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Sprachgesellschaften des 17. Jahrhunderts. Die Fruchtbringende Gesellschaft

Titre: Sprachgesellschaften des 17. Jahrhunderts. Die Fruchtbringende Gesellschaft

Élaboration , 2005 , 30 Pages

Autor:in: Angelika Felser (Auteur)

Philologie Allemande - Linguistique
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Diese Arbeit soll einen Überblick über die deutsche Sprachgeschichte des 17. Jahrhunderts vermitteln. Sie geht auf den Sprachpurismus in Deutschland ein. Schwerpunkt soll der von den Sprachgesellschaften (SG) angestrebte Sprachpurismus des 17. Jahrhunderts als Reaktion auf die fremdsprachlichen und fremdkulturellen Einflüsse auf Gesellschaft und Politik sein.

Im Laufe des 17. Jahrhunderts konstituierten sich Sprachgesellschaften, die sich bemühten, die deutsche Sprache als Literatursprache hoffähig zu machen. Neben diesen Bemühungen und der Pflege einer umfassenden Gelehrsamkeit versuchten sie, die deutsche Sprache von "ausländischen" Wörtern zu reinigen. Die "Fruchtbringende Gesellschaft" ist wohl die bekannteste Sprachgesellschaft des 17. Jahrhunderts. Daher liegt der Schwerpunkt der Ausarbeitung auf diese.

„Sprachpurismus“ ist eine linguistische Universalie, die nicht bloßes deutsches Phänomen ist, sondern in allen europäischen Sprachgemeinschaften aufzuweisen ist. Ursache(n) ist bzw. sind zumeist lexikalische, besonders die ausdrucksseitig erkennbaren Niederschläge infolge eines Sprachkontaktes. Unter „Sprachpurismus“ (auch „Sprachreinigung“) versteht man den Versuch, Fremd- und Lehnwörter aus einer Sprache zu entfernen, indem man aus dem Material der eigenen Sprache neue Wörter bildet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Sprachgeschichte des 17. Jh.

3 Sprachgesellschaften

3.1 Ziele der Sprachgesellschaften

3.2 Die Fruchtbringende Gesellschaft

3.2.1 Christian Gueintz

3.2.2 Georg Philipp Harsdörffer

3.2.3 Justus Georg Schottel

3.2.4 Kaspar Stieler

3.2.5 Philipp von Zesen

4 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Sprachpurismus in Deutschland im 17. Jahrhundert mit besonderem Fokus auf die Rolle und das Wirken der Sprachgesellschaften als Reaktion auf fremdsprachliche und fremdkulturelle Einflüsse.

  • Historischer Kontext der deutschen Sprache im 17. Jahrhundert
  • Entstehung und Ziele der Sprachgesellschaften
  • Die Fruchtbringende Gesellschaft als bedeutendste Sprachgesellschaft
  • Sprachpflegerische Konzepte und ihre Vertreter (Gueintz, Harsdörffer, Schottel, Stieler, von Zesen)
  • Einfluss von Fremdsprachen (Latein, Französisch, Italienisch) auf das Deutsche

Auszug aus dem Buch

3.2.3 Justus Georg Schottel

Justus Georg Schottel (latinisiert: Schottelius) wird 1642 als „Der Suchende“ in die „Fruchtbringende Gesellschaft“ aufgenommen. Daneben ist er noch in dem 1644 von Harsdörffer gegründeten „Pegnesischen Blumenorden“ Mitglied. Als protestantischer Pastorssohn besucht die renommierten Universitäten in Leiden und Wittenberg, wo er Jura studiert; zugleich beschäftigt er sich mit der muttersprachlichen Philologie.

In Braunschweig tritt er 1638 eine Stelle als Hauslehrer für den Sohn von Fürst August dem Jüngeren, Herzog zu Braunschweig-Wolfenbüttel, an. Dessen Hof entwickelt sich zu einem der regsamsten Zentren der „Fruchtbringenden Gesellschaft“, zumal Fürst Ludwig seit 1634 selbst Mitglied derselben wurde („der Befreiende“). Schottel verfasst die Werke „Teutsche Sprachkunst“ (1641), „Der Teutschen Sprache Einleitung“ (1643), „Teutsche Vers- oder Reimkunst“ (1645). Schottels Hauptwerk „Ausführliche Arbeit von der Teutschen HaubtSprache“ (AA) erscheint 1663 und basiert auf den früheren Werken: Seine 10 Lobreden von der „Uhralten Teutschen Haubtsprache“ werden schon 1641 (dann nochmals 1651) in der Teutschen Sprachkunst veröffentlicht. Das fünfbändige, insgesamt 1500 Seiten umfassende Werk beschäftigt sich mit Flexions- und Wortbildungsmorphologie sowie Kongruenz- und Wortstellungsverhältnissen im Syntagma.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert Sprachpurismus als linguistische Universalie und stellt den historischen Kontext des Sprachkontakts im 17. Jahrhundert dar, der die puristischen Bestrebungen auslöste.

2 Sprachgeschichte des 17. Jh.: Das Kapitel erläutert die schwierigen Voraussetzungen für eine deutsche Normsprache und beschreibt den starken Einfluss von Latein, Italienisch und Französisch auf das Deutsche.

