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Stress und Coping-Strategien in Prüfungssituationen

Title: Stress und Coping-Strategien in Prüfungssituationen

Research Paper (undergraduate) , 2017 , 37 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Glorinda Matrone (Author)

Psychology - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Ziel der vorliegenden Studie war es, an der erhobenen Stichprobe von Studierenden unterschiedlicher Hochschulen aus dem deutschsprachigen Raum zu prüfen, als wie Stressintensiv diese die Prüfungssituationen empfinden und welche Bewältigungsstrategien sie zum Umgang mit dem entstehenden Stress wählen und welcher wissenschaftlich nachgewiesene Zusammenhang zu demografischen Daten, wie Alter und Geschlecht bestätigt werden kann.

Die Studie ergab, dass es Stress in Prüfungssituationen gibt und vor allem von Frauen stark wahrgenommen wird, aber auch Männer in geringerem Maße darunter leiden, das Geschlecht also eine Rolle spielt. Die Hintergründe hierfür liegen laut Forschung in den unterschiedlichen biochemischen Abläufen im Gehirn (Bangasser, et al., 2010), aber auch darin, dass Frauen über eine ausgeprägte Selbstwahrnehmung verfügen (Schulz, Schlotz, Wolf, & & Wüst, 2002) und bei gleichem Stressniveau dies häufiger zum Ausdruck bringen.

Was anhand der Datensätze mit einer linearen Regressionsanalyse nicht bestätigt werden konnte ist, dass Prüfungsstress mit den steigenden Lebensjahren weniger stark empfunden wird. Hier konnte keine signifikante Abhängigkeit zwischen Alter und Prüfungsstress nachgewiesen werden. Die Vermutung, es läge an der homogenen Altersstruktur der Studienteilnehmer konnte durch die durchgeführte Kontrollprüfung entkräftet werden. Durch diese Kontrollprüfung, wie sich das allgemeine Stressniveau abhängig vom Alter verhält konnte jedoch die wissenschaftliche Theorie (z. B. Aldwin, Sutton, Chiara & Spiro, 1996) bestätigt werden, der Stress nehme mit zunehmendem Alter ab. Es kann also festgehalten werden, dass sich der Prüfungsstress, entgegen der Erwartungen, unabhängig zum Alter verhält, das allgemeine Stressniveau der selben Studierenden jedoch altersbedingt abnimmt.

Von Interesse in dieser Studie waren auch die Bewältigungsstrategien der Studierenden in Hinblick auf Prüfungsstress. Die aufgestellte Hypothese, dass die Befragten nach dem Modell von Lazarus (1981) drei Dimensionen von Coping Strategien haben, wurde mit Hilfe einer explorativen Faktorenanalyse mit Varimax Rotation geprüft. Anhand dieser Faktorenanalyse haben sich vier Dimensionen ergeben, von denen sich jedoch die größten drei nach dem Modell von Lazarus dem emotionalen, kognitiven und behavioristischen Coping zuordnen lassen. Am wichtigsten sind in der Stichprobe die behavioristischen Bewältigungsstrategien.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Abstrakt

1.1. Abstrakt (deutsch)

1.2. Abstract (english)

2. Theoretischer Teil

2.1. Einleitung

2.2. Stand der aktuellen Forschung

2.2.1. Stressforschung

2.2.2. Bewältigungsstrategien in Prüfungssituationen

2.2.3. Ansätze der empirischen Forschung

2.3. Forschungsanliegen und Hypothesen

3. Empirischer Teil

3.1. Erhebungsmethode und Messinstrumente

3.1.1. Überblick über die gewählte Methode

3.1.2. Messinstrumente

3.2. Stichprobe

3.3. Untersuchungsdesign und -vorgehen

4. Ergebnisse der Forschung

4.1. Datenaufbereitung

4.2. Ergebnisse zur Hypothese 1

4.3. Ergebnisse zur Hypothese 2

4.4. Ergebnisse zur Hypothese 3

4.5. Ergebnisse zur Hypothese 4

5. Diskussion

5.1. Interpretation der Ergebnisse

5.2. Diskursive Auseinandersetzung mit den Ergebnissen der Forschung

5.3. Methodenkritische Betrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Stresswahrnehmung von Studierenden in Prüfungssituationen sowie die von ihnen gewählten Bewältigungsstrategien, wobei der Fokus auf dem Einfluss demografischer Merkmale wie Geschlecht und Alter liegt.

  • Analyse der Stressintensität in Prüfungssituationen bei Studierenden
  • Untersuchung von geschlechtsspezifischen Unterschieden im Stressempfinden
  • Einfluss des Lebensalters auf das Belastungserleben
  • Kategorisierung und Anwendung von Coping-Strategien nach dem Modell von Lazarus

Auszug aus dem Buch

2.2.1. Stressforschung

Der Begriff „Stress“ hat seinen Wortursprung im lateinischen Ausdruck „stringere“, was so viel wie „drücken“ „anspannen“ bedeutet. Die beiden Forscher Walter Cannon (US-Amerikanischer Physiologe 1871-1945) und Hans Seyle (ungarisch-kanadische Biochemiker und Arzt 1907-1982) gelten als Pioniere auf dem Gebiet der biologischen Stressforschung, erst später wurde Stress unter dem Aspekt der Soziologie und der Psychologie betrachtet und erforscht. Cannon beschreibt bereits Ende der 1920er Jahre im „New England Journal of Medicine“ (1928) die adaptive Reaktion des Körpers auf ein akutes, durch Stressoren ausgelöstes emotionales Ereignis. Als eine Art der Reaktion prägte der Mediziner Hans Seyle die Begriffe Eustress und Distress (Mitterauer & Harrer, 1983):

Als Eustress wird der gute Stress bezeichnet. Er wird positiv erlebt, trägt zur Motivation bei und kann die Leistungsfähigkeit steigern. Er führt zu erhöhter Wachsamkeit, erhöhtem Reaktions- und Denkvermögen, was vor allem in echten Gefahrensituationen, wie beispielsweise der Flucht aus einem brennenden Haus sinnvoll ist.

