In der vorliegenden Arbeit wird die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüfung als bedeutender Faktor der Abschlussprüfung vorgestellt. Es wird zwischen interner und externer Qualitätssicherung differenziert und auf die dazugehörigen Qualitätssicherungs- und Prüfungsstandards eingegangen. Zu Beginn der vorliegenden Arbeit erfolgt eine Erläuterung des Berufsbildes des Wirtschaftsprüfers. Weiter werden die rechtlichen Grundlagen der internen und externen Qualitätssicherungssicherung skizziert.
Der Fokus der Arbeit liegt auf den neuen gesetzlichen Vorgaben hinsichtlich der Qualitätssicherung. Schwerpunktmäßig setzt sich die Arbeit mit dem Entwurf eines neuen Qualitätsstandards des IDW (IDW EQS 1) und der neuen Fassung des Prüfungsstandards IDW PS 140 auseinander. Daneben werden die Neuerungen der Berufssatzung (BS WP/vBP) bzw. des § 55b Wirtschaftsprüferordnung (WPO) skizziert.
Die Arbeit bietet insbesondere eine Übersicht über die Neuerungen bzw. Änderungen des IDW EQS 1 gegenüber der VO 1/2006 als Standards der internen Qualitätssicherung. Weiterhin werden die neuen rechtlichen Regelungen der externen Qualitätskontrolle vorgestellt und die wesentlichen Änderungen zu den vorherigen Regelungen hervorgehoben. Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der beschriebenen Thematik und einem Ausblick ab.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Qualitätsicherung
2.1 Grundlagen
2.2 Rechtlicher Rahmen der Qualitätssicherung
3 Interne Qualitätssicherung
3.1 Begriff
3.2 Der neue Qualitätssicherungsstandard des IDW
3.3 Wesentlichen Änderungen im Vergleich
3.3.1 Anwendungsbereich
3.3.2 Grad der Verbindlichkeit
3.3.3 Aufbau und Form
3.3.4 Inhalt
4 Externe Qualitätssicherung
4.1 Begriff
4.2 Der neue Standard IDW EPS 140 n. F. in der Qualitätskontrolle
4.3 Wesentliche Änderungen im Vergleich
5 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüfung unter Berücksichtigung aktueller gesetzlicher Änderungen. Ziel ist es, die Auswirkungen der neuen Standards (insbesondere IDW EQS 1 und IDW EPS 140 n. F.) auf die interne und externe Qualitätssicherung zu analysieren und die wesentlichen Neuerungen gegenüber den vorangegangenen Regelungen darzustellen.
- Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen für die Qualitätssicherung.
- Gegenüberstellung des neuen IDW Qualitätssicherungsstandards (IDW EQS 1) mit der bisherigen VO 1/2006.
- Untersuchung der Anforderungen an die externe Qualitätskontrolle und des neuen Standards IDW EPS 140 n. F.
- Diskussion von Änderungen in der Berufssatzung und der Wirtschaftsprüferordnung.
- Bewertung der neuen Dokumentationspflichten und der Rolle des Hinweisgebersystems.
Auszug aus dem Buch
3.3.4 Inhalt
Die überarbeitete WPO fasst erstmalig in § 55b den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit des Qualitätssicherungssystems in einem Kodex zusammen, welcher in der Berufssatzung in § 8 Abs. 1 S. 1 näher konkretisiert wird. Aufgrund dieser Änderungen sieht der IDW EQS 1 im Vergleich zum Vorgänger beim Prozess der Einrichtung, Durchsetzung und Überwachung eines Qualitätssicherungssystems vor, dass dieses gem. § 55 b Abs. 1 S. 2 WPO in einem angemessenen Verhältnis zum Umfang sowie zur Komplexität der beruflichen Tätigkeit stehen soll. Nach beiden Stellungnahmen hat das Qualitätssicherungssystem Regelungen zu enthalten, die nach dem Tätigkeitsbereich und den Verhältnissen der Wirtschaftsprüferpraxis zur Einhaltung der Berufspflichten notwendig sind. Im IDW EQS 1 wird insbesondere auf die qualitätsgefährdenden Risiken hingewiesen. Weiterhin ist zum Aufbau des Qualitätssicherungssystems unter Kapitel 3 beider Verlautbarungen eine Darstellung und Erläuterung der grundlegenden Elemente ersichtlich. Hierbei sind die aufeinander aufbauenden Elemente zwingend bei der Einrichtung, Durchsetzung und Überwachung von Qualitätssicherungssystemen zu beachten. Die nachfolgende Abb. präsentiert die Grundelemente dieses Systems.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Arbeit erläutert die Bedeutung der Qualitätssicherung für die öffentliche Funktion der Abschlussprüfung und stellt die Relevanz des Themas vor dem Hintergrund gesetzlicher Reformen dar.
