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Die Relevanz der Genderforschung für die Religionswissenschaft

Titre: Die Relevanz der Genderforschung für die Religionswissenschaft

Dossier / Travail , 2016 , 13 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Dominika Warmuth (Auteur)

Théologie - Sciences des religions comparatives
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit folgender Fragestellung: „Wie relevant ist Genderforschung für eine religionswissenschaftliche Darstellung von Religionen? Die Beantwortung dieser Leitfrage erfolgt anschließend anhand eines Beispiels.

Unterstützend zieht der Autor die Kritik von Rita Gross heran, die einen besonders wichtigen Aspekt hinsichtlich der Bedeutung der Auseinandersetzung mit Gender und Religion für unsere Gesellschaft veranschaulicht. Dieser bezieht sich nicht auf deren gemeinschaftliches und gesellschaftliches Leben in Beruf oder Alltag, sondern impliziert zudem die Bedeutsamkeit für das Individuum und seine Persönlichkeits- und Identitätsbildung. Die Arbeit wird durch eine Zusammenfassung und die Vorstellung entsprechender Schlussfolgerungen abgerundet.

Eine der Hauptquellen dieser Hausarbeit soll Hellers Werk aus 2010 „Frau. Gender. Queer - Gendertheoretische Ansätze in der Religionswissenschaft“ werden, welches sie gemeinsam mit Márcia Elisa Moser herausgab. Auch Texte von Susanne Lanwerd sind in diesem Buch vertreten. Um den Begriff „Gender“ im Zusammenhang mit Religion und Religionswissenschaft verstehen zu können, erfolgt im ersten Kapitel eine knappe Vorstellung der Historie und des Wandels dieses Begriffs bis zu seiner Funktion als Kategorie in der geisteswissenschaftlichen Forschung. Darauf folgt die Erläuterung des Prozesses der Aufnahme von genderorientierten Theorien in die Religionswissenschaft. Im darauffolgenden Kapitel werden die Perspektiven für die Kategorie Gender innerhalb der Religionswissenschaft in Theorie und Forschung behandelt. Aufgrund der Vielzahl von Ansätzen und Theorien wird eine Auswahl der dominantesten Beispiele vorgestellt.

Im Jahr 1970 fand die Kategorie „Gender“ erstmals Einzug in die Religionswissenschaft. Rita Gross ist als eine der Pionierinnen der genderorientierten Religionswissenschaft anzusehen. Mit ihrer Androzentrismuskritik lieferte sie der religionswissenschaftlichen Forschung einen erhellenden Einwand. Bei der Recherche zum Thema Genderforschung in der Religionswissenschaft ist darüber hinaus eine Auseinandersetzung mit den Texten der beiden Religionswissenschaftlerinnen Birgit Heller und Susanne Lanwerd unvermeidbar.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der historische Wandel von Geschlechterperspektiven in der Religionswissenschaft

3. Aufnahme von Theorien der Genderforschung in die Religionswissenschaft

4. Der aktuelle Forschungsstand und das Problemfeld

5. Theorie- und Forschungsperspektiven für die Religionswissenschaft

6. Das Gottesbild und die Relevanz der Genderforschung für die religionswissenschaftliche Darstellung von Religionen

7. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und Notwendigkeit der Genderforschung innerhalb der Religionswissenschaft, um androzentrische Strukturen kritisch zu beleuchten und eine werteneutralere Darstellung von Religionen zu ermöglichen.

  • Historische Entwicklung der Geschlechterperspektiven in der Religionswissenschaft
  • Prozess der Integration feministischer Theorien in das Fachgebiet
  • Analyse androzentrischer Weltbilder und deren Auswirkungen auf die Forschung
  • Bedeutung der Genderforschung für das Verständnis religiöser Gottesbilder
  • Konstruktion von Geschlechtsidentitäten im Kontext religiöser Traditionen

Auszug aus dem Buch

4. Der aktuelle Forschungsstand und das Problemfeld

In religionswissenschaftlichen Texten werden Frauen selten als homines religiosi, das heißt mit einer eigenen Theologie, eigenen Ritualen, eigenen Gottheiten, Symbolsystemen und Handlungen dargestellt. In den meisten Fällen wird die Frau in Beziehung zum Mann gesetzt und als Sexualpartnerin, Mutter und Tochter wahrgenommen. Die androzentrisch geprägte Forschungssituation lässt eine Geschlechtertrennung meist unbegründet aus oder es wird den Frauen ein Kapitel gegen Ende eines Buches gewidmet. Da sich Frauen von der männlichen Norm unterscheiden, müssen sie zumindest erwähnt werden, was wiederum bedeutet, dass sie im androzentrischen Denken nur als Objekte außerhalb des menschlichen/männlichen Seins eingeordnet werden. Dabei wird ihnen dieselbe Position wie anderen Objekten, die außerhalb dieser Norm stehen, aufgedrängt. Andere Lebewesen oder Pflanzen werden auf derselben Ebene diskutiert, um eine Erfahrung oder Situation verständlich zu machen. Da die Erforschung der patriarchalen Großreligionen einer langen Tradition zugrunde liegt, die von Beginn an androzentrisch geprägt war, ist es nicht auszuschließen, dass sich Vorurteile und Tabus manifestiert haben, die geistesgeschichtlich, theoretisch, terminologisch und moralisch tief verankert sind und die Realität verschleiern. Somit ruft ein fokussierter Blick auf das Geschlechterverhältnis oftmals eine irritierte oder gar abwehrende Reaktion hervor. Der deutsche Religionswissenschaftler Hans Jürgen Greschat beschreibt diese Reaktion wie folgt:

