Der Aufbruch traditioneller Geschäftsmodelle durch FinTech-Startups und deren Einfluss auf den deutschen Bankensektor


Masterarbeit, 2017
97 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise

2 Banking
2.1 Definition
2.2 Deutsches Bankensystem
2.2.1 Zentralbankensystem
2.2.2 Geschäftsbankensystem
2.3 Aktuelles Marktumfeld im deutschen Bankensektor

3 Finanztechnologie
3.1 Definition
3.2 Geschäftsmodelle
3.2.1 Finanzierung
3.2.2 Vermögensmanagement
3.2.3 Zahlungsverkehr
3.2.3.1 Mobile Payment
3.2.3.2 Blockchain und Kryptowährungen
3.2.4 Sonstige FinTechs
3.3 Aktuelles Marktumfeld im deutschen FinTech-Sektor

4 Gegenüberstellung von FinTechs und Banken
4.1 Vor- und Nachteile von FinTechs
4.2 Vor- und Nachteile von Banken

5 Auswirkungen der Digitalisierung
5.1 Omnichannel-Banking als neue Vertriebsmöglichkeit
5.2 Kooperationen

6 Ausblick und Fazit

Anhang

Literaturverzeichnis

Vorwort

Die Digitalisierung der Finanzbranche ist in vollem Gange. Sie wird vor allem durch den Markt­eintritt von Startups geprägt, die sich ganz bewusst auf einzelne Stufen der Wertschöpfungs­kette von Banken konzentrieren. Auf diese Weise zerlegen FinTechs die Bank gewissermaßen in ihre Einzelteile. Die Startups entwickeln dafür hochspezialisierte Web- und Mobile-Appli­kationen und schaffen in einzelnen Marktnischen einen neuen Zugang für digital-affine Ziel­gruppen. Dabei setzen die FinTechs neue Benchmarks hinsichtlich der Kundenorientierung, Kostenstruktur und Transparenz bei digitalen Bankdienstleistungen. Banken droht der direkte Kundenzugang und damit auch der Zugriff auf die Kundendaten in den entsprechenden Markt­nischen verloren zu gehen.

In Zusammenarbeit mit dem Unternehmen FintechStars GmbH ist unter dem Ge­schäftsführer Gregor Puchalla eine Benchmarkstudie zur digitalen Standortbestimmung von Banken entstanden. Diese Arbeit basiert auf den Erkenntnissen der Studie zur „Digitalen Transformation von Banken“. Für diese wissenschaftliche Abhandlung möchte ich mich bei dem Unternehmen FintechStars herzlich für ihre Unterstützung bedanken. Wir haben über 30 Banken und 200 Privatkunden befragt. Auf dieser Basis wird der individuelle Innovations- und Digitalisierungsgrad der Bankinstitute gemessen. Mit der Benchmarkstudie liefern wir eine Ge­samtbetrachtung, einen sogenannten 360°-View. Dafür haben wir vier Bereiche als Schwer­punkte identifiziert, um zu analysieren, wie fortschrittlich eine Bank bei der Digitalisierung ist. Der erste Bereich umfasst die Unternehmensorganisation, Prozesse und Kultur. Der zweite Be­reich ist die Zusammenarbeit zwischen Banken und Startups. Hier haben wir u.a. abgefragt, inwiefern es schon Kooperationen mit Startups gibt oder eine Zusammenarbeit geplant ist. Der dritte und vierte Bereich beziehen sich auf technologische Aspekte. Zum einen haben wir die digitale Kundenschnittstelle betrachtet und analysiert, inwiefern Banken hier schon digitale Lö­sungen nutzen. Zum anderen wurden Banken auch zu ihrem Backend als Grundlage und Vo­raussetzung für die Integration und Entwicklung innovativer Tools befragt. Zusätzlich haben wir eine Endkundenbefragung durchgeführt, um auch den Blick des Kunden auf seine Bank zu integrieren. Hier hat sich deutlich gezeigt, wie stark Eigen- und Fremdwahrnehmung bei Ban­ken mitunter auseinanderliegen.

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Nutzer Internet Banking

Abbildung 2: Das deutsche Bankensystem

Abbildung 3: Entwicklung der Gesamtzahl der Zweigstellen

Abbildung 4: Segmente der FinTech-Branche

Abbildung 5: Mobile Payment

Abbildung 6: QR-Code

Abbildung 7: Funktionsweise einer digitalen Signatur

Abbildung 8: Zahl der in Deutschland tätigen FinTech-Unternehmen

Abbildung 9: Hürden zur digitalen Transformation bei Banken

Abbildung 10: Omnichannel-Ansatz

Abbildung 11: GAP-Analyse Kunden/Banken

Abbildung 12: Geschäftsmodell Robo Advice

Abbildung 13: Kooperationen zwischen Banken und FinTechs

1 Einleitung

„Banking is necessary, banks are not.“[1]

Eine sowohl damals provokante als auch bis heute kontroverse Äußerung, mit der Bill Gates 1994 die zukünftige Notwendigkeit von Banken in Frage stellt. Seit den 90er Jahren nimmt diese Aussage jedes Jahr an Bedeutung zu.[2] Im Zeitalter der Digitalisierung sind aufgrund von disruptiven Technologien fast alle Industriesegmente gezwungen, ihre Geschäftsmodelle völlig neu zu konzipieren, um der Konkurrenz zu trotzen. Auch vor dem Dienstleistungssektor macht der digitale Wandel keinen Halt. Vor allem Finanzinstitute bekommen diese Auswirkungen deutlich zu spüren. Obwohl Bill Gates das Bankensystem bereits vor über 20 Jahren anzweifelt, erscheint es durch das momentan volatile Marktumfeld aktueller denn je. Besonders die stetige Digitalisierung nimmt Einfluss auf nahezu alle Bereiche des Alltags und verlangt eine grundlegende Neuorientierung.[3] Klassische deutsche Finanzinstitute haben sich in den letzten Jahren auf ihre Erfahrung und den Vertrauensvorschuss ihrer Kunden verlassen und dabei innovative Ansatzmöglichkeiten vernachlässigt. Sie haben sich auf bereits bestehende Finanzinstrumente fokussiert und die potentiellen Möglichkeiten des Internets auf das Online­Banking als Interaktion zwischen Banken und Kunden begrenzt. Bislang haben Banken eine Art Monopolstellung genießen können, welche nun jedoch durch die zunehmende Akzeptanz und Marktetablierung von sogenannten FinTech (Finanztechnologie) - Unternehmen bedroht wird. Verschiedene FinTech-Geschäftsmodelle erschweren den Banken somit ihr Dasein.[4] Global betrachtet spielen die Akzeptanz und der Status der Digitalisierung im Banking eine wichtige Rolle. Die Konkurrenten aus der FinTech-Branche setzen Banken unter Druck und verlangen ein schnelles Handeln. Mittlerweile erkennen die Banken ihr Defizit und versuchen mit einer Aufstockung des Budgets für Digitalisierungsmaßnahmen und Innovationen dem Stillstand entgegenzuwirken. Ziel dabei ist die schnelle Entwicklung neuer Geschäftsmodelle mit Hilfe von technologischen Anwendungen, die in eigens dafür bereitgestellten Organisationseinheiten (Innovationlabs) ausgearbeitet werden.[5]

Nicht nur die Machbarkeit und Finanzierung der Bankendigitalisierung, sondern auch das aktuell schwierige Marktumfeld und die rückläufigen Margen stellen große Probleme für die Banken dar.[6]

Als Kennziffer für Wachstums- und Innovationskraft hat sich derzeit der Index für digitale Wirtschaft und Gesellschaft herausgebildet. Während ein Teil der Wirtschaft von der „Industrie 4.0“ spricht, redet der Finanzsektor von dem „Digital Banking 4.0“. Die Grundlage für digitales Know-how schafft das Internet. 84 Prozent der deutschen Bürger nutzen das World Wide Web. Damit liegen sie leicht über dem europäischen Durchschnitt.[7] Kunden zeigen großes Interesse an den Vorzügen, die die Digitalisierung zu bieten hat und schenken ihr Vertrauen meistens den international führenden Anbietern.[8] Die Entwicklung hin zur Nutzung digitaler Angebote macht sich auch im Finanzsektor bemerkbar. Momentan betreiben 51 % der Deutschen aktives Online Banking und nutzen auch die Möglichkeit der Abwicklung ihrer Bankgeschäfte online. Es lässt sich weiterhin feststellen, dass beim Online Banking immer häufiger mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets genutzt werden. Jeder Fünfte User loggt sich über sein Smartphone in sein Bankkonto ein. Aufgrund dieses Trends rücken die Desktop-PC’s immer weiter in den Hintergrund. Wie die untenstehende Abbildung verdeutlicht, hat Deutschland einen hohen Nachholbedarf bezüglich der Kunden, die Online Banking nutzen.[9] [10]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Nutzer Internet Banking, eigene Darstellung in Anlehnung an Bitkom (2016).10

