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Prädiktoren der Fachkompetenzentwicklung. Welche praktischen Implikationen kann es geben?

Titel: Prädiktoren der Fachkompetenzentwicklung. Welche praktischen Implikationen kann es geben?

Hausarbeit , 2016 , 23 Seiten

Autor:in: Yvonne Zeh (Autor:in)

Pädagogik - Berufsbildung, Weiterbildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit untersucht die Erlangung beruflicher Fachkompetenz. Sie ist das ausgewiesene Leitziel der beruflichen Ausbildung. Neben der Sozial-, Personal- und Methodenkompetenz speilt beim Erwerb von Handlungskompetenz auch die Fachkompetenz eine ausschlaggebende Rolle. Denn wie das Forschungsprojekt „Kompetenzstandards in der Berufsbildung“ anhand ausgewählter Berufe deutlich zeigt, fällt in den drei gewichtigsten Berufsfeldern, dem gewerblich-technischen, dem kaufmännisch-verwaltenden und dem Dienstleistungsbereich, der Lernzielbezug zur Fachkompetenz am stärksten aus.

Sämtliche Aspekte der Handlungskompetenz, einschließlich der beruflichen Fachkompetenz, erwachsen allerdings nicht in einem personellen Vakuum, sondern ergeben sich im Austausch mit der jeweiligen Umwelt einer Person, sei dies die Ausbildungs- bzw. Lehrperson, die Lernumgebung oder die curricularen Zielbedingungen einer Berufsausbildung, ansonsten wäre eine gesteuerte Berufsausbildung obsolet.

Um nun der gesonderten Bedeutung der Fachkompetenz gerecht zu werden, bietet es sich an dem Erwerb dieser Facette der Handlungskompetenz nachzuspüren, mit dem Ziel Handlungsanleitungen für die didaktische Praxis ableiten und somit die Auszubildenden beim Erwerb von Fachkompetenz unterstützen zu können. In Anbetracht der äußerst heterogenen und in sich mehrdimensionalen Berufslandschaft Deutschlands stellt sich dabei die Frage, ob sich domänenübergreifende Prädiktoren für die Entwicklung berufsfachlicher Kompetenz identifizieren lassen und wenn ja, welche Implikationen sich daraus für die didaktische Praxis ergeben.

Zu diesem Zweck wird in dieser Arbeit zunächst auf die theoretischen Grundlagen eingegangen, indem Struktur- und Entwicklungsmodelle voneinander abgegrenzt werden. Die Bestimmung des Im Anschluss wird der Versuch unternommen anhand verschiedener ausgewählter Studien Einflussfaktoren für die Entwicklung von Fachkompetenz zu identifizieren. Dabei soll auch auf den Geltungsanspruch der Studien Bezug genommen werden, denn die Konstruktion von Modellen kann sich je nach Menge der Einflussfaktoren als schwierig erweisen und sich in der Folge auf Messergebnisse auswirken.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1. Kompetenzmodellierung

2.2. Entwicklung von Fachkompetenz

3. Ergebnisse ausgewählter Studien

3.1. Längsschnittstudien

3.2. Zwischenfazit

3.3. Interventionsstudie

4. Praktische Implikationen

5. Fazit

6. Quellen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, ob sich domänenübergreifende Prädiktoren für die Entwicklung berufsfachlicher Kompetenz identifizieren lassen. Ziel ist es, aus den theoretischen Grundlagen und vorliegenden Studien fundierte Handlungsanleitungen für die didaktische Praxis abzuleiten, um Auszubildende gezielt beim Erwerb von Fachkompetenz zu unterstützen.

