Diese Arbeit vergleicht die beiden Ökosysteme Savanne und Steppe. In ihrem äußeren Erscheinungsbild sehr ähnlich, werden sie aufgrund der großen Gemeinsamkeiten im Hinblick auf die vorherrschende Vegetation oftmals nicht klar unterschieden.
Ein Vergleich beider Ökosysteme zeigt jedoch markante Unterschiede, was die Fruchtbarkeit der Böden und das daraus resultierende Naturraumpotential angeht. Die Unterschiede im Klima stehen dabei in engem Zusammenhang mit der tatsächlichen Definition und Differenzierung der Savannen und Steppen, die meist ebenfalls auf Grundlage klimatischer Kriterien geschieht.
Zunächst wird die Bedeutung von Savannen und Steppen und deren Gefährdung erläutert. Im nächsten Schritt werden beide Begriffe definiert und voneinander abgegrenzt. Nachdem die Verbreitung und Differenzierung beider Systeme untersucht wurde, werden beide im Hinblick auf Klima, Relief der Böden und Landnutzungsmöglichkeiten miteinander verglichen. Ein Fazit und ein Ausblick enden diese Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
1 Globale Bedeutung von Savannen und Steppen und deren Gefährdung
2 Savannen und Steppen – Definition, Differenzierung und Verbreitung
2.1 Definition und Abgrenzung der Begriffe Savanne und Steppe
2.2 Verbreitung und Differenzierung der Savannen
2.3 Verbreitung und Differenzierung der Steppen
3 Savanne und Steppe im Vergleich
3.1 Klima
3.1.1 Savannenklima
3.1.2 Steppenklima
3.2 Gegenüberstellung des Reliefs und der Böden in Savannen und Steppen
3.3 Vergleich von Flora und Fauna in Savannen und Steppen
3.4 Landnutzungsmöglichkeiten von Savannen und Steppen
4 Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die trotz physiognomischer Ähnlichkeiten bestehenden fundamentalen Unterschiede zwischen den Ökosystemen der Savannen und Steppen herauszuarbeiten. Dabei wird untersucht, wie klimatische Bedingungen, Bodeneigenschaften und die Flora- und Faunenlandschaft diese beiden Vegetationstypen voneinander differenzieren und welche spezifischen Möglichkeiten und Risiken sich aus deren landwirtschaftlicher Nutzung ergeben.
- Klimatische Klassifizierung und Differenzierung der Vegetationsformen
- Vergleichende Analyse von Bodenbeschaffenheit und Reliefbildung
- Photosynthese-Prozesse und pflanzliche Anpassungsstrategien
- Gegenüberstellung der landwirtschaftlichen Nutzungspotenziale
- Globale Bedeutung und ökologische Gefährdung durch Degradierung
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Savannenklima
Durch ihre Lage in den wechselfeuchten Tropen und Subtropen ist das vorherrschende Klima in den Savannen von hohen, im Tagesgang stärker als im Jahresgang schwankenden Temperaturen sowie einer von der kurzwährenden Regenzeit getrennten Trockenzeit geprägt (Leser et al. 2011:804). Auch wenn in größeren Höhenlagen während der Trockenzeit vereinzelt sogar Frost auftreten kann, kommt es in diesen Perioden regelmäßig auch zu Bränden (Schultz 2016:257; Strahler et al. 2009:368). Die Strahlungsbilanz liegt ganzjährig im positiven Bereich und die Niederschläge konzentrieren sich auf die Frühjahrs- und Sommermonate (2004:130; Schultz 2016:257).
