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Identitäts- und Belastungsherausforderungen von Jugendlichen mit einem psychisch kranken Elternteil. Möglichkeiten und Grenzen der Sozialen Arbeit

Titre: Identitäts- und Belastungsherausforderungen von Jugendlichen mit einem psychisch kranken Elternteil. Möglichkeiten und Grenzen der Sozialen Arbeit

Dossier / Travail , 2017 , 26 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Britta Hummel-Klinger (Auteur)

Sociologie - Enfants et Adolescence
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Epidemiologische Studien deuten auf eine hohe Inzidenz und Prävalenz psychisch erkrankter Eltern hin. So fwird davon ausgegangen, dass ungefähr 3 Millionen Kinder innerhalb Deutschlands im Verlauf eines Jahres einen Elternteil mit einer psychischen Störung erlebten sowie 175.000 Kinder pro Jahr die Erfahrung machten, dass ein Elternteil wegen einer psychischen Erkrankung stationär psychiatrisch behandelt werde. Es wird darauf hingewiesen, dass bei Kindern mit psychisch kranken Eltern die Gefahr bestehe, selbst eine psychische Störung zu entwickeln. Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung sei das Risiko – je nach Grunderkrankung der Eltern – um das Zwei- bis Zehnfache erhöht. Im Einzelfall könne das Erkrankungsrisiko auch bei 50% liegen, je nach genetischem Risiko, sozialen Belastungsfaktoren sowie Resilienzfaktoren.

Die Frage, die sich demnach im Berufsfeld der Sozialen Arbeit stellt, ist demnach: Wie verläuft die Identitätsentwicklung von Jugendlichen mit einem psychisch kranken Elternteil und welche Belastungsherausforderungen haben diese Jugendlichen zu bewältigen? Konkreter in Bezug auf die Arbeitsweise der Sozialen Arbeit muss darüber hinaus die Frage gestellt werden, wo Möglichkeiten und Grenzen in der Unterstützung dieser Jugendlichen im Kontext der Sozialen Arbeit liegen.

Die Identitäts- und Belastungsherausforderungen von Jugendlichen im Alter von 13-18 Jahren mit einem psychisch kranken Elternteil werden anhand von vier Theorien explizit beleuchtet. Das ist zum einen die Lebensbewältigungstheorie nach Böhnisch, dazu die Identitätskonstruktionen nach Keupp, sowie die Resilienz nach Rönnau-Böse, Fröhlich-Gildhoff und letztlich die Salutogenese nach Antonovsky. All dies soll helfen, neue Erkenntnisse zu dieser Thematik zu erlangen, die in der praxisbezogenen Sozialen Arbeit anwendbar sind.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Forschungsergebnisse und thematischer Einstieg

2. Lebensbewältigungstheorie

2.1 Zentrale Begriffe und Überlegungen

2.2 Konkretisierung der Theorie bezogen auf meine Fragestellung

3. Identitätskonstruktionen

3.1 Zentrale Begriffe und Überlegungen

3.2 Konkretisierung der Theorie bezogen auf meine Fragestellung

4. Salutogenese

4.1 Zentrale Begriffe und Überlegungen

5.2 Konkretisierung der Theorie bezogen auf meine Fragestellung

5. Resilienz

5.1 Zentrale Begriffe und Überlegungen

4.2 Konkretisierung der Theorie bezogen auf meine Fragestellung

6. Möglichkeiten und Grenzen innerhalb der Sozialen Arbeit

7. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Identitätsentwicklung und die spezifischen Belastungsherausforderungen von Jugendlichen zwischen 13 und 18 Jahren, die mit einem psychisch kranken Elternteil aufwachsen, und analysiert, welche Möglichkeiten und Grenzen sich für die Soziale Arbeit bei der Unterstützung dieser jungen Menschen ergeben.

  • Analyse der Lebensbewältigungstheorie nach Böhnisch
  • Untersuchung von Identitätskonstruktionen nach Keupp
  • Anwendung des Salutogenese-Konzepts nach Antonovsky
  • Evaluierung von Resilienzfaktoren nach Rönnau-Böse und Fröhlich-Gildhoff
  • Reflexion der Handlungsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit

Auszug aus dem Buch

2.1 Zentrale Begriffe und Überlegungen

Böhnisch (vgl. 2016, S.11) hebt hervor, dass Menschen in schwierigen Lebenskonstellationen meist zu Adressat_innnen der Sozialen Arbeit gehören. Entsprechend ist sein Konzept der Lebensbewältigung als Theorie-Praxismodell konzipiert (vgl. ebd., S.11). Einen Vorteil dieser Theorie-Praxisverbindung des Bewältigungskonzepts sehen Böhnisch und Schröer (vgl. 2013, S.69) darin, dass durch diese Verbindung eine zentrale Handlungsaufforderung abgeleitet werden könne. Sozialpädagogische Theorien seien nicht nur theoretisch zu verstehen, vielmehr lasse sich hieraus auch ein methodisches Vorgehen darüber ableiten, welcher Zugang sich aus dem Konzept der Lebensbewältigung heraus empfehle (vgl. Böhnisch, Schröer 2013, S.69). Böhnisch (vgl. 2016, S.11) legt dar, dass anhand des Modells Hypothesen darüber systematisiert werden könnten, wie ein Mensch belastet sei und wie er oder sie in dieser jeweiligen Situation reagiere. Aus der Hypothesenbildung seien dann wichtige Ansätze für die Praxis der Sozialen Arbeit ableitbar.