  • Analyse von Struktur- und Entwicklungsmodellen der Fachkompetenz
  • Evaluation empirischer Längsschnittstudien in verschiedenen Berufsfeldern
  • Untersuchung von Einflussfaktoren wie kognitiven Voraussetzungen, Motivation und Unterrichtsqualität
  • Diskussion von Interventionsmöglichkeiten durch Strategietrainings
  • Ableitung von Schlussfolgerungen für die berufspädagogische Didaktik

Auszug aus dem Buch

3.1. Längsschnittstudien

Für die Längsschnittstudie zur „Entwicklung berufsfachlicher Kompetenzen von Anlagenmechanikern im ersten Ausbildungsjahr“ (Atik/ Nickolaus 2016, S. 243-269) wurde zum Zweck der Identifikation von Prädiktoren des beruflichen Fachwissens und der sozialdemographische Hintergrund der Probanden andererseits analysiert. Der Längsschnitt der verwertbaren Daten bezog sich auf N=153 Auszubildende, von denen fast alle männlichen Geschlechts, über die Hälfte mit einem Hauptschulabschluss bewehrt und mit einem IQ-Mittelwert von 91,4 ausgestattet waren (vgl. ebd., S. 250).

Für die Erfassung des Fachwissens wurden zum Eingangstest neben dem allgemeinen technischen Grundwissen auch die Lernbereiche abgefragt, die bereits nach Lehrplan behandelt worden waren. Im Abschlusstest wurde das gesamte erste Ausbildungsjahr abgefragt. Es sollte bei beiden Tests sowohl das deklarative als auch das prozeduale Wissen der Auszubildenden erfasst werden (vgl. ebd., S. 251). Neben dem Fachwissen wurden auch sozialdemographische Daten, sowie Motivation und Selbstkonzept der Auszubildenden und auch die Qualität des Unterrichts und deren Einfluss auf die Kompetenzentwicklung betrachtet werden (vgl. ebd., S. 245 ff.).

Da die Darstellung der Studie in Gänze den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde, soll sich hier auf die relevanten Hypothesen beschränkt werden. Zum einen wurde getestet, ob die kognitiven Voraussetzungen der Teilnehmer auch unter Einbezug von motivationalen Bedingungen und des Selbstkonzeptes als zentraler Prädiktor Bestand haben. Hierzu wurde eine Regressionsanalyse unter schrittweise Einbezug des sozialen Hintergrundes, der schulischen Basiskenntnisse (Sprache und Mathematik), der Personenmerkmale (auch Motivation) und zuletzt der kognitiven Voraussetzungen durchgeführt. Bei einer Varianzaufklärung von R2=33,5% entfiel die Größte Erklärkraft auf die beiden Variablen „Kognitive Grundfähigkeit“, also IQ, mit ß=0,279 sowie „Berufliches Vorwissen“ mit ß=0,291 (vgl. ebd., S. 261). Das berufliche Selbstkonzept wie auch die Motivation entfalten keine signifikante direkte Erklärkraft, die Motivation verliert schon nach Einbezug von Schulnoten und formalem Schulabschluss, also der nur indirekten kognitiven Variablen, an Wertigkeit (vgl. ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der beruflichen Handlungskompetenz und leitet die Forschungsfrage nach domänenübergreifenden Prädiktoren für die Entwicklung beruflicher Fachkompetenz ab.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert den Kompetenzbegriff und grenzt Strukturmodelle, welche die Zusammensetzung von Fachkompetenz beschreiben, von Erklärungsmodellen ab, die deren Entwicklung beleuchten.

2.1. Kompetenzmodellierung: Hier wird der Zweck der Modellierung zur Unterteilung und Messbarkeit von Fachkompetenz in Teilbereiche dargelegt.

2.2. Entwicklung von Fachkompetenz: Dieser Abschnitt thematisiert Erklärungsmodelle als Theoriekomponente zur Analyse der Einflussfaktoren auf den Erwerb von Fachkompetenz über die Ausbildungszeit hinweg.

3. Ergebnisse ausgewählter Studien: Es werden verschiedene Forschungsarbeiten analysiert, um durch einen Vergleich Geltungsansprüche zu diskutieren und mögliche Einzelprädiktoren zu identifizieren.

3.1. Längsschnittstudien: Dieses Kapitel analysiert spezifische Studien zur Kompetenzentwicklung in technischen und kaufmännischen Berufen sowie deren Erkenntnisse zu Prädiktoren wie kognitiven Voraussetzungen.

