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"Space Mining". Die Eroberung neuer Ressourcenräume und ihre rechtliche Regelung

Título: "Space Mining". Die Eroberung neuer Ressourcenräume und ihre rechtliche Regelung

Trabajo de Seminario , 2017 , 20 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Adam Hošek (Autor)

Política - Tema: Derecho internacional y Derechos humanos
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Science-Fiction-Autoren wie Stephen Baxter oder Isaac Asimov erfinden in ihren Werken eine Vision der Menschheit, welche die Erde teilweise verlassen hat und nun Ressourcen der Objekte des Weltraumes nutzen kann. Kolonisten werden auf Planeten außerhalb unseres Sonnensystems geschickt, um die dortigen Ressourcen zu verwenden, zu Terraformen und somit den Raum hinter der Atmosphäre der Erde zu nutzen. Einige dieser Visionen werden vorerst das bleiben, was sie sind: Science Fiction. Einige andere jedoch scheinen heute nicht mehr ganz so weit entfernt zu liegen; insbesondere die Nutzung von Ressourcen außerhalb der Atmosphäre – „Space Mining“. So ist dies spätestens seit der Ausschreibung eines Wettbewerbes durch die US-amerikanische „X-Prize Foundation“ im Jahr 1996 keine Utopie mehr, sondern ein konkretes Forschungs- und Investitionsfeld, in welchem einerseits Firmen wie „Deep Space Industries“, „Planetary Resources“ oder „Space-X“ agieren und andererseits Staaten wie die USA oder Luxembourg den juristischen Rahmen schaffen, um den Abbau und die Vermarktung dieser Ressourcen auch legal zu ermöglichen bzw. um Rechtssicherheit im All, als Voraussetzung für Privatinvestitionen, zu schaffen.

In dieser Arbeit soll nun erst beschrieben werden, um welche Ressourcen es sich handelt, wie und wo diese abgebaut werden sollen. In einem zweiten Teil soll dann die juristische Entwicklung und Problematik in Verbindung mit dem Weltraumrecht aufgezeigt werden. Generell ist das Ziel dieser Arbeit, zu erörtern, ob und, falls ja, unter welchen Bedingungen „Space Mining“ als Eroberung eines neuen Ressourcenraumes rechtlich möglich ist.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Space Mining

3. Entwicklung innerhalb des Weltraumrechts

3.1 Anfänge des Weltraumrechts

3.2. Der Weltraumvertrag vom 27.01.1967

3.2.1 Weltraumfreiheit in Abhängigkeit von der staatlichen Handlungsfreiheit und dem Verbot der territorialen Aneignung im Weltraum

3.2.2 Freiheit der Nutzung und die Zulässigkeit privater Nutzung

3.3 Mondvertrag

3.3.1 Das Prinzip der Nichaneignung nach Art. XI Abs. 3 MondV

3.3.2 Moratorium nach Art. XI. Abs. 7 MondV

3.4 Resultat Mondvertrag

3.5 Internationales Regime in Äquivalenz zum Seerechtsabkommen

3.5.1 Das Tiefseebodenregime

3.5.2 Moratorium auf Basis der Äquivalenz?

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die rechtliche Zulässigkeit von Space Mining als Erschließung neuer Ressourcenräume unter Berücksichtigung geltender weltraumrechtlicher Verträge und diskutiert dabei die Abgrenzung zur staatlichen Aneignung sowie die Rolle privater Akteure.

  • Grundlagen des Space Mining und dessen ökonomische Bedeutung
  • Entwicklung und Kernprinzipien des Weltraumrechts (Weltraumvertrag 1967)
  • Rechtliche Einordnung des Mondvertrags hinsichtlich Ressourcennutzung und Moratorien
  • Vergleich der weltraumrechtlichen Situation mit dem Tiefseebodenregime des Seerechts
  • Diskussion über die Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit neuer internationaler Regime

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Weltraumfreiheit in Abhängigkeit von der staatlichen Handlungsfreiheit und dem Verbot der territorialen Aneignung im Weltraum