Böhnisch (vgl. 2016, S.11) stellt in seinem Modell drei Dimensionen vor, die psychodynamische Dimension, die soziodynamische/interaktive Dimension sowie die Gesellschaftliche Dimension. Die Mehrdimensionalität seines Modells stelle die Möglichkeit gelingender Bewältigung dar, indem es die Chance der Thematisierung, des Sich Mitteilen sowie das Ansprechen innerer Hilflosigkeit und Ohnmacht möglich mache. Gemäß Böhnisch mache diese Mehrdimensionalität des Konzeptes eine besondere Qualität des Ansatzes aus, indem man immer wieder gezwungen sei, die Hintergrundbedingungen anhand psychosozialer Arbeit zu diskutieren. Hieraus folgend könnten auch die Möglichkeiten und Grenzen des sozialpädagogischen Handelns reflektiert werden (vgl. 2016, S.11).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der Bewältigungsaufgaben von Jugendlichen mit psychisch kranken Elternteilen und Vorstellung der zentralen Theorien sowie der Fragestellung.

1. Forschungsergebnisse und thematischer Einstieg: Darstellung der epidemiologischen Studien zu Kindern psychisch kranker Eltern und Einordnung der veränderten Lebensphase Jugend.

2. Lebensbewältigungstheorie: Erläuterung des Modells von Böhnisch und Anwendung der drei Dimensionen auf die spezifische Situation der Jugendlichen.

3. Identitätskonstruktionen: Analyse der Identitätsarbeit als lebenslanger Prozess nach Keupp und Bezugnahme auf die Lebenswelt der Zielgruppe.

4. Salutogenese: Beschreibung des Kohärenzgefühls nach Antonovsky und die Bedeutung der Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Bedeutsamkeit.

5. Resilienz: Untersuchung der psychischen Widerstandsfähigkeit und Schutzfaktoren bei Kindern und Jugendlichen.

6. Möglichkeiten und Grenzen innerhalb der Sozialen Arbeit: Diskussion praktischer Ansätze, Hilfsangebote und Grenzen sozialpädagogischen Handelns.

7. Zusammenfassung und Ausblick: Synthese der theoretischen Ergebnisse und Benennung von Desideraten für die zukünftige Forschung.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Jugendliche, psychisch kranke Eltern, Lebensbewältigungstheorie, Identitätskonstruktion, Salutogenese, Resilienz, psychosoziale Handlungsfähigkeit, Kohärenzgefühl, Schutzfaktoren, Adoleszenz, Hilfesysteme, Beratung, Prävention, familiäre Belastung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die spezifischen Identitäts- und Belastungsherausforderungen von Jugendlichen (13-18 Jahre), die mit psychisch kranken Elternteilen aufwachsen, und fragt nach deren Bewältigungsmöglichkeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Auswirkungen elterlicher psychischer Erkrankungen auf die jugendliche Entwicklung, sowie die Theorien der Lebensbewältigung, Identitätskonstruktion, Salutogenese und Resilienz.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, neue Erkenntnisse zu gewinnen, die in der praxisbezogenen Sozialen Arbeit angewendet werden können, um diese Jugendlichen bei der Bewältigung ihres Alltags besser zu unterstützen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Verknüpfung von vier fachwissenschaftlichen Theorien, die durch aktuelle Forschungsergebnisse und epidemiologische Studien ergänzt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Theorien von Böhnisch, Keupp, Antonovsky sowie Rönnau-Böse und Fröhlich-Gildhoff detailliert vorgestellt und in Bezug auf die konkrete Fragestellung der Arbeit analysiert.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Lebensbewältigung, Resilienzförderung, Identitätsentwicklung, psychische Belastung und die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Öffnung geschlossener Familiensysteme.

Wie unterscheidet sich das Modell von Böhnisch von anderen Ansätzen?

Böhnisch zeichnet sich durch sein Theorie-Praxismodell aus, welches explizit zwischen psychodynamischen, soziodynamischen und gesellschaftlichen Dimensionen unterscheidet und Handlungsaufforderungen für die Soziale Arbeit direkt ableitbar macht.

Warum ist das Jugendalter für diese Zielgruppe besonders kritisch?

Das Jugendalter ist eine sensible Phase, da Jugendliche ohnehin Entwicklungsaufgaben bewältigen müssen und eine Ablösung vom Elternhaus ansteht, was durch die elterliche Krankheit und die damit verbundene Verantwortungsübernahme massiv erschwert wird.

Was ist die Schlussfolgerung bezüglich der Arbeit in der Sozialen Arbeit?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass externe Hilfen, Psychoedukation und die Anbindung an Peers essenziell sind, um die Isolation der Jugendlichen zu durchbrechen und ihr Bewältigungsverhalten zu erweitern.

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Résumé des informations

Titre
Identitäts- und Belastungsherausforderungen von Jugendlichen mit einem psychisch kranken Elternteil. Möglichkeiten und Grenzen der Sozialen Arbeit
Université
Wiesbaden University of Applied Sciences
Note
1,0
Auteur
Britta Hummel-Klinger (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
26
N° de catalogue
V374155
ISBN (ebook)
9783668521094
ISBN (Livre)
9783668521100
Langue
allemand
mots-clé
Jugendliche mit einem psychisch kranken Elternteil. Soziale Arbeit resilienz lebensbewältigung identitätskonstruktion salutogenese
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Britta Hummel-Klinger (Auteur), 2017, Identitäts- und Belastungsherausforderungen von Jugendlichen mit einem psychisch kranken Elternteil. Möglichkeiten und Grenzen der Sozialen Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374155
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Extrait de  26  pages
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