Einleitung
Die demographische Entwicklung der Bevölkerung und die Erhöhung des Altersdurchschnittes in Deutschland zeigen, dass in den folgenden Jahren die Zahl der Pflegebedürftigen und akut Erkrankten stark zunehmen wird. Die Einführung des Fallpauschalensystems (DRG), welches gesetzlich ab dem Jahr 2004 in Deutschland umgesetzt wird, lässt erwarten, dass Belegungszeiten im stationären Bereich noch kürzer als bislang sein werden. Sobald die akutmedizinische Behandlung beendet ist und der Patient ohne Berücksichtigung eines vielleicht noch bestehenden Selbstpflegedefizits entlassen wird, steigt die Zahl der Wiedereinweisungen, besonders von chronisch Kranken. In der häuslichen Situation treten für Patienten weitere Schwierigkeiten auf, die es zu bewältigen gilt. Neben der Versorgung durch ambulante Pflegedienste stehen Patienten und Angehörige vor der Situation, die Vielfalt nebeneinander bestehender Hilfeangebote zu differenzieren und die für sie entsprechend nötigen auswählen zu müssen. Durch mangelnde Vernetzung und Koordinierung der Angebote erreichen diese die Betroffenen zum Teil nur schwer oder gar nicht.
Hier fehlt ein Schnittstellenmanagement und diese Lücke gilt es in den nächsten Jahren zu schließen. Case Management, ein Konzept welches in den USA entwickelt wurde, ist auch für Deutschland der Lösungsansatz für obengenannte Hindernisse. Case Management soll Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen befähigen, die Vielfalt der Angebote zu koordinieren und dem Patienten zugänglich zu machen. Das deutsche Gesundheitswesen leidet an Zersplitterung und mangelnder Patienten- und Ergebnisorientierung. Case Management ist ein innovativer Lösungsansatz für diese Probleme. Der Case Manager soll Vermittler zwischen den Gesund heitsberufsgruppen und zugleich Anwalt der Patienten sein. Der Pflege-Case-Manager hat das Ziel, den individuellen Bedarf an Stützleistung zu erfassen, um die Ressourcen von hilfe- und pflegebedürftigen Patienten in die Weiterversorgung zu integrieren. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Case Management und zeigt einen kleinen Ausschnitt von Artikeln aus Pflegefachzeitschriften, welche im Kontext Case Management und Pflegewissenschaft stehen. Es werden Projektmodelle vorgestellt und aufgezeigt. Weiterführende Literatur zu Case Management ist im Literaturverzeichnis zu finden.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1 Was versteht man unter Case Management?
1.1 Definitionen Case Management
2 Artikel aus Pflegfachzeitschriften zum Thema Case Management
2.1 Literatur des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu Case Management
Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen Einblick in das Konzept des Case Managements im pflegewissenschaftlichen Kontext zu geben, indem sie praxisnahe Projektmodelle aus Fachzeitschriften analysiert und deren Potenzial zur Verbesserung der Patientenversorgung und Entlasskoordination untersucht.
- Grundlagen und Definitionen des Case Management
- Anforderungen an die Rolle des Pflege-Case-Managers
- Modellprojekte zur koordinierten Entlassung und Überleitung
- Stellenwert von Patientenorientierung und Ergebnisorientierung
- Implementierung von Case Management in Krankenhäusern und häuslichen Settings
Auszug aus dem Buch
Einleitung
Die demographische Entwicklung der Bevölkerung und die Erhöhung des Altersdurchschnittes in Deutschland zeigen, dass in den folgenden Jahren die Zahl der Pflegebedürftigen und akut Erkrankten stark zunehmen wird. Die Einführung des Fallpauschalensystems (DRG), welches gesetzlich ab dem Jahr 2004 in Deutschland umgesetzt wird, lässt erwarten, dass Belegungszeiten im stationären Bereich noch kürzer als bislang sein werden. Sobald die akutmedizinische Behandlung beendet ist und der Patient ohne Berücksichtigung eines vielleicht noch bestehenden Selbstpflegedefizits entlassen wird, steigt die Zahl der Wiedereinweisungen, besonders von chronisch Kranken. In der häuslichen Situation treten für Patienten weitere Schwierigkeiten auf, die es zu bewältigen gilt. Neben der Versorgung durch ambulante Pflegedienste stehen Patienten und Angehörige vor der Situation, die Vielfalt nebeneinander bestehender Hilfeangebote zu differenzieren und die für sie entsprechend nötigen auswählen zu müssen. Durch mangelnde Vernetzung und Koordinierung der Angebote erreichen diese die Betroffenen zum Teil nur schwer oder gar nicht.
