1. Methodik
1.1. Der Begriff „Methode/Methodik“
1.2. Merkmale einer Methode
1.3. Mehrere „Wege zum Ziel“
2. Analyse der audio-lingualen Methode
2.1. Gesellschaftliche Hintergründe
2.2. Zielsetzung des Sprachunterrichts
2.3. Prinzipien des Lernens
2.4. Unterrichtsorganisation
2.5. Unterrichtsformen
2.6. Medien, Unterrichtsmaterialien
3. Analyse der kommunikativen Methode
3.1. Gesellschaftliche Hintergründe
3.2. Zielsetzung des Sprachunterrichts
3.3. Prinzipien des Lernens
3.4. Unterrichtsorganisation
3.5. Unterrichtsformen
3.6. Medien, Unterrichtsmaterialien
4. Fremdsprachliche Methode als zeitgemäßes Ereignis
Literaturverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1. Methodik
1.1. Der Begriff „Methode/Methodik“
1.2. Merkmale einer Methode
1.3. Mehrere „Wege zum Ziel“
2. Analyse der audio-lingualen Methode
2.1. Gesellschaftliche Hintergründe
2.2. Zielsetzung des Sprachunterrichts
2.3. Prinzipien des Lernens
2.4. Unterrichtsorganisation
2.5. Unterrichtsformen
2.6. Medien, Unterrichtsmaterialien
3. Analyse der kommunikativen Methode
3.1. Gesellschaftliche Hintergründe
3.2. Zielsetzung des Sprachunterrichts
3.3. Prinzipien des Lernens
3.4. Unterrichtsorganisation
3.5. Unterrichtsformen
3.6. Medien, Unterrichtsmaterialien
4. Fremdsprachliche Methode als zeitgemäßes Ereignis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die audiolinguale mit der kommunikativen Methode im Fremdsprachenunterricht. Ziel ist es zu analysieren, wie sich das Verständnis des Spracherwerbs in Abhängigkeit von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen gewandelt hat, ohne dabei eine methodische Überlegenheit festzustellen.
- Grundlagen der Methodik und Didaktik
- Entwicklung und Prinzipien der audiolingualen Methode
- Analyse der kommunikativen Methode und ihrer Zielsetzung
- Kontextabhängigkeit von Sprachlehrmethoden
Auszug aus dem Buch
2.1. Gesellschaftliche Hintergründe
Die audio-linguale Methode war (besonders in den USA) zwischen 1960 und 1970 sehr verbreitet. Sie ist aus dem in den USA während des Zweiten Weltkriegs entwickelten „Army Specialized Training Program“ entstanden. Innerhalb dieses Programms wurden Soldaten verschiedene Sprachen systematisch vermittelt. (vgl. Edmondson, 1993, 110)
Die audio-linguale Methode wird verschiedentlich auch als „Army Method“, „New Key Method“, „Pattern Method“, „Habit Method“ oder „Oral Approach“ bezeichnet. Diese Bezeichnung verweisen auf bestimmte Orientierung bzw. Schwerpunktsetzung der Methode. (vgl. Henrici, 1994, 511) Sie erwuchs aus einer Verbindung von behavioristischer Lerntheorie und linguistischem Strukturalismus. In den USA hatte sich der Strukturalismus als linguistische Grundlage des Fremdsprachenunterrichts durchgesetzt. Die Linguisten des Strukturalismus beschrieben Muster von fremden Sprachen, indem sie die Muttersprachensprecher als Informanten benutzten. Anschließend fertigten sie kontrastive Beschreibungen von Mutter- und Fremdsprache an. Diese dienten dazu, eine Basis für die Auswahl und Abstufung der Muster zu schaffen. Dabei wurden diese Arbeitsweisen direkt als methodische Prinzipien auf das Fremdsprachenlernen übertragen. (s. P.2.3.)