3 Sprachgesellschaften: Hier wird der Kontext der europäischen Sozietätsbewegung dargestellt, aus der sich die deutschen Sprachgesellschaften als Institutionen für Spracharbeit und Identitätsstiftung entwickelten.

3.1 Ziele der Sprachgesellschaften: Dieses Kapitel beschreibt, wie die Gesellschaften durch Spracharbeit das Vertrauen in die deutsche Sprache stärken und diese als prestigeträchtige Kultursprache etablieren wollten.

3.2 Die Fruchtbringende Gesellschaft: Es erfolgt eine detaillierte Vorstellung der größten und bedeutendsten deutschen Sprachgesellschaft des 17. Jahrhunderts, ihrer Struktur, Symbolik und Mitglieder.

3.2.1 Christian Gueintz: Der Abschnitt behandelt die Diskussion um die Gestalt der Hochsprache innerhalb der Gesellschaft, insbesondere den Gegensatz zwischen „Analogisten“ und „Anomalisten“.

3.2.2 Georg Philipp Harsdörffer: Das Kapitel würdigt die sprachschöpferische Leistung Harsdörffers und seine Bemühungen zur Förderung gesellschaftlicher Lebensformen durch seine „Gesprächsspiele“.

3.2.3 Justus Georg Schottel: Hier wird der bedeutendste Grammatiker des 17. Jahrhunderts vorgestellt, dessen Werke die deutsche Sprachnatur und die onomatopoetische Motiviertheit des Deutschen theoretisch untermauerten.

3.2.4 Kaspar Stieler: Das Kapitel beschreibt Stielers Ansatz, mittels Übersetzung und systematischer Wortbildungslehre die Tauglichkeit des Deutschen unter Beweis zu stellen.

3.2.5 Philipp von Zesen: Der Abschnitt befasst sich mit Zesens radikalem puristischen Eifer und seinen zahlreichen, teils umstrittenen Verdeutschungsvorschlägen.

4 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die institutionalisierende Wirkung der Sprachgesellschaften zusammen und gibt einen Ausblick auf die weitere Entwicklung des Sprachpurismus im 18. und 19. Jahrhundert.

Schlüsselwörter

Sprachpurismus, Sprachgesellschaften, Fruchtbringende Gesellschaft, 17. Jahrhundert, Sprachgeschichte, Sprachreinigung, Normierung, Deutsch, Fremdwörter, Latein, Französisch, Kulturpatriotismus, Sprachpflege, Justus Georg Schottel, Spracharbeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Sprachgeschichte Deutschlands im 17. Jahrhundert, insbesondere mit dem Phänomen des Sprachpurismus und der Rolle der Sprachgesellschaften bei der Normierung und Etablierung des Deutschen als Kultursprache.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Einfluss von Fremdsprachen wie Latein, Französisch und Italienisch, die Rolle der Sprachgesellschaften als Institutionen, sowie das Ringen um eine eigenständige deutsche Identität und Standardsprache.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Sprachgesellschaften als Reaktion auf den Dreißigjährigen Krieg und fremdsprachliche Einflüsse versuchten, das Vertrauen in die deutsche Sprache zu stärken und diese systematisch auszubauen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische und sprachwissenschaftliche Untersuchung, die auf der Analyse zeitgenössischer Dokumente, Traktate, Grammatiken und literarischer Werke der behandelten Akteure basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ziele der Sprachgesellschaften, stellt die Fruchtbringende Gesellschaft detailliert vor und untersucht die Konzepte und Werke führender Vertreter wie Gueintz, Harsdörffer, Schottel, Stieler und von Zesen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Sprachpurismus, Sprachgesellschaften, Fruchtbringende Gesellschaft, Sprachreinigung, Normierung der deutschen Sprache und das 17. Jahrhundert.

Was unterscheidet die „Analogisten“ von den „Anomalisten“ in der Debatte um die deutsche Orthographie?

Die Analogisten (z.B. Harsdörffer, Schottel) wollten die Normierung aus den inneren grammatischen Strukturen der Sprache ableiten, während die Anomalisten (z.B. Gueintz) sich stärker am „guten Gebrauch“ und vorbildlichen Varietäten orientierten.

Warum war für Justus Georg Schottel die Etymologie der deutschen Stammwörter so bedeutsam?

Schottel sah in den ursprünglichen Stammwörtern die göttliche Natürlichkeit und "Völligkeit" der Sprache bewahrt; durch deren korrekte Ableitung konnte die deutsche Sprache ihre Überlegenheit und ihre Eignung als Wissenschaftssprache beweisen.

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Résumé des informations

Titre
Sprachgesellschaften des 17. Jahrhunderts. Die Fruchtbringende Gesellschaft
Université
University of Münster  (Romanistik)
Cours
Sprachgesellschaften
Auteur
Angelika Felser (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
30
N° de catalogue
V375284
ISBN (ebook)
9783668529571
ISBN (Livre)
9783668529588
Langue
allemand
mots-clé
Sprachgesellschaften Die Fruchtbringende Gesellschaft Sprachhistorik
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Citation du texte
Angelika Felser (Auteur), 2005, Sprachgesellschaften des 17. Jahrhunderts. Die Fruchtbringende Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375284
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Extrait de  30  pages
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