In dieser Hausarbeit liegt der Fokus auf der Bereitschaft zum Ehrenamt. Es sollen verschiedene Aspekte untersucht werden, die einen Einfluss darauf haben, ob Personen bereit sind, sich in Zukunft ehrenamtlich zu betätigen. Der erste Teil der Arbeit widmet sich der theoretischen Herangehensweise und dem Stand der Wissenschaft. Darauf aufbauend werden die Arbeitshypothesen abgeleitet, die als Grundlage der empirischen Analyse dienen.
Das darauffolgende Kapitel ist auf die Beschreibung der Variablen, Daten und Methoden fokussiert. Im vierten Kapitel wird mithilfe statistischer Zusammenhangsmaße und einer Regressionsanalyse die empirische Analyse durchgeführt und dargestellt. Ziel dieser Arbeit ist es, verschiedene Zusammenhänge zwischen der Bereitschaft zum Engagement und ausgewählten Variablen aufzuzeigen. Abschließend werden die Ergebnisse der Untersuchung diskutiert und kritisch betrachtet.
Ein zahlenmäßiger Zuwachs an freiwillig engagierten Personen lässt sich auf gesellschaftliche Veränderungen, wie die zunehmende Individualisierung, den Verlust sozialer Bindungen oder soziale Desintegration, aber auch auf das gestiegene öffentliche Interesse seitens Medien und Politik zurückführen. Gerade die Politik fördert und unterstützt ehrenamtliche Aktivitäten, weshalb sich freiwilliges Engagement zu einer Form der sozialen Teilhabe entwickeln konnte. Das Phänomen Ehrenamt war bislang vornehmlich im kommunalen Bereich und auf Landesebene präsent und hat sich in den letzten Jahren als ein wichtiges Thema der Bundespolitik etabliert.
Viele Parteien haben Maßnahmen und Vorschläge für eine politische Unterstützung und Förderung im freiwilligen Ehrenamt ausformuliert. Aufgrund des gestiegenen Interesses an der Thematik des bürgerschaftlichen Engagements ist es wichtig, verschiedene Einflussfaktoren in diesem Bereich zu analysieren. Sowohl für zivilgesellschaftliche Akteure, als auch für die Politik sind Ergebnisse über die Verbreitung und den Wandel des Ehrenamts wertvoll, um angemessen darauf reagieren zu können.
Inhaltsverzeichnis
I. EINLEITUNG
II. THEORETISCHE EINBETTUNG
2.1 THEORIE
2.2 FORSCHUNGSSTAND
2.3 HYPOTHESENABLEITUNG
III. DATEN, VARIABLEN UND METHODEN
IV. EMPIRISCHE ANALYSE
4.1 DESKRIPTIVE AUSWERTUNG:
4.2 BIVARIATE ZUSAMMENHÄNGE:
4.3 LOGISTISCHE REGRESSION:
V. DISKUSSION UND AUSBLICK
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Einflussfaktoren auf die Bereitschaft zum bürgerschaftlichen Engagement. Ziel der Untersuchung ist es, mittels statistischer Analysen aufzudecken, welche soziodemografischen und persönlichen Aspekte die Entscheidung für oder gegen eine ehrenamtliche Tätigkeit in der Zukunft begünstigen oder hemmen.
- Analyse der Einflussfaktoren auf die Bereitschaft zum Ehrenamt
- Empirische Überprüfung soziologischer Hypothesen zum Engagement
- Evaluation der Bedeutung von Bildungsgrad und Alter für die Engagementbereitschaft
- Untersuchung des Einflusses familiärer Netzwerke auf ehrenamtliche Aktivität
- Vergleich der Wirksamkeit verschiedener Regressionsmodelle in der Freiwilligenforschung
Auszug aus dem Buch
I. EINLEITUNG
In Deutschland gibt es etwa 600.000 eingetragene Vereine, circa 16.000 Stiftungen, zahlreiche Organisationen und verschiedene Formen bürgerschaftlichen Engagements. Etwa 30,9 Millionen Menschen engagieren sich ehrenamtlich (Priller et al. 2009, S. 5). Der Anteil der Personen, die sich freiwillig engagieren, ist in den letzten Jahren um knapp zehn Prozentpunkte gestiegen, was man als Ausdruck einer vitalen Zivilgesellschaft werten kann (Tesch-Römer et al. 2016, S. 15).