Doch was bedeutet die „Weltraumfreiheit“ in diesem Kontext? Der Diskurs verläuft hierbei vor allem anhand zweiter Diskursgegenstände: Den der staatlichen Handlungsfreiheit und dem des Verbotes der territorialen Aneignung im Weltraum (vgl. Pritzsche: 32). Beide diese Gegenstände bedingen sich jedoch gegenseitig - so kann eine Aneignung von Raum in Weltraum nicht stattfinden, wenn das Völkerrechtssubjekt keine staatliche Handlungsfreiheit besitzt. Andererseits kann eine aus der staatlichen Souveränität hervorgehende Handlungsfreiheit ohne das Aneignungsverbot keinen dauerhaften Bestand haben, da es im Wesen der territorialen Souveränität liegt, dass die Rechte des einen Staates auf eben diesem angegebenem Territorium die Rechte eines anderen Staates und somit seine Handlungsfreiheit auf eben diesem Territorium einschränken. Hieraus geht hervor, dass eine Nutzung von Ressourcen auf dem Weg der Argumentation der staatlichen Aneignung von Territorien nicht möglich ist (vgl. ebd.).

Ein anderer Ansatzpunkt könnte jedoch der positive Gesichtspunkt der Handlungsfreiheit sein: In Art. I Abs. II „den Weltraum […] zu erforschen und zu nutzen“. Dieser Punkt war bereits in der Empfehlung des Ad-Hoc-Committees im Jahre 1958 vorhanden. Hier heißt es: „Desiring to promote energetically the fullest exploration of outer space for the benefit of mankind.” (UN-Resolution 1348 XIII Question of the peaceful use of outer space). Im Jahre 1961 folgte die UN-Resolution 1721 XVI mit der konkreten Aufforderung:

„The General Assembly, 1. Commends to states for their guidance in the exploration and use of outer space the following principles: […] b) Outer space and celestial bodies are free for exploration and use by all states in conformity with international law and are not subject to national appropriation.” UN-Resolution 1721 XVI International co-operation in the peaceful uses of outer space

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Relevanz des Space Mining als Antwort auf Ressourcenknappheit und die Notwendigkeit eines rechtlichen Rahmens für diese technologische Entwicklung.

2. Space Mining: Dieses Kapitel definiert Space Mining als Rohstoffabbau außerhalb der Erde und unterscheidet zwischen der Nutzung von Asteroiden, Monden und Planeten sowie deren verschiedenen Verwertungskonzepten.

3. Entwicklung innerhalb des Weltraumrechts: Das Kapitel analysiert die historische Entstehung des Weltraumrechts und die zentralen Verträge, die den rechtlichen Rahmen für Weltraumaktivitäten bilden.

3.1 Anfänge des Weltraumrechts: Dieser Abschnitt beschreibt die historische Genese des Weltraumrechts infolge der ersten Weltraumtätigkeiten und die Etablierung des COPUOS.

3.2. Der Weltraumvertrag vom 27.01.1967: Hier werden die Grundprinzipien des Weltraumvertrags als „Magna Charta“ des Weltraums erläutert.

3.2.1 Weltraumfreiheit in Abhängigkeit von der staatlichen Handlungsfreiheit und dem Verbot der territorialen Aneignung im Weltraum: Der Text untersucht das Spannungsfeld zwischen Handlungsfreiheit und Aneignungsverbot im Weltraum.

3.2.2 Freiheit der Nutzung und die Zulässigkeit privater Nutzung: Dieses Unterkapitel klärt die Zulässigkeit privater kommerzieller Aktivitäten innerhalb der durch den Weltraumvertrag gezogenen Schranken.

3.3 Mondvertrag: Der Abschnitt erläutert die Entstehung und den völkerrechtlichen Status des Mondvertrags als Sondernorm zur Ressourcennutzung.

3.3.1 Das Prinzip der Nichaneignung nach Art. XI Abs. 3 MondV: Hier wird die explizite Schranke der Nichaneignung auf Mondoberflächen und deren Ressourcen analysiert.

3.3.2 Moratorium nach Art. XI. Abs. 7 MondV: Dieser Teil erörtert die Frage, ob der Mondvertrag ein faktisches Moratorium für die Ausbeutung von Ressourcen begründet.

3.4 Resultat Mondvertrag: Das Fazit des Kapitels hält fest, dass der Mondvertrag kein generelles Verbot kommerzieller Nutzung enthält, jedoch nur für Unterzeichnerstaaten bindend ist.

3.5 Internationales Regime in Äquivalenz zum Seerechtsabkommen: Das Kapitel diskutiert die Forderung nach einem internationalen Regime für Space Mining nach dem Vorbild des Seerechts.

