unabdingbar. Stillstand wird aufgrund dieser dynamischen Umweltbedingungen kaum noch geduldet und regelrecht bestraft.
Dabei spielt die Unternehmensgröße keine Rolle, egal, ob klein oder groß, in der heutigen Zeit kann es sich keine Organisation mehr erlauben, ihr geistiges Eigentum und verfügbares Potenzial an Innovationen zu missachten. Wo früher eine gute Idee oftmals ausreichte, um über Jahre erfolgreich zu sein, sorgen die oben beschriebenen veränderten Rahmenbindungen für Wissens- und Zeitwettbewerb sowie Innovationsdruck. Verlässt sich ein Unternehmen nur auf die vergangenen Erfolge, verpasst es Umbrüche in der Unternehmensumwelt, die für den Aufbau von neuen Fähigkeiten und der Implementierung von radikalen Innovationen zwingend notwendig sind.
Das musste auch der ehemalige Weltmarktführer in der Mobilfunkbranche schmerzhaft erfahren: Nokia hatte den Trend zum Smartphone verpasst und zu lange auf seine bestehenden Produkte vertraut.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen des Innovationsmanagements
2.1 Begriff und Prozess der Innovation
2.2 Bedeutung von Innovationen
2.3 Arten von Innovationen
2.3.1 Objekt der Innovation
2.3.2 Grad der Innovation
3 Steuerungsmöglichkeiten des strategischen Innovationsmanagements
3.1 Inhalt und Ziel des strategischen Innovationsmanagements
3.2 Strategische Analyse
3.2.1 Technologieanalyse
3.2.2 Unternehmensanalyse
3.2.3 Marktanalyse
3.3 Innovationsstrategien
4 Strategisches Innovationsmanagement am Beispiel der Nokia Oyj
4.1 Die Geschichte Nokia`s
4.2 Misserfolg - Verpasster Trend & Niedergang einer Erfolgsgeschichte
4.3 Erfolg - Technische Revolution durch das iPhone von Apple
5 Fazit & Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit analysiert die fundamentale Bedeutung des strategischen Innovationsmanagements für die langfristige Sicherung des unternehmerischen Erfolgs unter Berücksichtigung eines sich dynamisch verändernden Marktumfelds.
- Theoretische Fundierung des Innovationsbegriffs und der Innovationsarten.
- Untersuchung von Steuerungsmöglichkeiten innerhalb der strategischen Analyse.
- Erörterung verschiedener Innovationsstrategien und Markteintrittsmodelle.
- Analyse des Scheiterns der Firma Nokia infolge verpasster Trends.
- Gegenüberstellung mit dem Erfolg von Apple als Beispiel für eine gelungene technische Revolution.
Auszug aus dem Buch
Misserfolg - Verpasster Trend & Niedergang einer Erfolgsgeschichte
Wie bereits im vorherigen Abschnitt erwähnt galt Nokia von 1998 bis 2012 als weltweit größter Hersteller von Mobilfunktelefonen. Anhand dieses Abschnittes, soll die Frage beantwortet werden, wie es zum Scheitern eines Weltmarktführenden Unternehmens, wie es Nokia einst war kommen konnte. Der Grund für den Einbruch Nokias beruhte weder auf eine Naturkatastrophe - wie es dem Atomkraftwerk Fukushima durch ein riesiges Erdbeben und einen Riesen-Tsunami passierte - noch auf eine juristische Klage, wie sie Volkswagen aktuell im Abgasskandal überstehen muss. Ebenso war es nicht eine neue Produktkategorie eines Konkurrenten, die den Niedergang von Nokia-Geräten bescherte. Vielmehr war es das Missmanagement von Nokia, welches den Trend zum Smartphone verschlafen hat und die eigene Marke überschätzte. Nokia mangelte es an einer innovativen und ambitionierten Unternehmenskultur sowie an einem mutigen Topmanagement, dass offen für neues ist.