Anscheinend sind die Menschen mit dem Digitalisierungsgrad der Banken kaum oder nur teilweise zufrieden, da nur 20 % der Meinung sind, dass die Bankenprodukte individuell zu ihren Bedürfnissen passen.[11]

Aufgrund dessen stehen viele Bürger dem Gedanken der Transaktionsabwicklung bei Non- und Nearbanks offen gegenüber. Vor allem im Zahlungsverkehr lässt sich ein eindeutiger Trend hin zu neuen Marktteilnehmern beobachten. Einer Umfrage zufolge sind 88 % der Kunden gewillt Services von Paypal, Apple Wallet oder anderen Startups in Anspruch zu nehmen.[12] Diese Entwicklung wird wahrscheinlich fortgeführt, wenn man bedenkt, dass global gesehen fast die Hälfte aller Bankkunden auf neue Anbieter bei Finanzprodukten setzen.[13] Allerdings werden Services, die von FinTechs aus dem Geldanlagebereich kommen, weniger von der Bevölkerung angenommen. Besonders im Alterssegment zwischen 50- und 65-Jährigen lässt sich eine hohe Skepsis bzw. Ablehnung der digitalen Angebote erkennen. Unterscheidet man zwischen der Anlagehöhe, stellt man fest, dass unabhängig der Altersgruppe, die Menschen geneigter sind, höhere Summen über Nonbanks anzulegen.[14] Dabei ist besonders interessant für das Private Banking, dass die Bereitschaft für Investitionen bis 100.000 € und darüber hinaus generell gegeben ist. Zur Zeit liegen die Summen zwar noch im einstelligen Bereich[15], aber dies dürfte sich in naher Zukunft ändern. Das Ungleichgewicht hinsichtlich der zunehmenden Internetaffinität, der Bereitschaft zur digitalen Nutzung von Bankgeschäften und dem demographischen Wandel, verlangt von der Finanzindustrie einen strukturellen Wandel und die Beseitigung aktueller Defizite.[16] Im Moment besitzt nur ein Fünftel der Banken beständige Digitalisierungsprozesse.[17] Dies gilt es zu ändern.

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

Die Relevanz der Thematik wird mittlerweile zwar schon relativ hoch eingeschätzt, aber der Umsetzungsgrad liegt deutlich zurück.[18] Aufgrund der prognostizierten Filialschließungen[19] und Niedrigzinsen[20] bangen besonders private Anleger um ihre Rendite. Ein disruptiver Wandel hat sich vor einer Weile auch in der Musikbranche beobachten lassen. Internetunternehmen bedrohten das Geschäftsmodell der klassischen Musikkonzerne, indem sie auf die veränderten Kundenansprüche schnell und zufriedenstellend reagiert haben. Plattenlabels gerieten durch ihr zögerliches und eingefahrenes Verhaltensmuster ins Abseits und mussten ständig sinkende Kundenzahlen hinnehmen. Die Digitalisierung ist nun auch in den Finanzsektor vorgedrungen und schafft das traditionelle Konzept der Kreditinstitute immer weiter ab.[21] Als große Herausforderungen bei der Umsetzung der Digitalisierung gelten hauptsächlich das oft veraltete Kernbankensystem und die Skepsis der Managementebene vor allem im Private Banking. Anzumerken ist weiterhin, dass etliche Marktteilnehmer die Wichtigkeit digitaler Herausforderungen am Markt unterbewerten und somit die Chance auf zusätzliche Erträge durch Nutzung neuer Technologien verfallen lassen. 37 % der Bankmanager nehmen die Digitalisierung als Gefahr wahr, was aber auch bedeutet, dass 63 % sie als Chance sehen. Allerdings konzentriert sich die Mehrheit eher auf die Kommunikation und den Service für Neukunden und nicht auf die Umstrukturierung der relativ analogen Geschäftsmodelle.[22] Darauf basierend stehen das Beharren auf Traditionen und die Angst vor hohen Investitionen der Digitalisierung im Wege.

Allerdings lässt sich nach langer Zeit der strikten Trennung zwischen Banken und FinTechs, nun auch eine Zusammenarbeit feststellen. Es gibt bereits auch einige Großbanken, die die Not­wendigkeit der Digitalisierung erkannt haben und dementsprechend hohe Investitionssummen für IT-Programme bereitstellen, um nicht von der Konkurrenz abgehängt zu werden.[23]

Diese Abhandlung soll sowohl herausstellen, ob Kooperationen für beide Parteien von Nutzen sind, als auch den Einfluss von FinTechs auf den Bankensektor beleuchten. Die einleitende These ob Banken im Zeitalter der Digitalisierung bestehen können oder ob Bill Gates mit sei­nem Zitat Recht behält, wird diese wissenschaftliche Arbeit abschließend klären.

Hierzu wird als Basis eine eigens erstellte und ausgewertete Benchmarkstudie zur digitalen Transformation von Banken herangezogen.

1.2 Vorgehensweise

Um die eben beschriebenen Fragestellungen zu klären, werden theoretische Grundlagen sowohl aus dem traditionellen Banking als auch aus der Finanztechnologie erläutert. Konkret werden hierzu jeweils zum Anfang des zweiten und dritten Kapitels die Begriffe Banking und Finanz­technologie definiert und näher beschrieben, um ein Grundverständnis der Thematik zu erlan­gen. Das Banking steht im Fokus des zweiten Kapitels und beschreibt das deutsche Bankensys­tem. Abschließend erfolgt der Blick auf das aktuelle Marktumfeld. Der dritte Abschnitt wird als Vorstellung der unterschiedlichen Geschäftsmodelle aus dem FinTech-Sektor dienen, wobei das Modell des Zahlungsverkehrs, wegen seiner hohen Relevanz, besondere Beachtung finden wird. Dazu wird ein Einblick in das Mobile Payment und in Kryptowährungen gegeben. Eine stärkere Fokussierung wird in dem Bereich Blockchain und Kryptowährungen vorgenommen. Die Blockchain-Technologie kann eine nachhaltige Veränderung des Finanzsektors bewirken und durch die Entstehung neuer Geschäftsmodelle, die etablierten Institute überflüssig machen. Damit lässt sich die Blockchain entweder als Zukunft oder als Ende des Bankings begreifen. Um der Thematik einen noch höheren Bezug zur Aktualität zu verleihen, beschäftigt sich der letzte Punkt dieses Abschnitts auch hier mit dem aktuellen Marktumfeld von FinTech-Startups. Danach werden FinTechs und Banken gegenübergestellt und auf ihre Vor- und Nachteile ein­gegangen. Nur so ist der direkte Vergleich beider Geschäftsmodelle miteinander möglich und liefert Gründe für die bisherigen Entwicklungen in beiden Bereichen. FinTechs und Banken sollen sich im Laufe dieser Abhandlung immer weiter annähern. Im fünften Kapitel werden dann schließlich mögliche Formen der Zusammenarbeit genauer untersucht werden. Hierbei werden die Auswirkungen der Digitalisierungen näher beleuchtet, wozu der Omnichannel-An- satz als neue Vertriebsmöglichkeit und Synergieeffekte durch Kooperationen analysiert wer­den. Im sechsten und somit letzten Kapitel werden Schlussfolgerungen hinsichtlich dieser Ar­beit zusammengefasst, die einleitenden Fragestellungen beantwortet und ein Ausblick auf zu­künftige Entwicklungen gegeben.

2 Banking

Um die Herausforderungen des Bankings allumfassend darstellen zu können, erfolgt in diesem Kapitel eine Definition des Banking-Begriffs und eine Abbildung des deutschen Bankensystems. Im Anschluss werden neue Vertriebswege und das aktuelle Marktumfeld der Finanzinstitute in Deutschland beschrieben.

