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Das Win-Win Prinzip im Kontext der Pharmaindustrie und Krankenkassen

Titre: Das Win-Win Prinzip im Kontext der Pharmaindustrie und Krankenkassen

Dossier / Travail , 2017 , 16 Pages , Note: 1,4

Autor:in: Anna-Katharina Hadder (Auteur)

Gestion d'entreprise - Gestion de la production
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Diese Arbeit soll der Frage nachgehen, inwiefern die Gesundheitspolitik von der Pharmaindustrie beeinflusst wird und welche Rolle in diesem Kontext die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat.

Steht die Gesundheit des Patienten tatsächlich an erster Stelle? Profitieren die Pharmakonzerne oder auch die GKV vom etablierten System? Handelt es sich um ein Win-Win-Prinzip, in dem beide Parteien als Gewinner dastehen? Vorurteile zur pharmazeutischen Industrie gibt es viele und oftmals ist die Pharmaindustrie in der Öffentlichkeit nicht transparent. Die aufeinandertreffenden Interessen der Pharmaindustrie, Ärzte und Krankenkassen sorgen für permanente Spannungen im Gesundheitswesen. Somit stellt das Gesundheitssystem eine ewige Reformbaustelle dar.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Gesundheit als Ware

3. Die gescheiterten Reformen gegen den Pharma-Lobbyismus

4. Berechtigte Beitragserhöhung der Gesetzlichen Krankenversicherung?

4.1 Aus der Sicht der Pharmaindustrie

4.2 Aus der Sicht der Gesetzlichen Versicherung

5. Rabattverträge zwischen Pharmaherstellern und Krankenkassen

6. Patientenfreundlichkeit im Gesundheitswesen

6.1 Wettbewerb in der Gesetzlichen Krankenversicherung

6.2 Der Risikostrukturausgleich

7. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Pharmaindustrie auf die deutsche Gesundheitspolitik und analysiert das Spannungsfeld zwischen den ökonomischen Interessen der Pharmaunternehmen und der Rolle der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Ziel ist es, kritisch zu hinterfragen, ob das bestehende System ein Win-Win-Prinzip für Patienten, Versicherungen und Konzerne darstellt oder ob insbesondere der Versicherte als Verlierer hervorgeht.

  • Analyse der Machtverhältnisse zwischen Pharma-Lobby und Gesundheitspolitik
  • Untersuchung der Preisbildung für Medikamente und der Rolle von Rabattverträgen
  • Kritische Würdigung gesetzlicher Reformversuche wie AMNOG und Positivliste
  • Beleuchtung der ökonomischen Interessen versus gesundheitlicher Versorgung

Auszug aus dem Buch

3. Die gescheiterten Reformen gegen den Pharma-Lobbyismus

Das Scheitern aller Reformversuche kann dem politischen System und den starken Interessen der einzelnen Akteure dieses Politikfeld zugeschrieben werden.1

Die Positivliste

1993 entschied der ehemalige Gesundheitsminister Horst Seehofer (CSU) eine sogenannte Positivliste einzuführen. Es handelte sich jedoch um einen weiteren erfolglosen Versuch des Staates, für mehr Transparenz in der Pharmaindustrie zu sorgen. Die Positivliste sollte die Arzneimittel aufzeichnen, die auf den Markt kommen dürfen. Nur die, die einen neuen therapeutischen Zusatznutzen generierten, landeten auf dieser Liste und durften verkauft werden.2 Die Pharmaindustrie sah ihre Umsätze in Gefahr und hatte an einer solchen Liste kein Interesse. Der Konzern Bayer erzwang die Aufnahme eines bestimmten Medikamentes in die Positivliste, indem er ein Kommissionsmitglied der Positivliste einstellte. Plötzlich wurde die Positivliste nach zwei Jahren von Horst Seehofer selbst wieder aufgehoben. Auf einmal galt sie als unnötiger Eingriff in die Therapiefreiheit des Arztes.3 Zuletzt wurde die Positivliste 2003 zurückgestellt.4 Jahre später gab Seehofer selbst zu, dass der Druck der Pharmaindustrie auf die Politik zu hoch sei. „Ja, das ist so, seit 30 Jahren, bis zur Stunde. Sinnvolle, strukturelle Veränderungen, auch im Sinne von mehr sozialer Marktwirtschaft im deutschen Gesundheitswesen, sind wegen des Widerstandes der Lobbyverbände nicht möglich. Ich kann Ihnen nur beschreiben, dass es so ist und, dass es so abläuft und zwar sehr wirksam“5.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einleitung in die Problematik der Machtverhältnisse im Gesundheitswesen unter Bezugnahme auf historische Zitate und die zentrale Fragestellung der Arbeit.

