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Kooperationsring - eine Möglichkeit zur Förderung der Eigenarbeit?

Title: Kooperationsring - eine Möglichkeit zur Förderung der Eigenarbeit?

Term Paper , 2000 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Andrea Bernhardt (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Einleitung

In meiner Arbeit möchte ich klären, ob das Modell Kooperationsring funktionsfähig ist und ob es geeignet ist, die Eigenarbeit zu fördern und ob dies überhaupt wünschenswert ist. Dazu werde ich zunächst den Bereich der informellen Ökonomie betrachten; also wie lässt sich der Begriff „informelle Ökonomie“ definieren? Was ist die „informelle Ökonomie“? Danach werde ich vorerst allgemein auf die Eigenarbeit eingehen mit der Fragestellung, was Eigenarbeit sein kann, was die Motivation zur Eigenarbeit ist und warum sie ein so großes Wachstum zu verzeichnen hat. Im Folgenden werde ich kurz anreißen, was in Bezug auf den Kooperationsring die Probleme der heutigen Arbeitsgesellschaft in den Augen verschiedener Autoren sind. Ganz bewusst möchte ich dabei auf die Diskussion der Grundprobleme wie Arbeitslosigkeit verzichten und sie nur ansprechen, insofern sie für das Modell Kooperationsring relevant sind. Um den Kooperationsring soll es im Folgenden gehen. Ich versuche zu klären, was der Kooperationsring ist, wie er funktioniert. Hier werde ich zusammenfassen, was Offe und Heinze in ihrem Buch „Organisierte Eigenarbeit“ zur Durchführung und Form eines Kooperationsringes sagen. Auch Probleme, die auftreten können, werden dabei angesprochen. Eine Bewertung und persönliche Aussagen meiner Seite stelle ich an den Schluß dieser Arbeit, nämlich dann, wenn alle Grundlagen und die Logik des Modells geklärt sind. Ohne wissenschaftliche Beweise anzuführen, werde ich meine persönlichen Überlegungen zur Frage nach der Funktionalität des Kooperationsrings darlegen.

An dieser Stelle möchte ich auf Lücken hinweisen, die zwangsweise entstehen mussten, da, wie ich später noch ausführen werde, kaum einheitliche Begriffsapparate oder empirische Beweise und vor allen Dingen keine Versuchsmodelle nicht-monetärer Transaktionen in der Bundesrepublik Deutschland vorhanden sind. Diese eventuellen Lücken und schwammigen Aussagen in meiner Stellungnahme bitte ich zu entschuldigen, aber man sollte sich vor Augen halten, dass es sich bei dem Kooperationsring ohnehin um ein theoretisches Konstrukt handelt und jegliche Kritik durch mangelnde Beweisbarkeit behindert wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Der Bereich der informellen Ökonomie

1.1 Informelle Ökonomie

1.2 Eigenarbeit

2. Probleme der Gesellschaft

3. Der Kooperationsring

3.1 Zur Funktionsweise des Modells Kooperationsring

3.2 Zur Form des Modells Kooperationsring

3.3 Zu Problemen des Modells Kooperationsring

4. Stellungnahme

5. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Modell des "Kooperationsrings" auf seine Funktionsfähigkeit und Eignung zur Förderung von Eigenarbeit, um soziale Defizite und Versorgungsmängel in der modernen Arbeitsgesellschaft abzumildern.

  • Definition und Abgrenzung der informellen Ökonomie und Eigenarbeit
  • Analyse der gesellschaftlichen Probleme und Versorgungsmängel
  • Darstellung der Funktionsweise und organisatorischen Form des Kooperationsrings
  • Diskussion möglicher Problemfelder wie dem Schwarzmarkt- oder Warteschlangenproblem
  • Kritische Stellungnahme zur Umsetzbarkeit des theoretischen Konstrukts

Auszug aus dem Buch

3.1 Zur Funktionsweise des Modells Kooperationsring

Ein Kooperationsring soll ein Netzwerk von möglichst vielen Mitgliedern einer lokalen Region sein. Untereinander sollen diese Mitglieder mit verschiedenen Tätigkeiten und Leistungen Tausch betreiben, wobei der Schwerpunkt dieser Tätigkeiten zuerst auf sogenannten „Jedermannstätigkeiten“ liegen sollte. Eine zu stark differierende Wertigkeit der Leistungen würde die Plausibilität des angenommen Zeit-Standards untergraben. Leistungen, die die Mehrheit erbringen kann, sind z. B. sachbezogene Leistungen wie die Reparatur von Geräten, die Gartenpflege oder die Beschaffung von Lebensmitteln. Daneben gibt es noch die personenbezogenen Leistungen wie Dienste für Kinder, ältere Menschen oder Kranke, Hilfe bei Behördengängen oder privater Unterricht (Offe/Heinze: 309).

