In der vorliegenden Arbeit sollen die Thesen der vier Autor_innen zum Thema „Burnout, dessen Auswirkungen auf die Gesellschaft und des einzelnen Individuum“ diskutiert werden. Hierbei soll über die Entstehungsbedingungen, welche dazu beitragen, dass Menschen bedingt durch den sozialen Wandel und den Strukturwandel der Arbeitswelt in einen Zustand der Erschöpfung, der (beruflichen) Entfremdung sowie der eingeschränkten Leistungsfähigkeit geraten, diskutiert werden. Des Weitern werden gesellschaftspolitische Ursachen, konträre Positionen sowie die Konsequenz des Einzelnen in der Gesellschaft dargelegt.
Die vier Autor_innen Voss/Weiss, Graefe, Ehrenberg und Neckel/Wagner diskutieren das Phänomen Burnout aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Im Folgendem sollen die einzelnen Thesen der Autor_innen dargestellt werden. Die Autor_innen Voss/Weiss beziehen sich in ihren Ausführungen auf den umfassenden Strukturwandel als zentrales Moment der Entgrenzung und Subjektivierung von Arbeit, hierbei weisen sie einen neuen Typus von Arbeitskraft, den Arbeitskraftunternehmer aus. Beschreibend hierzu äußern Voss/ Weiss, dass es in verschiedenen Phasen des industriellen Kapitalismus unterschiedliche Formen von Erkrankungen gegeben habe, welche gesellschaftlich charakteristisch gewesen seien. Des Weiteren führen die beide Autor_ innen an, dass in der Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts Burnout und Depression eine typische Erkrankung dieses Jahrhunderts werden könnte
Burnout als gesellschaftliches Phänomen wird schon seit Jahren in der Wissenschaft und in der Öffentlichkeit besonders über die Medien vielfach diskutiert. In den 1970 Jahren, prägte der amerikanische Psychoanalytiker Herbert Freudenberger den Begriff „Burnout“. Zu dieser Zeit wurde das „Ausgebranntsein“ hauptsächlich bei Menschen in sozialen Berufen diagnostiziert. In der heutigen Zeit ist das Phänomen Burnout sehr weit verbreitet und kann nicht mehr nur diesem Berufsfeld zugeordnet werde. Es erkranken Führungskräfte der Wirtschaft ebenso wie Harz IV-Empfänger. Die starke Identifikation mit der Arbeit sowie ein rastloser beruflicher Einsatz und die Frustration darüber geringe Anerkennung für das Geleistete zu erhalten standen typischerweise Pate beim körperlichen und psychischen Zusammenbruch.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Zentrale Thesen der Autor_innen zum Phänomen Burnout
2.1 Argumente zu den Thesen der einzelnen Autor_innen
2.2 Konträre Positionen der einzelnen Autor_innen zum Phänomen Burnout
3. Welche gesellschaftspolitischen Ursachen werden angeführt?
4. Welche Konsequenzen werden für die einzelnen in der Gesellschaft durch das Phänomen Burnout vermutet?
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit setzt sich mit dem Phänomen Burnout auseinander, indem sie die verschiedenen theoretischen Ansätze renommierter Autoren vergleichend analysiert. Dabei liegt der Fokus auf der Untersuchung der gesellschaftspolitischen Ursachen sowie der individuellen Konsequenzen dieses Erschöpfungssyndroms im Kontext des modernen Strukturwandels der Arbeitswelt.
- Vergleich unterschiedlicher Thesen zum Phänomen Burnout
- Analyse des gesellschaftlichen Strukturwandels und der Entgrenzung von Arbeit
- Diskussion von Depression und Burnout als Ausdruck gesellschaftlicher Anforderungen
- Untersuchung von Handlungs- und Kritikfähigkeiten des Individuums
- Reflektion über die Rolle des sogenannten Arbeitskraftunternehmers
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Burnout als gesellschaftliches Phänomen wird schon seit Jahren in der Wissenschaft und in der Öffentlichkeit besonders über die Medien vielfach diskutiert.
In den 1970 Jahren, prägte der amerikanische Psychoanalytiker Herbert Freudenberger den Begriff „Burnout“. Zu dieser Zeit wurde das „Ausgebranntsein“ hauptsächlich bei Menschen in sozialen Berufen diagnostiziert. In der heutigen Zeit ist das Phänomen Burnout sehr weit verbreitet und kann nicht mehr nur diesem Berufsfeld zugeordnet werde. Es erkranken Führungskräfte der Wirtschaft ebenso wie Harz IV-Empfänger. Die starke Identifikation mit der Arbeit sowie ein rastloser beruflicher Einsatz und die Frustration darüber geringe Anerkennung für das Geleistete zu erhalten „standen typischerweise Pate beim körperlichen und psychischen Zusammenbruch“ (Neckel/Wagner: 536).
