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Gerechtigkeit der Globalisierung für Entwicklungsländer

Title: Gerechtigkeit der Globalisierung für Entwicklungsländer

Seminar Paper , 2004 , 17 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: M.A. Claudia Haslauer (Author)

Politics - Topic: Globalization, Political Economics
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Thematische Aspekte der Globalisierung

Globalisierung ist im 21. Jahrhundert ein viel diskutierter und umstrittener Begriff. Im wesentlichen ist Globalisierung als ein dynamischer Prozess von Volkswirtschaften zu verstehen, der sich durch die zunehmende Verflechtung von Gütern, Diensthandel, Kapital, Wissen aber auch Menschen definiert. Der zunehmende technologische Fortschritt auf dem Transport-, dem Informations- und dem Konsumsektor ist ein wesentlicher Indikator für die stetige Entwicklung des Globalisierungsprozesses und damit dem Voranschreiten der Finanzmärkte. Parallel zu der Dynamik des technologischen Fortschritts haben marktorientierte Reformen von institutionellen Einrichtungen, wie der GATT, der WTO, des IWF und der Weltbank dazu beigetragen, dass eine steigende Anzahl an Ländern ihre Märkte liberalisierten. 1 Durch grenzüberschreitende Güter- und Ressourcenproduktion werden allerdings nicht nur die Absatzmärkte, sondern dementsprechend auch die Konkurrenzsituationen zwischen den einzelnen Ländern global. Für wirtschaftlich starke Industrieländer stellt die Globalisierung ohne Zweifel aus ökonomischer Sicht neue Perspektiven dar.

Die Folgen für Entwicklungs- und Schwellenländer hingegen werden sehr unterschiedlich beurteilt. Befürworter der Globalisierung gehen davon aus, dass durch die Liberalisierung der Handelsmärkte eine Produktionsverlagerung in die Entwicklungs- und Schwellenländer stattfinden wird. Diese Verlagerung verspricht Industrieländern eine kostengünstige Güter- und Ressourcenproduktion und den Entwicklungsländern einen Profitgewinn und eine Chance für ihre wirtschaftliche Gesamtsituation. 2 Die These der positiven Auswirkungen des freien Handels stützt sich auf die klassische Handelstheorie des 18. Jahrhunderts, insbesondere auf die von Adam Smith aufgestellte Theorie von der „unsichtbaren Hand des Marktes“. Demzufolge wirkt der Mechanismus des freien Marktes, wenn alle Beteiligten ihr eigenes ökonomisches Interesse verfolgen und die Güterproduktion somit auf effizienteste Weise organisiert werden kann...
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1 Plate, Bernhard (2003): „Grundzüge der Globalisierung“, in Informationen zur politischen Bildung: Globalisierung, München: Franzis` print&media, 3. Quartal 2003, Heft 280, S. 3ff.

2 Dieter, Heribert (2003): „Chancen und Risiken für Entwicklungsländer“, in Informationen zur politischen Bildung: Globalisierung, München: Franzis` print&media, 3. Quartal, Heft 280, S. 38

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

A. Thematische Aspekte der Globalisierung

B. Methodischer Zugang zur vorliegenden Arbeit

II. GERECHTIGKEITSTHEORIE NACH JOHN RAWLS

III. LIBERALISMUS UND HANDELSTHEORIE

A. Klassischer Liberalismus

B. Wirtschaftsliberalismus und Handelstheorie

1. Theorie der absoluten Kostenvorteile nach Adam Smith (1723-1790)

2. Theorie der komparativen Kostenvorteile nach David Ricardo (1772-1823)

IV. GLOBALISIERUNG UND GERECHTIGKEIT

A. Auswirkungen und Massenarmut

B. Hürden im Kapital- und Handelsverkehr

C. Gerechtigkeit des Freihandels für Entwicklungsländer?

V. THEMATISCHES UND PERSÖNLICHES FAZIT

A. Liberalismus und Entwicklungsländer

B. Persönliche Stellungnahme

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit das neoliberale Konzept eines freien und gerechten Marktes mit der ökonomischen Realität von Entwicklungsländern vereinbar ist und ob eine kollektive Gerechtigkeit im Globalisierungsprozess unter Anwendung der Theorie von John Rawls begründet werden kann.

  • Analyse der Gerechtigkeitstheorie von John Rawls.
  • Darstellung der liberalen Handelstheorien von Adam Smith und David Ricardo.
  • Untersuchung der Auswirkungen der Globalisierung auf Massenarmut und Kapitalverkehr.
  • Kritische Bewertung der Chancen des Freihandels für Entwicklungsländer.
  • Synthese von ökonomischer Theorie und Gerechtigkeitsaspekten.

Auszug aus dem Buch

A. Thematische Aspekte der Globalisierung

Globalisierung ist im 21. Jahrhundert ein viel diskutierter und umstrittener Begriff. Im wesentlichen ist Globalisierung als ein dynamischer Prozess von Volkswirtschaften zu verstehen, der sich durch die zunehmende Verflechtung von Gütern, Diensthandel, Kapital, Wissen aber auch Menschen definiert. Der zunehmende technologische Fortschritt auf dem Transport-, dem Informations- und dem Konsumsektor ist ein wesentlicher Indikator für die stetige Entwicklung des Globalisierungsprozesses und damit dem Voranschreiten der Finanzmärkte. Parallel zu der Dynamik des technologischen Fortschritts haben marktorientierte Reformen von institutionellen Einrichtungen, wie der GATT, der WTO, des IWF und der Weltbank dazu beigetragen, dass eine steigende Anzahl an Ländern ihre Märkte liberalisierten.