3.2. Zwischenfazit: Das Zwischenfazit reflektiert die Ergebnisse der Studien kritisch und konstatiert, dass das Vorwissen als Hauptprädiktor fungiert, was den Spielraum für didaktische Interventionen einschränkt.

3.3. Interventionsstudie: Hier wird das FLAM-Projekt als Beispiel für ein erfolgreiches berufsbezogenes Strategietraining zur Förderung leistungsschwächerer Auszubildender besprochen.

4. Praktische Implikationen: Dieser Abschnitt diskutiert Möglichkeiten zur Verbesserung der Ausbildungspraxis, insbesondere durch frühzeitige Förderung in der Regelschule und den Einsatz gezielter Lernstrategien.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass trotz der Dominanz kognitiver Voraussetzungen eine positive Einflussnahme auf die Fachkompetenzentwicklung durch didaktische Alltagsgestaltung möglich ist.

6. Quellen: Das Quellenverzeichnis führt die wissenschaftliche Literatur und Handreichungen auf, die dieser Arbeit zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Fachkompetenz, Berufsbildung, Kompetenzmodellierung, Längsschnittstudie, Prädiktoren, Vorwissen, kognitive Voraussetzungen, Didaktik, Strategietraining, Lernmotivation, Problemlösefähigkeit, Handlungsfähigkeit, Ausbildungspraxis, Berufsschule, Interventionsstudie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Prädiktoren der Entwicklung von beruflicher Fachkompetenz und deren Auswirkungen auf die didaktische Praxis in der dualen Berufsausbildung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die theoretische Modellierung von Kompetenzen, die Analyse empirischer Längsschnittstudien, der Einfluss kognitiver Voraussetzungen und motivationaler Faktoren sowie die Rolle didaktischer Maßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist die Identifikation domänenübergreifender Prädiktoren für den Erwerb von Fachkompetenz, um daraus Empfehlungen für eine effektivere Unterstützung von Auszubildenden abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich ausgewählter empirischer Studien, um Erklärungsmodelle zur Fachkompetenzentwicklung zu prüfen und praktisch zu diskutieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die detaillierte Auswertung von Längsschnittstudien aus verschiedenen Berufsfeldern sowie die Analyse eines Interventionsprojekts zur Förderung lernschwacher Auszubildender.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Fachkompetenz, Berufsbildung, kognitive Voraussetzungen, Vorwissen, didaktische Praxis und Strategietraining.

Warum ist das "berufliche Vorwissen" so entscheidend?

Studien zeigen übereinstimmend, dass das vorhandene Vorwissen der stärkste Prädiktor für den weiteren Kompetenzzuwachs ist, da es die Basis für die Aufnahme und Verarbeitung neuer, komplexer Lerninhalte bildet.

Welche Rolle spielt das FLAM-Projekt für die Schlussfolgerungen?

Das FLAM-Projekt dient als Nachweis dafür, dass durch ein gezieltes, berufsbezogenes Strategietraining kognitive und metakognitive Defizite abgebaut werden können, was eine direkte Verbesserung der Fachkompetenz ermöglicht.

Ist eine allgemeine Optimierung der Kompetenzentwicklung möglich?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass dies schwierig ist, da kognitive Voraussetzungen (wie der IQ) kaum beeinflussbar sind; eine Optimierung ist jedoch indirekt durch die Gestaltung einer realitätsnahen Lernumgebung und gezielte Förderung möglich.

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Details

Titel
Prädiktoren der Fachkompetenzentwicklung. Welche praktischen Implikationen kann es geben?
Autor
Yvonne Zeh (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
23
Katalognummer
V375282
ISBN (eBook)
9783346048370
ISBN (Buch)
9783346048387
Sprache
Deutsch
Schlagworte
prädiktoren fachkompetenzentwicklung welche implikationen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Yvonne Zeh (Autor:in), 2016, Prädiktoren der Fachkompetenzentwicklung. Welche praktischen Implikationen kann es geben?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375282
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