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Jugendkriminalrecht und Jugendkriminologie. Ein Überblick über die Jugendgerichtshilfe

Titel: Jugendkriminalrecht und Jugendkriminologie. Ein Überblick über die Jugendgerichtshilfe

Hausarbeit , 2016 , 11 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Jura - Strafprozessrecht, Kriminologie, Strafvollzug
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit zum Modul 13 „Jugendkriminalrecht und Jugendkriminologie“ befasse ich mich mit der Jugendgerichtshilfe (JGH).

Im ersten Teil meiner Arbeit geht es – zur Aufklärung – um eine allgemeine Erläuterung der JGH. Im Anschluss daran gehe ich auf die rechtlichen Grundlagen der JGH ein und beziehe mich hierbei auf die Gesetzestexte des Jugendgerichtsgesetzes (JGG) und des achten Sozialgesetzbuches (SGB VIII). Im zweiten Teil meiner Ausarbeitung befasse ich mich unter Berücksichtigung des §38 JGG mit den Aufgaben der JGH. Im dritten Abschnitt meiner Hausarbeit beschäftige ich mich mit dem bestehenden Rollenkonflikt der Jugendgerichtshilfe und der Justiz. Abschließend strebe ich Überlegungen und Begründungen zur Auflösung des Spannungsverhältnisses zwischen JGG und SGB VIII an.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Jugendgerichtshilfe

3 Rechtliche Grundlagen der Jugendgerichtshilfe

4 Aufgaben der Jugendgerichtshilfe im jugendgerichtlichen Verfahren

4.1 Jugendhilfeleistungen

4.2 Ermittlungs- und Entscheidungshilfe

4.3 Haftentscheidungshilfe - Haftverschonung

4.4 Teilnahme an der Hauptverhandlung

4.5 Stellungnahme zu beabsichtigten Erteilungen von Weisungen

4.6 Überwachung von Sanktionen

4.7 Betreuung der Verurteilten

4.8 Diversion

5 Rollenkonflikt Jugendhilfe und Justiz (SGB VIII und JGG)

6 Ausblick und Fazit zur Auflösung des Rollenkonflikts

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle, Aufgaben und rechtlichen Grundlagen der Jugendgerichtshilfe (JGH) im deutschen Jugendstrafverfahren. Ein zentrales Ziel ist es, den inhärenten Rollenkonflikt zwischen dem erzieherischen Auftrag der Jugendhilfe (SGB VIII) und den repressiven Anforderungen des Jugendgerichtsgesetzes (JGG) zu analysieren und Lösungsansätze für ein gelingendes Zusammenwirken der Professionen aufzuzeigen.

  • Rechtliche Verankerung der JGH in SGB VIII und JGG.
  • Aufgabenspektrum der JGH von der Ermittlungshilfe bis zur Diversion.
  • Die JGH in der Doppelfunktion zwischen Hilfe und Justiz.
  • Analyse des Rollenkonflikts und Spannungsverhältnisses der Akteure.
  • Perspektiven für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zum Wohle der Jugendlichen.

Auszug aus dem Buch

5. Rollenkonflikt Jugendhilfe und Justiz (SGB VIII und JGG)

Nach den vorangegangen Aufgaben der JGH stellt sich die Frage, auf welcher Seite die Vertreter_innen der JGH stehen. Steht die JGH auf Seiten des Gerichts oder des Jugendlichen/Heranwachsenden? Sind die Mitarbeiter_innen primär der Hilfe für das Gericht und der Staatsanwaltschaft verpflichtet oder haben sie vordergründig eine Betreuungsfunktion für den straffällig gewordenen Jugendlichen? (vgl. Nix/Möller/Schütz 2011:171f.). Die Handlungslogiken des Jugendgerichtsgesetzes und SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfe) sind unterschiedlich. Im SGB VIII dominiert das Prinzip der Freiwilligkeit und Hilfe. Im JGG dominieren Verpflichtungen und Zwang (vgl. Janssen/Riehle 2013:158). In den letzten Jahren wurde eine intensive Diskussion über die Rolle der JGH geführt. Schon der Begriff „Jugendgerichtshilfe“ ist umstritten. Im SGB VIII wird statt von „Jugendgerichtshilfe“ von „Jugendhilfe in Verfahren nach dem Jugendgerichtsgesetz“ gesprochen (vgl. §52 SGB VII).