2.1 Definition

Im Allgemeinen lassen sich Bankaktivitäten unterscheiden nach Commercial Banking und Investment Banking. Beim Commercial Banking werden Kreditgeschäfte abgewickelt und Geld entgegengenommen. Dabei betreiben Banken nicht nur Losgrößen-, Fristen- und Risikotransformation, sondern auch Zahlungs-, Umtausch- und Depotleistungen. Vor allem die Risikoüberwachung und deren Steuerung bei Transformationsleistungen gehören zu den wichtigsten Aufgaben einer Bank. Das Investmentbanking hingegen setzt Banken als Finanzvermittler ein, die sich dem Kapitalmarkt zuwenden. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Commercial Banking neben Einlagen- und Kreditgeschäften auch Leistungen wie den Zahlungsverkehr umfasst. Das Investmentbanking erbringt Leistungen, die mit Finanzinstrumenten fungieren. Ein Beispiel dafür ist der Handel mit Eigen- und Fremdkapital und Anleihen und Aktien.[24]

2.2 Deutsches Bankensystem

Das deutsche Bankensystem unterteilt sich in das Zentralbankensystem und das Geschäftsbankensystem. In der nachfolgenden Abbildung ist der Aufbau dieses Bankensystems dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Deutsches Bankensystem. Eigene Abbildung in Anlehnung an Hartmann-Wendels et al (2007).[25]

2.2.1 Zentralbankensystem

Als nationale Zentralbank Deutschlands gilt die deutsche Bundesbank.[26] Die Anfänge der Zentralbank liegen in der 1876 gegründeten Reichsbank, welche mit der einige Jahre zuvor eingeführten Mark-Währung zusammenhängen. Die Reichsbank überdauert nicht nur das Ende der Goldwährung 1914 und den ersten Weltkrieg zwischen 1914 und 1918, sondern auch die große Inflation von 1923 und den Nationalsozialismus, der 1933 aufgekommen ist.[27]

Erst nach diesen Ereignissen muss die Reichsbank mit dem Ende des zweiten Weltkrieges am 09. Mai 1945 schließen.[28] Aufgrund der Inflation wird 1948, nach Kriegsende, die Reichsmark durch die neue Währung „Deutsche Mark“ ersetzt. Zur Umsetzung dieser neuen Währungsreform dient ein zweistufiges Zentralbankensystem, welches sich an dem Federal Reserve System[29] der Vereinigten Staaten orientiert. An oberster Stelle steht die Bank deutscher Länder (BdL) und die Landeszentralbanken (LZB) der einzelnen Bundesländer. Dabei gehören zu den Aufgaben der BdL die Notenausgabe und die Stabilisierung der neuen Währung, wohingegen die LZB als Zentralbank agiert. Die 1949 gegründete Bundesrepublik hat im Artikel 88 des Grundgesetzes[30] erklärt, dass sie eine eigene Währungs- und Notenbank errichten wird. Mit dem Bundesbank-Gesetz 1957 hat die Bundesrepublik ihre Pflicht erfüllt. Das Zentralbankensystem wird mit diesem Zeitpunkt abgelöst, die BdL in die Deutsche Bundesbank umfirmiert und LZBs sind nicht mehr rechtlich selbstständig und somit Teil der Bundesbank.[31]

Die Bundesbank handelt laut Bundesbankgesetz (BbankG) als juristische Person des öffentlichen Rechts, die keinen Weisungen der Bundesregierung unterliegt. Es ist ihr gestattet, mit Kreditinstituten und anderen Marktteilnehmern, Geschäfte zu betreiben. Dazu gehört unter anderem die Bewilligung von Krediten im Austausch von Sicherheiten und der Kauf und Verkauf von Forderungen, Aktien und Edelmetallen am freien Markt. Auch die Entgegennahme von Giroeinlagen, die Aufbewahrung von Wertgegenständen und das Einziehen von Schecks und Lastschriften zählen zu den Geschäftszweigen der Bundesbank. Das Kreditwesengesetz definiert die Bundesbank jedoch nicht als Kreditinstitut. Ihr Zuständigkeitsbereich liegt bis zum Ende der Neunzigerjahre ausschließlich in der Geldpolitik, der Stabilisierung der Währung und der Notenausgabe. Diese Funktionen sorgen für den rasanten Aufstieg der Deutschen Mark und machen sie zu einer der wichtigsten Reservewährungen weltweit.[32]

Seit der Einführung des Euros und der damit einhergehenden Zugehörigkeit zum Europäischen System der Zentralbanken (ESZB) haben sich die Aufgaben der Bundesbank geändert.

Nun steht vor allem die Gewährleistung der Preisstabilität im Vordergrund. Daneben müssen auch Währungsreserven verwaltet und der Zahlungsverkehr im In- und Ausland sichergestellt werden. Weiterhin ist die Bundesbank unter Einhaltung des EZB-Rechts befugt, Banknoten auszugeben und mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zusammenzuarbeiten, wenn es um die Bankenaufsicht geht.[33]

2.2.2 Geschäftsbankensystem

In Deutschland besteht das Geschäftsbankensystem aus Universal- und Spezialbanken, wobei die Universalbanken überwiegen. Das deutsche Universalbankensystem lässt sich zurückführen auf den historisch bedingten engen Zusammenhang zwischen Industrie und Banken.[34] Die Ursprünge hierfür findet man in der relativ spät einsetzenden Industrialisierung in Deutschland und der Konfrontation junger Industrieunternehmen mit starker Konkurrenz und geringen Gewinnen. Hinzu kommt, dass die Unternehmer, anders als in Großbritannien, nicht auf den Rückhalt finanzstarker Bürger zählen können, sondern abhängig von den Banken sind. Die Mehrzahl der Banken gründen sich zum damaligen Zeitpunkt als Aktienbanken und sind von Anfang an universell orientiert. Dadurch gelingt es eine Vielzahl von Investoren zu erreichen und die benötigten Finanzmittel der Industrie aufzutreiben. Des Weiteren nutzen Banken ihr Investorengeld oft für die Beteiligung an Unternehmen, die sie solange aufrechterhalten bis diese ihre Kapitalmarktreife erlangt haben.[35] Als Vorbild nehmen sich Universalbanken die 1852 in Frankreich gegründete Societé Générale du Crédit Mobilier, welche sich hauptsächlich mit der Unternehmensfinanzierung auseinandersetzt.[36] Aufgrund der zunehmenden Tätigkeit im Einlage-, Kredit- und Wertpapiergeschäft entwickeln sich auch Sparkassen und Genossenschaftsbanken damals zu Universalbanken.[37]

Universalbanken sind oftmals in der Lage, Risiken einzelner Untemehmenssegmente eher ausgleichen zu können als hoch spezialisierte Institute. Dabei werden Universalbanken nach Kreditbanken, Öffentlich-Rechtlichen Banken und nach Genossenschaftlichen Banken unterschieden, wobei die letzteren beiden den Großteil dieses Sektors bilden.[38] Die Kreditbanken fokussieren, im Gegensatz zu den Öffentlich-Rechtlichen Banken und den Genossenschaftsbanken, ausschließlich die Gewinnmaximierung. Dabei ist die Struktur der Kreditbanken gekennzeichnet durch einen hohen Anteil an Auslands- und Effektengeschäften.[39] Zu den Kreditbanken zählen Großbanken, Regionalbanken, sonstige Kreditbanken und auch Zweigstellen von Banken im Ausland. Zusammenschlüsse und Übernahmen sorgen dafür, dass Großbanken weniger werden. Vor ihrer Krise galt die Deutsche Bank als größte Kreditbank in Deutschland und zählte zu den führenden global tätigen Investmentbanken. Die Postbankübernahme sollte die Deutsche Bank beim Ausbau eines landesweiten und überregionalen Filialnetzes unterstützen. Andere Großbanken sind beispielsweise (bspw.) die Commerzbank oder die ehemalige Hypo-Vereinsbank, die heute Teil des italienischen Finanzkonzern Unicredit ist.[40]