Durch grenzüberschreitende Güter- und Ressourcenproduktion werden allerdings nicht nur die Absatzmärkte, sondern dementsprechend auch die Konkurrenzsituationen zwischen den einzelnen Ländern global. Für wirtschaftlich starke Industrieländer stellt die Globalisierung ohne Zweifel aus ökonomischer Sicht neue Perspektiven dar.

Die Folgen für Entwicklungs- und Schwellenländer hingegen werden sehr unterschiedlich beurteilt. Befürworter der Globalisierung gehen davon aus, dass durch die Liberalisierung der Handelsmärkte eine Produktionsverlagerung in die Entwicklungs- und Schwellenländer stattfinden wird. Diese Verlagerung verspricht Industrieländern eine kostengünstige Güter- und Ressourcenproduktion und den Entwicklungsländern einen Profitgewinn und eine Chance für ihre wirtschaftliche Gesamtsituation. Die These der positiven Auswirkungen des freien Handels stützt sich auf die klassische Handelstheorie des 18. Jahrhunderts, insbesondere auf die von Adam Smith aufgestellte Theorie von der „unsichtbaren Hand des Marktes“. Demzufolge wirkt der Mechanismus des freien Marktes, wenn alle Beteiligten ihr eigenes ökonomisches Interesse verfolgen und die Güterproduktion somit auf effizienteste Weise organisiert werden kann. Der freie Wettbewerb sorgt dafür, dass keine Güter zu überhöhten Preisen angeboten werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in den Globalisierungsbegriff sowie Erläuterung des methodischen Vorgehens und der zentralen Forschungsfrage.

II. GERECHTIGKEITSTHEORIE NACH JOHN RAWLS: Vorstellung der zwei Grundsätze von John Rawls zur sozialen Gerechtigkeit und deren Relevanz für Güterverteilung.

III. LIBERALISMUS UND HANDELSTHEORIE: Darstellung der klassischen Liberalismus-Konzepte sowie der Handelstheorien von Adam Smith und David Ricardo.

IV. GLOBALISIERUNG UND GERECHTIGKEIT: Empirische Analyse der Auswirkungen der Globalisierung auf Entwicklungsländer, insbesondere hinsichtlich Armut und Hürden im Handel.

V. THEMATISCHES UND PERSÖNLICHES FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der liberalistischen Marktstrukturen für Entwicklungsländer und Reflexion über die Anwendbarkeit von Rawls' Gerechtigkeitstheorie.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Entwicklungsländer, John Rawls, soziale Gerechtigkeit, Liberalismus, Adam Smith, David Ricardo, Freihandel, Massenarmut, Weltwirtschaft, Kapitalverkehr, Marktstrukturen, Wohlstand, internationale Politik, Handelsbilanz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die Globalisierung und das damit verbundene liberale Marktmodell für Entwicklungsländer zu einer gerechten Situation führen oder diese benachteiligen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die ökonomischen Theorien des Liberalismus, die Gerechtigkeitstheorie nach John Rawls sowie die tatsächlichen Auswirkungen der Globalisierung auf die Armutssituation in Entwicklungsländern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu klären, inwieweit das neoliberale Konzept kompatibel mit den Bedürfnissen von Entwicklungsländern ist und ob man von einer kollektiven Gerechtigkeit sprechen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und vergleicht diese mit Daten und Fakten zur globalen ökonomischen Entwicklung, insbesondere durch die Anwendung der Gerechtigkeitsgrundsätze von John Rawls auf die Realität des Welthandels.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der liberalen Theorie, die Analyse der Auswirkungen auf Entwicklungsländer durch Daten des IWF und der Weltbank sowie die kritische Reflexion über Gerechtigkeitsaspekte im Freihandel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Globalisierung, Gerechtigkeitstheorie, Freihandel, Entwicklungsländer, Liberalismus und wirtschaftliche Partizipation.

Wie beurteilt die Autorin die Rolle der Bodenschätze für Entwicklungsländer?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Bodenschätze zwar Chancen bieten können, diese aber ohne eine stabile demokratische Ordnung und Unterstützung oft nicht ausreichen, um aus der Abhängigkeit zu entkommen.

Welche Bedeutung misst die Arbeit der staatlichen Führung bei?

Eine stabile demokratische Staatsführung wird als unverzichtbare Voraussetzung angesehen, damit Gerechtigkeitsgrundsätze nach John Rawls überhaupt in die Praxis umgesetzt werden können.

Warum wird die „unsichtbare Hand des Marktes“ kritisch hinterfragt?

Die Arbeit hinterfragt dieses Konzept, da in Entwicklungsländern oft die notwendigen Voraussetzungen fehlen, um vom freien Wettbewerb zu profitieren, was stattdessen zu Marginalisierung führen kann.

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Details

Title
Gerechtigkeit der Globalisierung für Entwicklungsländer
College
LMU Munich  (Geschwister-Scholl-Institut für Politische Wissenschaft)
Course
Proseminar
Grade
1,7
Author
M.A. Claudia Haslauer (Author)
Publication Year
2004
Pages
17
Catalog Number
V37363
ISBN (eBook)
9783638367349
ISBN (Book)
9783656519690
Language
German
Tags
Gerechtigkeit Globalisierung Entwicklungsländer Proseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Claudia Haslauer (Author), 2004, Gerechtigkeit der Globalisierung für Entwicklungsländer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37363
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