Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit zwei Rezensionen über Werke Beethovens. Beide wurden in der Allgemeinen musikalischen Zeitung abgedruckt. Dabei sollen besonders Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgearbeitet werden.
Die Arbeit wird anfangs kurz allgemein das Werk beschreiben. Daraufhin wird der Rezensent mit seiner Kritik vorgestellt. Abschließend soll eine Besprechung der Rezension vorliegen. Die gleiche Reihenfolge wird anschließend auch beim zweiten Rezensenten vorgenommen. Daraufhin folgt als Fazit der Vergleich der beiden Veröffentlichungen.
Das erste Werk wird die Dritte Sinfonie in Es-Dur (Eroica) von Beethoven sein, denn für die musikalische Rezensionsgeschichte ist das Werk sehr bedeutend. Kaum ein anderes spaltete die Meinungen der Rezensenten wie diese Sinfonie.
Friedrich Rochlitz hatte durch seine Arbeit bei der Allgemeinen musikalischen Zeitung großen Einfluss auf die zeitgenössische Musikszene. Er gilt als ein wichtiger Meilenstein für die Bekanntheit und Förderung Beethovens. Daher wird seine Rezension der Dritten Sinfonie in dieser Arbeit betrachtet. Einige Zeit nach seiner eigenen Analyse beauftragte Rochlitz E.T.A. Hoffmann damit, eine Besprechung von Beethovens 5. Sinfonie zu schreiben. Auch diese soll zunächst beschrieben und abschließend mit der Rezension von Rochlitz verglichen werden.
Die Allgemeine musikalische Zeitung war die erste Musikzeitschrift, die die Musik als Bildungsgegenstand betrachtete und dies einem breiten Publikum aus Kennern und Musikliebhabern nahezubringen versuchte. Sie hatte ein halbes Jahrhundert großen Erfolg damit und gilt auch heute noch als eine der umfassendsten und wichtigsten Zeitungen der Musikgeschichte. Sie erschien von 1798 bis 1848 wöchentlich.
Ziel der Arbeit soll sein, die Rezensionen zu verstehen, vergleichen und einordnen zu können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Dritte Sinfonie in Es-Dur Beethovens: Eroica
2.1. Friedrich Rochlitz als Rezensent
2.2. Rezension
3. Die fünfte Sinfonie Beethovens: Opus 67.
3.1. E.T.A. Hoffmann als Rezensent
3.2. Besprechung
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, zwei historische Rezensionen aus der "Allgemeinen musikalischen Zeitung" über Beethovens 3. und 5. Sinfonie zu untersuchen, miteinander zu vergleichen und ihre Bedeutung für die zeitgenössische Rezeptionsgeschichte einzuordnen.
- Analyse der Rezension von Friedrich Rochlitz zur Sinfonie Eroica
- Untersuchung der Besprechung von E.T.A. Hoffmann zur 5. Sinfonie
- Vergleich der methodischen Ansätze (technisch-analytisch vs. ästhetisch-romantisch)
- Bedeutung der "Allgemeinen musikalischen Zeitung" für die Verbreitung der Musik Beethovens
Auszug aus dem Buch
2.1. Friedrich Rochlitz als Rezensent
Der Musikschriftsteller Friedrich Rochlitz gehörte zu einem der wichtigsten Wegbereiter Beethovens. Er prägte seine Werke durch Rezensionen und Förderungen im wesentlichen Maße. Hervorzuheben sind auch seine zahlreichen namenhaften Bekanntschaften seiner Zeit, wie beispielsweise Goethe, Schiller und auch E.T.A Hoffmann.
Rochlitz war Literat und Musikschriftsteller in einer überwiegend freiberuflichen Stellung und machte sich durch seine veröffentlichten Werke bereits einen Namen. Bekannt wurde er über Leipzig hinaus 1798 als erster Redakteur der neu gegründeten Leipziger Allgemeinen musikalischen Zeitung, die unter den Verlegern Breitkopf und Härtel lief und sich schnell zu der führenden Musikfachzeitschrift etablierte.
