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Die Stellung der Frau in der indischen Gesellschaft im 21. Jahrhundert

Titre: Die Stellung der Frau in der indischen Gesellschaft im 21. Jahrhundert

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2016 , 23 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Lucas Windisch (Auteur)

Sociologie - Relations et Famille
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Zwei Jahre nach der Vergewaltigung einer dänischen Touristin kam es in Neu-Delhi zu einem Gerichtsurteil: Fünf der neun Angeklagten wurden zu lebenslangen Haftstraften verurteilt. Von den restlichen vier ist einer während des Prozesses verstorben, bei den anderen drei wird noch vor einem Jugendgericht verhandelt, da diese zum Tatzeitpunkt noch minderjährig waren.

Doch man muss nicht mal einen Blick in die Medien werfen und die großen, öffentlichen Fälle betrachten, um sich ein Bild von der indischen Gesellschaft in Bezug auf die Rechte und Achtung der Frauen dort machen zu können. Es reicht oftmals, wenn man seinen Blick auf den Alltag der Inder und Inderinnen richtet. Die offensichtliche Diskriminierung von Frauen in Indien habe auch ich bei meinem Indienbesuch im Jahr 2013 zu spüren bekommen: Für die Familie meines Austauschpartners ist es ganz selbstverständlich, dass sich meine Gastmutter beim Abendessen nicht mit zu uns an den Tisch setzt, sondern danach allein isst.

Solche vermeintlich „verkraftbaren“ Dinge, die für indische Frauen jedoch harte Realität darstellen, haben mich zum Nachdenken gebracht. Dies war der Anstoß, mich mit dem Thema genauer und differenzierter auseinanderzusetzen. Den meisten Westeuropäern ist, den Medien sei Dank, das Problem der Diskriminierung der Frauen in Indien bekannt. Doch wie der Alltag indischer Frauen hinter den Medienberichten dann tatsächlich aussieht, ist weniger offensichtlich und erfordert viel Recherchearbeit.

In meiner Seminararbeit möchte ich deshalb die Stellung der Frau in der indischen Gesellschaft im 21. Jahrhundert umfassend darstellen und erklären. Am Ende soll sich also ein tiefgründiges Bild der indischen Gesellschaft ergeben, welches die Stellung der dort lebenden Frauen von verschiedenen Seiten beleuchtet, und ein fundiertes Fazit ermöglicht.

Meine Analyse soll ebenda beginnen, wo auch die Diskriminierung der indischen Frauen beginnt, nämlich mit ihrer Geburt. Die Orientierung an der Zeitskala eines „typisch indischen Lebens“ mit zentralen Ereignissen wie Geburt, Kindheit, Erwachsenwerden und Heirat erscheint mir als die beste Voraussetzung, um sich ein Bild über die verschiedenen Formen der Diskriminierung von Frauen in der indischen Gesellschaft machen zu können. [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

A. Relevanz des Themas „Die Stellung der Frau in der indischen Gesellschaft im 21. Jahrhundert“ und Ziele der Seminararbeit

B. Die Stellung der Frau in der indischen Gesellschaft im 21. Jahrhundert

1. Probleme/Konflikte bei der Geburt indischer Mädchen

1.1. Gründe für Abtreibung und Kindsmord sowie deren Ausbreitung in den sozialen Schichten

1.2. Trends bei Abtreibungen und Kindsmorden und deren Ursachen

1.3. Lösungsansätze zur Verbesserung der Lage

1.4. Veranschaulichung des Problems des korrupten Rechtssystems am Beispiel der Dr. Mitu Khurana

2. Kindheit indischer Mädchen

2.1. Reale Diskriminierung indischer Mädchen

2.2. Subjektive Wahrnehmung dieser Diskriminierung durch die Mädchen

2.3. Mädchenhandel und Kinderarbeit

2.4. Kinderheirat

3. Jugend indischer Mädchen

3.1. Einschränkungen der indischen Mädchen während ihrer Jugend

3.2. Diskriminierung der Mädchen durch diese Einschränkungen

4. Indische Frauen in der Ehe

4.1. Die Rolle als Ehefrau

4.2. Die Rolle als Mutter

4.3. Die Rolle als Schwiegertochter

4.4. Mitgift-Morde – „Brennende Bräute“

C. Zusammenfassen der Ergebnisse und Einordnung in den Gesamtzusammenhang mit dem Thema „Sexismus oder Emanzipation – Die Rolle der Geschlechter in Kulturen und Religionen“ sowie Zukunftsausblick

Zielsetzung & Themen

Die Seminararbeit verfolgt das Ziel, die Stellung der Frau in der indischen Gesellschaft im 21. Jahrhundert umfassend darzustellen und zu analysieren. Dabei wird der Fokus auf ein „typisch indisches Leben“ gelegt, um die Lebensrealität der Mehrheit der Bevölkerung abzubilden und die systemischen Diskriminierungsformen kritisch zu beleuchten.