Öffentlich-Rechtliche Banken sind Institutionen des öffentlichen Rechts und unterstehen damit den Rechtsnormen staatlicher Einrichtungen. Als solche Einrichtungen gelten Sparkassen und Landesbanken, zu deren Aufgaben die Verfolgung des öffentlichen Auftrages und des Gemeinwohls gehören. An oberster Stelle steht die Sicherstellung der Finanzdienstleistungsversorgung aller Bürger. Deshalb sind die Sparkassen auch sehr regional ausgerichtet. Infolge des öffentlichen Auftrages ergibt sich eine besondere Haftungsform bei Einlagen, die sogenannte Institutssicherung. Das bedeutet, dass Öffentlich-Rechtliche Banken nicht Gefahr laufen können insolvent zu gehen, weil für die gesamte Einrichtung inklusive der Kundeneinlagen gehaftet wird. Sollten selbst die Sicherungsfonds nicht ausreichen, um die Liquidität einer Sparkasse wiederherzustellen, müssen Länder, Städte und Gemeinden einspringen.[41]

Allerdings gibt es auch freie Sparkassen, die eine privatrechtliche Rechtsform aufweisen. Sparkassen, die Städte und Gemeinden zum Ausbau der lokalen Wirtschaft errichtet haben, haben sich zu Universalbanken herausgebildet, die verschiedenen Bankgeschäftsaktivitäten nachgehen. Trotzdem liegt die Priorität nach wie vor auf der Einnahme von Spareinlagen und der Gewährung von meist eher langfristigen Darlehen. Das Regionalprinzip der Länder verpflichtet die Sparkassen zu einer Beschränkung ihrer Geschäftsaktivitäten auf regionaler Ebene.[42]

Die dritte Säule der Universalbanken bildet die genossenschaftliche Bank. Genossenschaftsbanken oder auch Kreditgenossenschaften sind Mittelstandsbanken, das heißt (d.h.) Banken kleinerer und mittlerer Unternehmen, die sich wiederum in ländliche und gewerbliche Institutionen aufteilen lassen. Gewerbliche Kreditgenossenschaften, wie Volksbanken, haben ihren Ursprung in der Unterstützung von Handels- und Handwerksunternehmen. Die ländlichen Kreditgenossenschaften hingegen, wie Raiffeisenbanken, gelten ursprünglich als Zusammenschluss von Landwirten, die damit eine Monopolstellung einzelner Abnehmer vermeiden wollen. Genossenschaftsbanken stehen in enger Verbindung mit ihren Zentralinstituten, den genossenschaftlichen Zentralbanken.[43] Betrachtet man nun den zweiten Pfeiler des Geschäftsbankensystems, gelangt man zu den Spezialbanken. Spezialbanken konzentrieren sich, anders als die eben thematisierten Universalbanken, nur auf einzelne Gebiete des Bankgeschäfts. Diese Konzentration bezieht sich auf das kurz- und langfristige Kreditgeschäft. Des Weiteren ist eine Fokussierung auf bestimmte Kunden aus sozialer, branchenmäßiger und bankgeschäftlicher Sicht realisierbar. Teil der Spezialbanken sind bspw. Realkreditinstitute, Kreditinstitute mit Sonderaufgaben, Bausparkassen, Kapitalanlagegesellschaften und Direktbanken. Diese Formen der Spezialbanken können sowohl privatrechtlich als auch öffentlich-rechtlich strukturiert sein und verfolgen sehr spezielle Aufgabenbereiche der Finanzierung und der wirtschaftlichen Tätigkeit.[44] Realkreditinstitute sind Kreditbanken, die Hypothekenkredite genehmigen, wobei die Mittelbeschaffung durch die Austeilung von Pfand- und Rentenbriefen realisiert wird. Zur Beleihung dient städtischer und landwirtschaftlicher bebauter oder unbebauter Grundbesitz.[45]

Kreditinstitute mit Sonderaufgaben lassen sich keiner bestimmten Bankengruppe zuordnen und nehmen somit eine Sonderstellung innerhalb des deutschen Bankensystems ein. Sie erfüllen unterschiedliche Sonderaufgaben, die meist ergänzend zu anderen Funktionen zu verstehen sind. Solche Institute kümmern sich um direkte Kredithilfe und die Umsetzung wirtschaftspolitischer Maßnahmen. Ein typischer Vertreter dieser Spezialbank ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und ihre dazugehörigen Institute.[46]

Die wohl bekanntesten Spezialbanken sind die Bausparkassen. Diese haben es sich zum Ziel gesetzt, Anlagevermögen von Bausparern zusammenzutragen und Bauspardarlehen auszuteilen. Das Bausparkassengesetz legt fest, dass eben solche nur dem Zweck der Wohneigentumsschaffung dienen.[47]

Kapitalanlagegesellschaften oder auch Fondsgesellschaften sind Institute, die sich zur Aufgabe gemacht haben, bei ihnen eingelegte Anlagen für eine gemeinschaftliche Rechnung anzulegen. Diese Anlage muss nach dem Grundsatz der Risikomischung separat von dem eigenen Vermögen erfolgen. Weiterhin ist die Kapitalgesellschaft verpflichtet, Urkunden, sogenannte Anteilsscheine, auszustellen und sie dürfen Gelder in Wertpapiere, Beteiligungs- oder Grundstücksvermögen anlegen. In Deutschland dürfen diese speziellen Gesellschaften nur als Aktiengesellschaft oder Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) auftreten. Dabei unterliegen sie dem Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften und über das Kreditwesen.[48] Die letzte Form der Spezialbanken sind die Direktbanken. Direktbanken sind Kreditbanken wie die Deutsche Kreditbank (DKB) oder die Consorsbank. Der Unterschied zu den normalen Banken ist, dass diese Institute ihren Service nur telefonisch oder online bereitstellen und demzufolge meist keine Filialen haben. Aufgrund dessen ist es Direktbanken möglich, günstigere Konditionen anzubieten und zu einer starken Konkurrenz zu werden.[49]

2.3 Aktuelles Marktumfeld im deutschen Bankensektor

Die Finanzkrise hat vor allem große Banken und Sparkassen schwer getroffen und ihr Geschäftsumfeld nachhaltig geprägt. Während die Zinserträge der Finanzinstitute weiter zurückgehen, wird der Konkurrenzdruck immer höher. Durch die Veränderung des Kundenverhaltens drängen sich Anpassungen bestehender Strukturen der Bankfilialen auf. Weiterhin entstehen durch die zunehmenden regulatorischen Anforderungen höhere Fixkosten, die meist Hindernisse im Vertrieb darstellen. Aus diesem Grund stehen die traditionellen Geschäftsmodelle vieler Banken auf dem Prüfstand.[50]

Nach wie vor stellt das niedrige Zinsumfeld vor allem für deutsche Banken eine enorme Herausforderung dar. Eine fortwährende Niedrigzinsphase hätte Einfluss auf die Zinsmarge der deutschen Banken. Deutsche Banken spüren die Auswirkungen der niedrigen Zinsen mehr als andere Länder. Dafür gibt es zwei Gründe. Zum einen sind deutsche Kreditinstitute sehr stark abhängig von dem Zinsgeschäft, wohingegen ausländische Banken mehr Einkommen durch Wertpapiergeschäfte, Kontoführung und dem Verkauf von Versicherungsprodukten erwirtschaften. Zum anderen liegt es an der niedrigen Rentabilität deutscher Finanzinstitute, die sich aus einer ungeeigneten Relation von Aufwand und Erträgen ergibt. Der Grund dafür ist, dass die Konkurrenz in Deutschland sehr groß ist und demzufolge etliche Finanzprodukte günstiger angeboten werden als im Ausland. Eine andere Ursache sind die hohen Aufwendungen. Genau aus diesem Grund will die Bundesbank schon seit längerer Zeit, dass deutsche Kreditinstitute einen strikteres Kostenmanagement, d.h. auch das Entgegenkommen bei Fusionen, durchführt. Zudem sollten Banken mehr in Digitalisierung investieren, um so die operativen Kosten senken zu können. Letzteres ist wesentlich vielversprechender im Vergleich zu dem Einsparpotenzial im klassischen Bankgeschäft.[51] Ein anderer Weg um Kosten einzusparen, ist die Schließung von Filialen. Rund 15.000 von ihnen sollen in den nächsten Jahren zusätzlich geschlossen werden.[52] Abbildung 3 veranschaulicht den stetigen und schrittweisen Abbau von Filialen Jahr für Jahr.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Gesamtzahl der Zweigstellen, eigene Darstellung in Anlehnung an Deutsche Bundesbank.[53]

