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Einfluss von Kriegskindheiten auf das Altern. Vaterentbehrung und ihre Auswirkungen auf die Söhne während und nach dem II. Weltkrieg

Título: Einfluss von Kriegskindheiten auf das Altern. Vaterentbehrung und ihre Auswirkungen auf die Söhne während und nach dem II. Weltkrieg

Trabajo Escrito , 2011 , 9 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin (B.A.) Martina Bradke (Autor)

Psicología - Psicología del desarrollo
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In der folgenden Ausarbeitung möchte ich untersuchen, welche Auswirkungen die kriegsbedingte Vaterentbehrung während und nach dem Krieg auf die Söhne hat.
Zum Anlass des 60sten Jahrestages der Wiederkehr des Kriegsendes 1945, meldeten sich 2005 zahlreiche Kriegskinder, in der Regel zwischen 1933 und 1945 geboren, zu Wort.
Diese berichteten über ihre Kriegs- und Nachkriegserfahrung. Besonders heute, ist diese für die Beteiligten, zum größten Teil traumatisierende Epoche allgegenwärtig.
Was sie in dieser Zeit durchleben mussten, wie die Kriegskinder mit dem vaterentbehrten Leben umgingen, welche Rolle die Mutter dabei spielte und welche Bedeutung die Vaterrolle für die Jungen spielte, sehe ich als wesentlich inhaltliche Bestandteile um sich der eigentlichen Frage, nach den Auswirkungen der Vaterlosigkeit auf die Söhne, zu nähern.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erfahrungen der Kinder während des zweiten Weltkrieges

3. Die Beziehung zur Mutter

4. Suche nach Ersatz zur Männlichkeitsfindung

5. Bedeutung des Vaters

6. Folgen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Ausarbeitung untersucht die langfristigen psychosozialen Auswirkungen kriegsbedingter Vaterentbehrung auf Söhne, die während oder kurz nach dem Zweiten Weltkrieg geboren wurden, und analysiert deren Verarbeitungsprozesse im Alter.

  • Analyse der Mutter-Sohn-Beziehung unter Bedingungen der Vaterlosigkeit
  • Untersuchung der Suche nach männlichen Ersatzbildern zur Identitätsfindung
  • Darstellung der entwicklungspsychologischen Bedeutung des Vaters
  • Aufarbeitung der langfristigen Folgen für Partnerschaft und Persönlichkeitsstruktur
  • Reflektion über die Möglichkeiten der späten biografischen Selbstbesinnung

Auszug aus dem Buch

Bedeutung des Vaters

Der Vater kann anhand eines Modelles von Hartmut Radebold, seinen Söhnen vorleben wie man sich weiter entwickelt.

Er bringt ihnen bei, wie man trotz Konflikten infolge der Pubertät, die Beziehung zur Familie aufrecht erhält und jeweils erwachsenengerecht gestaltet. Das Vorleben erforderlicher Lebensstrukturen und wie man sich ihnen anpasst ist ein weiterer Bestandteil. Die Söhne lernen vom Vater, wie man bedrohliche Veränderungen, zum Beispiel den Verlust des Arbeitsplatzes oder eine Krankheit, bewältigt und erträgt. Ebenfalls wie man Interessen und Fähigkeiten nachgeht und wie sie sich im Laufe des Lebens ändern. Auch die Gestaltung und Veränderung der Beziehungen zu Ehefrau oder Lebenspartnerin, Geschwistern und Freunden (intragenerationale Beziehungen), sowie zu seinen Eltern, Schwiegereltern, seinen Kindern und Enkelkindern, (intergenerationale Beziehungen) ist ein wichtiger Punkt, den ein Sohn von seinem Vater übernehmen kann.

Der Vater ist ein andersartiger Interaktionspartner, welcher andere Dinge als die Mutter, mit dem Kind macht. Er fordert den Sohn auf, Neuartiges zu tun, was sich dieser unter Umständen nicht allein zugetraut hätte. Außerdem ist er ein wichtiger Vermittler von Bereichen der Umwelt, wie zum Beispiel des Feuers, der Wasserkraft, von Baumhöhen und Klippen. Ohne diese sorgsame Umsicht oder dem Wissen seinerseits, wären diese Bereiche für das Kind zu gefährlich oder einfach uninteressant. Der Vater fungiert als Vermittler von Spielen, der Sohn kann so Aggressionen erproben und kann mit ihm seine Konkurrenz austragen. Die Söhne erlernen vom Vater außerdem handwerkliches Geschick und komplexere Bewegungsabläufe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Problematik der kriegsbedingten Vaterentbehrung und die Motivation, die Auswirkungen dieser traumatisierenden Epoche auf die Söhne zu untersuchen.

