Diese Ausarbeitung eines Referates behandelt die Geschichte der Großmächte im 2. Jahrtausend vor Christus. Hierbei wurden Texte verwendet, die sich in Geschenksverzeichnisse, mythologische Texte, Zeichenlisten und Schreibübungen teilen. Königsbriefe und die Korrespondenz zwischen den Großmächten und die Korrespondenz mit den syrischen Vasallen wurden ebenfalls herangezogen.
Neben rituellen, iuridischen und medizinischen Texten sind die politischen Korrespondenzen mit Ägypten, Babylon, Mitanni, Assur und den Vasallen von besonderer Bedeutung. Die Diplomatie des Vorderen Orients wird vom 16. bis 12. Jahrhundert in verschiedenen Kapiteln erläutert.
Inhaltsverzeichnis
I Grundlegendes
1. Quellen
2. Archive von Boghazköi
II. Geschichte der Großmächte im 2. Jahrtausend vor Christus
1. 16. Jahrhundert
2. 15. Jahrhundert
3. 14. Jahrhundert
4. 13. Jahrhundert
5. 12. Jahrhundert
Zielsetzung und Themenfelder
Die vorliegende Arbeit untersucht die politische Geschichte und die diplomatischen sowie militärischen Interaktionen der Großmächte im Vorderen Orient während des 2. Jahrtausends vor Christus. Im Zentrum steht dabei die Analyse der sich wandelnden Machtverhältnisse zwischen Ägypten, dem Hethiterreich, Mitanni, Babylon und dem aufstrebenden Assyrien sowie deren Einfluss auf die syrische Region.
- Analyse der internationalen diplomatischen Korrespondenz und ihrer Bedeutung für die Machtpolitik
- Untersuchung der militärischen Expansionen und Friedensschlüsse zwischen den Großmächten
- Beleuchtung der Rolle von Vasallenstaaten und Pufferzonen im syrisch-palästinensischen Raum
- Darstellung der historischen Entwicklung über fünf Jahrhunderte hinweg bis zum Kollaps der Hethiter und dem Erstarken Assurs
Auszug aus dem Buch
3. 14. Jahrhundert
Nach dem Tode Suttarnas II. kam es in Mitanni zu Thronwirren und sein Sohn Tusratta gelangte an die Macht. Im Zuge dieser Wirren brach einerseits der Kontakt mit Ägypten ab, andererseits verbündete sich ein gewisser Artatama (II.) mit Suppiluliuma I. um den Thron in Mitanni zu erhalten.
Dieser erste Versuch Suppiluliumas I., der mit einer babylonischen Prinzessin verheiratet war, Gebiete in Syrien zu erobern scheiterte nicht nur militärisch sondern, führte auch zur Wiederaufnahme der kurzzeitig abgebrochenen ägyptisch-mitannischen Beziehungen und der Heirat der Tochter des Tusratta, Taduhepa, mit Amenophis III. Amenophis III. verlor zwar Rückhalt in Palästina unterhielt aber gute diplomatische Beziehungen zu den großen Mächten, wie die ablehnende Reaktion des Kurigalzu I. von Babylon auf die Bitte einiger palästinensischer Fürsten, sie bei einer Revolte gegen Ägypten zu unterstützen, zeigte.
Zusammenfassung der Kapitel
I Grundlegendes: Einleitung in die Quellenlage, insbesondere der El-Amarna-Briefe und der Archivfunde von Boghazköi als Grundlage für die historische Untersuchung.
II. Geschichte der Großmächte im 2. Jahrtausend vor Christus: Chronologische Analyse der geopolitischen Entwicklungen von der Gründung des Hethiterreiches bis zur Krise der Seevölker.
Schlüsselwörter
Hethiterreich, Ägypten, Mitanni, Babylon, Assyrien, El-Amarna-Briefe, Diplomatie, Großmächte, Syrien, Hattusili, Thutmosis, Suppiluliuma, Tukulti-Ninurta, Seevölker, Vasallenstaaten
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der wechselvollen politischen Geschichte der Großmächte im Vorderen Orient während des 2. Jahrtausends v. Chr.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themenfelder umfassen internationale Diplomatie, zwischenstaatliche Bündnisse, militärische Konflikte und die geographische Verschiebung von Machtsphären in Syrien und Mesopotamien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die komplexen Interaktionen und Machtveränderungen zwischen den Großreichen und deren Auswirkungen auf die Region darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine historische Analyse, die primär auf der Auswertung von Keilschriftquellen, staatlichen Archiven und der internationalen Korrespondenz basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Entwicklungen des 16. bis 12. Jahrhunderts vor Christus chronologisch analysiert und politische Umbrüche detailliert aufgearbeitet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Besonders prägend sind die Begriffe Großmächte, Diplomatie, Hethiter, Mitanni, Assur und politische Korrespondenz.
Welche Bedeutung hatte das Archiv von Boghazköi für die Forschung?
Die Archive von Boghazköi liefern wesentliche Belege für die politischen Korrespondenzen zwischen den hethitischen Königen und anderen Großmächten sowie Vasallen.
Wie veränderte sich die Rolle Assurs im untersuchten Zeitraum?
Assur entwickelte sich von einem regionalen Königtum zu einer respektierten Großmacht, die besonders unter Herrschern wie Assur-uballit I. aktiv in die Geschicke Babylons und der syrischen Region eingriff.
- Citar trabajo
- Winfried Kumpitsch (Autor), 2015, Das Konzert der Großmächte. Die Diplomatie des Vorderen Orients vom 16. bis 12. Jahrhundert vor Christus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374204