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Adoptionsrecht homosexueller Paare. Eine durchdachte Regelung oder Willkür?

Titre: Adoptionsrecht homosexueller Paare. Eine durchdachte Regelung oder Willkür?

Essai , 2015 , 9 Pages

Autor:in: Hannah Jost (Auteur)

Travail Social
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Ist die Tatsache, dass homosexuelle Paare nur über Umwege ein Kind in Deutschland adoptieren können, eine durchdachte Regel oder Willkür? In diesem Essay werden Argumente dargelegt, die gegen das beschränkte Adoptionsrecht homosexueller Paare sprechen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Adoptionsrecht und gesellschaftliche Akzeptanz

3. Elterliche Rollenbilder und Kinderrechte

4. Gesellschaftliche Auswirkungen und Vorurteile

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Rechtslage sowie die gesellschaftliche Debatte rund um das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland und beleuchtet dabei kritisch sowohl die Vorbehalte gegenüber Regenbogenfamilien als auch die wissenschaftlich belegte Eignung homosexueller Eltern.

  • Rechtliche Rahmenbedingungen der Adoption in Deutschland
  • Sozialwissenschaftliche Perspektive auf die Erziehungskompetenz homosexueller Paare
  • Diskurs über klassische Geschlechterrollen und deren Bedeutung für die kindliche Entwicklung
  • Analyse gesellschaftlicher Vorurteile und deren Auswirkungen auf Kinder in Regenbogenfamilien
  • Bedeutung der rechtlichen Gleichstellung für das Kindeswohl

Auszug aus dem Buch

Elterliche Rollenbilder und Kinderrechte

Ein weiterer Grund, der gegen ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare aufgeführt wird, ist, dass hinterfragt werden muss, ob Mutter und Mutter beziehungsweise Vater und Vater ein heterosexuelles Elterngespann ersetzen können.

Neben neun weiteren Kindergrundrechten wie beispielweise dem Recht auf Bildung, dem Recht auf Gesundheit sowie auf Privatsphäre und persönliche Ehre, gilt gemäß der UN-Kinderrechtskonvention auch ein Recht auf elterliche Fürsorge. Dieses Recht sieht vor, dass „Mutter und Vater gemeinsam für die Erziehung verantwortlich“ sind und das Kind „regelmäßig Kontakt zu beiden Eltern“ haben darf (Kreisjugendring München-Stadt, 2014).

Die klassische Rollenverteilung, sprich der Vater als Versorger und die Mutter als Bezugsperson für die Kinder, wurde im Laufe der Zeit immer mehr gelockert und besteht in modernen Familien kaum mehr. Beide Geschlechter beteiligen sich inzwischen aktiv an der Erziehung. Allerdings führen typisch männliche beziehungsweise weibliche Charakterzüge zur jeweiligen Übernahme bestimmter Aufgaben. Der Mann fungiert meist als Vorbild für den Sohn, beispielweise im handwerklichen oder sportlichen Bereich. Neben dem Schutz der Kinder ist der Mann häufig auch für das Setzen von Grenzen zuständig (vgl. Matzner, 2011). Die Verantwortung der Frau liegt traditionell betrachtet eher dabei, Kindern in schwierigen Lebensphasen emotional beizustehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik des bestehenden Adoptionsverbots für gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland.

2. Adoptionsrecht und gesellschaftliche Akzeptanz: Darstellung der rechtlichen Hürden und der politisch-religiösen Widerstände gegen die Adoptionsrechte von Homosexuellen.

3. Elterliche Rollenbilder und Kinderrechte: Kritische Auseinandersetzung mit der Bedeutung klassischer Geschlechterrollen für die kindliche Identitätsentwicklung.

4. Gesellschaftliche Auswirkungen und Vorurteile: Analyse von Mobbingrisiken, Vorurteilen gegenüber Regenbogenfamilien und der wissenschaftlichen Widerlegung der These, dass Kinder homosexueller Eltern selbst homosexuell werden.

5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Forderung nach einer rechtlichen Gleichstellung zur Sicherung des Kindeswohls und zur gesellschaftlichen Modernisierung.

Schlüsselwörter

Adoptionsrecht, gleichgeschlechtliche Paare, Regenbogenfamilie, Kinderrechte, Geschlechterrollen, Diskriminierung, Homosexualität, Familienkonstrukt, Erziehungskompetenz, Sukzessivadoption, Rechtslage, Kindeswohl, gesellschaftliche Akzeptanz, Identitätsentwicklung, Grundgesetz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der rechtlichen und gesellschaftlichen Situation hinsichtlich des Adoptionsrechts für gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die juristischen Voraussetzungen für Adoptionen, die Bedeutung von Rollenbildern in der Erziehung sowie die Analyse von Vorurteilen gegenüber Kindern in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Haltbarkeit der Argumente gegen ein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare kritisch zu hinterfragen und die Notwendigkeit einer rechtlichen Gleichstellung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Studien (u.a. von Rupp, Sielert, Nave-Herz) und juristischer Rahmenbedingungen, um eine fundierte essayistische Argumentation aufzubauen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben den rechtlichen Aspekten vor allem die Sorgen hinsichtlich der kindlichen Entwicklung in "Mutter-Mutter" oder "Vater-Vater" Konstellationen sowie die tatsächlichen Auswirkungen auf das Kindeswohl diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Adoptionsrecht, Regenbogenfamilie, Diskriminierung, Gleichstellung und kindliche Entwicklung.

Wie bewertet die Autorin die Rolle klassischer Geschlechterbilder?

Die Autorin stellt fest, dass sich klassische Rollenbilder in modernen Familien zunehmend auflösen und die Übernahme von Erziehung durch verschiedene Geschlechterrollen nicht als Ausschlusskriterium für gleichgeschlechtliche Eltern dienen sollte.

Was hat sich durch den Bundestagsbeschluss von 2014 geändert?

Der Beschluss ermöglicht homosexuellen Lebenspartnern die Sukzessivadoption, wobei jedoch der Prozess aufgrund zweier separater Verfahren komplex bleibt und eine vollständige Gleichstellung mit der Ehe weiterhin fehlt.

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Résumé des informations

Titre
Adoptionsrecht homosexueller Paare. Eine durchdachte Regelung oder Willkür?
Université
University of Bamberg
Auteur
Hannah Jost (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
9
N° de catalogue
V373565
ISBN (ebook)
9783668510524
ISBN (Livre)
9783668510531
Langue
allemand
mots-clé
Homosexualität Homosexuelle Paare Adoption Adoptionsrecht
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Hannah Jost (Auteur), 2015, Adoptionsrecht homosexueller Paare. Eine durchdachte Regelung oder Willkür?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/373565
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Extrait de  9  pages
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