Die Grundlage dieser wissenschaftlichen Arbeit beruht auf der rasanten Entwicklung der Digitaltechnik und der daraus entstandenen Reifestadien der Digitalisierungsstrategien von Branchen. Digitalisierung ist im weiten Sinne die Transformierung und Weiterentwicklung einzelner Betriebsprozesse, dazu später mehr. Technisch ist die Digitalisierung als die digitale Darstellung von Informationen zu verstehen. Diese setzt zur Realisierung eine sogenannte digitale Modifikation, also eine Umwandlung analoger Daten in digitale voraus.
Digitale Daten sind im Gegensatz zu analogen nicht nur platzsparender und qualitativ besser, ihre Verarbeitung bringt auch diverse andere Vorteile mit sich. So erlauben digitale Daten die maschinelle und damit schnellere Nutzung, Bearbeitung, Verteilung, Erschließung und Wiedergabe durch Datenverarbeitungssysteme.
Dazu lassen sich Digitale Daten schnell und fehlerlos publizieren, vervielfältigen und durchsuchen. Heutzutage hat die Digitalisierung fast jedes Medium erreicht. Von Texten zu Audiosignalen bis hin zu Objekten – nichts lässt sich nicht digital repräsentieren.
Die Digitalisierung hat viele Unternehmen grundlegend verändert und ganze Branchen geschaffen. Selbst kleine Unternehmen sind heutzutage in der Lage, traditionelle Player ohne eigene Immobilien oder Gerätschaften zu verdrängen. Nicht zuletzt durch das World Wide Web (WWW), das heutzutage mit 863.105.652 Internetpräsenzen (Stand 2015) einen Pull an Informationen bereitstellt und gleichzeitig einen ganz neuen Wirtschaftsraum bietet.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1 Geschichte der Digitalisierung
2 Digitalisierung in der Versicherungsbranche
2.1 Die erste IT-Infrastruktur
2.2 Anpassung der IT-Infrastruktur
2.3 Nutzungsoptimierte IT
2.4 IT als Dienstleistung
3 Digitalisierung in der Energiewirtschaft
3.1 Digital statt Analog
3.2 Smart Energy
3.3 Digitale Transformation
4 Branchenvergleich
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Auswirkungen der Digitalisierung systematisch zu untersuchen, indem sie die spezifischen Reifestadien und Strategien in der Versicherungsbranche sowie der Energiewirtschaft analysiert und gegenüberstellt.
- Historische Entwicklung der Digitalisierung in Unternehmen
- Stadien der digitalen Transformation in der Versicherungsbranche
- Herausforderungen und technologische Entwicklungen in der Energiewirtschaft
- Vergleichende Analyse der Digitalisierungsstrategien beider Branchen
- Bedeutung der IT als wettbewerbsdifferenzierende Ressource
Auszug aus dem Buch
Nutzungsoptimierte IT
Der Verbraucher hat sich längst dem digitalen Zeitalter angepasst. Der reine Verbrauch standardisierter Produkte und Dienste gehört der Vergangenheit an. Ziel der Unternehmen ist es, das Beratungs- und Transaktionsbedürfnis der Kunden zu befriedigen. Dazu müssen Kundenbedürfnisse möglichst schnell als wettbewerbsfähig identifiziert und befriedigt werden können. Die Kommunikationskanäle sollten sich den Kunden anpassen. So legen zum Beispiel ältere Personen Wert auf physische Nähe und regelmäßige, persönliche Ansprache. Städter mit höherem Bildungsgrad hingegen fokussieren sich mehr auf die Faktoren wie Preis, Transparenz und Sicherheit. Internetauftritte, Kundenplattformen und Software für jegliche Devices werden benötigt. Daten müssen live an Ort und Stelle für Agenturen, Mitarbeiter und Berater bereitstehen, damit die Erwartungen der Kunden erfüllt werden können. Auch Wertschöpfungsschritte durch Kunden müssen über diese Kanäle möglich sein. Ein Beispiel ist die automatisierte Meldung von Kfz-Schäden. Die Vereinfachung, Beschleunigung und Flexibilität des Prozesses steht hier aus Kundensicht im Vordergrund. Die Digitalisierung steht hier im direkten Zusammenhang mit der Industrialisierung.
