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Der Tango und seine Sprache als Zeuge von Kultur- und Sprachkontakt

Titre: Der Tango und seine Sprache als Zeuge von Kultur- und Sprachkontakt

Dossier / Travail , 2017 , 17 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Elisa Dambeck (Auteur)

Romanistique - Philologie espagnole
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Heutzutage wird der Tango in der Regel als Turnier- und Standardtanz wahrgenommen, der an Tanzschulen unterrichtet und zu Tanzwettbewerben als Inventar des Welttanzprogrammes aufgeführt wird. Der Tango ist die jedoch sehr viel mehr als das und kann als Zeuge von Kultur- und Sprachkontakt am Río de la Plata ab Ende des 19. Jahrhunderts angesehen werden. Reichardt (1984) betont, dass es sich beim Tango „um eine der bedeutendste und authentischsten Kulturleistungen des lateinamerikanischen Kontinents handelt“ (S. 7), was in dieser Hausarbeit herausgestellt werden soll.

Dabei soll zunächst seine Entstehungsgeschichte sowie seine internationale Verbreitung vorgestellt werden. Da der Tango zugleich Musikrichtung, Lied und Tanz ist, soll anschließend auf seine verschiedenen Erscheinungsformen und entsprechende Charakteristika eingegangen werden. Besonders interessant ist hierbei die verwendete Sprache des Lunfardo, die sich als Kommunikationssprache durch das Zusammentreffen verschiedener Nationalitäten, Kulturen und Sprachen vor allem in Buenos Aires entwickelt hat.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehungsgeschichte und Verbreitung des Tangos

2.1 Entstehung im Vorstadtmilieu von Buenos Aires

2.2 Entwicklung in Lateinamerika

2.3 Internationale Verbreitung

3. Der Tango als Tanz

3.1 Einflüsse

3.2 Charakteristik

4. Der Tango als Musikform und Lied

4.1 Instrumente

4.2 Themen

4.3. Sprache

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Tango als ein kulturelles Phänomen, das tief im sozio-kulturellen Kontext der Einwanderungsgesellschaft von Buenos Aires am Ende des 19. Jahrhunderts verwurzelt ist, und analysiert seine Bedeutung als Ausdruck von Identität und Sprachkontakt.

  • Historische Genese des Tangos in den Vorstädten von Buenos Aires
  • Transformation des Tangos vom sozialen Ausdrucksmittel zum globalen Tanz und Musikstil
  • Rolle des Lunfardo als Ausdruck von Identität und sozialer Abgrenzung
  • Einflüsse und Charakteristika von Tanzhaltung, Instrumentierung und thematischer Ausrichtung

Auszug aus dem Buch

2.1 Entstehung im Vorstadtmilieu von Buenos Aires

Die lukrative Einwanderungspolitik Argentiniens ließ Dank florierendem Getreide und Fleischexport zum Ende des 19. Jahrhunderts einige Millionen Spanier, Italiener, Franzosen, Engländer, Russen und Deutsche auf der Suche nach Arbeit und einem besseren Leben einwandern. So wuchs die argentinische Bevölkerung zwischen 1869 und 1914 von knapp zwei auf acht Millionen und die der Stadt Buenos Aires einschließlich ihrer Vororte von 230.000 auf über zwei Millionen, wovon Ausländer die Hälfte der Einwohner darstellten. Die aus den argentinischen Provinzen zugezogenen „Criollos“ machten dabei einen Anteil von ca. zehn Prozent aus. So mischten sich durch die Modernisierung der Landwirtschaft und der damit einhergehenden Vernichtung traditioneller Gewerbe auch Einheimische unter die arbeitsuchenden Massen, die in den Vorstädten von Buenos Aires, den arrabales ihr neues Zuhause fanden. „Im chaotischen Dickicht der arrabales mischen sich Stadt und Land, einheimisches Proletariat und entwurzelter Europäer“ (Allebrand, 1999, S. 40). Vor allem die argentinische Hauptstadt und ihre Vorstädte werden „zum melting pot, zum Schmelztiegel der Rassen und Kulturen […]“ (ebd., S. 30). So brachten die Menschen verschiedener Orte der Welt nicht nur eine Vielzahl unterschiedlicher Sprachen mit nach Argentinien, sondern auch ihre musikalischen und tänzerischen Traditionen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den Tango als mehr als nur einen Welttanz und positioniert ihn als Zeugen von Kultur- und Sprachkontakt am Río de la Plata.