2. Gesundheit als Ware: Darstellung der Pharmaindustrie als profitorientierte Branche anhand von Skandalbeispielen wie Contergan und dem Anstieg von ADHS-Diagnosen.

3. Die gescheiterten Reformen gegen den Pharma-Lobbyismus: Analyse historischer und aktueller politischer Versuche zur Regulierung der Industrie, wie der Positivliste und dem AMNOG.

4. Berechtigte Beitragserhöhung der Gesetzlichen Krankenversicherung?: Gegenüberstellung der Argumentationen von Pharmaindustrie und Krankenkassen hinsichtlich Kostenentwicklung und Preisgestaltung.

5. Rabattverträge zwischen Pharmaherstellern und Krankenkassen: Erläuterung der Rabattverträge als Instrument zur Kostensenkung und deren Auswirkungen auf den Wettbewerb.

6. Patientenfreundlichkeit im Gesundheitswesen: Untersuchung des GKV-Wettbewerbs und des Risikostrukturausgleichs im Kontext des Solidaritätsprinzips.

7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Systems als Gewinnsituation für Konzerne und Versicherungen, bei gleichzeitiger Belastung des Versicherten.

Schlüsselwörter

Gesundheitspolitik, Pharmaindustrie, Pharma-Lobbyismus, Gesetzliche Krankenversicherung, GKV, AMNOG, Medikamentenpreise, Rabattverträge, Gesundheit als Ware, Risikostrukturausgleich, Gesundheitswesen, Profit, Patientenwohl, Reformen, Bestandsmarktbewertung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den komplexen Machtstrukturen im deutschen Gesundheitswesen und wie die Pharmaindustrie die Gesundheitspolitik beeinflusst.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Preisbildung von Medikamenten, den politischen Einfluss von Lobbyverbänden und die finanzielle Situation der Gesetzlichen Krankenversicherung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, inwiefern die Gesundheitspolitik durch die Pharmaindustrie gesteuert wird und ob es sich bei dem etablierten System um ein für alle Beteiligten vorteilhaftes Win-Win-Prinzip handelt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die sich auf gesundheitspolitische Berichte, Fachartikel, Dokumentationen und Gesetzesentwürfe stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die historische Entwicklung von Reformversuchen, die ökonomischen Aspekte von Medikamentenpreisen, die Rolle der Rabattverträge und der Wettbewerb innerhalb der Krankenversicherungen beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Pharma-Lobbyismus, GKV-Ausgaben, Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) und die ökonomische Betrachtung des Gesundheitssektors.

Was ist das zentrale Argument zur "Gesundheit als Ware"?

Die Arbeit argumentiert, dass das System primär auf Gewinnmaximierung durch die Pharmaindustrie ausgerichtet ist, wobei Kranke oft als "lukrative Kunden" wahrgenommen werden.

Warum wird die Bestandsmarktbewertung in der Arbeit thematisiert?

Sie wird als ein essentielles Instrument zur Kostendämpfung und Qualitätskontrolle diskutiert, dessen Abschaffung auf Druck der Lobbyverbände kritisiert wird.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Patienten?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass der Patient in diesem komplexen System, trotz anderslautender Versprechen, häufig der Leidtragende ist, der die Kosten für strukturelle Lücken trägt.

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Résumé des informations

Titre
Das Win-Win Prinzip im Kontext der Pharmaindustrie und Krankenkassen
Université
University of Applied Sciences Südwestfalen; Meschede
Note
1,4
Auteur
Anna-Katharina Hadder (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
16
N° de catalogue
V374869
ISBN (ebook)
9783668519862
ISBN (Livre)
9783668519879
Langue
allemand
mots-clé
Pharmaindustrie Krankenkasse Pharmalobby Beitrag Lobbyismus
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anna-Katharina Hadder (Auteur), 2017, Das Win-Win Prinzip im Kontext der Pharmaindustrie und Krankenkassen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374869
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Extrait de  16  pages
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