Der Redakteur verfolgte bei seinen Rezensionen ein klares Konzept: Die Musik solle zur Wahrung nationaler Identität und zur Hebung der Volksbildung beitragen. Ebenfalls müsse sie neben anderen Künsten und Wissenschaften gleichberechtigt anerkannt werden. Er machte den Gegensatz zwischen klassischem Tiefsinn der deutschen Tondichter und der modischen Ebene italienischer Opernkomponisten von Anfang an zu seinem zentralen Thema. Rochlitz förderte Beethoven sowohl regional als auch überregional und organisierte in großen Teilen den Transfer seines Werkes von Wien nach Leipzig.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Themas, welches sich mit den Rezensionen von Werken Beethovens in der "Allgemeinen musikalischen Zeitung" befasst und Zielsetzungen für den Vergleich definiert.
2. Die Dritte Sinfonie in Es-Dur Beethovens: Eroica: Beschreibung des Entstehungsprozesses und der historischen Bedeutung der Eroica sowie Vorstellung der Rezension durch Friedrich Rochlitz.
3. Die fünfte Sinfonie Beethovens: Opus 67.: Darstellung der Hintergründe zur Entstehung der 5. Sinfonie und Analyse der durch E.T.A. Hoffmann verfassten Werkbesprechung.
4. Fazit: Zusammenfassende Gegenüberstellung der Arbeitsweisen von Rochlitz und Hoffmann sowie Bewertung der Bedeutung dieser Rezensionen für Beethoven als Künstler.
Schlüsselwörter
Friedrich Rochlitz, E.T.A. Hoffmann, Beethoven, Eroica, 5. Sinfonie, Allgemeine musikalische Zeitung, Rezensionsgeschichte, Werkkritik, Musikästhetik, Romantik, Werkanalyse, Musikschriftsteller, Rezeption, Instrumentalmusik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit vergleicht zwei grundlegende Rezensionen zu Beethovens 3. und 5. Sinfonie, die in der einflussreichen "Allgemeinen musikalischen Zeitung" veröffentlicht wurden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Rolle der Musikkritik um 1800, die Rezeption von Beethoven durch zeitgenössische Kritiker und die Etablierung neuer Analyseansätze in der Musikpublizistik.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Argumentation der Rezensenten Friedrich Rochlitz und E.T.A. Hoffmann herauszuarbeiten und die Bedeutung ihrer Kritik für das Verständnis von Beethovens Werk zu verdeutlichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine komparative Methode (Vergleich), ergänzt durch die Analyse von Primärquellen und historischer Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die Werke selbst beschrieben, gefolgt von einer Vorstellung der Rezensenten sowie einer detaillierten Auseinandersetzung mit ihren spezifischen Kritiken zur Eroica und zur 5. Sinfonie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Beethoven-Rezeption, Musikkritik, romantische Musikästhetik und die "Allgemeine musikalische Zeitung".
Warum spielt die Unterscheidung zwischen "Technik" und "Ästhetik" bei Rochlitz eine solche Rolle?
Rochlitz führte diese Begriffe ein, um eine sachliche, auf Musiktheorie basierende Analyse zu ermöglichen, die über rein emotionale Beschreibungen hinausging.
Inwiefern unterscheidet sich Hoffmanns Ansatz von dem des Rochlitz?
Während Rochlitz einen Fokus auf technische und mechanische Analysen legte, ist Hoffmanns Besprechung stark von einer romantischen und emotionalen Sprache geprägt, die das "Wunderreich" der Instrumentalmusik betont.
Welchen Einfluss hatte die Arbeit der Kritiker auf Beethoven?
Ihre Rezensionen fungierten als wichtige Förderinstrumente, die dazu beitrugen, Beethoven bei einem breiteren Publikum als bedeutenden Komponisten bekannt zu machen.
- Citar trabajo
- Marie Aland (Autor), 2015, Friedrich Rochlitz Werkkritik der 3. Sinfonie im Vergleich zu E.T.A. Hoffmanns Besprechung der 5. Sinfonie Beethovens, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/373783