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Gleichstellungshindernis Reproduktionsarbeit. Geschlechterverhältnis, Geschlechtergerechtigkeit im Wandel?

Am Beispiel der Hausarbeiter(innen)

Título: Gleichstellungshindernis Reproduktionsarbeit. Geschlechterverhältnis, Geschlechtergerechtigkeit im Wandel?

Trabajo Escrito , 2017 , 28 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Anja Niehoff (Autor)

Sociología - Relaciones y Familia
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Die Flexibilisierung und Individualisierung der Arbeitsmärkte wurden durch die Globalisierung vorangetrieben. Es haben revolutionäre Entwicklungen im Bereich der Informationstechnologien stattgefunden, die sich auch auf Kommunikation, Produktion, das Konsumverhalten sowie das Management der globalen Wirtschaft ausgewirkt haben. Neben dem strukturellen Wandel der Arbeitsgesellschaft wird gleichzeitig auch die Auflösung althergebrachter Strukturen des Geschlechterverhältnisses und damit einhergehend die Entstehung eines geschlechterübergreifenden biographischem Pluralismus konstatiert. Grund dafür ist u.a. die voranschreitende Professionalisierung und Arbeitsmarktintegration von Frauen. In der Sphäre der Erwerbsarbeit werden weibliche Angestellte häufig noch immer für gleichwertige Arbeit schlechter entlohnt. Frauen bekleiden seltener Führungspositionen, dafür arbeiten sie häufiger in Teilzeitanstellungen. Generell sind Berufe, in denen überwiegend Frauen arbeiten, oft mit wenig Prestige verbunden. Ein gutes Beispiel hierfür liefert die Tätigkeit als Hausarbeiter*In.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rückblick: Das historische Dienstmädchen

2.1. Prototyp Dienstmädchen

2.2. Geschlechterverhältnis damals

2.3. Klassenbildung

2.4. Rechtlicher Minderstatus

3. Vergleich zu den Hausarbeiter*Innen heute

3.1. Beschäftigungsverhältnisse von Hausarbeiter*Innen in Deutschland

3.2. Gründe für die Anstellung einer Haushaltshilfe

3.3. Neue Aspekte der Globalisierung von Fürsorge- und Hausarbeit

4. Widersprüche in den existierenden Rahmenbedingungen

5. Geschlechterverhältnis heute – Gleichstellungshindernis Reproduktionsarbeit

6. Neue Ungleichheiten

6.1. „Global Care Chain“

6.1.1. Was sind die Auslöser für die globalen Fürsorgeketten?

6.1.2. Geschlechts-, „Rassen“- und Klassenzugehörigkeit strukturieren die Auslagerung von Hausarbeit

6.2. „National care chain“?

7. Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit sich Geschlechterarrangements im Laufe der Zeit gewandelt haben und ob die Delegation von Reproduktionsarbeit an bezahlte Haushaltshilfen eine gleichberechtigte Arbeitsteilung ermöglicht oder lediglich alte Abhängigkeiten reproduziert. Zentrale Forschungsfragen sind dabei der Einfluss struktureller Rahmenbedingungen auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die durch die Professionalisierung von Frauen entstehenden neuen sozialen und ethnischen Ungleichheiten.

  • Historischer Vergleich: Entwicklung vom Dienstmädchen zur heutigen Hausarbeitskraft
  • Geschlechterkonflikte bei der Delegation von Reproduktionsarbeit
  • Einfluss der Globalisierung und „Global Care Chains“
  • Prekäre Arbeitsverhältnisse im Dienstleistungssektor
  • Strukturelle Widersprüche in der deutschen Gleichstellungspolitik

Auszug aus dem Buch

3.1. Beschäftigungsverhältnisse von Hausarbeiter*Innen in Deutschland

Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Bundesbehörde Minijob-Zentrale beschäftigten im Jahr 2015 elf Prozent der Befragten eine Haushaltshilfe in ihrem Privathaushalt. Dazu gehören nicht nur Putzhilfen, sondern auch Gärtner, Baby-sitter oder Pflegekräfte.

Anhand der Abbildung 1 kann man deutliche regionale Unterschiede erkennen. In Ostdeutschland sind es im Gegensatz zum Westen nur sechs Prozent, die eine Haushaltshilfe beschäftigen. Zudem geben Personen mit einem Haushaltsnettoeinkommen von mindestens 3.500 Euro deutlich häufiger an, dass sie in ihrem Haushalt eine Hilfskraft engagieren als Menschen mit kleinerem Einkommen. Mit einem Anteil von 14% ist die Mehrheit der privaten Arbeitgeber zudem über 60 Jahre alt. So unterschiedlich die Aufgabenbereiche sind (von Putzen und Waschen, über Kochen hin zur Kinderbetreuung und Altenpflege), so vielfältig und flexibel sind auch die Beschäftigungsverhältnisse. Die Anstellung erfolgt sowohl mit einer Wochenarbeitszeit von zwei Stunden, aber es gibt auch das Modell des ständigen Bereitschaftsdienstes, in dem die Frauen im Haushalt ihrer Arbeitgeber leben und somit fast rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche verfügbar sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in den Wandel der Arbeitsgesellschaft und die Fragestellung, wie sich die Arbeitsteilung und die Delegation von Reproduktionsarbeit heute gestalten.