In der vorliegenden Arbeit sollen die Thesen der jeweiligen Autor_innen zum Thema ,burnout, dessen Auswirkungen auf die Gesellschaft und des einzelnen Individuum diskutiert werden. Hierbei soll über die Entstehungsbedingungen, welche dazu beitragen, dass Menschen bedingt durch den sozialen Wandel und den Strukturwandel der Arbeitswelt in einen Zustand der Erschöpfung, der (beruflichen) Entfremdung sowie der eingeschränkten Leistungsfähigkeit geraten, diskutiert werden. Des Weitern werden gesellschaftspolitische Ursachen, konträre Positionen sowie die Konsequenz des Einzelnen in der Gesellschaft dargelegt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Phänomen Burnout ein, beschreibt dessen historischen Ursprung und benennt die Zielsetzung der Arbeit, die Thesen verschiedener Autoren zu analysieren.
2. Zentrale Thesen der Autor_innen zum Phänomen Burnout: Dieses Kapitel stellt die unterschiedlichen Blickwinkel von Autoren wie Voss/Weiss, Graefe, Ehrenberg und Neckel/Wagner auf das Burnout-Phänomen dar.
2.1 Argumente zu den Thesen der einzelnen Autor_innen: Hier werden spezifische Argumente zu den Themen Entgrenzung und Subjektivierung von Arbeit sowie zu den Fallskizzen der empirischen Forschung dargelegt.
2.2 Konträre Positionen der einzelnen Autor_innen zum Phänomen Burnout: Das Kapitel kontrastiert die Ansichten der Autoren, insbesondere die Gegenüberstellung von Burnout und Depression sowie unterschiedliche Lösungsansätze.
3. Welche gesellschaftspolitischen Ursachen werden angeführt?: Es wird untersucht, wie die Autoren das Entstehen von Burnout mit gesellschaftlichen Strukturen, Wettbewerb und dem Wandel der Arbeitswelt verknüpfen.
4. Welche Konsequenzen werden für die einzelnen in der Gesellschaft durch das Phänomen Burnout vermutet?: Hier werden die möglichen Folgen für Betroffene diskutiert, von der persönlichen Selbstveränderung bis hin zur Rolle als Innovationsmotor in der Ökonomie.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Übereinstimmung der Autoren bezüglich der gesellschaftlichen Ursachen zusammen und plädiert für eine ganzheitliche Transformation.
Schlüsselwörter
Burnout, Erschöpfungssyndrom, Arbeitswelt, Strukturwandel, Entgrenzung, Subjektivierung, Arbeitskraftunternehmer, Depression, Wettbewerbsgesellschaft, Selbstverwirklichung, Systemkritik, Soziale Folgen, Leistungsdruck, Eigenverantwortlichkeit, Gesellschaftspolitik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen Burnout und wie dieses in der heutigen Gesellschaft durch einen massiven Wandel der Arbeits- und Lebensbedingungen entsteht.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Entgrenzung von Arbeit, der Strukturwandel des Kapitalismus, die Konzepte des Arbeitskraftunternehmers sowie die Auswirkungen von Wettbewerb und Wachstumszwang auf das Individuum.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist ein Vergleich der Thesen verschiedener Autoren, um ein tieferes Verständnis für die Entstehungsbedingungen von Burnout und dessen gesellschaftliche Konsequenzen zu erlangen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung und einen systematischen Vergleich publizierter Thesen und Fallstudien der genannten Autoren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die unterschiedlichen Argumentationslinien der Autoren, die gesellschaftspolitischen Ursachen und die potenziellen Konsequenzen für den Einzelnen detailliert gegenübergestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Begriffe wie Burnout, Arbeitskraftunternehmer, Entgrenzung, Leistungsgesellschaft und gesellschaftspolitischer Wandel sind prägend für die Untersuchung.
Warum unterscheidet Ehrenberg zwischen Burnout und Depression?
Ehrenberg sieht die Depression als eine krankhafte Reaktion auf die gestiegenen Anforderungen an Eigenverantwortung und Autonomie in einer modernen Gesellschaft und verzichtet daher bewusst auf den Begriff Burnout.
Welche Rolle spielt die Fallstudien-Analyse von Graefe?
Graefe zeigt durch Fallskizzen auf, dass ein Burnout-Prozess individuell unterschiedlich verarbeitet wird und betont die Bedeutung von Systemkritik und organisierter Unterstützung bei der Bewältigung.
- Quote paper
- Britta Hummel-Klinger (Author), 2016, Burnout in der Arbeitswelt. Diskussion um das Burnoutsyndrom und dessen Auswirkungen auf die Gesellschaft und das Individuum an sich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374157