Distress ist der negative Stress, der blockierend und energieraubend auf das menschliche Gehirn wirkt und somit zu Überforderung, Verzweiflung und Unlustgefühl führen kann. In Prüfungssituationen tritt häufig Distress auf, also negativer Stress.

Oft sind hohe Belastungen und Anforderungen Auslöser für diese Art von Stress, die das Kohärenzgefühl beeinträchtigen. Die ausgelösten biologischen Reaktionen, wie die Hormonüberproduktion führen zu Denkblockaden und dadurch Beeinträchtigung der Vigilanz. Die Prüfungssituation stellt demnach eine Belastung, einen sogenannten Stressor dar auf den der Organismus in Konsequenz mit physiologischen Maßnahmen reagiert, um die schädliche Einwirkung abzuwehren (Seyle, 1956). Stress entsteht also durch eine Beanspruchung des Organismus durch Stressoren, die aus medizinischer Sicht „als Reize, über die Sinnesorgane zum Gehirn gelangen und dort primär in der Großhirnrinde und sekundär im limbischen System Reaktionen auslösen“ (Tolksdorf, 185, S. 1).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Abstrakt: Zusammenfassende Darstellung der Forschungsziele, der Methodik sowie der wichtigsten zentralen Ergebnisse der Studie zu Stress und Coping bei Studierenden.

2. Theoretischer Teil: Einführung in die Stressforschung, Erläuterung des Modells von Lazarus und Diskussion aktueller Erkenntnisse zu geschlechtsspezifischen Unterschieden und dem Alterseinfluss.

3. Empirischer Teil: Beschreibung des Forschungsdesigns, der Online-Umfrage, der Stichprobenzusammensetzung sowie der verwendeten Messinstrumente wie QUEST und Brief-COPE.

4. Ergebnisse der Forschung: Präsentation der statistischen Auswertungen, einschließlich der Überprüfung der Hypothesen mittels Regressions- und Faktorenanalyse.

5. Diskussion: Interpretation der Studienergebnisse im Kontext der theoretischen Grundlagen sowie kritische Reflexion des methodischen Vorgehens und der Aussagekraft der Studie.

Schlüsselwörter

Stressforschung, Prüfungssituationen, Coping-Strategien, Stressbewältigung, Transaktionales Stressmodell, Lazarus, Studierende, Geschlechtsunterschiede, Altersresistenz, Quantitative Forschung, Online-Umfrage, Faktorenanalyse, QUEST, Brief-COPE, Belastungserleben.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Stressempfinden von Studierenden in Prüfungssituationen und analysiert, wie diese mit dem auftretenden Stress umgehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Stressforschung, Bewältigungsstrategien (Coping) nach Lazarus, geschlechtsspezifische Unterschiede bei Stress sowie der Einfluss des Alters auf das Stressempfinden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Gibt es eine gesteigerte Stresswahrnehmung in Prüfungssituationen und welche Bewältigungsstrategien haben Studierende dagegen?

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde ein quantitativer Forschungsansatz gewählt, basierend auf einer Online-Umfrage mit 112 Studierenden, deren Daten mittels statistischer Analysen (t-Test, Regressionsanalyse, Faktorenanalyse) ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Stressdefinition und -modellen sowie einen empirischen Teil, der das Studiendesign, die Stichprobe und die Ergebnisse der Hypothesenprüfungen detailliert beschreibt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Stress, Prüfungssituationen, Bewältigungsstrategien, Coping, transaktionales Stressmodell und quantitative empirische Forschung.

Wie unterscheidet sich das Stressempfinden bei Frauen und Männern laut der Studie?

Die Studie bestätigt, dass Frauen ein signifikant höheres Stressniveau in Prüfungssituationen berichten als Männer, was unter anderem auf unterschiedliche biochemische Prozesse und eine ausgeprägtere Selbstwahrnehmung zurückgeführt wird.

Beeinflusst das Alter das Stressempfinden in Prüfungssituationen?

Die Ergebnisse zeigen, dass der Prüfungsstress unabhängig vom Alter ist, obwohl das allgemeine Stressniveau der Studierenden mit zunehmendem Alter abnimmt.

Welche Bewältigungsstrategien nutzen Studierende am häufigsten?

Die Faktorenanalyse ergab, dass behavioristische Strategien (wie Planung, Ablenkung und aktive Bewältigung) die größte Dimension bei der Stressbewältigung einnehmen.

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Details

Title
Stress und Coping-Strategien in Prüfungssituationen
College
Hochschule für angewandtes Management GmbH
Course
Empirische Forschung in Wissenschaft und Praxis
Grade
1,3
Author
Glorinda Matrone (Author)
Publication Year
2017
Pages
37
Catalog Number
V374911
ISBN (eBook)
9783668522282
ISBN (Book)
9783668522299
Language
German
Tags
Statisitk SPSS Stressforschung Studium Coping Prüfungssituationen Faktorenanalyse t-Test lineare Regressiosnanalyse Varimax Rotation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Glorinda Matrone (Author), 2017, Stress und Coping-Strategien in Prüfungssituationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374911
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