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Sturzgefahr Rollator. Verhindern Rollatoren Stürze bei älteren Menschen?

Titel: Sturzgefahr Rollator. Verhindern Rollatoren Stürze bei älteren Menschen?

Wissenschaftliche Studie , 2017 , 73 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Klaus-Dieter Neander (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Studie beschäftigt sich mit der Fragestellung, inwieweit Rollatoren tatsächlich Stürze von Senior_innen verhindern helfen bzw. welche Fatkoren dazu beitragen, dass Nutzer_innen eines Rollators gleichwohl stürzen. Die Studie gibt auch Hinweise auf die Sturzfolgen.

Der Sturzprophylaxe wird in der Pflege ein hoher Stellenwert eingeräumt, weil bekannt ist, dass ältere Menschen – wie sie vorwiegend in Senioreneinrichtungen und in der ambulanten Pflege betreut werden – vermehrt stürzen. Um solche Stürze zu vermindern bzw. die Sturzfolgen zu reduzieren, werden Rollatoren verordnet, weil sich die Personen daran festhalten und abstützen können. Zudem ermöglichen die Rollatoren einen leichteren Transport z.B. der eingekauften Waren, weil sie sämtlich mit einem kleinen Korb ausgerüstet sind und die zwischen den Haltegriffen montierte Sitzgelegenheit die Möglichkeit gibt, sich zwischendurch hinsetzen und ausruhen zu können. Die beschriebenen Vorteile greifen allerdings längst nicht bei allen Nutzer/innen: in der ambulanten Versorgung stürzen Senior/innen immer wieder mit den Rollatoren und sie ziehen sich dabei mehr oder weniger schwere Verletzungen zu. Es war daher Ziel dieser Arbeit, zu untersuchen, wie viele Personen trotz Nutzung eines Rollators stürzen, herauszufinden, ob die gestürzten Personen sich im Vergleich zu den Personen, die nicht stürzten, unterscheiden und schließlich zu dokumentieren, welche Verletzungen sich die gestürzten Personen zuzogen.

Es wurden 168 Personen untersucht: 95 Personen nutzten den Rollator ohne damit zu stürzen, 73 Personen stürzten trotz Rollatornutzung. Zwei Beobachtungsbögen, die die aus der Literatur bekannten für das Sturzrisiko signifikanten Faktoren erfassten, dienten als systematisches Erhebungsinstrument. Die Erhebungsbögen wurden im Rahmen einer Hausarbeit an der Carl Remigius Medical School entwickelt; mit ihnen konnten alle Personen in folgenden Details untersucht werden: Demenz, Inkontinenz, Chair-Rise-Test, Kraftmessung, Sehfähigkeit, Sturzvorgeschichte, Angst und Substanzklassen der Priscus-Liste.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Hinführung zum Thema

2 Aktueller Forschungsstand

2.1 … hinsichtlich Sturzpathogenese

2.2 … hinsichtlich gesundheitsökonomischer Bedeutung

3 Fragestellung

4 Methode

4.1 Der Erfassungsbogen A

4.1.1 Alter, BMI & Geschlecht

4.1.2 Demenzdiagnostik

4.1.3 Inkontinenzprofile

4.1.4 Chair-Rise-Test

4.1.5 Kraftmessung

4.1.6 Seheinschränkungen

4.1.7 Sturzvorgeschichte

4.1.8 Angst

4.1.9 Substanzklassen der Priscus-Liste

4.2 Der Erfassungsbogen B

4.2.1 Sturzort und Zeitpunkt des Sturzes

4.2.2 Sturzsituation

4.2.3 Sturzlokalisation

4.2.4 Ausmaß der Verletzungen

4.2.5 Sehfähigkeit

4.2.6 Technischer Zustand der Rollatoren

5 Ergebnisse

5.1 Das untersuchte Patientenkollektiv

5.1.1 Alter, BMI & Geschlecht

5.1.2 Demenzdiagnostik

5.1.3 Inkontinenzprofile

5.1.4 Chair-Rise-Test

5.1.5 Kraftmessung

5.1.6 Seheinschränkungen

5.1.7 Sturzvorgeschichte

5.1.8 Angst

5.1.9 Substanzklassen der Priscus-Liste

5.2 Ergebnisse zum Sturzgeschehen (Erhebungsbogen B)

5.2.1 Sturzorte und Zeitpunkt des Sturzes

5.2.2 Sturzsituation

5.2.3 Sturzlokalisation

5.2.4 Ausmaß der Verletzungen

5.2.5 Sehfähigkeit

5.2.6 Technischer Zustand der Rollatoren

6. Diskussion

6.1 Limitation der Studie

6.2 Bewertung der Ergebnisse

6.2.1 Sturzgeschehen

6.2.2 Unterschiede zwischen den Gruppen

7 Fazit und Ausblick

7.1 Zukünftige Forschung

7.2 Fazit für die Pflegepraxis

7.3 Fazit für die Gesundheitspolitik

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Sturzproblematik bei älteren Menschen in der ambulanten Pflege, die zur Unterstützung einen Rollator nutzen, um zu klären, wie viele Personen trotz Hilfsmittel stürzen und ob sich diese von nicht gestürzten Personen unterscheiden.

  • Analyse der Sturzhäufigkeit und Sturzursachen im ambulanten Setting.
  • Untersuchung biometrischer und medizinischer Einflussfaktoren (u.a. Kraft, Sehfähigkeit, Medikation).
  • Evaluierung des technischen Zustands von Rollatoren bei Stürzen.
  • Ableitung von Empfehlungen für die pflegerische Praxis und die Gesundheitspolitik.

