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Der Putto als "Komparse der Trauer" am Beispiel von Francois Duquesnoys "Grabmal des Ferdinand van den Eynde" (1633/1640)

Título: Der Putto als "Komparse der Trauer" am Beispiel von Francois Duquesnoys "Grabmal des Ferdinand van den Eynde" (1633/1640)

Trabajo , 2017 , 22 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Svenja H. (Autor)

Pédagogie - Educación artística
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Diese Arbeit stellt den Gegensatz der Putten, die entweder einen ‚fröhlichen’ oder einen ‚traurigen’ Inhalt vortragen, heraus. Das Hauptaugenmerk wird dabei auf der Betrachtung des Puttos als ‚Komparse der Trauer’ liegen. Um in diesem Zusammenhang die Funktion des Vorhangs bzw. Schleiers genauer zu untersuchen, soll exemplarisch das Grabmal des Ferdinand van den Eynde in die nähere Untersuchung dieser Thematik einbezogen werden. Diese Sakralskulptur, geschaffen von François Duquesnoy, ist zwischen 1633 und 1640 entstanden und befindet sich nun in Rom, in der Santa Maria dell’Anima.

Der Beantwortung der Frage, warum und wodurch der ‚fröhliche’ Putto im Zeitalter des Barocks auch zu einem Ausdruck von Trauer werden konnte, soll im Ergebnis mit dieser kunstwissenschaftlichen Arbeit nachgegangen werden, indem die Erkenntnisse aus dem Hauptteil der Arbeit konkludiert werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. ZIELSETZUNG DER ARBEIT

2. WIE WIRD DER PUTTO ZUM ‚KOMPARSEN DER TRAUER‘?

2.1 DIE BEDEUTUNG DES SCHLEIERS UND VORHANGS IN DER SPÄTANTIKE

2.2 DIE VIELFALT DER PUTTEN – VON DER ANTIKE BIS ZUM BAROCK

2.2.1 DAS WESEN DER PUTTEN

2.2.2 DIE FUNKTIONEN DER PUTTEN

3. DER PUTTO ALS ‚KOMPARSE DER TRAUER’

4. WARUM UND WODURCH WURDE DER ‚FRÖHLICHE’ PUTTO ZU EINEM ‚KOMPARSEN DER TRAUER‘?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die kunsthistorische Transformation des Putto-Motivs vom heiteren, barocken Kindertypus hin zur assistierenden, trauenden Figur an Grabmälern. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie und durch welche symbolischen Mittel – insbesondere die Verwendung von Schleier und Vorhang – der ursprünglich fröhliche Putto als „Komparse der Trauer“ kontextualisiert werden konnte.

  • Die symbolische Bedeutung von Schleier und Vorhang in der spätantiken Kunst
  • Entwicklung und Wandel des Putto-Begriffs von der Antike bis zum Barock
  • Funktionsanalyse von Putten als „Gerierende“ in der Sepulkralkunst
  • Exemplarische Untersuchung des Grabmals des Ferdinand van den Eynde von François Duquesnoy
  • Das Spannungsfeld zwischen „decorum“ (Angemessenheit) und der Darstellung von Trauer durch Kindergestalten

Auszug aus dem Buch

3. Der Putto als ‚Komparse der Trauer’

Duquesnoy hat als einer der ersten Bildhauer den neuen Typus Putto, den im 17. Jahrhundert Poussin und Rubens in Gemälden übernommen haben, in die Kunst der Skulptur übertragen. Im Folgenden wird am Beispiel des von Duquesnoy geschaffenen Grabmals des Ferdinand van den Eynde der Putto als ‚Komparse der Trauer’ dargestellt. Hierbei soll der Ausgangsfrage, warum und wodurch der ‚fröhliche’ Putto, wie er in den Kapiteln zuvor herausgearbeitet worden ist, im Zeitalter des Barocks zum Ausdruck von Trauer werden konnte, nachgegangen werden.

Zuerst wird eine kurze formale künstlerische Beschreibung des Grabmals gegeben. Anschließend werden die Merkmale der Putten an Hand dieses Beispiels herausgearbeitet. Die Tatsache, dass sie dort die Funktion als ‚Komparsen der Trauer‘ einnehmen, soll kunsthistorisch erläutert werden.

