Vor welchem Hintergrund schrieb Anna Seghers ihren Roman "Das siebte Kreuz"? Wie wirkte sich das Exil auf ihr schriftstellerisches Wirken aus; welche Bedeutung hat Anna Seghers für die deutsche Exilliteratur zwischen 1933 und 1945? Und warum wurde „Das siebte Kreuz“ so ein Welterfolg?
Zur Beantwortung dieser Fragen empfiehlt es sich, zunächst mit einer Biographie der Autorin Anna Seghers zu beginnen. Dabei sollen vor allem die Umstände ihrer Flucht und ihr Leben und Schaffen im späteren Exil genauer betrachtet werden. Der zweite Teil der Arbeit wird sich mit dem Werk „Das siebte Kreuz“ befassen. Dabei soll sowohl auf mögliche historische Bezüge eingegangen werden als auch auf den Inhalt und stilistische Besonderheiten der Autorin. Außerdem soll anhand der Wirkung des Buches versucht werden, eine Erklärung für den Welterfolg zu finden.
Die Quellenlage für dieses Thema gestaltet sich sehr ausführlich und vielfältig: Als Primärliteratur wurde „Das siebte Kreuz“ von Anna Seghers verwendet, als Sekundärliteratur boten sich Bücher wie beispielsweise „Das siebte Kreuz. Erläuterungen - Interpretationen – Materialien. Hinweise zum Unterricht“ von Michael Zimmer an. Als Internetquellen wurde unter anderem die Seite der Universität Potsdam genutzt und ein Artikel von privaten Website, der aber auch in einer Fachzeitschrift für Literatur publiziert wurde.
„Ich verstand, dass es nichts gab, was man nicht schreiben kann.“ Dieses Zitat stammt von Anna Seghers, einer der wichtigsten und wohl bekanntesten deutschen Autorinnen. Sie war eine der vielen Schriftsteller und Schriftstellerinnen, die mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus gezwungen waren, zu emigrieren. Dabei könnte das Zitat ihr literarisches Werk wohl nicht besser beschreiben: Ihre Werke, beispielsweise der vier Monate vor der Machtergreifung Hitlers erschienene Roman „Die Gefährten“, waren systemkritisch und Seghers scheute auch vor schwierigeren Themen nicht zurück, wie sie während ihres 14-jährigen Aufenthalts
im Exil bewies. So schrieb sie neben diversen anderen Erzählungen und Romanen auch „Das siebte Kreuz“, ein Roman, der sich trotz der Tatsache, dass sie sich zu der Entstehungszeit nicht in Deutschland befand, mit der Flucht sieben Gefangener aus einem deutschen Konzentrationslager befasst.
Inhaltsverzeichnis
2 EINLEITUNG
3 BIOGRAPHIE VON ANNA SEGHERS
3.1 JUNGE JAHRE: GEBURT BIS STUDIUM
3.2 FLUCHT UND EXIL IN MEXIKO
3.3 RÜCKKEHR NACH DEUTSCHLAND
4 ANNA SEGHERS: „DAS SIEBTE KREUZ“
4.1 KURZE EINFÜHRUNG IN DIE DEUTSCHE EXILLITERATUR 1933-1945
4.1.1 Begriffsdefinition
4.1.2 Situation im Exil
4.1.3 Die Bedeutung Anna Seghers´ für die Exilliteratur
4.2 DAS WERK IM ALLGEMEINEN
4.3 INHALT
4.3.1 Historische Bezüge
4.4 DIE FIGUREN
4.4.1 Die Repräsentanten des Nationalsozialismus
4.4.2 Die Opfer des Nationalsozialismus – Die sieben Flüchtlinge
4.5 SPRACHE
4.5.1 Die Titelmetapher
4.5.2 Der Schreibstil
4.6 WIRKUNG
5 SCHLUSSWORT
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit untersucht das Leben und Wirken der Autorin Anna Seghers unter besonderer Berücksichtigung ihres Exils und analysiert, welche Bedeutung ihr Roman "Das siebte Kreuz" für die deutsche Exilliteratur zwischen 1933 und 1945 besitzt und warum das Werk einen weltweiten Erfolg erzielte.
- Biografische Stationen von Anna Seghers (Kindheit, Exil in Mexiko, Rückkehr).
- Die Rolle der Literatur im Kontext des nationalsozialistischen Exils.
- Inhaltliche und formale Analyse des Romans "Das siebte Kreuz".
- Symbolik und Sprache als Mittel zur Darstellung von Widerstand.
- Historische Einordnung und Rezeptionsgeschichte des Werkes.
