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Fördermöglichkeiten zur Integration in Arbeit und Beruf bei Abgängern der Förderschulen

Title: Fördermöglichkeiten zur Integration in Arbeit und Beruf bei Abgängern der Förderschulen

Examination Thesis , 2004 , 87 Pages , Grade: 1

Autor:in: Maike Bernhardt (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Übergangsfeld zwischen Schulabschluss und Arbeitsleben für Abgänger der Förderschulen in Hamburg.

Für den Einstieg in die Thematik werden in Kapitel 3 die Abgänger der Förderschulen in Hinsicht auf ihre spezifischen Beeinträchtigungen und in Hinsicht auf ihre Lebenswelt vorgestellt. Weiter ist die Kenntnis über die Entwicklungen und den aktuellen Stand der Arbeitswelt für Förderschulabgänger unerlässlich, um verstehen zu können was die Jugendlichen erwartet, und wie sie darauf vorbereitet werden müssen. Dieses Thema hat Kapitel 4 zum Inhalt.
Es gibt eine Vielzahl von Maßnahmen und Angeboten zur Integration in Arbeit und Beruf nach dem Abgang von der Förderschule. Die Agentur für Arbeit vermittelt in die Maßnahmen auf der politischen Grundlage der Benachteiligtenförderung, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung entworfen wird. Dieser Themenkomplex wird in Kapitel 5 behandelt.
Die Fördermöglichkeiten zur Integration in Arbeit und Beruf beginnen jedoch schon vor dem Abgang von der Förderschule. Es ist die Aufgabe der Schule ihre Schüler auf die Arbeits- und Berufswelt vorzubereiten. Dies wird das Thema von Kapitel 6 sein. Diese Aufgabe ist sowohl bedeutsam als auch schwierig. Laut Hendrik Lange, Sprecher der Hamburger Schulbehörde, würden viele Betriebe die Qualität der Schulausbildung nicht anerkennen. Daher hätten selbst Schüler mit Hauptschulabschluss minimale Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Noch kritischer sähe es für Schüler der Förderschule und Jugendliche ohne Schulabschluss aus. (vgl. Hamburger Abendblatt 15./16.2.2003) Um den Ansprüchen der Betriebe entgegenzukommen und berufsreife Jugendliche heranzubilden, sind neue Konzepte zur Verbesserung der Berufsvorbereitung in den Förderschulen und Hauptschulen erforderlich. Im siebten, dem letzten Kapitel, wird solch ein neues Konzept in Form eines Schulversuches vorgestellt. Das Gelingen solch eines Konzeptes hängt im Wesentlichen von der Mitarbeit der Schüler und Lehrer ab. Und so sollen sie auch in Kapitel 7 zu Wort kommen. Mit einem Fragebogen wurde die Meinung der Schüler über ihre Situation und den Schulversuch erfasst. Die Lehrerin tat in einem ausführlichen Experteninterview ihre Meinung kund.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorbemerkung

2. Einleitung

3. Die Abgänger von Förderschulen

3.1 Begriffsklärung

3.2 Lebenswelt

4. Die Arbeitswelt für Förderschulabgänger

4.1 Bedeutung der Erwerbsarbeit für Förderschulabgänger

5. Berufsvorbereitung nach dem Förderschulabgang

5.1 Die Benachteiligtenförderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung

5.2 Berufsvorbereitung durch die Bundesagentur für Arbeit

5.2.1 Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit

5.2.2 Die neue Förderstruktur für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf

5.3 Weitere Initiativen und Maßnahmen in Hamburg

6. Die Bedeutung der schulischen Berufsvorbereitung

7. Schulische Vorbereitung auf das Berufsleben am Beispiel eines Hamburger Schulversuchs

7.1 Ziele und Aufgaben des Schulversuchs

7.2 V-Klassen

7.3 „PAuLi“ – das Projekt Arbeiten und Lernen integrativ

7.3.1 Die besondere betriebliche Lernaufgabe (BLA)

7.3.2 Effekte der besonderen betrieblichen Lernaufgabe

7.3.3 Schülerbefragung „PAuLi“

7.3.3.1 Die Befragungssituation

7.3.3.2 Das Konzept des Fragebogens

7.3.3.3 Auswertung des Fragebogens

7.3.3.4 Zusammenfassung

7.3.4 Befragung der Klassenlehrerin

8. Abschließende Bemerkungen und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Übergangsfeld zwischen dem Ende der Förderschulzeit und dem Eintritt in das Berufsleben für Hamburger Förderschulabgänger, wobei insbesondere neue Konzepte der schulischen Berufsvorbereitung analysiert werden.

  • Lebenswelt und spezifische Beeinträchtigungen von Förderschulabgängern.
  • Strukturelle Veränderungen der Arbeitswelt und Anforderungen an Jugendliche.
  • Staatliche Förderinstrumente zur beruflichen Integration.
  • Implementierung und Wirksamkeit des Schulversuchs „Arbeiten und Lernen in Schule und Betrieb“ am Beispiel von „PAuLi“.

Auszug aus dem Buch

4. Die Arbeitswelt für Förderschulabgänger

Die Arbeitswelt in Deutschland hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Durch technisch-ökonomische Veränderungen, wie die zunehmende Automatisierung von Arbeitsabläufen und deren Steuerung durch Computerprogramme, werden mehr und mehr Arbeitsplätze eingespart, die handwerkliche Qualifikationen voraussetzen. Der Anteil der Wissensarbeit steigt an. Dies wird am Beispiel der Automobilproduktion deutlich. Das Verhältnis der Materialkosten gegenüber den Arbeitskosten hat sich von 1920 -1990 von 40 zu 60% auf 15 zu 85% verschoben. Der Arbeitsanteil entfällt zu 20% auf die Produktion und zu 80% auf Wissensarbeit (vgl. Duismann, 2001, S. 3)

Abgänger der Förderschule verfügen meist über geringere kognitive Kompetenzen und haben es somit besonders schwer einen geeigneten Arbeitsplatz zu finden. Sie müssen als zusätzliche Schwierigkeit auch noch mit Abgängern anderer Schulformen konkurrieren. Auch eine Ausbildung abzuschließen fällt ihnen schwerer, da sich die Berufsausbildung den Bedingungen am Arbeitsmarkt entsprechend anteilig mehr auf Wissensarbeit konzentriert.

