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Gebrauchsanweisung zur B-Boy- und B-Girl-Szene

Título: Gebrauchsanweisung zur B-Boy- und B-Girl-Szene

Trabajo Escrito , 2016 , 24 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Nico Schloß (Autor)

Musicología - Otras
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Die nachstehende Gebrauchsanweisung zur B-Boy-/B-Girl-Kultur kann als ergänzende Handreichung zu einem Projekt nach Wallbaum verstanden werden, bei dem die Schüler erstens in einem bestimmten Zeitraum die Rolle einer Person annehmen bzw. in deren Lebensstil eintauchen, die in einer ihnen eher fremden Kultur verhaftet ist, und zweitens das Erfahrene danach im Unterricht gemeinsam reflektieren. Damit der Einstieg in diesen „Aufenthaltsraum“ mit anderen Identitätskonstrukten erleichtert wird, empfiehlt Wallbaum von Mitschülern, die gegenüber diesem kulturellen Entwurf als Experten identifiziert werden können, einen substanziellen Leitfaden mit konkreten Szenetreffpunkten etc. erstellen zu lassen. In diesem Sinne ist der sich diesem Kapitel anschließende „Ratgeber“ über das B-Boying/B-Girling gedacht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Verortung der Gebrauchsanweisung in der Interkulturellen Musikpädagogik im Rahmen eines Schulprojektes nach Wallbaum

2. Gebrauchsanweisung zur B-Boy-/B-Girl-Szene für Interessierte

2.1. Ein Definitionsversuch und Geschichtliches

2.2. Strukturdaten, bekannte deutsche B-Boys und Szenetreffpunkte

2.3. Lokale B-Boy-Größen sowie Szenetreffpunkte in Kiel und Flensburg

2.4. Outfit

2.5. Symbole

2.6. Zentrale Themen, Verhalten, Einstellungen, Lebensstil und Rituale

2.7. Ernährung und Umgang mit Genussmitteln

2.8. Musik

2.9. Tanz

2.10. Medien

2.11. Geschlechterrollen

2.12. Umgang mit anderen Szenen

3. Einige Überlegungen zur Eignung der Szene für das Projekt

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, eine praxisorientierte „Gebrauchsanweisung“ für die B-Boy-/B-Girl-Szene bereitzustellen, die als Handreichung für ein interkulturelles Musikschulprojekt nach Wallbaum dient. Die Forschungsfrage untersucht dabei, wie der gezielte Kontakt zu einer Jugendkultur im Rahmen des Musikunterrichts genutzt werden kann, um Identitätskonstrukte zu reflektieren und den Austausch zwischen Schülern und Szenemitgliedern zu fördern.

  • Grundlagen und Geschichte des B-Boying/B-Girling
  • Kulturelle Identität und transkulturelle Begegnungsräume
  • Strukturen und lokale Szenetreffpunkte in Norddeutschland
  • Praktische Aspekte der Szene: Outfit, Symbole, Ernährung und Tanztechniken
  • Eignung der B-Boy-/B-Girl-Kultur für interkulturelle Schulprojekte

Auszug aus dem Buch

2.9. Tanz

Die bisher skizzierten Bestandteile des B-Boying/B-Girling wie spezifische Übe-, Battle- und Theater-Szenetreffpunkte (Kapitel 2.2 und 2.3), das bequeme und für die Drehbewegungen funktionale Outfit (Kapitel 2.4), die Symbole bezüglich der Tanzmoves und der eigenen Persönlichkeit (Kapitel 2.5), die oftmals disziplinierte, von stundenlangen Trainings durchzogene Lebensweise (Kapitel 2.6), die gesunde Ernährung (Kapitel 2.7) und die funkig-soulige Breakbeat-Musik (Kapitel 2.8) zielen alle auf das Kernstück der Szene, dem B-Boy-/B-Girl-Tanz, dessen Grundtechniken in diesem Kapitel überblicksartig skizziert werden sollen.

Die Inspirationsquellen für die Tanzmoves sind schier unerschöpflich. Die wichtigsten sind die Tanzschritte des Soulsängers James Brown, die Kung-Fu-Bewegungen aus den Filmen mit Bruce Lee und Jackie Chan, akrobatische Elemente aus dem Turnen und der Zirkusartistik, Gesten einiger Tiere und Basiselemente aus dem Capoeira (vgl. auch Hevelke 2008, S. 61; Kimminich 2003, S. 4-7).

