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Doppik versus Kameralistik. Ein Vergleich anhand der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

Titel: Doppik versus Kameralistik. Ein Vergleich anhand der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

Hausarbeit , 2014 , 17 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Brank Anders Wernersson (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen dieser Wahlhausarbeit sollen zunächst die Begriffe der Kameralistik und der Doppik sowie ihre Ziele, Handlungsweisen und Vorteile erläutert werden. Anschließend sollen die Unterscheide der beiden Systeme skizziert werden, bevor zuletzt das Haushalts- und Rechnungswesen in der Bundesverwaltung am Beispiel der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) aufgezeigt werden soll.

1789, 1848, 1918 und 2003: Wichtige Jahreszahlen in der europäischen sowie deutschen Geschichte, in denen „Revolutionen“ stattfanden. Doch während es sich bei den ersten drei Jahreszahlen um Revolutionen handeln, in den tatsächlich um eine „schnelle, radikale (in der Regel gewaltsame) Veränderung der gegebenen (politischen) Bedingungen“ gestritten wurde, handelt es sich um bei dem Ereignis im Jahre 2003 um eine vergleichsweise friedliche und überdachte Veränderung der gegeben Bedingungen.

Am 21.11.2003 beschloss die Innenministerkonferenz der Länder die Umstellung des Haushalts- und Rechnungswesens in der öffentlichen Verwaltung – zwingend zunächst nur für die Kommunen – vom kameralistischen System auf das System der Doppik oder der erweiterten Kameralistik. Dass diese Entscheidung eben nicht spontan und ohne Prüfung getroffen wurde, zeigt die Entwicklung dieser Einführung, welche bereits 1994 angestrebt und im weiteren Verlauf bis 2003 durch Konzepte, Eckpunktepapiere und Musterentwürfe vorbereitet wurde.

Seit 2013 wird die Doppik auf kommunaler Ebene als alleiniges zugelassenes System für das Haushalts- und Rechnungswesen in der öffentlichen Verwaltung in der Mehrzahl der Bundesländer angewandt. Die Umstellung der Kameralistik auf das System der Doppik auf die Mehrzahl der Bundesländer sowie auf die Bundesebene lässt dagegen noch auf sich warten, so dass beide Systeme im Haushaltswesen der öffentlichen Verwaltung derzeit aktuell sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Begriffe Kameralistik sowie Doppik und deren Unterschiede im Haushalts- und Rechnungswesen in der öffentlichen Verwaltung am Beispiel der BaFin

2.1 Kameralistik

2.2 Doppik

2.3 Unterschiede zwischen Kameralistik und Doppik, die Defizite der Kameralistik und das Haushalts- und Rechnungswesen in der BaFin

3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die grundlegenden Unterschiede zwischen der klassischen Kameralistik und der modernen Doppik im Kontext der öffentlichen Verwaltung zu analysieren. Dabei wird insbesondere untersucht, inwiefern die Doppik als moderneres Instrument zur Ressourcensteuerung dienen kann und warum die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) weiterhin an kameralistischen Prinzipien festhält.

  • Vergleich der theoretischen Grundlagen von Kameralistik und Doppik.
  • Analyse der Stärken und Schwächen beider Rechnungslegungssysteme.
  • Untersuchung der Inputorientierung (Kameralistik) gegenüber der Outputorientierung (Doppik).
  • Fallbeispiel: Anwendung und Struktur des Haushaltswesens bei der BaFin.
  • Diskussion über die Notwendigkeit einer systemischen Modernisierung der öffentlichen Verwaltung.

Auszug aus dem Buch

2.2 Doppik

Der Begriff Doppik ist ein Synonym für den Begriff „„Doppelte Buchführung in Konten“, welches ein kaufmännisches Rechnungswesen sowie eine kaufmännische Buchführung darstellt. Bei der Doppik sind „alle wirtschaftlich bedeutsamen Vorgänge (Geschäftsvorfälle)“ relevant, d.h. alle Vorgänge, die „zu einer Änderung der Höhe und/oder der Zusammensetzung des Vermögens und des Kapitals führt“.

