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Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Chancen und Risiken für die Wirtschaftssubjekte im Euroraum

Title: Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Chancen und Risiken für die Wirtschaftssubjekte im Euroraum

Bachelor Thesis , 2017 , 73 Pages , Grade: 1.7

Autor:in: Thomas Jansen (Author)

Economics - Monetary theory and policy
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Diese Arbeit befasst sich mit der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, welche seit der Finanzkrise im Jahr 2007 und der Offenlegung der Schuldenkrise Griechenlands im Jahr 2008 aufgrund ihrer unkonventionellen Maßnahmen erheblichen Spannungen ausgesetzt ist.

Das Ziel dieser Ausarbeitung ist es, diese Maßnahmen bezüglich Ihrer Eignung zu bewerten sowie Chancen und Risiken der einzelnen Wirtschaftssubjekte im Euroraum zu bestimmen. Hierzu wird die Ableitung einer Ursache-/Wirkungskette auf Basis der Absichten der Europäischen Zentralbank vorgenommen, welche anschließend hinsichtlich Ihrer Validität untersucht werden kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Europäische Zentralbank als Institution

2.1 Historischer Werdegang

2.2 Zusammensetzung der Institution

2.3 Geldpolitik

2.3.1 Ziele und Aufgabenbereiche

2.3.2 Notwendigkeit eines stabilen Preisniveaus

2.4 Zusammensetzung der Geldmenge im Euroraum

3 Analyse der ökonomischen Beschaffenheit des Euroraums

3.1 Motive und Einflussfelder der Europäischen Zentralbank

3.2 Unkonventionelle Maßnahmen der Geldpolitik

3.2.1 Änderung des Zinstender-Verfahrens

3.2.2 Änderung der Fristen für Refinanzierungsgeschäfte

3.2.3 Erweiterung des Sicherheitsrahmens

3.2.4 Emergency Liquidity Assistance

3.2.5 Erwerb von Pfandbriefen

3.2.6 Erwerb von Staatsanleihen

3.3 Entwicklung der Inflationsraten

3.4 Entwicklung der Arbeitslosenzahlen

3.5 Entwicklung der Bruttoinlandprodukte

3.6 Entwicklung der Staatsverschuldungen

3.6.1 Zusammenhang zwischen der Verschuldung von Banken und Staaten

3.6.2 Konvergenzkriterien des Vertrags von Maastricht

3.6.3 Verschuldung in Relation zum Bruttoinlandsprodukt

3.6.4 Der Europäische Stabilitätsmechanismus

3.7 Entwicklung der Zentralbankgeldmenge

4 Auswirkungen auf die Wirtschaftssubjekte im Euroraum

4.1 Private Haushalte

4.1.1 Zusammenhang zwischen Sparen und Konsum

4.1.2 Änderung des Spar- und Konsumverhaltens im Euroraum

4.1.3 Änderung des Spar- und Konsumverhaltens in Deutschland

4.1.4 Änderung des Spar- und Konsumverhaltens in Griechenland

4.2 Öffentliche Haushalte

4.3 Private Unternehmen

4.3.1 Faktoren zur Beeinflussung der Liquidität

4.3.2 Investitionsverhalten

4.3.3 Implikationen auf den Arbeitsmarkt

4.4 Öffentliche Unternehmen

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist es, die unkonventionellen geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank seit der Finanzkrise 2007 auf ihre Eignung zu bewerten und die daraus resultierenden Chancen und Risiken für die verschiedenen Wirtschaftssubjekte im Euroraum zu analysieren.

  • Analyse der geldpolitischen Instrumente der EZB und deren Ursache-Wirkungskette.
  • Untersuchung der wirtschaftlichen Lage des Euroraums unter besonderer Berücksichtigung von Inflationsraten und Staatsverschuldung.
  • Differenzierte Betrachtung der Auswirkungen auf private Haushalte, öffentliche Haushalte sowie private und öffentliche Unternehmen.
  • Vergleichende Analyse exemplarischer Staaten (insbesondere Deutschland und Griechenland) zur Verdeutlichung wirtschaftlicher Volatilitäten.

Auszug aus dem Buch

3.1 Motive und Einflussfelder der Europäischen Zentralbank

Seit der Senkung des Hauptrefinanzierungssatz auf 0%, der Erhöhung der Volumina der monatlichen Ankäufe von Vermögenswerten auf 80 Mrd. € und dem erstmaligen Erwerb von Unternehmensanleihen im März des Jahres 2016, spricht man bei der Intervention der EZB von unkonventionellen Maßnahmen. Inwieweit diese Maßnahmen Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Situation der EU haben, wird im Folgenden erläutert. Konzentriert man sich innerhalb des Maßnahmenplans der EZB auf die Senkung der Leitzinssätze, so muss die Ursache für die Niedrigzinspolitik in der Realisierung der Zielvorgaben liegen. Demnach soll mit der Senkung des Hauptrefinanzierungssatzes das Ziel, eine Inflationsrate von „unter, aber nahe 2%“ zu erreichen, angestrebt werden. Im Folgenden wird auf Basis dieser Annahme eine Ursache-Wirkungskette aufgestellt, welche in der weiteren Betrachtung eine Orientierung am Sachverhalt ermöglicht.