  • Diskriminierung von Mädchen bei und vor der Geburt (Abtreibung/Kindsmord)
  • Die Auswirkungen des Kastenwesens und patriarchaler Strukturen auf die Kindheit und Jugend
  • Herausforderungen durch Mädchenhandel, Kinderarbeit und Kinderheirat
  • Die sozio-kulturellen Rollenbilder der indischen Ehefrau, Mutter und Schwiegertochter
  • Das Phänomen der Mitgift-Morde („Brennende Bräute“) im Kontext eines korrupten Rechtssystems

Auszug aus dem Buch

1.4 Veranschaulichung des Problems des korrupten Rechtssystems am Beispiel der Dr. Mitu Khurana

Dass die Durchsetzung der Gesetze nicht oder nur ungenügend funktioniert, lässt sich gut an Fällen wie dem von Mitu Khurana feststellen: Die promovierte Ärztin wird unter Gewalteinwirkung von ihrem Ehemann und dessen Familie dazu gezwungen, das Geschlecht ihres Fötus bestimmen zu lassen. Als klar ist, dass sie zwei Mädchen gebären wird, tut die Familie ihres Ehemannes alles, um die Geburt zu verhindern, was mittels Nahrungsentzug und Gewalt fast zu einer Fehlgeburt führt. Sie schafft es zu fliehen, und erstattet Anzeige bei der Polizei, diese möchte die Anzeige zunächst jedoch nicht aufnehmen. Acht Jahre später läuft das Verfahren trotz eindeutiger Beweislage immer noch.

Mittlerweile würde auch die Presse über den Fall „Mitu Khurama“ berichten, da sie bisher die einzige (!) indische Frau sei, die eine solche Geschichte veröffentlicht habe, was auch daran liegen mag, dass Opfer solcher Gewaltverbrechen oft nur wenig Rückhalt von der Gesellschaft zu erwarten haben.

Zusammenfassung der Kapitel

Probleme/Konflikte bei der Geburt indischer Mädchen: Dieses Kapitel thematisiert die massenhafte Abtreibung weiblicher Föten und Kindsmorde, wobei das korrupte Rechtssystem an einem konkreten Fallbeispiel kritisch hinterfragt wird.

Kindheit indischer Mädchen: Hier werden reale Benachteiligungen im Kindesalter sowie die Diskrepanz zwischen dieser Diskriminierung und der subjektiven Wahrnehmung der Mädchen analysiert; zudem werden Kinderhandel und Kinderheirat behandelt.

Jugend indischer Mädchen: Das Kapitel beleuchtet die spezifischen Einschränkungen von Mädchen während ihrer Jugend, zeigt jedoch auch auf, dass ihr Alltag trotz der patriarchalen Zwänge von positiven emotionalen Bindungen geprägt sein kann.

Indische Frauen in der Ehe: Es werden die traditionellen Rollenbilder der Ehefrau, Mutter und Schwiegertochter skizziert, sowie die lebensgefährlichen Auswirkungen des Mitgift-Wesens und das Problem der „brennenden Bräute“ dargelegt.

Schlüsselwörter

Indien, Frauenrechte, Diskriminierung, Patriarchat, Abtreibung, Kindsmord, Mitgift-Morde, Kinderheirat, Gender, Kastenwesen, Rollenbilder, Menschenhandel, Rechtswesen, Emanzipation, Sexismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Stellung der Frau in der indischen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts und analysiert die verschiedenen Lebensphasen von der Geburt bis zum Eheleben unter Berücksichtigung kultureller und religiöser Einflüsse.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die systematische Benachteiligung von Mädchen, das Problem des Mitgift-Wesens, die Rolle der Frau in der Ehe sowie die Auswirkungen patriarchaler Strukturen auf das Leben indischer Frauen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist eine umfassende Darstellung und Erklärung der weiblichen Lebensrealität in Indien, um ein tieferes Verständnis für die gesellschaftlichen Hintergründe der Diskriminierung zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung aktueller Berichte und Fallbeispiele, um die sozio-kulturelle Situation der indischen Bevölkerungsschichten (Mittel- und Unterschicht) darzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in vier inhaltliche Kapitel, die das indische Frauenleben entlang einer Zeitskala von der Geburt über die Kindheit und Jugend bis hin zum Eheleben analysieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Indien, Frauenrechte, Diskriminierung, Patriarchat, Mitgift-Morde, Kinderheirat, Gender und Kastenwesen.

Warum spielt das Kastenwesen bei der Analyse eine wichtige Rolle?

Das Kastenwesen beeinflusst den sozialen Status einer Frau in Indien maßgeblich und macht die gesellschaftliche Situation komplexer, da es teils das Geschlecht übertrumpft.

Was versteht man unter dem Begriff „Brennende Bräute“?

Dies bezeichnet eine grausame Methode bei Mitgift-Morden, bei der Frauen mit Kerosin übergossen und angezündet werden, wenn die Forderungen der Familie des Ehemannes nach Mitgift nicht erfüllt werden.

Wie gehen die Mädchen laut Arbeit mit der erfahrenen Diskriminierung in der Kindheit um?

Die Mädchen nutzen sogenannte „Ventile“, wie die enge Bindung zur Mutter oder eigene Verantwortungsbereiche im Haushalt, die es ihnen ermöglichen, die Diskriminierung subjektiv teilweise auszublenden.

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Résumé des informations

Titre
Die Stellung der Frau in der indischen Gesellschaft im 21. Jahrhundert
Cours
Wissenschaftspropädäutisches Seminar - Sexismus und Emanzipation
Note
1,0
Auteur
Lucas Windisch (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
23
N° de catalogue
V374683
ISBN (ebook)
9783668545151
ISBN (Livre)
9783668545168
Langue
allemand
mots-clé
Stellung der Frau in Indien Stellung der Frau Indien Sexismus Emanzipation Sexismus und Emanzipation in Indien Indische Gesellschaft Seminararbeit Indien Indien heute
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GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Lucas Windisch (Auteur), 2016, Die Stellung der Frau in der indischen Gesellschaft im 21. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374683
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Extrait de  23  pages
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