2. Entstehungsgeschichte und Verbreitung des Tangos: Das Kapitel erläutert die Ursprünge des Tangos im heterogenen Milieu der Vorstädte von Buenos Aires, seine Entwicklung in Lateinamerika und die internationale Verbreitung.

3. Der Tango als Tanz: Hier werden die unterschiedlichen kulturellen Einflüsse auf den Tango-Tanz sowie seine charakteristische Tanzhaltung und seine Entwicklung zum standardisierten Turniertanz betrachtet.

4. Der Tango als Musikform und Lied: Dieses Kapitel behandelt die musikalische Entwicklung, die typische Instrumentierung, insbesondere das Bandoneon, sowie die thematischen Schwerpunkte und die sprachliche Besonderheit des Lunfardo.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der Tango als kulturelle Erscheinung „von unten“ entstand und durch den stetigen Austausch zwischen Europa und Lateinamerika zum Kollektivsymbol avancierte.

Schlüsselwörter

Tango, Buenos Aires, Einwanderung, Kulturkontakt, Sprachkontakt, Lunfardo, Río de la Plata, Tanzgeschichte, Bandoneon, Musikform, Sozialgeschichte, Identität, Tango argentino, Guardia Vieja, Carlos Gardel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Tango als kulturelles und soziales Produkt, das aus der spezifischen Situation des kulturellen Austauschs und der Einwanderung in Buenos Aires gegen Ende des 19. Jahrhunderts hervorging.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Entstehungsgeschichte, die Entwicklung des Tangos als Tanz und Musik, die soziokulturelle Bedeutung der Texte sowie die Verwendung des Lunfardo als spezifischer Slang.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Tango als „Zeugen von Kultur- und Sprachkontakt“ zu beleuchten und aufzuzeigen, wie er sich von einer lokalen Ausdrucksform der Unterschicht zu einem globalen Phänomen entwickelte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Perspektiven, Fachliteratur und historische Einordnungen zum Tango-Phänomen zusammenführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Genese, die Analyse des Tangos als Tanz – inklusive seiner Standardisierung – sowie die Untersuchung als Musik- und Sprachform.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Tango, Buenos Aires, Einwanderung, Kulturkontakt, Lunfardo und Identität.

Welche Rolle spielt der Lunfardo im Tango?

Der Lunfardo fungierte als Kommunikationssprache der heterogenen Bevölkerungsschichten und diente der Identitätsbildung sowie der sozialen Abgrenzung gegenüber der Oberschicht.

Warum war die Tanzhaltung des Tangos für die Menschen so wichtig?

Die enge Umarmung (Abrazo) bot in einer Zeit des eklatanten Frauenmangels und der sozialen Einsamkeit einen emotionalen und körperlichen Ausgleich sowie ein Gefühl von Halt und Geborgenheit.

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Résumé des informations

Titre
Der Tango und seine Sprache als Zeuge von Kultur- und Sprachkontakt
Université
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Romanistik)
Cours
Mehrsprachigkeit und Kulturkontakt am Bsp. des spanischsprachigen Amerika
Note
1,3
Auteur
Elisa Dambeck (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
17
N° de catalogue
V374316
ISBN (ebook)
9783668522053
ISBN (Livre)
9783668522060
Langue
allemand
mots-clé
Tango Spanisch Lateinamerika Kulturkontakt Landeskunde Argentinen Tango Argentino Kultur
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Elisa Dambeck (Auteur), 2017, Der Tango und seine Sprache als Zeuge von Kultur- und Sprachkontakt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374316
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Extrait de  17  pages
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