Das Grabmal des Ferdinand van den Eynde ist zwischen 1633 und 1640 von dem flämischen Bildhauer François Duquesnoy geschaffen worden. Es befindet sich am südlichen Pfeiler vor dem Chorraum an der Ostseite der deutschen Nationalkirche Santa Maria dell’Anima in Rom und ist insgesamt 2,53 Meter hoch (s. Abb. 1). Da das Grabmal aus Marmor in den Sockel des Pfeilers einbezogen wurde, wird es daher als Epitaph bezeichnet. Außerdem ist zu erkennen, dass es den architektonischen Gegebenheiten des Pfeilers untergeordnet ist. Denn über der untersten Stufe der Sockelzone sind ein kleiner Sarkophag und darüber die Gedenktafel für den Kaufmann van den Eynde mit der Inschrift angebracht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. ZIELSETZUNG DER ARBEIT: Diese Einleitung führt in die Thematik der Putten in der Barockplastik ein und legt den theoretischen Rahmen sowie die methodische Vorgehensweise der Untersuchung dar.

2. WIE WIRD DER PUTTO ZUM ‚KOMPARSEN DER TRAUER‘?: Dieses Kapitel analysiert kunsthistorisch die Bedeutung von Schleier und Vorhang sowie das Wesen und die Funktionen von Putten, um eine Basis für die spätere Fallstudie zu schaffen.

3. DER PUTTO ALS ‚KOMPARSE DER TRAUER’: Hier wird das Grabmal von Ferdinand van den Eynde detailliert beschrieben und die spezifische, trauernde Rolle der dort dargestellten Putten interpretiert.

4. WARUM UND WODURCH WURDE DER ‚FRÖHLICHE’ PUTTO ZU EINEM ‚KOMPARSEN DER TRAUER‘?: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und beantwortet, warum der „putto moderno“ trotz seiner kindlichen Heiterkeit als Ausdruck von Trauer instrumentalisiert werden konnte.

Schlüsselwörter

Putto, Barock, Grabmal, Sepulkralkunst, François Duquesnoy, Trauer, Schleier, Vorhang, Ferdinand van den Eynde, Ikonographie, decorum, Komparse, Kunstgeschichte, Skulptur, Totenklage

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des Putto-Motivs in der Kunst des 17. Jahrhunderts, speziell im Kontext der Sepulkralkunst (Grabdenkmäler), wo die kindlichen Figuren entgegen ihrer ursprünglichen „fröhlichen“ Konnotation plötzlich als Trauernde auftreten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Ikonographie der Putten, der symbolischen Verwendung von textilen Verhüllungen (Schleier/Vorhang) sowie der kunsthistorischen Diskussion um die Angemessenheit („decorum“) dieser Figuren in einem traurigen Kontext.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Frage ist, warum und wodurch der „fröhliche“ Putto im Zeitalter des Barocks zu einem Ausdrucksmittel für Trauer werden konnte und welche stilistischen Funktionen er dabei übernimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer kunsthistorischen Analyse, die sowohl theoretische Grundlagen (Moshe Barasch) als auch eine formale und ikonographische Untersuchung eines konkreten Fallbeispiels – des Grabmals des Ferdinand van den Eynde – kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erarbeitet die Begriffsgeschichte der Putten, die symbolische Funktion von Verhüllung in der Spätantike sowie die spezifische Anwendung dieser Motive in der Barockplastik von François Duquesnoy.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Putto, Barock, Sepulkralkunst, François Duquesnoy, Trauerdarstellung, Ikonographie und die Funktion als „Komparse der Trauer“.

Wie unterscheidet sich der „putto moderno“ vom antiken Vorbild?

Während der „putto antico“ oft als reiner Götterbegleiter oder rein dekoratives Element diente, zeichnet sich der „putto moderno“ des Barocks durch eine neue Form von „Selbstständigkeit“ aus, die es ihm erlaubt, komplexe narrative Inhalte wie Trauer glaubhaft zu tragen.

Welche Funktion hat das Tuch am Grabmal von Ferdinand van den Eynde?

Das Tuch dient sowohl als ästhetisches „schmückendes Beiwerk“ als auch als symbolischer Vorhang, der die Grenze zwischen der weltlichen und der göttlichen Welt markiert und so den Übergang des Verstorbenen visualisiert.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Putto als "Komparse der Trauer" am Beispiel von Francois Duquesnoys "Grabmal des Ferdinand van den Eynde" (1633/1640)
Universidad
University of Duisburg-Essen  (Fakultät für Kunst- und Kunstwissenschaft)
Calificación
1,7
Autor
Svenja H. (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
22
No. de catálogo
V373638
ISBN (Ebook)
9783668530034
ISBN (Libro)
9783668530041
Idioma
Alemán
Etiqueta
Putten Duquesnoy Komparse Trauer Grabmal Putto Putti Kunst
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Svenja H. (Autor), 2017, Der Putto als "Komparse der Trauer" am Beispiel von Francois Duquesnoys "Grabmal des Ferdinand van den Eynde" (1633/1640), Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/373638
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