Der zahlenmäßige Zuwachs an freiwillig engagierten Personen lässt sich auf gesellschaftliche Veränderungen, wie die zunehmende Individualisierung, den Verlust sozialer Bindungen oder soziale Desintegration, aber auch auf das gestiegene öffentliche Interesse seitens Medien und Politik zurückführen (Priller et al. 2009, S. 5). Gerade die Politik fördert und unterstützt ehrenamtliche Aktivitäten, weshalb sich freiwilliges Engagement zu einer Form der sozialen Teilhabe entwickeln konnte (Tesch-Römer et al. 2016, S. 15).
Das Phänomen Ehrenamt war bislang vornehmlich im kommunalen Bereich und auf Landesebene präsent und hat sich in den letzten Jahren als ein wichtiges Thema der Bundespolitik etabliert. Viele Parteien haben Maßnahmen und Vorschläge für eine politische Unterstützung und Förderung im freiwilligen Ehrenamt ausformuliert (Olk et al. 2010, S. 11).
Zusammenfassung der Kapitel
I. EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in die Thematik des bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland ein und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit.
II. THEORETISCHE EINBETTUNG: Hier werden begriffliche Grundlagen geklärt, der aktuelle Forschungsstand zusammengefasst und die Arbeitshypothesen für die empirische Analyse abgeleitet.
III. DATEN, VARIABLEN UND METHODEN: Das Kapitel beschreibt den verwendeten Datensatz, die Konstruktion der Variablen sowie die angewandten statistischen Verfahren zur Hypothesenprüfung.
IV. EMPIRISCHE ANALYSE: Dieser Hauptteil präsentiert die deskriptive Auswertung, die bivariaten Zusammenhänge und die Ergebnisse der logistischen Regressionsanalyse.
V. DISKUSSION UND AUSBLICK: Im abschließenden Kapitel werden die statistischen Ergebnisse interpretiert, kritisch gewürdigt und Empfehlungen für zukünftige Forschungsarbeiten gegeben.
Schlüsselwörter
Ehrenamt, bürgerschaftliches Engagement, Freiwilligensurvey, Zivilgesellschaft, logistische Regression, Chi²-Test, soziodemografische Merkmale, Bildungsgrad, soziale Teilhabe, empirische Sozialforschung, Engagementbereitschaft, familiäres Umfeld.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung der Bereitschaft von Menschen, sich in Zukunft freiwillig und ehrenamtlich in der Gesellschaft zu engagieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Einflussfaktoren auf das ehrenamtliche Engagement, wie beispielsweise Geschlecht, Alter, Bildungsstand, Partnerschaftsstatus sowie der Einfluss der familiären Umgebung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die fördernden und hemmenden Faktoren zu identifizieren, die bestimmen, ob eine Person bereit ist, ein ehrenamtliches Amt zu übernehmen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine quantitative Analyse, bei der mittels Chi²-Tests Zusammenhänge geprüft und durch eine binomiale logistische Regression in einem multivariaten Modell validiert werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die Daten deskriptiv beschrieben, anschließend werden Zusammenhänge bivariat analysiert und schließlich durch ein logistisches Regressionsmodell die Einflussstärken der Variablen bei gleichzeitiger Kontrolle anderer Faktoren bestimmt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Ehrenamt, bürgerschaftliches Engagement, Engagementbereitschaft, statistische Analyse und soziologische Einflussfaktoren.
Warum ist das Alter für die Engagementbereitschaft von Bedeutung?
Die Studie prüft, ob ältere Personen aufgrund ihrer Lebensphase eher für ein Engagement zur Verfügung stehen als jüngere Personen, wobei die Ergebnisse zwischen den verschiedenen statistischen Modellen variieren.
Welche Rolle spielt die Familie?
Die Analyse zeigt, dass Personen, deren Familienmitglieder selbst ehrenamtlich aktiv sind, eine höhere Wahrscheinlichkeit aufweisen, ebenfalls eine Bereitschaft zum Engagement zu entwickeln.
- Arbeit zitieren
- Johanna Seibert (Autor:in), 2017, Untersuchung verschiedener Einflüsse auf die Bereitschaft zum Ehrenamt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374538