So hat letztlich eine Mischung aus Trägheit und Ängstlichkeit dazu geführt, dass Nokia wichtige Entwicklungen, wie z.B. das Klapphandy oder den Touchscreen verpasste und dadurch wichtige Marktanteile gegenüber der Konkurrenz verlor. Während andere Anbieter, die zeitgemäße Entwicklung innovativer berührungsempfindlicher Bildschirme (Touchscreen) vorantrieben, setzte Nokia trotz veränderter Martkgegebenheiten, an seiner einstmals erfolgreichen Geschäftsstrategie fest. Die unterschiedliche Fokussierung auf den Markt und das Marktgeschehen sowie das Sture Festhalten einer Strategie, die zu wenig auf die Kundenbedürfnisse und -werte abgestimmt war, forcierte die Krise Nokias noch zusätzlich.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Problematik eines zunehmenden Innovationsdrucks ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen des Innovationsmanagements: In diesem Kapitel werden der Begriff der Innovation definiert, der Innovationsprozess erläutert und verschiedene Arten von Innovationen kategorisiert.
3 Steuerungsmöglichkeiten des strategischen Innovationsmanagements: Es werden Methoden der strategischen Analyse wie Technologie-, Unternehmens- und Marktanalyse sowie die Ableitung von Innovationsstrategien behandelt.
4 Strategisches Innovationsmanagement am Beispiel der Nokia Oyj: Dieses Hauptkapitel analysiert den Niedergang von Nokia aufgrund verpasster Trends im Vergleich zur erfolgreichen Marktbeeinflussung durch Apple.
5 Fazit & Ausblick: Das Kapitel fasst die Relevanz des Innovationsmanagements für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Anforderungen an Unternehmen.
Schlüsselwörter
Innovationsmanagement, Strategische Analyse, Unternehmenserfolg, Wettbewerbsvorteil, Markteintrittsstrategie, Nokia, Smartphone, Apple, Innovation, Radikale Innovation, Inkrementale Innovation, Technologieanalyse, Marktanalyse, Unternehmensanalyse, Innovationsfähigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit im Kern?
Die Arbeit untersucht die Bedeutung des strategischen Innovationsmanagements für die nachhaltige Sicherung des unternehmerischen Erfolgs in einem dynamischen Marktumfeld.
Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?
Zentrale Felder sind die theoretischen Grundlagen des Innovationsmanagements, Methoden zur strategischen Steuerung sowie der Vergleich von Unternehmensbeispielen aus der Mobilfunkbranche.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Relevanz systematischer Innovationsprozesse für das langfristige Bestehen von Unternehmen aufzuzeigen und anhand von Praxisbeispielen zu untermauern.
Welche wissenschaftliche Methodik wird primär verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analysierende Literaturarbeit, kombiniert mit einer Fallstudienanalyse von Nokia und Apple.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition und Klassifizierung von Innovationen, die Darstellung strategischer Analysetools und Innovationsstrategien sowie die Anwendung dieser Theorien auf das Fallbeispiel Nokia.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?
Begriffe wie Innovationsmanagement, strategische Analyse, Wettbewerbsfähigkeit, Innovationsstrategien und Markteintritt sind maßgeblich für das Verständnis des Inhalts.
Warum konnte Nokia seine Marktführerschaft nicht halten?
Nokia scheiterte laut der Arbeit aufgrund von Missmanagement, der Unterschätzung des Smartphone-Trends sowie eines starren Festhaltens an veralteten Geschäftsstrategien.
Welche Rolle spielt Apple im Kontext dieser Untersuchung?
Apple dient als positives Fallbeispiel für eine technische Revolution, die durch die gezielte Befriedigung von Kundenbedürfnissen den Markt radikal veränderte.
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- Vincenzo Tenuta (Author), 2017, Strategisches Innovationsmanagement und seine Relevanz für den langfristigen unternehmerischen Erfolg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/373245