Manchmal geben wir einer Sache, wenn wir sie lesen oder hören, keine Chance. Reizwörter lösen Alarm in uns aus, wie wenn eine Glocke schrillte. Dann schließt sich automatisch jedes Schott, wir sind im Kriegszustand, abwehrbereit, auf Tauchstation, eingeigelt, geladen. Und dann ballern wir los, feuern ab, was in unseren Rohren steckt, und das ist meistens scharfe Munition. […]

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Entwicklung der genderorientierten Religionswissenschaft ein und formuliert die Leitfrage nach deren Relevanz für die Darstellung von Religionen.

2. Der historische Wandel von Geschlechterperspektiven in der Religionswissenschaft: Dieses Kapitel zeichnet die Anfänge der Geschlechterforschung nach, beginnend bei Bachofens Mutterrechtsthesen bis hin zur Kritik am Androzentrismus.

3. Aufnahme von Theorien der Genderforschung in die Religionswissenschaft: Hier wird der Prozess der Integration feministischer Theorien und die Abgrenzung der Begriffe "Sex" und "Gender" erläutert.

4. Der aktuelle Forschungsstand und das Problemfeld: Das Kapitel analysiert die androzentrische Prägung der religionswissenschaftlichen Forschung und die daraus resultierende marginalisierte Rolle von Frauen.

5. Theorie- und Forschungsperspektiven für die Religionswissenschaft: Es werden neue Ansätze vorgestellt, die Religion und Gender in einer wechselseitigen Abhängigkeit untersuchen und dekonstruieren.

6. Das Gottesbild und die Relevanz der Genderforschung für die religionswissenschaftliche Darstellung von Religionen: Anhand des Beispiels christlicher Gottesbilder wird die Notwendigkeit kritischer Genderforschung für ein gerechteres Verständnis von Religionen verdeutlicht.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer werteneutralen, genderbewussten Religionswissenschaft.

Schlüsselwörter

Religionswissenschaft, Genderforschung, Androzentrismus, Frauenforschung, Geschlechterperspektiven, Identitätsbildung, Feministische Theorie, Konstruktivismus, Religion, Patriarchat, Gender Studies, Religionstheorie, Geschlechterrollen, Gottesbild, Diskursanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Integration der Genderforschung in die Religionswissenschaft und untersucht, wie geschlechtsspezifische Perspektiven das Verständnis von Religionen beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Kritik am Androzentrismus, die historische Entwicklung der Geschlechterperspektiven und die dekonstruktive Analyse von Religionsdarstellungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Relevanz der Genderforschung für die Religionswissenschaft aufzuzeigen und zu klären, wie Religionen ohne androzentrische Verzerrungen dargestellt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode findet Anwendung?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, welche die Entwicklung theoretischer Konzepte nachzeichnet und diese kritisch auf ihren sozio-kulturellen Kontext hin untersucht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der historische Wandel der Disziplin, die Aufnahme theoretischer Ansätze der Gender Studies sowie eine kritische Analyse aktueller Forschungsprobleme diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Religionswissenschaft, Genderforschung, Androzentrismus, Identitätsbildung, Geschlechterrollen und die Dekonstruktion religiöser Symbole.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen Sex und Gender?

Die Autorin bezieht sich auf die Definition, bei der "Gender" als kulturell und gesellschaftlich geprägte Geschlechtseigenschaft verstanden wird, während "Sex" das anatomische Geschlecht bezeichnet.

Welche Rolle spielt das christliche Gottesbild für die Argumentation?

Das christliche Gottesbild dient als Fallbeispiel, um zu illustrieren, wie eine vermeintlich neutrale Darstellung durch eine einseitig männliche Perspektive (Androzentrismus) verzerrt sein kann.

Warum ist die Kritik an der Objektivität in der Forschung wichtig?

Die Kritik verdeutlicht, dass wissenschaftliche Forschung oft von den unbewussten sozio-kulturellen Hintergründen der Forschenden geprägt ist, weshalb Objektivität ständig reflektiert werden muss.

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Résumé des informations

Titre
Die Relevanz der Genderforschung für die Religionswissenschaft
Université
University of Hannover  (Institut für Theologie und Religionswissenschaft)
Note
2,0
Auteur
Dominika Warmuth (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
13
N° de catalogue
V374724
ISBN (ebook)
9783668519763
ISBN (Livre)
9783668519770
Langue
allemand
mots-clé
religionswissenschaft religious studies gender studies genderforschug gender religion patriarchat matriarchat geschlechterperspektiven gottesbild emanzipation gleichberechtigung sexes soziale ungleichheit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dominika Warmuth (Auteur), 2016, Die Relevanz der Genderforschung für die Religionswissenschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374724
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Extrait de  13  pages
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