Die bundesweiten Schließungen werden sich in den kommenden Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter verschärfen. Holger Sachse, Partner der Beratungsgesellschaft Boston Consulting Group, vermutet, dass die Anzahl der Filialen in den nächsten vier Jahren um 25 bis 40 % sinken wird. Sollte dieser Fall eintreten, werden bis zum Jahr 2021 13.600 Bankfilialen in Deutschland wegfallen. Umgerechnet wären das jeden Tag etwa 7 Filialen, die schließen würden. Andere Experten prognostizieren sogar einen noch schnelleren Abbau. Ausschlaggebend für die Schließungen der Geldhäuser sind die Kosten. Filialen verursachen etwa 15 % der Gesamtkosten, die unter anderem bei Aufwendungen für Miete, Strom, IT, Sicherheit und vor allem Personal entstehen. 40 % der Gesamtkosten im Privatkundenbereich lassen sich auf das Personal zurückführen. Aus mehreren Studien geht hervor, dass Bankkunden durchschnittlich nur einmal im Jahr ihre Filiale aufsuchen. Diese Erkenntnis veranlasst Banken dazu, mehr in die Digitalisierung zu investieren. Die Deutsche Bank plant bspw. dieses Jahr die Schließung von rund 188 von insgesamt 723 Filialen. Im Gegenzug wollen sie in den kommenden 3 Jahren 750 Mio. € investieren, um ihr digitales Angebot zu erweitern.[54]

Die Banken in Deutschland wachsen kaum noch. Das liegt auch daran, dass viele Investitionen in die Erfüllung von Regulierungen fließen. Aufgrund der niedrigen Rendite wurden auch viele Produktangebote zurückgefahren. Banken laufen Gefahr, ihren Hauptfokus falsch zu setzen und damit beim Wachstumsprozess zu stagnieren.[55]

Finanzdienstleistungen unterliegen im Allgemeinen sehr starken Regulierungen. Mit der Finanzkrise hat der regulatorische Druck weiter zugenommen und Banken sind gezwungen mehr Regeln zu befolgen. Darunter fallen bspw. auch die MiFid II und PSD II. MiFid II ist die Abkürzung für die Neuauflage der Markets in Financial Instruments Directive. Diese europäische Richtlinie verfolgt das Ziel einer einheitlichen Vorlage in Bezug auf Aktivitäten und Dienstleistungen des Finanzmarktes und soll mit Beginn des nächsten Jahres in Kraft treten. MiFid II legt die G20-Handelsvereinbarung[56], in der die Verlagerung des Derivatehandels auf elektronische Plattformen bestimmt wurde, mit höheren Ansprüchen für die Integrität des Marktes und den Schutz der Anleger zusammen.[57] Die PSD II steht für die Payment Services Directive und fordert Banken dazu auf, ihre Daten auch Drittanbietern bereitzustellen, damit diese ihre Dienste anbieten können. Diese Regulierung soll wie die MiFid II auch im Januar 2018 umgesetzt sein. Erfolgen könnte das Abrufen von Kontodaten durch die Bereitstellung von Schnittstellen und Transaktionsauslösediensten. Als Kunde eines Kreditinstituts erlangt man so die Möglichkeit seine Daten von persönlich bestimmbaren Anbietern zu nutzen.[58] Eine Studie von Roland Berger vermutet, dass Bankinstitute dadurch im Retail-Geschäft 40 % ihres Gewinns einbußen könnten.[59] Die Bank hat keine Entscheidungsmacht mehr über Ort und Zeit des Bankings seiner Kunden und damit fällt ihre Monopolstellung weg. Banken sind mit einer vollkommen neuen Wettbewerbssituation konfrontiert.[60]

3 Finanztechnologie

Der folgende Abschnitt beschäftigt sich der Klärung des Begriffes Finanztechnologie, dem aktuellen Marktumfeld, den Auswirkungen der Digitalisierung und den Geschäftsmodellen des FinTech-Sektors.

3.1 Definition

Die Definition des Begriffs Finanztechnologie trägt zum Verständnis der Arbeit bei und vereinfacht den Einstieg in diese Thematik. Der Ausdruck FinTech setzt sich aus dem Englischen finance und technology zusammen und bedeutet Finanztechnologie. Dieser Begriff steht für innovative Finanzdienstleistungstechnologien und bezieht sich häufig auf Startup- Unternehmen, die in der Finanz- und IT-Branche agieren. Unter Finanztechnologie wird im Allgemeinen eine moderne Lösung von Anwendungssystemen verstanden, welche zugleich mit einer Neuerung im Finanzdienstleistungsbereich einhergeht. Generell unterscheidet die Finanzindustrie zwischen den beiden Sektoren Banken- und Versicherungsindustrie, wobei die Bereiche Bezahlen, Absichern, Anlegen, Vorsorgen, Finanzieren oder Beraten im Fokus stehen. Betrachtet werden dabei die Segmente Retail, Corporate und Private Banking sowie die Lebensversicherung und die Nicht-Lebensversicherung.[61] [62] Diese Abhandlung beschäftigt sich allerdings ausschließlich mit dem Sektor der Bankenindustrie. Horváth & Partners beschreiben in einer Studie FinTech-Unternehmen als „IT-Startups mit einem Fokus auf

Finanzdienstleistungen, die mit keinem geringeren Ziel gestartet sind, als Finanzdienstleistungen zu revolutionieren“. Dabei bieten FinTechs keine außergewöhnlich neuartigen Produkte und Serviceleistungen an, sondern orientieren sich mehr als traditionelle Banken an den Kunden. Ausschlaggebende Faktoren für den Erfolg von FinTech-Unternehmen sind, neben der hohen Kundenorientierung, die leichte Verständlichkeit der angebotenen Produkte und Leistungen, die schnelle Anwendungsmöglichkeit durch nur einen Klick und die Vereinfachung und Aufbereitung verschiedener Themenkomplexe. Weiterhin findet bei dem Großteil der Prozesse eine Vollautomatisierung statt, die den Startups einen Preis- und Geschwindigkeitsvorteil gegenüber ihrer Konkurrenz bietet.[63]

Nicht nur die Erklärung der Dienstleistungen und Produkte, sondern auch die Aufschlüsselung entstehender Gebühren, sorgt für eine hohe Transparenz auf den Webseiten der Startups. Dadurch, dass die Produkte online zur Verfügung gestellt werden und die Art des Vertriebsweges effizient genutzt wird, ist man in der Lage, bessere Konditionen zu offerieren.[64] Letztendlich setzen FinTechs moderne Technologien in den Bereichen Mobile Payment, Crowdlending oder auch Crowdinvesting ein, um gewisse Finanzdienstleistungen bereitzustellen, die die typischen Banken immer mehr in Bedrängnis bringen.[65] Dabei versuchen die meist jungen Unternehmer von den geringen Markteintrittsbarrieren zu profitieren und den alteingesessenen Konkurrenten die Marktanteile abspenstig zu machen. Der Endkunde wird somit befähigt, direkt, ohne Vermittler, online Geld anzulegen, Kredite aufzunehmen, Transaktionen abzuschließen oder sich finanziell beraten zu lassen.[66]

Um die FinTech-Unternehmen näher zu beleuchten und ihre Strukturen zu verstehen, erfolgt im nächsten Abschnitt eine Darstellung der verschiedenen Geschäftsmodelle.

3.2 FinTech Geschäftsmodelle

Kredite, Investmentberatung, Sparen und Bezahldienste scheinen die vorherrschenden digitalen Geschäftsmodelle zu sein. Infolgedessen besteht die Absicht, diese im Einzelnen zu beurteilen und Unterschiede zu traditionellen Banking Geschäftsmodellen herauszustellen. Die untenstehende Abbildung soll einen Überblick der Segmente im FinTech-Bereich verschaffen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Segmente der FinTech-Branche. Eigene Abbildung nach Hornuf (2017).[67]

Es lässt sich eine klare Unterscheidung nach vier Segmenten erkennen. Analog zu den traditi­onellen Wertschöpfungsbereichen der Universalbank können FinTechs in die Bereiche Finan­zierung, Vermögensmanagement, Zahlungsverkehr und sonstige FinTechs eingeteilt werden. Im Folgenden werden die einzelnen Untergliederungen näher beleuchtet.

