Savanne und Steppe im Vergleich. Klima, Fruchtbarkeit der Böden und Naturraumpotential


Hausarbeit, 2017

13 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

III
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis ... IV
1
Globale Bedeutung von Savannen und Steppen und deren Gefährdung ... 1
2
Savannen und Steppen ­ Definition, Differenzierung und Verbreitung ... 1
2.1
Definition und Abgrenzung der Begriffe Savanne und Steppe ... 1
2.2
Verbreitung und Differenzierung der Savannen ... 2
2.3
Verbreitung und Differenzierung der Steppen ... 3
3
Savanne und Steppe im Vergleich... 5
3.1
Klima ... 5
3.1.1
Savannenklima ... 5
3.1.2
Steppenklima ... 5
3.2
Gegenüberstellung des Reliefs und der Böden in Savannen und Steppen ... 6
3.3
Vergleich von Flora und Fauna in Savannen und Steppen... 7
3.4
Landnutzungsmöglichkeiten von Savannen und Steppen ... 8
4
Fazit und Ausblick ... 9
5
Literaturverzeichnis ... 10

IV
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Verteilung der unterschiedlichen Savannentypen ... 3
Abbildung 2: Globale Verteilung der Steppen und Wüsten ... 4

1
1 Globale Bedeutung von Savannen und Steppen und deren Ge-
fährdung
Gemeinhin ,,nur" als weitläufige Trockengebiete der Erde bekannt, deren Begriffe im all-
täglichen Diskurs häufig synonym gebraucht werden, fällt es leicht, die globale Bedeutung
von Savannen und Steppen zu unterschätzen. Ein Trugschluss? Als große Viehzuchträume
und gleichzeitig bedeutendste Kornkammern der Welt sichern Steppengebiete wie in Ka-
nada, in den USA sowie der Ukraine einen nicht unerheblichen Teil der Nahrungsmittel-
versorgung der Weltbevölkerung (Hornetz, Jätzold 2003:11,139; Klötzli 1993:376). Alar-
mierend ist in diesem Zusammenhang die zunehmende Landdegradierung dieser Grasland-
Ökosysteme, welche zu den fruchtbarsten Regionen der Welt zählen (Hoppe 2000:20).
Welche drastischen Ausmaße diese Prozesse annehmen können, zeigt ein Blick in die Ge-
schichte der Landwirtschaft: Zählte das ehemalige Steppengebiet in Mesopotamien einst
zum ,,fruchtbaren Halbmond" und galt dabei als die Wiege des Getreidebaus und der Vieh-
zucht selbst, findet sich dort heute eine Wüste (Klötzli 1993:371). Auch die Desertifikation
von Savannen hat weitreichende Auswirkungen: Entfallen die hohen Transpirationsraten
dieser Gebiete, die mitunter für den funktionierenden tropischen Kreislauf verantwortlich
sind, führt ein positiver Rückkopplungseffekt zur Häufung von Dürreperioden und weiterer
Erwärmung der Atmosphäre (Hornetz, Jätzold 2003:12).
Diese globale Bedeutung von Savannen und Steppen besonders im Kontext ihrer allmähli-
chen Verwüstung fordert zu einer genaueren Betrachtung eben jener auf, was im Folgenden
im Rahmen eines Vergleichs von Savanne und Steppe geschehen soll. Vor der Gegenüber-
stellung sollen beide Begriffe zunächst definiert und voneinander differenziert werden.
2 Savannen und Steppen ­ Definition, Differenzierung und Ver-
breitung
Die Wichtigkeit von Savannen und Steppen drückt sich nicht nur funktional, sondern auch
flächenmäßig aus: In der ökozonalen Gliederung der Erde nach Schultz (2000:29) nehmen
sie eine Gesamtfläche von 49,5 Mio. km² ein, was einem Festlandsanteil von 33,2 % ent-
spricht. Wo sich diese Anteile befinden, wie sie voneinander unterschieden und weiter dif-
ferenziert werden können, soll nun im Anschluss thematisiert werden.
2.1 Definition und Abgrenzung der Begriffe Savanne und Steppe
Die Definitionen der beiden Begriffe Savanne und Steppe gehen im Fachdiskurs insbeson-
dere im Hinblick auf die strukturelle Einheit, die sie bezeichnen, auseinander. Während