Durch eine hochgradige Arbeitsteilung mit sich ständig wiederholenden, monotonen Arbeitsanforderungen in industriellen Produktionsbetrieben, gibt es einen Bedarf an ungelernten bzw. angelernten Arbeitskräften. Jedoch werden diese mehr und mehr im europäischen und internationalen Ausland beschäftigt, da die Löhne dort niedriger und mit weniger Nebenkosten verbunden sind. Dadurch nehmen sowohl Arbeitsplätze auf niedrigem Qualifikationsniveau, als auch die Kapazität an Ausbildungsplätzen in der Industrie in Deutschland ab. ( vgl. Jeschke, 1997, S. 493)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorbemerkung: Hinweise zur verwendeten geschlechtsneutralen Schreibweise innerhalb der Arbeit.

2. Einleitung: Darstellung der Problematik des Übergangs von der Förderschule ins Berufsleben und Vorstellung des Hamburger Schulversuchs als inhaltlicher Schwerpunkt.

3. Die Abgänger von Förderschulen: Definition der Beeinträchtigungsformen sowie Analyse der sozialen Lebenswelt der Jugendlichen.

4. Die Arbeitswelt für Förderschulabgänger: Untersuchung der veränderten Anforderungen durch den Wandel zur Wissensgesellschaft und der daraus resultierenden Schwierigkeiten für gering qualifizierte Jugendliche.

5. Berufsvorbereitung nach dem Förderschulabgang: Überblick über politische Konzepte und Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit sowie die neue Förderstruktur für Jugendliche mit besonderem Bedarf.

6. Die Bedeutung der schulischen Berufsvorbereitung: Diskussion der schulischen Verantwortung und der Notwendigkeit einer stärkeren Verzahnung von Schule und Betrieb durch Praktika.

7. Schulische Vorbereitung auf das Berufsleben am Beispiel eines Hamburger Schulversuchs: Detaillierte Betrachtung des Schulversuchs „Arbeiten und Lernen in Schule und Betrieb“ und Evaluation des Projekts „PAuLi“ mittels Schülerbefragung und Experteninterview.

8. Abschließende Bemerkungen und Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Projekts „PAuLi“ und Ausblick auf notwendige Reformansätze der schulischen Berufsvorbereitung.

Schlüsselwörter

Förderschule, Berufsvorbereitung, Integration, Arbeitsmarkt, PAuLi, Schulversuch, Benachteiligtenförderung, Praktikum, Berufsreife, Schlüsselqualifikationen, Lernbeeinträchtigung, soziale Entwicklung, Hamburg, Ausbildung, Wissensarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die Herausforderungen und Fördermöglichkeiten beim Übergang von Förderschulabgängern in die Arbeitswelt, mit besonderem Fokus auf den Standort Hamburg.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Lebenswelt der Schüler, der Wandel der Arbeitswelt, gesetzliche Fördermechanismen und innovative schulische Praxismodelle.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie schulische Berufsvorbereitung die Integrationschancen von Förderschülern durch Kooperationen mit Betrieben verbessern kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer empirischen Untersuchung in Form einer Schülerbefragung und eines Experteninterviews mit der Projektkoordinatorin.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der Zielgruppe und Arbeitsmarktsituation, eine Darstellung der staatlichen Förderstruktur und eine Fallstudie zum Projekt „PAuLi“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Berufsvorbereitung, Förderschule, Integration, PAuLi, Arbeitsmarkt und Schlüsselqualifikationen sind die Kernbegriffe.

Was genau ist das „PAuLi“-Projekt?

„PAuLi“ (Arbeiten und Lernen integrativ) ist ein Schulversuch, bei dem V-Klassen-Schüler zwei Tage pro Woche ein Praktikum absolvieren und eine „besondere betriebliche Lernaufgabe“ bearbeiten.

Wie bewertet die Klassenlehrerin das Projekt?

Sie sieht das Projekt als Erfolg bei der Steigerung von Motivation und Selbstvertrauen, betont jedoch auch die hohe Mehrbelastung für Schüler und Lehrkräfte.

Welchen Einfluss hat das Geschlecht auf die Berufswahl der Schüler?

Die Auswertung zeigt, dass die Schüler stark in klassischen Rollenbildern verhaftet sind: Mädchen bevorzugen Gesundheits- und Sozialberufe, Jungen tendieren zu technischen oder kaufmännischen Tätigkeiten.

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Details

Title
Fördermöglichkeiten zur Integration in Arbeit und Beruf bei Abgängern der Förderschulen
College
University of Hamburg  (Institut für Behindertenpädagogik)
Grade
1
Author
Maike Bernhardt (Author)
Publication Year
2004
Pages
87
Catalog Number
V37353
ISBN (eBook)
9783638367264
ISBN (Book)
9783638705295
Language
German
Tags
Fördermöglichkeiten Integration Arbeit Beruf Abgängern Förderschulen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maike Bernhardt (Author), 2004, Fördermöglichkeiten zur Integration in Arbeit und Beruf bei Abgängern der Förderschulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37353
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