2. Erfahrungen der Kinder während des zweiten Weltkrieges: Dieses Kapitel klassifiziert die Kriegskinder in Kategorien basierend auf der Dauer der väterlichen Abwesenheit und schildert die existentiellen Belastungen durch Kriegserlebnisse.

3. Die Beziehung zur Mutter: Der Text analysiert die häufig symbiotischen, teils dominanten Mutter-Sohn-Beziehungen, die aus der erzwungenen Alleinerziehung resultierten.

4. Suche nach Ersatz zur Männlichkeitsfindung: Es wird beschrieben, wie vaterlose Söhne durch Gruppenbildung oder männliche Bezugspersonen versuchten, eine eigene Männlichkeitsidentität zu konstruieren.

5. Bedeutung des Vaters: Dieses Kapitel erläutert die psychologische Funktion des Vaters als Entwicklungsmodell und Vermittler von Umweltkompetenzen.

6. Folgen: Hier werden die langfristigen Auswirkungen, wie Bindungsschwierigkeiten im Erwachsenenalter und psychosomatische Störungen, sowie der Prozess der späten Selbstbesinnung diskutiert.

Schlüsselwörter

Kriegskinder, Vaterentbehrung, Vaterlosigkeit, Männlichkeitsfindung, Mutter-Sohn-Beziehung, Trauma, Kriegserfahrungen, Triangulierung, Psychosomatik, Identitätsentwicklung, Symbiose, Hartmut Radebold, Biografie, Nachkriegszeit, Väterrolle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den langfristigen psychologischen Auswirkungen der kriegsbedingten Vaterentbehrung auf Söhne des Zweiten Weltkriegs.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Mutter-Sohn-Beziehung, die Suche nach Identitätsersatz, die Entwicklungsbedeutung des Vaters und die Folgen für die Persönlichkeitsstruktur im Alter.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es zu verstehen, wie vaterlose Jungen ihre Männlichkeit fanden, welche Rolle Mütter dabei einnahmen und wie sich das Fehlen des Vaters auf ihr späteres Leben auswirkte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse sowie der Auswertung von Zeitzeugenberichten und psychologischen Modellen, insbesondere von Hartmut Radebold.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die verschiedenen Grade väterlicher Abwesenheit, die Dynamik von Mutter-Sohn-Beziehungen, die Identitätskonstruktion durch Ersatzvorbilder und die langfristigen Folgen für das Erwachsenenleben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kriegskinder, Vaterentbehrung, Identitätsentwicklung, Symbiose, Männlichkeitsfindung und psychologische Traumatisierung.

Warum war die Mutter-Sohn-Beziehung oft als "symbiotisch" beschrieben?

Aufgrund der Abwesenheit des Vaters trugen Mütter die alleinige Verantwortung, was in vielen Fällen zu einer übermäßig engen, teils dominanten Beziehung führte, aus der sich die Söhne nur schwer lösen konnten.

Welche Rolle spielte die "Triangulierung" für diese Jungen?

Die Triangulierung, also das Hinzutreten des Vaters als dritte Person, hätte den Söhnen geholfen, sich aus der symbiotischen Beziehung zur Mutter zu lösen; bei vielen blieb dieser Prozess aufgrund der Abwesenheit der Väter unvollständig.

Wie versuchen die betroffenen Männer im Rentenalter mit ihrer Vergangenheit umzugehen?

Im Ruhestand bietet die gewonnene Freizeit den Männern die Chance zur Selbstbesinnung, um belastende und ungeklärte Dinge der eigenen Biografie aufzuarbeiten.

Final del extracto de 9 páginas  - subir

Detalles

Título
Einfluss von Kriegskindheiten auf das Altern. Vaterentbehrung und ihre Auswirkungen auf die Söhne während und nach dem II. Weltkrieg
Universidad
Protestant University of Applied Sciences Berlin
Calificación
1,0
Autor
Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin (B.A.) Martina Bradke (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
9
No. de catálogo
V374713
ISBN (Ebook)
9783668549111
ISBN (Libro)
9783668549128
Idioma
Alemán
Etiqueta
Psychologie Entwicklungspsychologie Kindheit Kriegskindheiten Krieg Zweiter Weltkrieg
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin (B.A.) Martina Bradke (Autor), 2011, Einfluss von Kriegskindheiten auf das Altern. Vaterentbehrung und ihre Auswirkungen auf die Söhne während und nach dem II. Weltkrieg, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374713
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