Die unkonventionellen Maßnahmen der EZB sind das Ergebnis einer Vermeidungsstrategie der Liquiditätsfalle nach Keynes. Demnach kann die Zentralbank mithilfe der Leitzinsen die Liquidität erhöhen, indem Sie das Geldangebot steigert. Die steigende Liquidität kann sie jedoch nicht direkt an die Wirtschaftssubjekte weitergeben. Abbildung 4 zeigt hierzu das Einkommensniveau (Y) in Abhängigkeit vom Nominalzins (i). Die IS-Funktion zeigt die Kombination aus Y und i, in denen am Gütermarkt ein Gleichgewicht besteht, während LM das Geldmarktgleichgewicht am Geld- und Finanzmarkt darstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Spannungsfeld der EZB zwischen Preisniveausicherung und unkonventionellen Maßnahmen ein und definiert das Ziel der Arbeit, eine Chancen-Risiken-Bewertung für Wirtschaftssubjekte im Euroraum vorzunehmen.

2 Die Europäische Zentralbank als Institution: In diesem Kapitel werden der historische Werdegang, die strukturelle Zusammensetzung und die geldpolitischen Ziele der EZB, insbesondere die Preisstabilität und die Geldmengensteuerung, dargelegt.

3 Analyse der ökonomischen Beschaffenheit des Euroraums: Hier werden die Motive der EZB, ihre unkonventionellen Maßnahmen und die wirtschaftlichen Indikatoren wie Inflation, Arbeitslosigkeit, BIP und Staatsverschuldung im Euroraum analysiert.

4 Auswirkungen auf die Wirtschaftssubjekte im Euroraum: Dieses Kapitel verknüpft die zuvor analysierten Kennzahlen, um die realen Auswirkungen der Geldpolitik auf private und öffentliche Haushalte sowie auf private und öffentliche Unternehmen zu bewerten.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet kritisch, dass die EZB zwar das Inflationsziel stützt, aber keine nachhaltige gesamtwirtschaftliche Stabilität in allen Staaten des Euroraums herstellen konnte.

Schlüsselwörter

Europäische Zentralbank, EZB, Geldpolitik, unkonventionelle Maßnahmen, Preisstabilität, Euroraum, Staatsverschuldung, Inflation, Arbeitslosenquote, Bruttoinlandsprodukt, BIP, Liquiditätsfalle, Wirtschaftssubjekte, Maastricht-Vertrag, Zinspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit untersucht die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) seit der Finanzkrise 2007 und bewertet, welche Auswirkungen die unkonventionellen Maßnahmen der Institution auf die verschiedenen Wirtschaftssubjekte im Euroraum haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Analyse der unkonventionellen Instrumente der EZB, die wirtschaftliche Lage des Euroraums (u.a. Staatsverschuldung und Inflation) sowie die Auswirkungen dieser Politik auf Haushalte und Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel der Arbeit ist es, auf Basis der EZB-Verhaltensweisen eine Chancen-Risiken-Bewertung für Wirtschaftssubjekte im Euroraum zu erstellen, um die Eignung der eingesetzten geldpolitischen Instrumente kritisch zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Ableitung und Analyse einer Ursache-Wirkungskette sowie einen Soll-Ist-Abgleich anhand aktueller ökonomischer Kennzahlen und Statistiken.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der EZB als Institution, die ökonomische Analyse des Euroraums unter Berücksichtigung unkonventioneller Maßnahmen und die Untersuchung der Auswirkungen auf private Haushalte, Unternehmen und den Staat.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind Europäische Zentralbank, Geldpolitik, Staatsverschuldung, Preisstabilität, Inflation, BIP, Liquiditätsfalle und Maastricht-Konvergenzkriterien.

Wie unterscheiden sich die Auswirkungen der Geldpolitik auf Deutschland und Griechenland?

Während Deutschland von niedrigen Zinsen und steigenden Investitionen profitiert, zeigen die Daten für Griechenland trotz EZB-Interventionen einen kontinuierlichen Abfall der Reallöhne, eine anhaltend hohe Arbeitslosigkeit und eine problematische Staatsverschuldung.

Wie wird das Risiko einer indirekten Staatsfinanzierung durch die EZB bewertet?

Die Arbeit bewertet den Ankauf von Anleihen durch die EZB kritisch, da dies gegen den Geist des Vertrags von Maastricht verstoßen könnte und durch die Verwendung teils fragwürdiger Sicherheiten ein institutionelles Risiko für die Unabhängigkeit der EZB darstellt.

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Details

Title
Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Chancen und Risiken für die Wirtschaftssubjekte im Euroraum
College
Fresenius University of Applied Sciences Köln
Grade
1.7
Author
Thomas Jansen (Author)
Publication Year
2017
Pages
73
Catalog Number
V375468
ISBN (eBook)
9783668528024
ISBN (Book)
9783668528031
Language
German
Tags
geldpolitik europäischen zentralbank chancen risiken wirtschaftssubjekte euroraum
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Jansen (Author), 2017, Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Chancen und Risiken für die Wirtschaftssubjekte im Euroraum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375468
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