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Armut als ein Gesundheits- und Entwicklungsrisiko für Kinder und Jugendliche

Die Infantilisierung der Armut

Titre: Armut als ein Gesundheits- und Entwicklungsrisiko für Kinder und Jugendliche

Dossier / Travail , 2014 , 24 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Sascha Pahl (Auteur)

Sciences Sociales générales
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Die vorliegende Hausarbeit soll der Fragestellung nachgehen, was Armut bedeutet, welche Auswirkung sie auf die Gesundheit und die Entwicklung von Kindern hat und welche Präventions- bzw. Interventionsmöglichkeiten sich für die Soziale Arbeit ergeben. Zunächst erfolgt eine Definition des Armutsbegriffs im Sinne der Armutsforschung. Daraufhin werden verschiedene Armutskonzepte vorgestellt. Im Anschluss wird der Zusammenhang zwischen Armut und deren Auswirkung auf die Gesundheit und die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen beschrieben. Hierbei wird besonders auf die Aspekte der Ernährung und Bewegung eingegangen, sowie auf Folgen für die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen. Danach werden die Möglichkeiten für die Soziale Arbeit skizziert, präventiv und intervenierend tätig zu sein. Dies wird anhand des Beispiels des Dormagener Modells veranschaulicht.

Mit dem Rückgang der Nachkriegsarmut, nach Beendigung des zweiten Weltkrieges, ist das Thema der Armut in Deutschland von der Sozialwissenschaft längere Zeit nicht mehr mit Nachdruck diskutiert und erforscht. Armut verschwand zunehmend aus dem öffentlichen Diskurs. Eine intensivere Beschäftigung mit der sogenannten „neuen Armut“ begann erst in den 1980er Jahren. Es kam zunehmend zu einer Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich. Zu dieser gesellschaftlichen Polarisierung trugen im wesentlichen Globalisierungsprozesse, die Deregulierung des Arbeitsmarktes sowie der Rückzug des Sozialstaates aus der Sicherung in besonderen Lebenslagen bei. Dies betraf nicht nur die ärmeren Entwicklungsländer sondern auch die vermeintlich reichen, westlichen Staaten. genannten Gruppen zugehörig sind. Kinder und Jugendliche sind überproportional häufig von Armut betroffen. Man spricht hier von einer „Infantilisierung von Armut“. Ihre Armut ist eng mit der ihrer Eltern verbunden. Es entsteht ein Mangel an Teilhabe- und Verwirklichungschancen. Die damit einhergehenden Marginalisierung- und Exklusionsprozesse wirken sich in besonderem Maße auf die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen aus. Arm zu sein bedeutet von daher mehr als kein Geld zu haben. Es hat erheblichen Einfluss auf die Alltagsgestaltung in den Bereichen der materiellen Grundversorgung, Freizeit und Kultur, Bildung, soziale Integration und vor allem der Gesundheit. Hieraus lässt sich ableiten, dass sich bei Kinder und Jugendlichen zusätzlich Entwicklungsdefizite und soziale Benachteiligungen zeigen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. BEGRIFFSKLÄRUNGEN/DEFINITIONEN

2.1 ARMUT IM SINNE DER ARMUTSFORSCHUNG

2.2 ARMUTSKONZEPTE

2.2.1 ARMUT GEMÄß DEM LEBENSLAGENKONZEPT

2.2.2 DAS KONZEPT DER VERWIRKLICHUNGSCHANCEN

2.2.3 ARMUT GEMÄß DEM DEPRIVATIONSANSATZ

2.2.4 DAS „KINDGERECHTE“ ARMUTSKONZEPT

3. DIE BEDEUTUNG VON ARMUT FÜR KINDER UND JUGENDLICHE

4. DER ZUSAMMENHANG VON ARMUT UND GESUNDHEIT BEI KINDERN UND JUGENDLICHEN

4.1 AUSWIRKUNG VON KINDERARMUT AUF DAS ERNÄHRUNGS- UND BEWEGUNGSVERHALTEN

4.2 DIE AUSWIRKUNG VON ARMUT AUF DIE ENTWICKLUNG VON KINDERN UND JUGENDLICHEN

5. PRÄVENTION UND INTERVENTION DURCH SOZIALE ARBEIT

5.1 SOZIALRAUMORIENTIERTE GEMEINWESENARBEIT

5.2 DAS DORMAGENER MODELL DER ARMUTSPRÄVENTION

6. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht die Bedeutung von Armut für Kinder und Jugendliche sowie deren Auswirkungen auf die gesundheitliche und allgemeine Entwicklung. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Soziale Arbeit präventiv und intervenierend wirken kann, um Wege aus der Armut zu ebnen.

  • Definition des Armutsbegriffs und Vorstellung mehrdimensionaler Armutskonzepte.
  • Analyse des Zusammenhangs zwischen Armut und gesundheitlichen Beeinträchtigungen.
  • Untersuchung des Einflusses von Armut auf Ernährungs- und Bewegungsverhalten.
  • Evaluierung präventiver Ansätze der Sozialen Arbeit am Beispiel des Dormagener Modells.

Auszug aus dem Buch

4. Der Zusammenhang von Armut und Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen

Arme Kinder sind unschuldig in Not geraten und sind auf die gesellschaftliche Unterstützung angewiesen. Kinder und Jugendliche gelten als die Personengruppe, die am häufigsten von Armut betroffen ist (vgl. Gerull 2011, S. 172). Da die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander driftet, besteht Grund zur Annahme, dass Kinder und Jugendliche durch diese Tatsache belastet sind (vgl. Elkeles, Kirschner, u.a. 1998, S.158). Bereits im ersten Armuts- und Reichtumsbericht aus dem Jahr 2001 wurde beschrieben, dass belastete Lebensbedingungen durch geringe Einkommen, eine mangelhafte Wohnsituation, Arbeitslosigkeit und schlechten Zugangsmöglichkeiten zu Bildungseinrichtungen, erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit bzw. das Gesundheitsverhalten haben und letztlich auch die Möglichkeit gesundheitliche Versorgung in Anspruch zu nehmen verschlechtern (vgl. Klundt, Zeng 2007, S. 40).