Offe und Heinze betonen dennoch, dass das Modell Kooperationsring nur eine ergänzende und kompensatorische „Nebenökonomie“ im Wohnumfeld sein würde, denn die überwiegende Zahl von Gütern und Dienste sind nicht einfach so aus der formellen, geldvermittelten Ökonomie herausnehmbar (Offe/Heinze: 308).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit erläutert die Forschungsfrage, ob der Kooperationsring als Instrument zur Förderung von Eigenarbeit funktionsfähig ist.

1. Der Bereich der informellen Ökonomie: Es erfolgt eine theoretische Begriffsbestimmung der informellen Ökonomie sowie eine Einordnung der Eigenarbeit.

2. Probleme der Gesellschaft: Dieses Kapitel behandelt die Defizite der heutigen Arbeitsgesellschaft und die Grenzen staatlicher sowie marktbasierter Versorgung.

3. Der Kooperationsring: Der Fokus liegt auf der Funktionsweise, den organisatorischen Strukturen und den potenziellen Problemen dieses Modells als nicht-monetäre Tauschform.

4. Stellungnahme: Die Autorin bewertet kritisch die Durchsetzbarkeit und die Herausforderungen des Modells.

5. Schlussbemerkungen: Zusammenfassend wird festgestellt, dass das Modell regional begrenzt anwendbar sein könnte, aber weitere Alternativen zur Zeit- und Leistungstauschlogik nötig sind.

Schlüsselwörter

Kooperationsring, Eigenarbeit, informelle Ökonomie, Arbeitsgesellschaft, Versorgungsmängel, Zeit-Standard, nicht-monetärer Tausch, Jedermannstätigkeiten, soziale Netzwerke, Beschäftigungslage, Arbeitsmarkt, Wirtschaftsordnung, Eigenleistung, Schattenwirtschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das theoretische Konzept des "Kooperationsrings" als eine Form der organisierten Eigenarbeit, die soziale Versorgungslücken außerhalb des klassischen Erwerbssektors schließen soll.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die informelle Ökonomie, der Wertewandel der Arbeit, die Probleme der heutigen Arbeitsgesellschaft und die Möglichkeiten des Zeit-basierten Austauschs.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu klären, ob der Kooperationsring als Modell geeignet ist, die Eigenarbeit zu fördern und eine tragfähige, kompensatorische Nebenökonomie zur formellen Erwerbswirtschaft darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse der theoretischen Konzepte von Offe, Heinze, Mückenberger und anderen, um das Konstrukt des Kooperationsrings kritisch zu durchleuchten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die spezifische Analyse der Funktionsweise des Kooperationsrings sowie die Diskussion praktischer Problematiken wie dem Schwarzmarkt- oder Qualitätssicherungs-Aspekten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie "Kooperationsring", "Eigenarbeit", "informelle Ökonomie" und "nicht-monetärer Austausch" charakterisieren.

Wie unterscheidet sich der Kooperationsring von regulärer Arbeit?

Der Kooperationsring ersetzt das Medium Geld durch Zeit als Tauschwährung, wodurch er ökonomische Gewinnmotive eindämmen und soziale Beziehungen verstetigen möchte.

Welche Rolle spielt der "eingetragene Verein" im Modell?

Der eingetragene Verein dient als geeignete Rechtsfigur, um Aktivitäten zu organisieren, Zuschüsse zu empfangen und einen institutionellen Rahmen für den Gutscheintausch zu bieten.

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Details

Title
Kooperationsring - eine Möglichkeit zur Förderung der Eigenarbeit?
College
University of Heidelberg  (Institut für Soziologie)
Course
Probleme der Arbeitsgesellschaft
Grade
2,0
Author
Andrea Bernhardt (Author)
Publication Year
2000
Pages
16
Catalog Number
V37423
ISBN (eBook)
9783638367684
Language
German
Tags
Kooperationsring Möglichkeit Förderung Eigenarbeit Probleme Arbeitsgesellschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andrea Bernhardt (Author), 2000, Kooperationsring - eine Möglichkeit zur Förderung der Eigenarbeit?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37423
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