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Die Unterscheidung der letzten und vorletzen Dinge bei Dietrich Bonhoeffer

Title: Die Unterscheidung der letzten und vorletzen Dinge bei Dietrich Bonhoeffer

Term Paper , 2015 , 13 Pages , Grade: 2

Autor:in: Claudia Kless (Author)

Theology - Systematic Theology
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit soll sich einem der zentralsten Thematiken der Ethik Bonhoeffers angenommen werden, der Unterscheidung vom Letzten und Vorletzten. Als Fundament soll für diesen Gedankengang zunächst ein Exkurs über die Ausführungen Bonhoeffers zur Gleichgestaltung Christi vorangestellt werden, um darauf folgend herauszuarbeiten, weshalb für Bonhoeffer eine Unterscheidung der beiden vorzustellenden Begriffe notwendig war und inwieweit diese Differenzierung auch im modernen Kontext noch sinnvoll erscheint. Abschließend soll auf Basis der vorausgegangenen Ausführungen eine Kritik an den Äußerungen Bonhoeffers gewagt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Aktualität der Fragestellung

2. Die Dialektik von Letzem und Vorletzem

2.1 Exkurs: Gleichgestaltung mit Christi

2.2 Die letzten und vorletzten Dinge

2.3 Anwendung

2.3.1 Christus als die Mitte

2.3.2 Rolle der Christen in der Welt

3. Kritik

4. Bibliografie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ethische Unterscheidung zwischen dem Letzten und dem Vorletzten in der Theologie Dietrich Bonhoeffers, um deren Relevanz für das Handeln von Christen in der modernen Welt – insbesondere angesichts gesellschaftlicher Krisen – herauszuarbeiten.

  • Theologische Fundierung der „Gleichgestaltung mit Christi“.
  • Differenzierung und dialektische Beziehung zwischen letztem und vorletztem Handeln.
  • Ablehnung von Radikalismus und Kompromiss als ethische Lösungswege.
  • Integration von Glauben und gesellschaftlicher Verantwortung.
  • Anwendung auf zeitgenössische Herausforderungen wie die Flüchtlingskrise.

Auszug aus dem Buch

2.2 Die letzten und vorletzten Dinge

Erst auf Basis dieses Gedankengangs ist erkennbar, weshalb sich Bonhoeffer überhaupt mit einer Differenzierung eines konstruktiven Weltverhältnisses des christlichen Glaubens auseinandersetzt. Er bezieht sich bei seinen Erläuterungen dazu vor allem auf zwei Begriffe, das Letzte und das Vorletzte, und verweist in einem eigenständigen Kapitel auf deren Relationen.

Gottes gerechtfertigtes Wort wird demnach als ein "qualitativ, also seinem Inhalt nach letztes Wort"4 bezeichnet, das alles Vorangegangene beendet und gleichzeitig über alles Gegenwärtige und Gewesene richtet. Als Konsequenz erweist sich damit das letzte also auch als zeitlich letztes Wort, da es logischerweise dem Vorletzten nachgeht und dieses zuletzt in der Rechtfertigung Gottes beschließt. Dabei ist jedoch auch zu bedenken, dass sich diese Rechtfertigung nicht nur aus göttlicher Gnade, sondern auch aus Glauben vollzieht, verbunden mit dem Festhalten und der Hinwendung der eigenen Lebensperspektive auf Jesus Christus. Aus diesem Grund hält Bonhoeffer fest, dass ein wahrhafter Glaube und damit auch auf die wahrhafte Gegenwart Christi, nie ohne Liebe und Hoffnung bestehen kann.5

Das was dem Letzten nun vorausgeht bezeichnet Bonhoeffer logischerweise als Vorletztes. Obwohl dieses zwangsläufig "durch das Letzte gänzlich aufgehoben und außer Kraft gesetzt wird"6, werden Dimensionen und Bedeutung des Vorletzten deutlich herausgearbeitet. Denn da "die Rechtfertigung aus Gnaden und Glauben allein in jeder Hinsicht letztes Wort bleibt, darum muss auch von den vorletzten Dingen gesprochen werden, nicht so als hätten sie irgendeinen eigenen Wert, aber so, daß ihre Beziehung auf das Letzte sichtbar wird. Um des Letzten willen muss vom Vorletzten die Rede sein."7 Das was dieser Rechtfertigung vorausgeht, bezeichnet Bonhoeffer als Menschsein und Gutsein. Um die Relevanz des Vorletzten in der Welt aufzuzeigen, verweist Bonhoeffer auf das Verharren des Menschen im Vorletzten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Aktualität der Fragestellung: Das Kapitel führt in Bonhoeffers Ethik ein und begründet deren anhaltende Relevanz für gegenwärtige ethische Reflexionen.