3.5.1 Das Tiefseebodenregime: Hier wird die Funktionsweise des Tiefseebodenregimes des UN-Seerechtsübereinkommens als Vergleichsmodell vorgestellt.

3.5.2 Moratorium auf Basis der Äquivalenz?: Der Abschnitt bewertet kritisch, ob ein Moratorium für Space Mining im Vergleich zur Seerechtsregelung sinnvoll wäre.

4. Resümee: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass kein rechtliches Verbot für privates Space Mining existiert, warnt aber vor unverhältnismäßigen rechtlichen Hürden für die Pionierarbeit.

Schlüsselwörter

Space Mining, Weltraumrecht, Weltraumvertrag, Mondvertrag, Rohstoffabbau, Ressourcennutzung, Aneignungsverbot, Kommerzielle Nutzung, Privater Raumfahrtsektor, Internationales Regime, Seerechtsabkommen, Tiefseebodenregime, Weltraumfreiheit, Staatliche Souveränität, Weltraumökonomie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der rechtlichen Zulässigkeit des Rohstoffabbaus im Weltraum, bekannt als Space Mining, und analysiert, ob dieses Vorhaben mit geltenden internationalen Verträgen vereinbar ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Schwerpunkte liegen auf der Auslegung des Weltraumvertrags von 1967, der Analyse des Mondvertrags, der Rolle privater Unternehmen bei Weltraummissionen sowie einem Vergleich mit internationalen Regimen zur Nutzung von Gemeinschaftsgütern wie dem Seerechtsabkommen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es, zu erörtern, ob und unter welchen Bedingungen Space Mining als Eroberung eines neuen Ressourcenraums rechtlich möglich ist, ohne dabei Pionierleistungen durch unverhältnismäßige Regulierungen zu verhindern.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Untersuchung erfolgt auf Basis einer juristischen Analyse einschlägiger internationaler Verträge, Resolutionen der Vereinten Nationen und der Auswertung rechtswissenschaftlicher Fachliteratur zur Weltraum- und Seerechtsordnung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Weltraumvertrag und dem Mondvertrag sowie eine Untersuchung der Frage, ob das Tiefseebodenregime als mögliches Modell für eine internationale Regulierung des Space Mining dienen kann.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Space Mining, Weltraumrecht, Aneignungsverbot, Weltraumvertrag, Mondvertrag und die Frage nach einem internationalen Regime zur Ressourcenausbeutung.

Warum ist der Begriff der "Weltraumfreiheit" für die Arbeit so wichtig?

Die Weltraumfreiheit bildet das fundamentale Prinzip, das Staaten und Akteure zur Erforschung und Nutzung des Alls berechtigt; die Arbeit untersucht, ob diese Freiheit auch die wirtschaftliche Aneignung von natürlichen Ressourcen abdeckt.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich eines möglichen Moratoriums?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass ein Moratorium für Space Mining zum jetzigen Zeitpunkt unverhältnismäßig wäre und die technologische Pionierarbeit in diesem Bereich unnötig ersticken würde.

Inwiefern beeinflusst der Mondvertrag die aktuelle Rechtslage für Space Mining?

Da der Mondvertrag nur von einer kleinen Anzahl Staaten ratifiziert wurde, bleibt seine völkerrechtliche Bindung umstritten; der Autor argumentiert, dass er zwar als wichtiger Bestandteil des internationalen Weltraumrechts gilt, aber keine generelle Sperre für kommerzielle Nutzung darstellt.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
"Space Mining". Die Eroberung neuer Ressourcenräume und ihre rechtliche Regelung
Universidad
University of Augsburg
Curso
Ressourcenkonflikte
Calificación
1,0
Autor
Adam Hošek (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
20
No. de catálogo
V374315
ISBN (Ebook)
9783668517486
ISBN (Libro)
9783668517493
Idioma
Alemán
Etiqueta
Völkerrecht Weltraumrecht Spacemining Ressourcen Ressourcenkonflikte Space Mining Weltraum Konfliktforschung Sozialwissenschaften Internationales Recht International Law Space
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Adam Hošek (Autor), 2017, "Space Mining". Die Eroberung neuer Ressourcenräume und ihre rechtliche Regelung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374315
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