2
Schultz (2000:25,275,422) beide im Rahmen einer subzonalen Untergliederung der von
ihm definierten Ökozonen verwendet und mit denjenigen, die sie maßgeblich kennzeich-
nen, gleichsetzt, stellen sie laut Walter und Breckle (1999:98,188) zonale Vegetationstypen
und Ökosysteme dar. Die Autoren Haggett, Geipel und Kinder (2004:129) ordnen die Sa-
vanne wiederum als eines von neun Landbiomen, welche als Großlebensräume der Erde
definiert werden, ein, während die Steppe neben der Prärie die vorherrschende Vegetations-
formation innerhalb des Bioms des Graslands der mittleren Breiten darstellt.
Wenn sie auch je nach Auffassung des Autors unterschiedliche Einheiten der Ökosphäre,
die sich teilweise entsprechen, beschreiben, findet sich doch größtenteils Konsens darüber,
dass es sich bei Steppen und Savannen (zumindest im engeren Sinn) um physiognomisch
ähnliche, offene Pflanzenformationen handelt, in denen sich je nach Steppen- bzw. Savan-
nentyp wenige bis keine Bäume finden und stattdessen Grasfluren mit Aspektfolge kenn-
zeichnend sind (Hornetz, Jätzold 2003:27; Leser et al. 2011:804,904; Schultz 2016:167;
Walter, Breckle 1999:188). Aspektfolge meint in diesem Zusammenhang die durch Jahres-
zeiten bzw. Regen- und Trockenzeit bestimmte, wechselnde Physiognomie dieser Graslän-
der (Leser et al. 2011:58). Die Abgrenzung beider Vegetationsformationen wird dabei ähn-
lich kontrovers wie deren Einordnung als ökologische Einheit gehandhabt, wobei das Kri-
terium der Tropengrenze das Gängigste darstellt (Hornetz, Jätzold 2003:27; Leser et al.
2011:804,904; Schultz 2000:423-424; Strahler et al. 2009:368). Demnach befinden sich
Steppen in den außertropischen Trockengebieten der Mittelbreiten und Subtropen, wohin-
gegen Savannen als vorherrschendes Ökosystem der sommerfeuchten Tropen sowie der
Randzonen der tropischen/subtropischen Trockengebiete in Äquatornähe gelten (Schultz
2016:167). Als Folge finden sich in Steppen weniger Bäume, was als weiteres Unterschei-
dungsmerkmal genannt werden kann (Hornetz, Jätzold 2003:27).
2.2 Verbreitung und Differenzierung der Savannen
Savannen können grundsätzlich zwischen dem 30. Breitengrad nördlicher und südlicher
Breite lokalisiert werden und grenzen damit in Richtung Äquator an die tropischen Regen-
wälder und polwärts an die wendekreisnahen Halbwüsten und Wüsten an (2004:131; Hor-
netz, Jätzold 2003:28). Je nach Autor werden dabei zwischen zwei oder mehreren ineinan-
der übergehende Savannentypen unterschieden. Eine mögliche Differenzierung nach
Dichte und Art der Vegetationsdecke wählt Strahler (2009:368), der zwischen Baum-,
Dornstrauch- sowie Grasland-Savanne unterscheidet. Häufiger findet sich aber die Auf-
teilung nach dem Niederschlagsregime in Dorn-, Trocken- und Feuchtsavanne (Scholz
1998:60). Diese Unterteilung, die auf der Dauer und Ergiebigkeit der Regenperioden im
Jahresverlauf beruht, wird auch von Schultz (2016:255) gewählt und soll im Folgenden
Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Savanne und Steppe im Vergleich. Klima, Fruchtbarkeit der Böden und Naturraumpotential
Hochschule
Universität Augsburg  (Institut für Geographie)
Note
1,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
13
Katalognummer
V375404
ISBN (eBook)
9783668536982
Dateigröße
848 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Steppe, Savanne, Ökozonen, Vergleich
Arbeit zitieren
Marina Hauth (Autor), 2017, Savanne und Steppe im Vergleich. Klima, Fruchtbarkeit der Böden und Naturraumpotential, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375404

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