2. Die Dialektik von Letzem und Vorletztem: Hier werden die theologischen Kernbegriffe Bonhoeffers definiert und in ihre dialektische Beziehung zueinander gesetzt.

2.1 Exkurs: Gleichgestaltung mit Christi: Dieser Abschnitt erläutert die christologische Basis, die als Voraussetzung für das Verständnis von ethischem Handeln dient.

2.2 Die letzten und vorletzten Dinge: Es wird dargelegt, warum die Differenzierung zwischen dem Letzten (Gottes Rechtfertigung) und dem Vorletzten (menschliches Handeln) notwendig für ein christliches Weltverhältnis ist.

2.3 Anwendung: Dieser Teil überträgt die abstrakten ethischen Konzepte auf die konkrete christliche Lebenspraxis.

2.3.1 Christus als die Mitte: Das Kapitel verdeutlicht, wie die Verbindung von Letztem und Vorletztem in der Person Christi den Bezug zur Offenbarung in der Gegenwart herstellt.

2.3.2 Rolle der Christen in der Welt: Die politische Verantwortung und die gesellschaftliche Reform werden als integrale Bestandteile des christlichen Glaubens und der Buße begründet.

3. Kritik: Die Arbeit reflektiert die Fragmentarität von Bonhoeffers Werk und diskutiert die Übertragbarkeit seiner Thesen auf eine moderne, pluralistische Gesellschaft.

4. Bibliografie: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Dietrich Bonhoeffer, Letztes, Vorletztes, Ethik, Theologische Ethik, Christus, Rechtfertigung, Verantwortung, Glaube, Menschsein, Gutsein, Radikalismus, Kompromiss, Politische Verantwortung, Moderne.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theologischen Ethik Dietrich Bonhoeffers, speziell mit seiner Unterscheidung zwischen dem „Letzten“ und dem „Vorletzten“.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die christologische Ausrichtung der Ethik, die Rolle des Christen in der Welt sowie das Spannungsfeld zwischen göttlicher Rechtfertigung und gesellschaftlichem Handeln.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Bonhoeffers ethische Differenzierung zu erklären und deren Bedeutung für das verantwortliche Handeln von Christen in der modernen Zeit zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematisch-theologische Analyse, die auf einer fundierten Auswertung von Bonhoeffers Schriften und relevanter Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Grundlegung der Dialektik von Letztem und Vorletztem sowie deren Anwendung auf heutige Herausforderungen, etwa im Kontext politischer Verantwortung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Bonhoeffer, Letztes, Vorletztes, Christuswirklichkeit, Verantwortung, Buße und die Anwendung christlicher Ethik in der Moderne.

Warum lehnt Bonhoeffer laut dieser Arbeit den Radikalismus und den Kompromiss ab?

Beide Lösungsversuche missverstehen die Beziehung zwischen Letztem und Vorletztem, indem sie entweder die Welt entwerten (Radikalismus) oder das Letzte/Göttliche aus der Verantwortung in der Welt ausklammern (Kompromiss).

Wie bezieht die Autorin Bonhoeffers Thesen auf die aktuelle Flüchtlingskrise?

Die Autorin argumentiert, dass Christen aus ihrem Glauben heraus zur Verantwortung für den Nächsten aufgerufen sind und den Staat an die Wahrung von Recht und Ordnung erinnern müssen, ohne dabei den Blick auf die Rechtfertigung durch Christus zu verlieren.

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Details

Title
Die Unterscheidung der letzten und vorletzen Dinge bei Dietrich Bonhoeffer
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Grade
2
Author
Claudia Kless (Author)
Publication Year
2015
Pages
13
Catalog Number
V374676
ISBN (eBook)
9783668521117
ISBN (Book)
9783668521124
Language
German
Tags
unterscheidung dinge dietrich bonhoeffer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudia Kless (Author), 2015, Die Unterscheidung der letzten und vorletzen Dinge bei Dietrich Bonhoeffer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374676
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