2. Rückblick: Das historische Dienstmädchen: Analyse der Lebens- und Arbeitsbedingungen historischer Dienstboten als Grundlage für den Vergleich mit heutigen Strukturen.

3. Vergleich zu den Hausarbeiter*Innen heute: Gegenüberstellung historischer Gesindeverhältnisse mit heutigen Beschäftigungsverhältnissen von Haushaltshilfen unter Berücksichtigung von Migrationsaspekten.

4. Widersprüche in den existierenden Rahmenbedingungen: Untersuchung politischer und institutioneller Rahmenbedingungen, die eine geschlechtergerechte Arbeitsteilung in Deutschland erschweren.

5. Geschlechterverhältnis heute – Gleichstellungshindernis Reproduktionsarbeit: Diskussion der fortdauernden weiblichen Konnotation von Reproduktionsarbeit trotz zunehmender Berufstätigkeit von Frauen.

6. Neue Ungleichheiten: Analyse globaler Fürsorgeketten und der dadurch entstehenden neuen sozialen und ethnischen Ungleichheiten zwischen Frauen.

7. Schlussfolgerungen: Fazit zur Persistenz geschlechterhierarchischer Konstruktionen und der Notwendigkeit institutioneller Maßnahmen zur Aufhebung der Trennung von Erwerbs- und Reproduktionsarbeit.

Schlüsselwörter

Reproduktionsarbeit, Gleichstellung, Hausarbeiter*Innen, Global Care Chain, prekäre Beschäftigung, Geschlechterarrangements, Geschlechterstereotype, Dienstmädchen, Privatisierung, Vereinbarkeit, Arbeitsmarktintegration, Migration, Care-Arbeit, Sozialpolitik, Geschlechtergerechtigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Wandel der Geschlechterrollen im Kontext von Haushalt und Lohnarbeit sowie die Auswirkungen der Delegation von Reproduktionsarbeit auf die Geschlechtergerechtigkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die historische Entwicklung der Hausarbeit, die aktuelle Situation von Hausarbeiter*Innen in Deutschland, die globale Vernetzung von Fürsorgearbeit sowie die Prekarisierung von Beschäftigungsverhältnissen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob die Delegation von Hausarbeit an bezahlte Kräfte tatsächlich zu einer Emanzipation führt oder lediglich bestehende patriarchale Strukturen und Geschlechterstereotypen auf einer neuen Ebene reproduziert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine Literaturanalyse und verknüpft dabei historische Erkenntnisse (z.B. Jürgen Kocka) mit aktuellen soziologischen Debatten und empirischen Forsa-Umfragedaten, um gesellschaftliche Zusammenhänge zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben dem historischen Rückblick vor allem aktuelle Beschäftigungsverhältnisse von Haushaltshilfen, die Gründe für deren Anstellung sowie die Widersprüche zwischen politischem Anspruch und der gelebten Realität in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit und prekäre Arbeit analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Reproduktionsarbeit, Global Care Chain, Prekarität, Geschlechterstereotype und die Unvereinbarkeit von traditionellen Rollenmodellen mit modernen Erwerbsbiografien.

Welche Rolle spielt die Migration bei der heutigen Auslagerung von Hausarbeit?

Die Arbeit stellt heraus, dass viele der heute im Bereich der häuslichen Dienste tätigen Frauen Migrantinnen sind, die in Deutschland oft unter ihrer Qualifikation arbeiten und eine hohe soziale und rechtliche Unsicherheit in Kauf nehmen.

Warum wird die Auslagerung von Reproduktionsarbeit als "zerbrechliches Gefüge" bezeichnet?

Weil die Entlastung der gutsituierten Frauen durch die Delegation der Arbeit an andere Frauen das zugrunde liegende gesellschaftliche Problem – die ungleiche Verteilung der Sorgearbeit – nicht löst, sondern lediglich auf eine andere Gruppe von Frauen verlagert, wodurch die strukturelle Diskriminierung bestehen bleibt.

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Detalles

Título
Gleichstellungshindernis Reproduktionsarbeit. Geschlechterverhältnis, Geschlechtergerechtigkeit im Wandel?
Subtítulo
Am Beispiel der Hausarbeiter(innen)
Universidad
University of Osnabrück
Calificación
1,7
Autor
Anja Niehoff (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
28
No. de catálogo
V374401
ISBN (Ebook)
9783668522664
ISBN (Libro)
9783668522671
Idioma
Alemán
Etiqueta
gleichstellungshindernis reproduktionsarbeit geschlechterverhältnis geschlechtergerechtigkeit wandel beispiel hausarbeiter
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anja Niehoff (Autor), 2017, Gleichstellungshindernis Reproduktionsarbeit. Geschlechterverhältnis, Geschlechtergerechtigkeit im Wandel?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374401
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