Im Gesetz ist einerseits eine Ermittlungs- und Kontrollaufgabe und andererseits die Betreuungsfunktion vorgesehen. Dies allein führt zur Kollision. In dieser Konstellation gilt die JGH als „Doppelagentin“. Sie muss sowohl dem Beschuldigten als auch der Justiz Hilfe gewähren. Kommt es zum Falle einer Diversion, wie dem Täter-Opfer-Ausgleich, muss die JGH sogar drei unterschiedliche Interessen wahrnehmen. Die Betreuungssituation sollte auf Grund der beruflichen Herkunft der JGH aus der Sozialen Arbeit die primäre Aufgabe der JGH sein (vgl. Ostendorf 2015: 79f.). Verständlich, dass Jugendliche/Heranwachsende Kritik an der JGH üben. Dies scheint Ausdruck der Enttäuschung, dass der eigentliche Helfer vor Gericht zu einer „unerwünschten Maßnahme oder gar Strafe verhilft“ (vgl. Böhm/Feuerhelm 2004: 129).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Aufgabenstellung der Hausarbeit ein, definiert das Themenfeld der Jugendgerichtshilfe und skizziert den Aufbau der Untersuchung sowie die behandelten Gesetzesgrundlagen.

2 Die Jugendgerichtshilfe: Dieses Kapitel erläutert die Grundfunktion der Jugendgerichtshilfe als essenzielle Institution der Sozialen Arbeit, die junge Menschen im Strafverfahren begleitet und unterstützt.

3 Rechtliche Grundlagen der Jugendgerichtshilfe: Hier werden die gesetzliche Verankerung der JGH im JGG und SGB VIII sowie die Zuständigkeitsregeln des Jugendamtes im Rahmen des Strafverfahrens detailliert dargelegt.

4 Aufgaben der Jugendgerichtshilfe im jugendgerichtlichen Verfahren: Das Kapitel beschreibt das umfangreiche Aufgabenspektrum der JGH, das von der Unterstützung in Haftfragen bis hin zur Mitwirkung in der Hauptverhandlung und der Überwachung von Weisungen reicht.

5 Rollenkonflikt Jugendhilfe und Justiz (SGB VIII und JGG): Dieser Abschnitt analysiert das Spannungsfeld, in dem sich die JGH zwischen ihrem pädagogischen Hilfsauftrag und der Rolle im repressiven Justizgefüge bewegt.

6 Ausblick und Fazit zur Auflösung des Rollenkonflikts: Das abschließende Kapitel reflektiert über notwendige Kommunikationsprinzipien und eine verbesserte interdisziplinäre Zusammenarbeit, um den Rollenkonflikt konstruktiv aufzulösen.

Schlüsselwörter

Jugendgerichtshilfe, JGH, Jugendstrafrecht, SGB VIII, Jugendgerichtsgesetz, JGG, Jugendhilfe, Rollenkonflikt, Sozialarbeit, Diversion, Jugendkriminalität, Strafverfahren, Erziehungsgedanke, Jugendamt, Interdisziplinarität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und den gesetzlich definierten Aufgaben der Jugendgerichtshilfe (JGH) im Kontext des Jugendstrafrechts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die rechtlichen Rahmenbedingungen, das praktische Aufgabenspektrum der JGH und der daraus resultierende Rollenkonflikt zwischen Jugendhilfe und Justiz.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den bestehenden Rollenkonflikt der JGH zu analysieren und Begründungen sowie Strategien zur Auflösung des Spannungsverhältnisses zwischen JGG und SGB VIII zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung relevanter Gesetzestexte des Jugendstrafrechts und der Kinder- und Jugendhilfe.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die vielfältigen Aufgaben der JGH, wie die Ermittlungs- und Entscheidungshilfe, die Teilnahme an Hauptverhandlungen und die Diversion, detailliert erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Jugendgerichtshilfe, JGG, SGB VIII, Rollenkonflikt, Jugendstrafrecht und pädagogischer Erziehungsgedanke.

Warum wird die Jugendgerichtshilfe in der Literatur oft als „Doppelagentin“ bezeichnet?

Dieser Begriff spiegelt die Kollision der Aufgaben wider: Die JGH muss sowohl dem straffällig gewordenen Jugendlichen als auch dem Justizsystem dienen, was häufig zu einer ambivalenten Wahrnehmung ihrer Rolle führt.

Welche Rolle spielt die Diversion für die Jugendgerichtshilfe?

Die Diversion ist ein zentrales Aufgabengebiet, bei dem die JGH versucht, durch außergerichtliche Maßnahmen, wie den Täter-Opfer-Ausgleich, traditionelle Sanktionen zu ersetzen und so dem Jugendlichen zu helfen.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Jugendkriminalrecht und Jugendkriminologie. Ein Überblick über die Jugendgerichtshilfe
Hochschule
Frankfurt University of Applied Sciences, ehem. Fachhochschule Frankfurt am Main
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
11
Katalognummer
V374785
ISBN (eBook)
9783668520004
ISBN (Buch)
9783668520011
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jugendgerichtshilfe Jugendkriminologie Jugendkriminalrecht Rollenkonflikt JGH Rechtliche Grundlagen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2016, Jugendkriminalrecht und Jugendkriminologie. Ein Überblick über die Jugendgerichtshilfe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374785
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