Die Entstehung der audio-lingualen Methode bezieht sich auf der bildungspolitischen Ebene der 60er und 70er Jahre auf das Legitimationsproblem in der Curriculumdiskussion. Fremdsprachenunterricht sollte nicht mehr nur Bildungsgut für wenige Gymnasiasten sein, sondern zur Allgemeinbildung gehören, das Fremdsprachenlernen sollte für ein größeres Kreis an Lernenden zugänglich gemacht werden. (vgl. Henrici, 1994, 511)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Methodik: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Methode und Methodik und erläutert die verschiedenen Einflussfaktoren, die eine Lernmethode in einem pädagogischen und gesellschaftlichen Kontext formen.
2. Analyse der audio-lingualen Methode: Die Arbeit beschreibt die behavioristisch geprägte audiolinguale Methode, deren Ursprünge, Zielsetzungen, methodische Prinzipien sowie die Nutzung von Sprachlaboren und Pattern-Drills.
3. Analyse der kommunikativen Methode: Dieses Kapitel widmet sich der kommunikativen Methode, beleuchtet deren soziopolitische Hintergründe, die Bedeutung kommunikativer Kompetenz sowie den Fokus auf Lernerautonomie und handlungsorientierten Unterricht.
4. Fremdsprachliche Methode als zeitgemäßes Ereignis: Das abschließende Kapitel reflektiert die dargestellten Methoden als Produkte ihrer Zeit und betont die Notwendigkeit, Methoden kontextbezogen zu betrachten, statt sie in einer binären Kategorisierung als „gut“ oder „schlecht“ zu bewerten.
Schlüsselwörter
Methodik, Didaktik, Audiolinguale Methode, Kommunikative Methode, Behaviorismus, Strukturalismus, Kommunikative Kompetenz, Lernerorientierung, Lernerautonomie, Sprachlabor, Pattern-Drills, Sprechakttheorie, Fremdsprachenunterricht, Sprachverwendung, Sprachlehrforschung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit vergleicht die audiolinguale und die kommunikative Methode im Bereich Deutsch als Fremdsprache, um den methodischen Wandel im Sprachunterricht zu verdeutlichen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen umfassen die Definitionen von Methodik, die behavioristischen Grundlagen der audiolingualen Methode sowie die pragmatische Ausrichtung der kommunikativen Methode.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den qualitativen Vergleich beider Methoden vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Entstehungsgeschichte und gesellschaftlichen Relevanz zu analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit nutzt einen deskriptiven und vergleichenden Ansatz, bei dem Kriterien wie gesellschaftliche Hintergründe, Zielsetzungen und Lernprinzipien zur Analyse herangezogen werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der audiolingualen sowie der kommunikativen Methode, wobei jeweils Hintergründe, Prinzipien und unterrichtspraktische Aspekte untersucht werden.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Spracherwerbsmodelle, behavioristische Lerntheorie, kommunikative Didaktik und zeitlicher Kontext der Methoden geprägt.
Wie definiert der Autor den Begriff der „Methodik“ in diesem Kontext?
Der Autor verwendet „Methodik“ im weiten Sinne, um sowohl das „Was“ (Lernziele) als auch das „Wie“ (Lehrverfahren und Unterrichtsprinzipien) des Fremdsprachenunterrichts zu erfassen.
Warum war der Einsatz des Sprachlabors für die audiolinguale Methode so bedeutend?
Das Sprachlabor ermöglichte die systematisierte Imitation und das „Überlernen“ von Mustersätzen mittels Pattern-Drills, was dem behavioristischen Ziel der Automatisierung sprachlicher Gewohnheiten entsprach.
Welche Rolle spielt die Lernerautonomie in der kommunikativen Methode?
Die Lernerautonomie ist ein zentrales Prinzip, das besagt, dass Lernende aktiv über ihren Lernprozess entscheiden und individuelle Schwerpunkte setzen sollten, um ihre kommunikative Handlungsfähigkeit zu stärken.
- Citar trabajo
- Natalia Schlichter (Autor), 2002, Zwei Methoden im Vergleich: audiolinguale vs. kommunikative Methode in der Sprachdidaktik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37397