Diese Erkenntnis wird auch durch den vierten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung Stand 2013 bestätigt (vgl. BMAS 2013, S. 138). Dennoch ist die Auswirkung von Armut auf die Gesundheit bzw. auf die Entstehung von Krankheiten in der Armutsdebatte ein noch immer unterschätztes und vernachlässigtes Teilgebiet. Armut geht häufig einher mit physischem und psychischem Leid, mit erhöhten Erkrankungsraten bis hin zu einer deutlich geringeren Lebenserwartung von durschnittlch bis zu zehn Jahren (vgl. Trabert 2013, S. 223). Menschen, die in sozial benachteiligten Verhältnissen leben sind in vielfacher Hinsicht gefährdet. In besonders starkem Maße wirkt sich diese Gefährdung auf Kinder und Jugendliche aus. Es ist erkennbar, dass in geringeren sozialen Schichten eine höhere postnatale Säuglingssterblichkeit vorliegt bzw. die Säuglinge vermehrt an Untergewicht leiden (vgl. Klundt, Zeng 2007, S. 40).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Zunahme von Armut in Deutschland und deren spezifische Auswirkungen auf die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen als besonders gefährdete Gruppe.

2. BEGRIFFSKLÄRUNGEN/DEFINITIONEN: Dieses Kapitel definiert Armut umfassend als mehrdimensionales Phänomen, indem es verschiedene Konzepte wie das Lebenslagen- und Deprivationsmodell vorstellt.

3. DIE BEDEUTUNG VON ARMUT FÜR KINDER UND JUGENDLICHE: Hier wird verdeutlicht, dass Armut für junge Menschen über mangelnde finanzielle Mittel hinausgeht und zu massiven Einschränkungen der gesellschaftlichen Teilhabe und Identitätsfindung führt.

4. DER ZUSAMMENHANG VON ARMUT UND GESUNDHEIT BEI KINDERN UND JUGENDLICHEN: Das Kapitel analysiert, wie Armut das Ernährungs- und Bewegungsverhalten negativ beeinflusst und zu Entwicklungsdefiziten sowie gesundheitlichen Problemen führt.

5. PRÄVENTION UND INTERVENTION DURCH SOZIALE ARBEIT: Es werden Strategien der Sozialen Arbeit diskutiert, wobei der Fokus auf sozialraumorientierten Ansätzen und dem Dormagener Modell liegt.

6. FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass Kinderarmut eine komplexe Herausforderung ist, die multidimensionale Präventionsstrategien und politische Rahmenbedingungen erfordert.

Schlüsselwörter

Kinderarmut, Armutsforschung, Soziale Arbeit, Gesundheit, Lebenslagenkonzept, Prävention, Intervention, Sozialraumorientierung, Dormagener Modell, Verwirklichungschancen, Deprivation, Soziale Ausgrenzung, Ernährungsverhalten, Bewegungsmangel, Psychosoziale Entwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den vielschichtigen Folgen von Armut für Kinder und Jugendliche in Deutschland und zeigt Handlungsoptionen für die Soziale Arbeit auf.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit thematisiert Definitionen von Armut, deren Auswirkungen auf die körperliche und psychische Gesundheit sowie präventive Unterstützungsangebote auf kommunaler Ebene.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel besteht darin, ein tieferes Verständnis für die mehrdimensionale Belastungssituation von Kindern in Armut zu entwickeln und effektive Interventionsmöglichkeiten zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Armutsstudien, Berichte der Bundesregierung sowie theoretischer Konzepte zur Lebenslagen- und Armutsforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, eine Untersuchung der gesundheitlichen Folgen für Kinder sowie eine Darstellung praktischer Interventionsansätze, insbesondere durch die Gemeinwesenarbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Kinderarmut, soziale Benachteiligung, Gesundheit, Präventionskette und Soziale Arbeit.

Was besagt das "Kindgerechte" Armutskonzept der AWO-ISS-Studie?

Es postuliert, dass eine Armutsdefinition für Kinder zwingend mehrdimensional sein muss und neben der materiellen Situation der Familie auch Aspekte wie Bildung, Gesundheit und soziale Teilhabe einbeziehen muss.

Wie unterscheidet sich das Dormagener Modell von anderen Ansätzen?

Das Modell integriert Armutsprävention direkt in die soziale Infrastruktur und schafft ein Netzwerk, das Familien bereits ab der Schwangerschaft begleitet und durch Kooperationen zwischen Ämtern, Schulen und Ärzten die Präventionskette stärkt.

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Résumé des informations

Titre
Armut als ein Gesundheits- und Entwicklungsrisiko für Kinder und Jugendliche
Sous-titre
Die Infantilisierung der Armut
Université
University of Applied Sciences Koblenz
Note
1,0
Auteur
Sascha Pahl (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
24
N° de catalogue
V375127
ISBN (ebook)
9783668523319
ISBN (Livre)
9783668523326
Langue
allemand
mots-clé
Armut Soziale Gerechtigkeit Gesundheit Entwicklung Kinder Jugendliche Infantilisierung der Armut
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sascha Pahl (Auteur), 2014, Armut als ein Gesundheits- und Entwicklungsrisiko für Kinder und Jugendliche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375127
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Extrait de  24  pages
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