3.2.1 Finanzierung

Das Segment Finanzierung inkludiert FinTech-Unternehmen, die Finanzierungen für Privatpersonen oder Unternehmen ermöglichen. In diesem Segment erfolgt eine weitere Unterteilung in FinTechs, deren Existenz auf der Unterstützung von vielen Personen aufbaut (Crowdfunding), und in FinTechs, die Kredite ohne eine Unternehmensbeteiligung anderer oder Lösungen im Factoring anbieten (Kredite und Factoring).[68]

Crowdfunding beschreibt die Kapitalbeschaffung für Projekte durch das Einsammeln von Beträgen verschiedener Individuen via Internet. Nach Kozinets wird die Crowd als „eine große, organisierte Gruppe definiert, die sich im Internet zusammenfindet oder zusammengebracht wird, um ausdefinierte und lenkbare Projekte zu planen, zu organisieren und durchzuführen“.[69] Die Individuen solcher Zusammenkünfte sind erst seit dem Web 2.0 nicht mehr getrennt voneinander vorstellbar.[70] Übersetzt man den englischen Begriff „Crowd“ bzw. „Crowdfunding“ ins Deutsche, würde wohl der Ausdruck „Schwarm“ bzw.

„Schwarmfinanzierung“ am zutreffendsten sein. Aufgrund der Tatsache, dass die Startup- und Finanzbranchen häufig englischsprachig geprägt sind, werden weitestgehend die Originalbegriffe verwendet.[71]

Jedes Crowdfunding-Projekt besteht aus mindestens drei Parteien. Die erste Partei bildet der Projektinitiator, der Gründer, dessen Ziel es ist, sein Projekt durch Fremdkapital zu finanzieren. Für eine solche Finanzierung benötigt der Initiator die Crowd, das heißt Geldgeber, die das Projekt finanziell unterstützen und eine Plattform, die Transaktionen ermöglicht. Eine solche Plattform soll Ideen und ihre Interessenten zusammenbringen. Initiatoren ist es möglich, ihre Ideen vorzustellen. Die Crowd wiederum kann ihr Kapital auf für sie interessante Projekte verteilen.[72] Aufgrund der Gegenleistung, die Investoren erhalten, können Crowdfunding- Portale wiederum nach vier anderen Segmenten unterschieden werden.

Das spendenbasierte Crowdfunding basiert im Gegensatz zu dem gegenleistungsbasierten Crowdfunding auf Spenden von Anlegern und schließt somit deren Vergütung aus.[73] Beim gegenleistungsbasierten Crowdfunding erhält der Investor eine Gegenleistung, die nicht monetärer Art ist. Diese Gegenleistung kann bspw. in der Belohnung in Form eines Produktvorverkaufs oder der namentlichen Erwähnung als Werbung liegen. Üblicherweise ist ein Crowdfunding-Projekt im Bereich spenden- und gegenleistungsbasiertes Crowdfunding für ihre Initiatoren anfangs nicht mit finanziellen Aufwendungen verbunden.[74]

Je nach Portal muss bei erfolgreicher Finanzierung ein Betrag entrichtet werden, der sich zwischen 5 % und 11 % der Finanzierungshöhe belaufen kann.[75]

Der dritte Teil der Finanzierung ist das Crowdinvesting. Klöhn und Hornuf definieren den Begriff wie folgt: „...eine Form von Crowdfunding, bei dem Emittenten Eigenkapital oder hybride Finanzierungsinstrumente über das Internet an Kleinanleger ausgeben.“[76] Das Wort „Crowd“ beschreibt hierbei übersetzt eine Ansammlung von Menschenmassen. „Investing“ wird abgeleitet von dem Verb „to invest“ und bedeutet investieren. Zusammengeführt ergibt sich der Sinn, dass beim Crowdinvesting eine große Anzahl an Personen investiert.[77] Das Crowdinvesting ist so gesehen eine equatiy based Form des Crowdfundings. Fremdkapitalbasiertes Crowdfunding gehört nur zum Crowdinvesting, wenn eine Erfolgsbeteiligung am Unternehmen vorliegt. Beim Crowdinvesting wird im Gegensatz zum Crowdfunding immer eine Unternehmensfinanzierung angestrebt. Das Crowdfunding hingegen dient nicht nur der Finanzierung von Unternehmen, sondern auch von verschiedenen Projekten, Produkten oder auch Events. Der Ablauf des Crowdinvestings kann in vier Schritten erklärt werden. Im ersten Schritt nehmen zumeist Gründer Kontakt zu einer Crowdinvesting- Plattform auf, um dort Kapital für ihr Unternehmen zu generieren. Auf dieser Plattform werden sie aufgefordert, Informationen und Unterlagen über ihr Geschäftsmodell einzureichen. Dies findet in Form eines Businessplans und eines Videos statt. Im zweiten Zug entscheidet der Plattformbetreiber, basierend auf den zuvor eingereichten Unterlagen, welche Projekte online gestellt werden. Mithilfe vorbereiteter Musterverträge werden anschließend konkrete Bedingungen festgelegt. Die Freischaltung eines Projekts auf der Crowdinvesting-Plattform erfolgt im dritten Schritt. Die möglichen Investoren sind nun in der Lage, die Projektunterlagen des Startups zu sichten und innerhalb einer bestimmten Frist, dem sogenannten Funding­Zeitraum, sich direkt über die Plattform an dem Unternehmen zu beteiligen. Berücksichtigt werden muss die Funding-Schwelle. Wird diese Finanzierungsschwelle nicht erreicht, erhalten alle Kapitalgeber ihre Investition zurück. Allerdings ist es auch möglich, dass das Funding­Limit bereits vor dem Ablauf der festgesetzten Frist erreicht wurde und es nach wie vor Kapitalgeber mit Beteiligungswunsch gibt.[78]

Sollte dieser Fall eintreten, muss eine Auswahl getroffen werden. Meistens erfolgt diese nach dem Prinzip der ersten Interessenten, das heißt, wer zuerst kommt, darf sich beteiligen. Im letzten Schritt bekommen die Gründer bzw. Unternehmen den gesammelten Betrag ausgezahlt und können damit ihr Geschäft auf- bzw. ausbauen. Im Anschluss wird der Kapitalgeber regelmäßig über die Geschäftsaktivitäten informiert und bei erfolgreicher Umsetzung erhält er seinen zuvor vereinbarten Anteil am Gewinn.[79]

Der vierte Teilbereich der Finanzierung, Crowdlending, stützt sich auf die Kreditvergabe an Privatpersonen oder Unternehmen durch die Crowd. Im Gegenzug für die Kreditvergabe erhalten die Investoren einen bestimmten Zinssatz.[80] Es gibt zwei Möglichkeiten in Deutschland, sich im Bereich Crowdlending zu finanzieren. Zum einen kann, abhängig von der Laufzeit und der Bonität des Kreditnehmers, eine Gebühr erhoben werden. Zum anderen wird häufig von den Kreditgebern ein gewisser Prozentsatz der Gesamtanlagesumme oder des Zinssatzes verlangt. Als Teilsegment gegenüber dem Crowdfunding ist noch der Kredit und das Factoring zu nennen. Hier sorgen FinTech-Unternehmen meist in Kooperation mit einer oder mehrerer Banken für die Vergabe von Krediten an Privatpersonen und Unternehmen, ohne sich auf die Crowd zu stützen. In diesem Bereich werden Kredite auch kurzfristig, innerhalb weniger Tage oder Wochen, via Telefon ermöglicht. Es stehen aber auch innovative Factoring-Lösungen zur Verfügung, die es FinTechs erlauben z.Bsp. Forderungen online zu versteigern oder Factoring-Lösungen ohne einen Mindestumsatz anzubieten. Im Normalfall werden in diesem Segment die meisten Prozesse automatisiert, um einen schnelleren und auch kostengünstigeren Service anzubieten.[81]

3.2.2 Vermögensmanagement

Bei dem Segment Vermögensmanagement handelt es sich um FinTechs, die fähig sind, Leistungen wie Beratung, Kennzahlenanalyse und sowohl Anlage als auch Verwaltung von Vermögen bereitzustellen. Das Segment des Vermögensmanagements lässt auch in weitere Teile unterscheiden. Das Social Trading ist eine gewisse Form der Anlage, bei der es möglich ist, als Anleger die Strategien anderer Mitglieder eines Social Networks zu verfolgen, zu diskutieren oder zu kopieren.[82]

[...]