Aufgrund der Definition der Doppik werden in diesem System nicht nur die Einzahlungen/Einnahmen und Auszahlungen/Ausgaben erfasst, sondern auch alle Erträge und Aufwendungen, also alle Wertezuwächse (Erträge) oder Werteverzehr (Aufwendungen) von Gütern und Dienstleistungen, die in Geld bewertet werden können. Beispiele für einen solchen Werteverzehr sind u.a. der Verbrauch von Heizöl ohne den gleichzeitigen Neukauf des Öls, die Abnutzung von Gebäuden durch Abschreibung oder Pensionsrückstellungen. Diese stellen einen Aufwand dar – der in der Doppik verbucht wird – aber keine tatsächliche Ausgabe, so dass diese Geschäftsvorfälle in der Kameralistik keine Berücksichtigung finden. Damit fehlt in der Kameralistik die Darstellung des Ressourcenverbrauchs.

Hinsichtlich der Kontenstruktur in der Doppik können zwei Kontenarten unterschieden werden: Bestandskonten und Erfolgskonten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung gibt einen historischen Abriss über die Reformprozesse im öffentlichen Haushaltswesen und führt in die Thematik der Umstellung von der Kameralistik auf die Doppik ein.

2 Die Begriffe Kameralistik sowie Doppik und deren Unterschiede im Haushalts- und Rechnungswesen in der öffentlichen Verwaltung am Beispiel der BaFin: Dieses Kapitel definiert beide Buchführungssysteme, vergleicht ihre Kontenstrukturen und Steuerungskonzepte und untersucht die spezifische Ausgestaltung des Haushaltswesens bei der BaFin.

3 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse des Vergleichs zusammen und plädiert für die Vorteile der Doppik als generationengerechtes und transparentes System für die öffentliche Verwaltung.

Schlüsselwörter

Kameralistik, Doppik, öffentliche Verwaltung, Haushaltswesen, BaFin, Rechnungslegung, Ressourcenverbrauch, Outputorientierung, Inputorientierung, Bilanz, Kontenstruktur, Wirtschaftlichkeit, Haushaltsplanung, Buchführung, Finanzmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Vergleich zweier unterschiedlicher Buchführungssysteme im öffentlichen Sektor: der traditionellen Kameralistik und der kaufmännisch orientierten Doppik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Unterschiede in der Kontenstruktur, die verschiedenen Konzepte der Erfolgs- und Ressourcensteuerung sowie die praktische Umsetzung dieser Systeme in Bundesbehörden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erläuterung der Vor- und Nachteile beider Systeme, um zu bewerten, warum die Doppik trotz ihrer Vorteile auf Bundesebene noch nicht flächendeckend eingesetzt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse sowie den Vergleich von Buchhaltungskonzepten anhand von Abbildungen und praktischen Beispielen der BaFin.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erläutert detailliert die Merkmale der Kameralistik und Doppik, ihre Kontenarten, die jeweiligen Vor- und Nachteile sowie die Defizite des kameralistischen Rechnungswesens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Kameralistik, Doppik, Haushaltswesen, Outputorientierung und Ressourcenverbrauch.

Warum wird bei der BaFin weiterhin die Kameralistik angewendet?

Obwohl die Doppik als moderner gilt, ist die Kameralistik auf Bundesebene rechtlich weiterhin verankert, weshalb die BaFin als Bundesbehörde an diesem System festhält.

Was ist der größte Nachteil der Kameralistik laut Autor?

Der Autor nennt als entscheidenden Nachteil, dass die Kameralistik den tatsächlichen Ressourcenverbrauch nicht abbildet, da sie primär auf kassenwirksame Einnahmen und Ausgaben fokussiert ist.

Wie unterscheidet sich die Steuerung bei beiden Systemen?

Während die Kameralistik eine Inputorientierung durch die Vergabe finanzieller Mittel verfolgt, ermöglicht die Doppik eine Outputorientierung, bei der der Haushaltsvollzug stärker an Zielen und Leistungen ausgerichtet ist.

Welche Rolle spielen die Eigenheiten der BaFin für den Vergleich?

Die BaFin ist ein spezielles Beispiel, da sie durch eigene Einnahmen (Gebühren/Umlagen) finanziert wird und nicht direkt aus dem allgemeinen Bundeshaushalt gespeist wird, was ihre Rechnungslegung zu einer Besonderheit macht.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Doppik versus Kameralistik. Ein Vergleich anhand der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
Hochschule
Universität Kassel
Veranstaltung
Masterstudiengang Master of Public Administration (MPA)
Note
2,0
Autor
Brank Anders Wernersson (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
17
Katalognummer
V373759
ISBN (eBook)
9783668524057
ISBN (Buch)
9783668524064
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wahlkurs „Kosten- und Leistungsrechnung“
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Brank Anders Wernersson (Autor:in), 2014, Doppik versus Kameralistik. Ein Vergleich anhand der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/373759
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Leseprobe aus  17  Seiten
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