2 Qualitätsicherung: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen der Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüfung und skizziert den rechtlichen Rahmen sowie die maßgeblichen Normen in Deutschland.
3 Interne Qualitätssicherung: Das Kapitel behandelt den Begriff der internen Qualitätssicherung und analysiert den neuen IDW Qualitätssicherungsstandard (IDW EQS 1) sowie dessen wesentliche Änderungen im Vergleich zur VO 1/2006.
4 Externe Qualitätssicherung: Hier wird das Verfahren der externen Qualitätskontrolle (Peer-Review) erläutert und der neue Standard IDW EPS 140 n. F. detailliert vorgestellt.
5 Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse der Analyse zusammen und reflektiert die zukünftige Entwicklung und bestehende Unsicherheiten hinsichtlich der Rechtsverbindlichkeit der neuen Standards.
Schlüsselwörter
Wirtschaftsprüfung, Qualitätssicherung, Qualitätskontrolle, IDW EQS 1, IDW EPS 140 n. F., Abschlussprüfung, Wirtschaftsprüferkammer, WPO, Berufssatzung, Risikomanagement, Peer-Review, Qualitätskultur, Hinweisgebersystem, Compliance, Auftragsabwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem System der internen und externen Qualitätssicherung in der deutschen Wirtschaftsprüfung und analysiert die Auswirkungen aktueller gesetzlicher Anpassungen durch das APAReG auf die einschlägigen IDW-Standards.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Anforderungen an das interne Qualitätssicherungssystem in Wirtschaftsprüferpraxen, die externe Qualitätskontrolle sowie die damit verbundenen Dokumentations- und Organisationspflichten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, eine systematische Übersicht über die Neuerungen durch den IDW EQS 1 und IDW EPS 140 n. F. zu geben und die Unterschiede zur bisherigen Regelungspraxis aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Normenanalyse, bei der aktuelle berufsrechtliche Vorgaben sowie Fachverlautbarungen des IDW ausgewertet und gegenübergestellt werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit der internen Qualitätssicherung (einschließlich Aufbau, Verbindlichkeitsgrad und Inhalten) sowie der externen Qualitätskontrolle unter Berücksichtigung aktueller gesetzlicher Neuregelungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen zählen Qualitätssicherung, Abschlussprüfung, IDW-Standards, Risikoorientierung, Berufspflichten und Qualitätskontrolle.
Welche Bedeutung hat das neue Hinweisgebersystem im IDW EQS 1?
Das Hinweisgebersystem ermöglicht es Mitarbeitern, Verstöße gegen Berufspflichten oder Strafhandlungen anonym zu melden, um eine stärkere Kultur der Qualität und regelkonformen Arbeit innerhalb der Praxis zu fördern.
Warum ist die Rechtsverbindlichkeit des neuen IDW EQS 1 umstritten?
Da der IDW EQS 1 im Gegensatz zur ehemaligen VO 1/2006 lediglich vom IDW und nicht mehr gemeinschaftlich mit der WPK herausgegeben wurde, besteht Rechtsunsicherheit darüber, inwieweit er für Wirtschaftsprüfer gilt, die keine IDW-Mitglieder sind.
Was unterscheidet die Inspektion von der Qualitätskontrolle?
Bei Unternehmen von öffentlichem Interesse unterliegen die Prüfungen einer staatlichen Inspektion, während für andere Abschlussprüfungen das klassische Peer-Review-Verfahren (Qualitätskontrolle) durch einen unabhängigen Prüfer vorgesehen ist.
Welche Rolle spielt der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit?
Der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit fordert, dass das Qualitätssicherungssystem in seinem Umfang und seiner Komplexität angemessen auf die tatsächliche Struktur und Größe der jeweiligen Wirtschaftsprüferpraxis zugeschnitten sein muss.
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- Anonym (Author), 2017, Interne und externe Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüfung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/373767