Nun mag sich mancher Versicherungsmanager an dieser Stelle zurücklehnen, doch wäre es kurzsichtig, eine Digitalisierungsstrategie ausschließlich mit der Einbindung neuer Technologien oder dem Einsatz sozialer Medien gleichzusetzen. Ein solcher Datenfluss bringt eine Weiterentwicklung und einen Ausbau der IT-Strukturen mit sich. Dies fordert eine engere Zusammenarbeit zwischen dem IT-Management und allen an der Wertschöpfungskette befindlichen Abteilungen. Zweifelsohne steigert diese Digitalisierung noch einmal die Bedeutung der IT für eine Versicherung. Die Anforderung, dem Kunden ein kanalübergreifendes, einheitliches Angebot präsentieren zu können, führt zu einer Rezentralisierung der IT.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung erläutert die Grundlagen der Digitalisierung als Transformierung von Geschäftsprozessen und skizziert den Aufbau der wissenschaftlichen Arbeit.
1 Geschichte der Digitalisierung: Dieses Kapitel behandelt die historische Entwicklung der Informationstechnologie, von den ersten Großrechnern bis zur Etablierung des World Wide Web.
2 Digitalisierung in der Versicherungsbranche: Hier werden die spezifischen Stadien der digitalen Transformation in der Versicherungsbranche untersucht, von der initialen IT-Infrastruktur bis zur IT als Dienstleistung.
2.1 Die erste IT-Infrastruktur: Analyse der frühen Phase, in der der Fokus primär auf der digitalen Modifikation zur Datenverwaltung mittels Serverlandschaften lag.
2.2 Anpassung der IT-Infrastruktur: Betrachtung der Fortschritte bei Hard- und Software, die Automatisierung ermöglichten, aber auch zu Personalveränderungen führten.
2.3 Nutzungsoptimierte IT: Fokus auf die Anpassung von Dienstleistungen an individuelle Kundenbedürfnisse durch digitale Kanäle und Industrialisierung.
2.4 IT als Dienstleistung: Diskussion der Rolle von Aggregatoren und der Notwendigkeit für Versicherer, flexibler auf Marktveränderungen zu reagieren.
3 Digitalisierung in der Energiewirtschaft: Untersuchung der Energiebranche unter dem Aspekt der digitalen Transformation bei Stromerzeugern.
3.1 Digital statt Analog: Erläutert den Übergang von analogen Prozessen zu digitalen Informationssystemen und Laptops zur Datenerfassung.
3.2 Smart Energy: Beschreibt die Notwendigkeit von Smart Grids und Energiemanagementsystemen im Zuge der Energiewende.
3.3 Digitale Transformation: Beleuchtet das zukünftige Modell des Energiedienstleisters und die Bedeutung der Datenvernetzung.
4 Branchenvergleich: Führt die Erkenntnisse zusammen und zieht ein Resümee über die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung in beiden Branchen.
Schlüsselwörter
Digitalisierung, Digitalisierungsstrategie, IT-Management, Versicherungsbranche, Energiewirtschaft, Smart Energy, Smart Grids, Digitale Transformation, Kundenbedürfnisse, Wertschöpfungskette, Industrie 4.0, Datenverarbeitung, Prozessautomatisierung, Wettbewerbsfähigkeit, Informationstechnik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der systematischen Darstellung von Reifestadien der Digitalisierung und den entsprechenden Strategien in der Versicherungsbranche sowie der Energiewirtschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung der IT, die spezifischen Digitalisierungsprozesse in den zwei betrachteten Sektoren sowie der Vergleich der daraus resultierenden Herausforderungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die unterschiedlichen Stadien der Digitalisierung herauszuarbeiten und zu analysieren, wie Unternehmen in diesen Branchen auf den digitalen Wandel reagieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer wissenschaftlichen Literaturanalyse und der systematischen Ausarbeitung und Gegenüberstellung von Branchenentwicklungen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Digitalisierungsgeschichte, die spezifische Analyse der Versicherungs- und Energiewirtschaft sowie einen finalen Branchenvergleich.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Digitale Transformation, IT-Management, Smart Energy, Kundenanforderungen und Wertschöpfungskette maßgeblich definiert.
Welche Rolle spielen Aggregatoren in der Versicherungsbranche?
Aggregatoren wie Check24 haben sich als Marktteilnehmer etabliert, die Kunden eine Übersicht über Tarife bieten, was Versicherer zwingt, ihre digitalen Strategien anzupassen.
Warum ist die Energiewende ein Katalysator für die Digitalisierung?
Durch die dezentrale Erzeugung von Energie wird die Digitalisierung zur Voraussetzung für die Steuerung und Koordination von Smart Grids und anderen Systemkomponenten.
Welchen Einfluss hat der Gesetzgeber auf die Digitalisierung?
Der Gesetzgeber fördert einerseits durch Richtlinien die elektronische Kommunikation, setzt aber andererseits regulatorische Rahmenbedingungen für den Netzausbau, die den digitalen Wandel beeinflussen.
- Citation du texte
- Sergio Staab (Auteur), 2017, Digitalisierung der Versicherungs- und Energiewirtschaft. Geschichte und Branchenvergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374649