Hier fehlt ein Schnittstellenmanagement und diese Lücke gilt es in den nächsten Jahren zu schließen. Case Management, ein Konzept welches in den USA entwickelt wurde, ist auch für Deutschland der Lösungsansatz für obengenannte Hindernisse. Case Management soll Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen befähigen, die Vielfalt der Angebote zu koordinieren und dem Patienten zugänglich zu machen.
Das deutsche Gesundheitswesen leidet an Zersplitterung und mangelnder Patienten- und Ergebnisorientierung. Case Management ist ein innovativer Lösungsansatz für diese Probleme. Der Case Manager soll Vermittler zwischen den Gesundheitsberufsgruppen und zugleich Anwalt der Patienten sein. Der Pflege-Case-Manager hat das Ziel, den individuellen Bedarf an Stützleistung zu erfassen, um die Ressourcen von hilfe- und pflegebedürftigen Patienten in die Weiterversorgung zu integrieren.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die demografische Notwendigkeit sowie die ökonomischen Rahmenbedingungen durch DRGs, die Case Management als Lösungsansatz für ein besseres Schnittstellenmanagement erforderlich machen.
1 Was versteht man unter Case Management?: Hier werden die theoretischen Grundlagen und die wesentlichen Definitionen des Case Managements durch Experten wie Wendt, Schaeffer und Ewers dargelegt.
1.1 Definitionen Case Management: Dieser Unterpunkt vertieft das Verständnis für Case Management als eine auf den Einzelfall ausgerichtete Methode zur Förderung der Patientenpartizipation und Ergebnisorientierung.
2 Artikel aus Pflegfachzeitschriften zum Thema Case Management: Der Hauptteil präsentiert eine strukturierte Übersicht verschiedener Praxisbeispiele und Publikationen, die den Einsatz von Case-Managern in Kliniken und der häuslichen Pflege beleuchten.
2.1 Literatur des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu Case Management: Dieses Kapitel stellt offizielle Broschüren und Berichte vor, die Case Management als sozialen Dienstleistungsansatz zur besseren Orientierung im Hilfesystem beschreiben.
Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert, dass Case Management eine zukunftsweisende Perspektive für die Pflege darstellt, um die Selbstständigkeit älterer Menschen zu fördern und Versorgungslücken zu schließen.
Schlüsselwörter
Case Management, Pflege, Gesundheitswesen, Patientenorientierung, Fallpauschalensystem, DRG, Schnittstellenmanagement, Versorgungsqualität, Entlassungsmanagement, Pflege-Case-Manager, Überleitungspflege, Selbstpflegedefizit, Gesundheitsberatung, Ressourcensteuerung, Pflegewissenschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine Übersicht über die Bedeutung und Umsetzung von Case Management in der deutschen Pflege und analysiert hierzu verschiedene Fachartikel.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Im Fokus stehen die Koordinierung von Hilfsangeboten, die Überleitung von Patienten aus der Klinik in das häusliche Umfeld sowie die Rolle des Case Managers.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, die Relevanz des Case Managements als Lösungsansatz für ein fragmentiertes Gesundheitssystem und zur Verbesserung der Versorgungsqualität darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit nutzt eine systematische Literaturanalyse, bei der Fachzeitschriften und Publikationen auf ihre praktischen Modelle und Ansätze hin ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der Vorstellung konkreter Modellprojekte, wie z.B. dem Modell PAGT in Hamburg oder Projekten in München-Neuperlach, sowie Definitionen von Experten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die zentralen Begriffe sind Case Management, Patientenorientierung, Schnittstellenmanagement und Koordinierte Entlassung.
Wie unterscheidet sich die Rolle des Case Managers von der regulären Pflege?
Der Case Manager agiert primär als Koordinator, Anwalt und Berater, der den gesamten Versorgungsprozess überblickt, anstatt nur die direkte pflegerische Tätigkeit auszuüben.
Welche Bedeutung hat das Krankenhaus München-Neuperlach für diese Arbeit?
Das Krankenhaus dient als Praxisbeispiel für die erfolgreiche Implementierung eines strukturierten Entlassungsmanagements und der Gründung von Fachstellen für Case-Management.
- Arbeit zitieren
- Heike Wohlleben (Autor:in), 2004, Case Management - Artikel aus Pflegezeitschriften, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37410