[1] Filkorn, M. (2015): Digitale Transformation, Online unter: https://www.de.capgemini-consulting.com /blog/di- gital-transformation-blog/2015/07/banking-is-necessary-banks-are-not-wie-banken-im-zeitalter, Capgemini Con­sulting, letzter Zugriff am 04.07.17.

[2] Ebd.

[3] Reinpold, S. (2016): Der Einfluss von FinTech-Startups auf den traditionellen Finanzsektor, Seminararbeit, Grin Verlag, München, S.1.

[4] Ebd.

[5] Fleischer, K. (2017): Trends im Private Banking III, Bank Verlag, Köln, S. 73.

[6] Vgl. Fleischer, K. (2017): Trends im Private Banking III, S. 73.

[7] EU-Kommission Digitale Wirtschaft und Gesellschaft: Index der digitalen Leistungsfähigkeit, Online unter: https://ec.europa.eu/germany/news/index-der-digitalen-leistungsf%C3%A4higkeit-deutschland-kommt- langsam-voran_de, letzter Zugriff am 03.05.17.

[8] Berger, R. (2015): Think Act: Digitale Revolution im Retail Banking. Chancen in der neuen Multikanal-Welt aus Kundensicht, S.5; In: Vgl. Fleischer, K. (2017), S. 74.

[9] Bitkom (2016): E-Commerce und E-Banking, Online unter: https://www.bitkom.org/Marktdaten/Konsum-Nut- zungsverhalten/Facts-zu-E-Commerce-E-Banking.html, letzter Zugriff am 03.05.17.

[10] Ebd.

[11] EY Global Consumer Banking Survey (2016): Welche Bedeutung und Relevanz haben Banken für ihre Kunden noch?, Online unter: http://www.ey.com/Publication/vwLUAssets/ey-global-consumer-banking- survey- 2016-pressegespraech/$FILE/ey-global-consumer-banking-survey-2016-pressegespraech.pdf, letzter Zugriff am 07.05.2017, S.8.

[12] Confinpro (2016): FinWeb-Barometer - Digitales Banking 2016. Bevölkerungsrepräsentative Studie unter 2.000 Befragten Bundesbürgern, Confinpro AG, Frankfurt am Main, S.7.

[13] Ebd., S.19.

[14] Ebd., S.10.

[15] Dietz, U. (2016): Digitales Banking, Bitkom, Berlin, Online unter: https://www.bitkom.org/Presse /Pressegrafik/2016/Juni/Bitkom-Praesentation-Digital-Banking-06-06-2016-final.pdf, letzter Zugriff am 07.05.17, S.9.

[16] Swisscom (2016): Fintech Services im Retail Banking. Relevanz, Umsetzungsgrad und Prognosen, Online unter https://www.swisscom.ch/dam/swisscom/de/about/medien/faktencheck/documents/20160922-mm- studiefintechservices-dt.pdf, letzter Zugriff am 07.05.17, S.5.

[17] Boston Consulting Group (2016): Privatkundenbanken verlieren sechs Milliarden Euro durch Digitalisierung, In: Vgl. Fleischer, K. (2017): Trends im Private Banking III, S. 76.

[18] Vgl. Swisscom (2016): Fintech Services im Retail Banking, letzter Zugriff am 07.05.17, S.21.

[19] Neuhaus, C. (2017): Banken schließen in Berlin mehr als 80 Filialen, Online unter: http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/rueckzug-aus-berliner-kiezen-banken-schliessen-in-berlin-mehr-als-80- filialen/19763830.html, letzter Zugriff am 04.07.17.

[20] Schemm, G. (2016): Zinsen - Wie lange hält der Negativtrend noch an?, Online unter: https://www.wallstreet- online.de/nachricht/8945301-zinsen-lange-haelt-negativtrend-an, letzter Zugriff am 04.07.17.

[21] Vgl. Reinpold, S. (2016): Der Einfluss von FinTech-Startups auf den traditionellen Finanzsektor, Seminararbeit, Grin Verlag, München, S.2.

[22] Simon Kucher & Partners (2016): Global Pricing Studie, In: Vgl. Fleischer, K. (2017): Trends im Private Banking III, S. 77.

[23] Vgl. Fleischer, K. (2017): Trends im Private Banking III, S. 77.

[24] Hartmann-Wendels, T.; Pfingsten, A.; Weber, M. (2007): Bankbetriebslehre; In: Sprenzel, U. (2015): Innova­tion in Banking: Why FinTech challenges traditional business models and how this affects German retail banking, Grin Verlag, München, S.4.

[25] Hartmann-Wendels, T.; Pfingsten, A.; Weber, M. (2007): Bankbetriebslehre; In: Mugler, A. (2014): Das deutsche Bankensystem im internationalen Vergleich, Disserta Verlag, Hamburg, S.39.

[26] Grill, H.; Perczynski, H. (2006): Wirtschaftslehre; In: Vgl. Mugler, A. (2014), S.39.

[27] Ashauer, G. (1999): Das deutsche Kreditwesen, 2. Auflage, In: Vgl. Mugler, A. (2014), S.39f.

[28] Vgl. Ashauer, G. (1999): Das deutsche Kreditwesen, In: Vgl. Mugler, A. (2014), S.39f.

[29] Das Federal Reserve System entstand am 23.12.1913 durch den Federal Reserve Act7. Mit diesem Gesetz wurde in den USA ein Zentralbanksystem eingeführt. (Deutscher Bundestag (2008): FED, Online unter: https://www.bundestag.de/blob/408364/1df598fe4b02f2c4eb15a8df3b303464/wd-4-037-08-pdf-data.pdf, letzter Zugriff am 27.04.2017, S.4.

[30] Der Bund errichtet eine Währungs- und Notenbank als Bundesbank. Ihre Aufgaben und Befugnisse können im Rahmen der Europäischen Union der Europäischen Zentralbank übertragen werden, die unabhängig ist und dem vorrangigen Ziel der Sicherung der Preisstabilität verpflichtet, (Deutscher Bundestag (2017): Grundgesetz 88, Online unter: https://www.bundestag.de/gg, letzter Zugriff am 27.04.17.

[31] Vgl. Ashauer, G. (1999); In: Vgl. Mugler, A. (2014), S.40.

[32] Vgl. Hartmann-Wendels, T. et al (2007); In: Mugler, A. (2014): Das deutsche Bankensystem, S.40.

[33] Vgl. Grill, H.; Perczynski, H. (2006); In: Vgl. Mugler, A. (2014), S.40f.

[34] Eilenberger, G. (2012): Bankbetriebswirtschaftslehre - Grundlagen - Internationale Bankleistungen - Bank­Management, 8. Auflage, Oldenbourg Verlag, München, S.32.

[35] Büschgen, H. (1998): Bankbetriebslehre. Bankgeschäfte und Bankmanagement, 5. Auflage, Gabler Verlag, Wiesbaden, S.71.

[36] Kulischer, J. (1988): Allgemeine Wirtschaftsgeschichte des Mittelalters und der Neuzeit, Band 11, S.537; In: Vgl. Mugler, A. (2014), S.41.

[37] Vgl. Eilenberger, G. (2012): Bankbetriebswirtschaftslehre, S.32.

[38] Bundesbank (2016): Das Banken- und Finanzsystem, Online unter: https://www.bundesbank.de/Redaktion /DE/Downloads/Service/Schule_und_Bildung/geld_und_geldpolitik_kapitel_4.pdf? blob=publicationFile, letzter Zugriff am 02.05.17, S.93f.

[39] Wirtschaftslexikon24 (2017): Kreditbanken, Online unter: http://www.wirtschaftslexikon24.com /d/ kreditbanken/kreditbanken.htm, letzter Zugriff am 02.05.17.

[40] Vgl. Bundesbank (2016): Das Banken- und Finanzsystem, S.95.

[41] Wirtschaftslexikon24 (2017): Öffentlich-rechtliche Kreditinstitute, Online unter: http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/oeffentlich-rechtliche-kreditinstitute/oeffentlich-rechtliche- kreditinstitute.htm, letzter Zugriff am 02.05.17.