Wie oben bereits erwähnt, ist die Dauer und Stärke dieser Regenfälle häufig maßgeblich für die Differenzierung der unterschiedlichen Savannentypen. Demnach wird eine Savanne, in der der durchschnittliche Jahresniederschlag zwischen 1500 und 1000 mm liegt und zwischen sieben und neun humiden Monate verzeichnet werden können, als Feuchtsavanne bezeichnet (Schultz 2016:256). Trockensavannen sind dagegen durch einen mittleren Jahresniederschlag von 500 bis 1000 mm gekennzeichnet, worauf die Dornsavannen mit mittleren Niederschlägen unter 500 mm folgen (Schultz 2016:256). Während in den Trockensavannen zwischen fünf und sieben Monate humid sind, liegt die Zahl der humiden Monate in den Dornsavannen entsprechend darunter (Strahler et al. 2009:369).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Globale Bedeutung von Savannen und Steppen und deren Gefährdung: Dieses Kapitel erläutert die wirtschaftliche Relevanz der Grasland-Ökosysteme als Kornkammern und Viehzuchträume sowie die gravierenden Gefahren durch Desertifikation und Landdegradierung.
2 Savannen und Steppen – Definition, Differenzierung und Verbreitung: Es werden die wissenschaftlichen Grundlagen zur Definition der Begriffe sowie die zonale Verbreitung und die damit verbundene Typologie der beiden Ökosysteme dargelegt.
3 Savanne und Steppe im Vergleich: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die Unterschiede in Klima, Relief, Bodenbeschaffenheit, Flora, Fauna sowie die daraus resultierenden landwirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeiten.
4 Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung der Klimata und Böden bei der Beurteilung der landwirtschaftlichen Eignung.
Schlüsselwörter
Savannen, Steppen, Ökosysteme, Vegetation, Klima, Bodenfruchtbarkeit, Landdegradierung, Trockenfeldbau, Photosynthese, C4-Pflanzen, Desertifikation, Horstgräser, Naturraumpotential, Landnutzung, Humusgehalt
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Vergleich der beiden ökologisch bedeutenden Vegetationsformen Savanne und Steppe, die trotz ihrer oberflächlichen Ähnlichkeit deutliche Unterschiede in ihrer ökologischen Beschaffenheit aufweisen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der klimatischen Einordnung, der Bodenbeschaffenheit, der pflanzlichen Anpassung, insbesondere der Photosynthese-Typen, sowie den landwirtschaftlichen Nutzungspotenzialen dieser Gebiete.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Begriffe Savanne und Steppe wissenschaftlich korrekt zu differenzieren und aufzuzeigen, wie sich klimatische Rahmenbedingungen auf die Bodenfruchtbarkeit und die ökonomische Nutzbarkeit auswirken.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Es handelt sich um eine literaturbasierte Analyse, bei der verschiedene geographische und ökologische Fachpublikationen und Standardwerke gegenübergestellt und synthetisiert werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in den klimatischen Vergleich, die Analyse von Relief und Böden, die Flora- und Faunenzusammensetzung sowie eine Bewertung der agrarischen Nutzbarkeit.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Schlüsselwörter sind unter anderem Desertifikation, C4-Pflanzen, Landdegradierung, Pedocal-Böden und die ökologische Differenzierung nach klimatischen Kriterien.
Warum wird zwischen C3- und C4-Pflanzen in Savannen und Steppen unterschieden?
Der Unterschied ist physiologisch relevant für die Photosynthese-Effizienz; in Savannen dominieren C4-Pflanzen, die unter den dort herrschenden Bedingungen eine deutlich höhere Nettophotosynthese aufweisen als C3-Pflanzen.
Welche Rolle spielt die Bodenbeschaffenheit für die Landwirtschaft?
Die Bodenbeschaffenheit, etwa der Humusgehalt oder die Nährstoffauswaschung, limitiert die landwirtschaftliche Produktivität, wobei die Steppen der Mittelbreiten aufgrund ihrer speziellen Sedimente oft fruchtbarer sind als feuchttropische Savannenböden.
Wie unterscheidet sich das Klima der Savannen von dem der Steppen?
Savannenklimata sind primär durch die wechselfeuchten Tropen und Subtropen geprägt, während Steppen oft in den trockenen Mittelbreiten liegen und zusätzlich durch kalte Winter und Frostereignisse beeinflusst werden.
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- Marina Hauth (Author), 2017, Savanne und Steppe im Vergleich. Klima, Fruchtbarkeit der Böden und Naturraumpotential, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375404