Ein typisches B-Boy-/B-Girl-Tanzsolo ist aufgebaut:

• erstens aus Toprocks, bestehend aus diversen Schrittbewegungen und Sprüngen im Stand (wie bspw. dem Indian Step),

• zweitens gegebenenfalls aus Uprocks bzw. BrooklynRocks, den variierten viertaktigen tänzerischen Kampf-Moves ohne Körperkontakt zum Battle-Gegner, zusammengesetzt aus je einer speziellen Kampfarmbewegung (wie z.B. mit einem imaginierten Schwert schlagen oder einen gedachten Pfeil auf einer vorgestellten Armbrust abschießen) und einem Sprung in die Hockposition immer auf der vierten Zählzeit des Taktes,

• drittens aus dem GoDown, einem Schritt durch den der Übergang vom Stand- in die Hockposition erreicht wird (wie bspw. „Cork Screw“/„Korkenzieher“),

• viertens aus Downrocks bzw. dem Floor- und Footwork, den komplexen und möglichst pfiffigen Bewegungskombinationen zumeist kniend auf Füßen und Händen mit wechselnder Rücken- und Bauchlage (wie z.B. Sixstep-, Hook & Sling- sowie Pretzel-Variationen),

• fünftens aus Powermoves, den spektakulär-akrobatischen Tanzelementen i.d.R. in Form einer überaus schnellen Drehbewegung ausgeführt (wie bspw. der Swipe oder die Windmill) und

• sechstens aus einem abschließendem Freeze (wie z.B. dem Baby oder Chair), in dem der Tänzer eine Zeitlang verharrt und auf das Urteil der anderen wartet (wie bspw. Respektbekundungen oder Buhrufen) (vgl. auch Kimminich 2003, S. 7f.; Robitzky 2000, S. 147-150 & 155f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Verortung der Gebrauchsanweisung in der Interkulturellen Musikpädagogik im Rahmen eines Schulprojektes nach Wallbaum: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Rahmen und die pädagogische Relevanz, Schüler in fremde Lebenswelten eintauchen zu lassen, um Identitätsprozesse anzustoßen.

2. Gebrauchsanweisung zur B-Boy-/B-Girl-Szene für Interessierte: Der Hauptteil bietet einen detaillierten Einblick in die Praxis der Szene, von historischen Grundlagen über Tanztechniken bis hin zu Verhaltensregeln und lokalen Treffpunkten.

3. Einige Überlegungen zur Eignung der Szene für das Projekt: Abschließend werden die Chancen und Grenzen der B-Boy-/B-Girl-Kultur für den Einsatz in Schulprojekten kritisch abgewogen.

Schlüsselwörter

B-Boying, B-Girling, HipHop-Kultur, Interkulturelle Musikpädagogik, Urban Dances, Breakdance, Schulpraxis, Tanzpädagogik, Identitätskonstruktion, Jugendkultur, Breakbeats, Tanztheater, Szenetreffpunkte, Körperlichkeit, Transkulturalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit fungiert als Wegweiser für Lehrkräfte und Schüler, um die B-Boy-/B-Girl-Kultur als Gegenstand für ein interkulturelles Musikschulprojekt zu erschließen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die tänzerischen Grundlagen des B-Boying, der soziale Kontext der Szene, die Bedeutung von Musik und Lifestyle sowie die pädagogische Einbettung dieser Kultur in den Schulunterricht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Schülern durch den direkten Kontakt mit der lokalen Szene und das Erlernen von Grundlagen neue kulturelle Perspektiven zu eröffnen und dabei eigene Identitätsbildungsprozesse zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine Kombination aus fachliterarischer Aufarbeitung und der Einbringung mehrjähriger, eigener Erfahrungen aus der B-Boy-Szene.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Sektionen, die Aspekte wie Outfit, Symbole, Tanztechniken, Ernährung und das Verhalten innerhalb der Szene (z.B. bei Battles) beleuchten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben Begriffen wie B-Boying und HipHop-Kultur stehen besonders die pädagogische Vermittlung, transkulturelle Begegnungsräume und der Aspekt des "Eintauchens" in eine Szene im Vordergrund.

Wie ist die Situation der B-Boy-Szene speziell in Kiel und Flensburg?

Die Arbeit stellt fest, dass die Szene in Kiel und Flensburg relativ klein ist und die Aktivitäten im Vergleich zu anderen Ballungszentren tendenziell rückläufig sind, was die Kontaktaufnahme zu lokalen Akteuren für ein Projekt umso wichtiger macht.

Warum ist das "Flow-Gefühl" im Kontext der Arbeit wichtig?

Das Flow-Gefühl wird als zentraler Motor für die Leidenschaft der B-Boys beschrieben, wobei der Autor einschränkt, dass dieses spezifische Körpererlebnis durch Schüler im Rahmen eines kurzfristigen Schulprojekts nur schwer vollständig zu erfahren ist.

Final del extracto de 24 páginas  - subir

Detalles

Título
Gebrauchsanweisung zur B-Boy- und B-Girl-Szene
Universidad
University of Flensburg
Calificación
1,0
Autor
Nico Schloß (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
24
No. de catálogo
V375062
ISBN (Ebook)
9783668544291
ISBN (Libro)
9783668544307
Idioma
Alemán
Etiqueta
HipHop Breakdance Interkulturalität Transkulturalität B-Boying B-Girling Interkulturelles Lernen Jugendszene Szenografie Interkulturelle Musikpädagogik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nico Schloß (Autor), 2016, Gebrauchsanweisung zur B-Boy- und B-Girl-Szene, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375062
Leer eBook
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