[42] Vgl. Bundesbank (2016): Das Banken- und Finanzsystem, S.95.

[43] Vgl. Bundesbank (2016): Das Banken- und Finanzsystem, S.95f.

[44] Wirtschaftslexikon24 (2017): Spezialbanken, Online unter: http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/ spezialbanken/spezialbanken.htm, letzter Zugriff am 02.05.17.

[45] Gabler Wirtschaftslexikon (2017): Realkreditinstitute, Springer Gabler Verlag, Online unter: http://wirt- schaftslexikon.gabler.de/Archiv/2716/realkreditinstitute-v9.html, letzter Zugriff am 02.0517.

[46] Wirtschaftslexikon24 (2017): Kreditinstitut mit Sonderaufgaben, Online unter: http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/kreditinstitute-mit-sonderaufgaben/kreditinstitute-mit- sonderaufgaben.htm, letzter Zugriff am 02.05.17.

[47] Wirtschaftslexikon24 (2017): Bausparkassen, Online unter: http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/bausparkasse/bausparkasse.htm, letzter Zugriff am 02.05.17.

[48] Onpulson (2017): Kapitalanlagegesellschaft, Campus Verlag, Online unter: http://www.onpulson.de/lexikon/kapitalanlagegesenschaft/, letzter Zugriff am 02.05.17.

[49] Vgl. Bundesbank (2016): Das Banken- und Finanzsystem, S.95.

[50] KPMG (2017): Effizienzsteigerung bei Banken & Sparkassen, Online unter: https://home.kpmg.com/de/de/home/services/branchen-und-maerkte/financial- services/kreditinstitute/effizienzsteigerung-bei-banken—sparkassen.html, letzter Zugriff am 16.06.17.

[51] FAZ (2017): Deutsche Banken leiden besonders, Online unter http://www.faz.net/aktuell/finanzen /aktien/banken-in-deutschland-leiden-unter-niedrigzins-14817477.html, letzter Zugriff am 18.06.17.

[52] Mitsis, K. (2016): Banken schließen: Mehr als 10.000 Filialen droht das Aus, Online unter: http://www.focus.de/finanzen/banken/banken-schliessen-10-000-filialen-schliessen-das-bankensterben-in- deutschland-geht-in-die-naechste-runde_id_5752812.html, Focus, letzter Zugriff am 19.06.17.

[53] Deutsche Bundesbank (2016): Entwicklung der Gesamtzahl der Zweigstellen, Online unter: https://www.bun- desbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Aufgaben/Bankenaufsicht/Dokumentationen/bankstellenbe- richt_2016.pdf?______________ blob=publicationFile, S.8., Letzter Zugriff am 17.06.17.

[54] Vgl. Mitsis, K. (2016): Banken schließen, Focus, letzter Zugriff am 19.06.17.

[55] Vgl. Soprasteria (2017): Banken setzen kaum Wachstumsimpulse, letzter Zugriff am 20.06.17.

[56] Vereinbarung der G20-Staaten (Staatenzusammenschluss der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer)

[57] Fonds professionell online (2017): Mifid II; Zehn Fakten, die Sie kennen sollten, Online unter: http://www. fondsprofessionell.de/news/recht/headlme/mifid-ii-zehn-fakten-die-sie-kennen-sollten-131631/newsbild/3/, letzter Zugriff am 21.06.17.

[58] KPMG (2017): Digitalisierung im Maschinenraum der Finanzdienstleister, Schäffer Poeschel Verlag, Stuttgart, S.95.

[59] Roland Berger (2017): Think Act. Beyond Mainstrean, Online unter: https://www.rolandberger.com/ publications/publication_pdf/roland_berger_payment_services_directive_2_final.pdf, letzter Zugriff am 21.06.17, S.14.

[60] Vgl. KPMG (2017): Digitalisierung im Maschinenraum der Finanzdienstleister, S.96.

[61] Puschmann, T. (2015): Digitalisierung der Finanzindustrie steht erst am Anfang, Online unter: https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2015120807&titel=Digitalisierung-der-Finanzindustrie- steht-erst-am-Anfang, letzter Zugriff am 01.04.17.

[62] Alt, R.; Puschmann, T. (2012): The rise of customer-oriented banking - electronic markets are paving the way for change in the financial industry, Electronic Markets, Volume 22, Issue 4, S. 203ff.

[63] Kipker, I. (2014): FinTechs - Angriff auf die Geschäftsmodelle von Banken, Horváth & Partners, Düsseldorf, S.2.

[64] Vgl. Kipker, I. (2014), S.2f.

[65] Strudthoff, M. (2014): Mobile Zeitgeist: FinTech in Deutschland, In: Haupt, M. et al (2014): Das „Mobile Ecosystem“, Online unter: http://w3-mediapool.hm.edu/mediapool/media/fk09/fk09_lokal/11 _forschung /mobi- lity_2020/2-Ausarbeitung_NT-IT_14-15.pdf, FH München, S.12.

[66] Fehr, M. (2013): WirtschaftsWoche: Startups sagen Banken den Kampf an, In: Vgl. Haupt, M. (2014), S.12.

[67] Dorfleiter, G.; Hornuf, L.; Schmitt, M.; Weber, M. (2017): FinTech in Germany, Springer Verlag, Heidelberg, S.7.

[68] Vgl. Dorfleiter, G. at al (2017): FinTech in Germany, S.6.

[69] Kozinets, R. V. et al (2008): Technology: The wisdom of consumer crowds collective innovation in the age of networked marketing, Journal of Macromarketing, Vol.28; in: Schramm, D.M.; Carstens, J. (2014): Startup­Crowdfunding und Crowdinvesting, Springer Verlag, Wiesbaden, S.5.

[70] Ordanini, A. et al (2011): Crowdfunding, Journal of Service Management, Vol.22, No.4; In: Vgl. Schramm, D.M.; Carstens, J. (2014): Startup-Crowdfunding, S.5.

[71] Ebd.

[72] Vgl. Schramm, D.M.; Carstens, J. (2014): Startup-Crowdfunding, S.6.

[73] Vgl. Dorfleiter, G.et al (2017): FinTech in Germany, S.7.

[74] Bradford, S.C. (2012): Crowdfunding and the federal securities law. Columbia Business Law Review, In: Vgl. Dorfleiter, G. et al (2017): FinTech in Germany, S.7.

[75] Vgl. Dorfleiter, G. et al (2017): FinTech in Germany, S.7.

[76] Klöhn, L..; Hornuf, L. (2012): Crowdinvesting in Deutschland, Zeitschrift für Bankrecht und Bankwirtschaft, 24 (4), Köln, S.239.

[77] Vgl. Beck, R. (2014): Crowdinvesting, S.14.

[78] Vgl. Beck, R. (2014): Crowdinvesting, S.11ff.

[79] Vgl. Dr. Beck, R. (2014): Crowdinvesting, S.17.

[80] Vgl. Bradford, S.C. (2012): Crowdfunding and the federal securities law., S.8.

[81] Ebd.

[82] Liu, Y.Y.; Nacher, J.C.; Ochiai, T.; Martino, M.; Altshuler, Y. (2014): Prospect theory for online financial trading, plos one, 9(10), 1-7, In: Vgl. Dorfleiter, G. et al (2017): FinTech in Germany, S.8f.

Ende der Leseprobe aus 97 Seiten

Details

Titel
Der Aufbruch traditioneller Geschäftsmodelle durch FinTech-Startups und deren Einfluss auf den deutschen Bankensektor
Hochschule
Hochschule Magdeburg-Stendal; Standort Stendal
Veranstaltung
Existenzgründung, KMU, Consulting
Note
1,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
97
Katalognummer
V373483
ISBN (eBook)
9783668514287
ISBN (Buch)
9783668514294
Dateigröße
2457 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Der Aufbruch traditioneller Geschäftsmodelle durch Fintech-Startups und deren Einfluss auf den deutschen Bankensektor
Schlagworte
Fintech, Banken, Wirtschaft, Startups, Deutschland, Bankensystem, Finanztechnologie, Blockchain, Bitcoin, Crowdfunding, Crowdlending
Arbeit zitieren
Luise Freitag (Autor), 2017, Der Aufbruch traditioneller Geschäftsmodelle durch FinTech-Startups und deren Einfluss auf den deutschen Bankensektor, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/373483

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