Auszug aus dem Buch

4.1.3 Inkontinenzprofile

Das eine Inkontinenz das Sturzrisiko erhöhen kann, leuchtet unmittelbar ein: die inkontinente Person versucht schnell zur Toilette zu kommen und beachtet dabei möglicherweise ausliegende Teppichkanten oder Gegenstände nicht und kommt so zu Fall. Um die Form der Inkontinenz besser und eindeutiger beschreiben zu können, wurden die sogenannten Kontinenzprofile entwickelt (DNQP 2014, Hayder, Kuno & Müller 2012: 73). Sie werden wie folgt in Tabelle 4.1 beschrieben:

Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Pflegedienste waren die Kontinenzprofile bekannt, sie wurden bereits in der normalen Pflegedokumentation erfasst.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Hinführung zum Thema: Dieses Kapitel erläutert die demografische Entwicklung sowie die politische Zielsetzung „ambulant vor stationär“ und führt in die Problematik stürzender Senioren trotz Rollatornutzung ein.

2 Aktueller Forschungsstand: Hier werden die multifaktoriellen Ursachen des Sturzsyndroms (Pathogenese) und die gesundheitsökonomische Bedeutung von Stürzen, inklusive der Kosten bei Hüftfrakturen, beleuchtet.

3 Fragestellung: Das Kapitel formuliert die zentralen Forschungsfragen hinsichtlich der Bedingungen von Stürzen im ambulanten Pflegedienst und der Differenzierung zwischen gestürzten und nicht gestürzten Rollatornutzern.

4 Methode: Es wird die Erhebungsmethodik beschrieben, welche auf zwei systematischen Beobachtungsbögen (A und B) basiert und Faktoren wie Demenz, Kraft, Sehfähigkeit und Medikation operationalisiert.

5 Ergebnisse: Dieses Kapitel stellt detailliert die erhobenen Daten zum Patientenkollektiv sowie die spezifischen Ergebnisse zum Sturzgeschehen dar, wobei u.a. Handkraft, Sehfähigkeit und technischer Zustand der Rollatoren analysiert werden.

6. Diskussion: Hier werden die Ergebnisse kritisch reflektiert, Limitationen der Studie aufgezeigt und die Bedeutung der Befunde für die untersuchten Gruppen bewertet.

7 Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und leitet Empfehlungen für die Pflegepraxis sowie die Gesundheitspolitik ab.

Schlüsselwörter

Sturzsyndrom, Rollator, Chair-Rise-Test, Kraftmessung, Sturzfolgen, Gesundheitsökonomie, Sturzprophylaxe, ambulante Pflege, Kontinenzprofile, Priscus-Liste, Sturzrisiko, Pflegebedürftigkeit, Senioren, Sturzanamnese, Mobilität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit von Rollatoren in der ambulanten Pflege und untersucht, warum Senioren trotz dieser Hilfsmittel stürzen und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Studie behandelt?

Zentrale Felder sind die Sturzprophylaxe, die gesundheitsökonomischen Folgen von Stürzen, der Einfluss körperlicher Fitness, die Rolle der Medikation sowie die technische Verfassung der genutzten Rollatoren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu erfassen, wie viele Rollatornutzer im ambulanten Bereich stürzen, welche Verletzungen dabei entstehen und ob sich gestürzte von nicht gestürzten Personen anhand bestimmter Faktoren wie Handkraft oder Sehfähigkeit signifikant unterscheiden.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es wurde eine quantitative Untersuchung mittels zweier standardisierter Beobachtungsbögen (A und B) durchgeführt, die im Rahmen einer wissenschaftlichen Projektarbeit entwickelt wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Forschungsstands, die Methodik der Datenerhebung, die detaillierte Ergebnispräsentation der erhobenen Gruppen und deren statistische Auswertung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Sturzsyndrom, Rollator, Chair-Rise-Test, Kraftmessung, Gesundheitsökonomie und Sturzprophylaxe.

Welche Rolle spielt der technische Zustand der Rollatoren für die Untersuchung?

Die Studie identifizierte den mangelhaften technischen Zustand der Rollatoren als einen kritischen, bisher wenig beachteten Faktor, da kein einziger der untersuchten Rollatoren zum Zeitpunkt des Sturzes fehlerfrei funktionierte.

Welche Bedeutung haben die Brillengläser für das Sturzgeschehen laut Autor?

Die Untersuchung lieferte Hinweise darauf, dass häufig verschmutzte Brillengläser in Kombination mit selteneren Augenarztbesuchen bei den gestürzten Personen eine Rolle spielen könnten.

Welche Empfehlungen gibt der Autor für die Pflegepraxis?

Der Autor empfiehlt, neben der Prüfung der Handkraft vor Verordnung eines Rollators, verstärkt auf die Beleuchtung in Wohnungen zu achten und sicherzustellen, dass Sanitätshäuser ihrer Wartungspflicht für Rollatoren konsequent nachkommen.

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Details

Titel
Sturzgefahr Rollator. Verhindern Rollatoren Stürze bei älteren Menschen?
Hochschule
Hochschule Fresenius; Hamburg  (Carl Remigius Medical School)
Note
2,3
Autor
Klaus-Dieter Neander (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
73
Katalognummer
V374273
ISBN (eBook)
9783668562547
ISBN (Buch)
9783668562554
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sturzsyndrom Rollator Chair-Rise-Test Kraftmessung Sturzfolgen Gesundheitsökonomie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Klaus-Dieter Neander (Autor:in), 2017, Sturzgefahr Rollator. Verhindern Rollatoren Stürze bei älteren Menschen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374273
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  73  Seiten
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