Auszug aus dem Buch
4.3 Inhalt
Seghers wendete in diesem Werk mit einer Fluchtgeschichte ein in der trivialen Unterhaltungsliteratur sehr populäres Erzählmuster an.
Dabei wird die Geschichte von sieben Gefangenen aus dem fiktiven Konzentrationslager Westhofen erzählt. Im Herbst 1937 wagen sieben Flüchtlinge die Flucht aus dem Konzentrationslager Westhofen in der Nähe von Worms.
Der erste Flüchtige, Beutler, wird noch in unmittelbarer Nähe des KZs gefasst und auch Pelzer kann seine neu gewonnene Freiheit nicht länger als einen Tag genießen. Belloni stürzt sich am zweiten Tag der Flucht, von der Polizei in die Enge getrieben, von einem Dach und auch Wallau kann, durch den Verrat eines Fluchthelfers, schnell wieder festgenommen werden.
Derweil wird die Lage im KZ Westhofen immer unruhiger, hat die Flucht den Gefangenen doch gezeigt, dass es nicht unmöglich ist, zu entkommen. In seiner Wut und in seinem Stolz gekränkt lässt der Lagerleiter Fahrenberg sieben Platanen kappen, aus ihnen Kreuze herstellen und mitten auf dem Platz in der Mitte des Lagers aufstellen. Sein Vorhaben ist es, binnen einer Woche alle Flüchtigen, die sich noch nicht bereits wieder im Lager befinden, wieder einzufangen und zur Abschreckung künftiger Fliehender und Qual und Demütigung der bereits Gefangenen an je ein Kreuz zu binden.
Zusammenfassung der Kapitel
2 EINLEITUNG: Die Einleitung stellt die Autorin Anna Seghers vor und definiert die Fragestellung zur Wirkung ihres Exils auf ihr literarisches Schaffen sowie den Erfolg ihres Romans.
3 BIOGRAPHIE VON ANNA SEGHERS: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg der Autorin von ihrer Kindheit in Mainz über ihre Flucht und das Exil bis hin zur Rückkehr nach Deutschland nach.
4 ANNA SEGHERS: „DAS SIEBTE KREUZ“: Dieser Hauptteil analysiert den Roman in Bezug auf die Exilliteratur, den Inhalt, die Charakterisierung der Figuren sowie die sprachliche Gestaltung und die Wirkung des Werkes.
5 SCHLUSSWORT: Das Schlusswort fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf potenzielle weiterführende Forschungsfragen.
Schlüsselwörter
Anna Seghers, Das siebte Kreuz, Exilliteratur, Nationalsozialismus, Fluchtgeschichte, Widerstand, Mexiko-Exil, Konzentrationslager, DDR-Literatur, Georg Heisler, Heinrich-Heine-Klub, Literaturanalyse, Symbolik, Antifaschismus, deutsche Geschichte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht das Leben der Autorin Anna Seghers und ihren berühmten Roman "Das siebte Kreuz" im Kontext ihrer Exil-Erfahrungen während der Zeit des Nationalsozialismus.
Welches sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Biografie von Seghers, die Bedingungen der Exilliteratur zwischen 1933 und 1945, historische Bezüge innerhalb ihres Werkes sowie die literarische Gestaltung und Wirkung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Exil Seghers' schriftstellerisches Schaffen beeinflusst hat und warum "Das siebte Kreuz" als herausragendes Werk der Exilliteratur weltweite Bedeutung erlangte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, bei der Primärliteratur (der Roman selbst) und relevante Sekundärliteratur sowie Fachartikel ausgewertet werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der historischen Einordnung, dem Inhalt der Fluchtgeschichte, der Figurenkonstellation, der symbolischen Sprache und der Rezeption des Romans.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Anna Seghers, Exilliteratur, Nationalsozialismus, Widerstand, Fluchtgeschichte und die Analyse der Titelsymbolik.
Welche Rolle spielt das KZ Westhofen im Roman?
Es dient als fiktiver Handlungsort, der realen Lagern wie Osthofen nachempfunden ist, und wird zum Symbol für die Auseinandersetzung zwischen totalitärem Anspruch und menschlichem Widerstand.
Warum war das "siebte Kreuz" für Anna Seghers wichtig?
Der Erfolg des Buches sicherte ihr während des Exils in Mexiko die finanzielle Existenz und verhalf ihr zu internationalem Ruhm als bedeutende deutsche Schriftstellerin.
- Citation du texte
- Djamila Hiller (Auteur), 2016, Deutsche Exilliteratur am Beispiel von Anna Seghers "Das siebte Kreuz", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375128