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Notwendige Anpassungen im Anlagevermögen bei der Umstellung von HGB auf IFRS

Title: Notwendige Anpassungen im Anlagevermögen bei der Umstellung von HGB auf IFRS

Seminar Paper , 2005 , 32 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Benjamin Moche (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Einleitung

Zahlreiche deutsche Unternehmen sind heute multinational auf (Kapital-) Märkten vertreten. Damit diese Unternehmen Zugang zu internationalen Märkten erhalten und Investoren adäquate Anlageentscheidungen treffen können, werden transparente und vor allem vergleichbare Informationen benötigt. Das Jahr 2005 bedeutet für die Rechnungslegung vieler deutschen Unternehmen eine Zeitenwende. Durch eine Verordnung der europäischen Union müssen ab 2005 alle Konzernabschlüsse börsennotierter Unternehmen in der EU verbindlich nach International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt werden. 1 Für Abschlüsse nicht börsennotierte Unternehmen und Einzelabschabschlüsse besteht ein nationales Wahlrecht, die Anwendung der IFRS verbindlich vorzuschreiben oder zu gestatten.2 Das deutsche Recht sah bereits seit 1998 durch die Einführung des § 292a HGB auf Konzernebene alternativ zum HGB die freiwillige Anwendung der IFRS vor.3

Diese rechtlichen Entwicklungen unterstreichen die kontinuierlich zunehmende Relevanz der internatio nalen Rechnungslegungsstandards. Eine Umstellung von HGB auf IFRS ist mit einem Paradigmenwechsel in der deutschen Rechnungslegung verbunden, der mit der Einführung des § 292a HGB eingeleitet wurde.4 Im Mittelpunkt steht nicht mehr die dem Vorsichtsprinzip entsprechende Ermittlung des besteuerungs- und ausschüttungsfähigen Gewinns, sondern die Bereitstellung zeitnaher, entscheidungsrelevanter Informationen für Investoren. Damit sind bei der Umstellung und erstmaligen Anwendung der IFRS verschiedene Anpassungen verbunden.

Diese Arbeit soll die notwendigen Anpassungen bei der Umstellung der Rechnungslegung von HGB auf IFRS darstellen. Die Betrachtungen beschränken sich auf das Anlagevermögen nach HGB und sein entsprechende Pendant im IFRSAbschluss. Ziel der Arbeit ist eine Beschreibung der Anpassungsprozesse vor dem Hintergrund der Unterschiede der beiden Rechnungslegungskonzepte. Einen kurzen Überblick über die deutsche Rechnungslegung und ihre wichtigsten rechtlichen Grundlagen zeigt das zweite der insgesamt sechs Kapitel dieser Arbeit, gefolgt von einer ebenfalls knapp gehaltenen Einführung in die Systematik der internationalen Rechnungslegung in Kapitel 3. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf der Betrachtung des handelsrechtlichen Anlagevermögens und der non-currrent assets...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das deutsche Rechnungslegungskonzept

2.1 Zweck und Zielsetzung des handelsrechtlichen Jahresabschlusses

2.2 Rechtliche Grundlagen

3. Das Rechnungslegungskonzept des IASB

3.1 Historische Entwicklung: vom IASC zum IASB

3.2 Die IFRS und internationale Rechnungslegungsgrundsätze

4. Das handelsrechtliche Anlagevermögen und non-current assets nach IFRS im Vergleich

4.1 Bilanzposten „Anlagevermögen“ in der HGB-Bilanz

4.2 Bilanzposten „non-current assets“ in der IFRS-Bilanz

4.3 Bilanzierung von Vermögensgegenständen/assets

4.3.1 Bilanzierung und Bewertung von handelsrechtlichem (Anlage-) Vermögen

4.3.2 Bilanzierung und Bewertung von (non-current) assets

4.3.3 Vergleich und Auswirkungen auf die einzelnen Bilanzpositionen

4.3.3.1 Immaterielle Vermögensgegenstände

4.3.3.2 Geschäfts- oder Firmenwert

4.3.3.3 Sachanlagen

4.3.3.4 Finanzanlagen

5. Überleitungsrechnung nach IFRS 1

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die notwendigen Anpassungen im Rechnungswesen bei der Umstellung der Bilanzierung von HGB auf IFRS, wobei der Fokus spezifisch auf dem Bereich des Anlagevermögens liegt. Ziel ist die Identifikation und Beschreibung der Anpassungsprozesse unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Rechnungslegungskonzeptionen.

  • Grundlagen der handelsrechtlichen Rechnungslegung und des deutschen HGB.
  • Konzept und Zielsetzung der internationalen IFRS-Rechnungslegung.
  • Vergleichende Analyse der Bilanzierung von Anlagevermögen und "non-current assets".
  • Bewertungsmethoden und Unterschiede bei der Aktivierung von Vermögenswerten.
  • Übergangsvorschriften durch IFRS 1 bei der Erstumstellung.

Auszug aus dem Buch

4.3.3.2 Geschäfts- oder Firmenwert

Ein besonderer immaterieller Vermögenswert ist der Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill). Sowohl nach HGB als auch nach IFRS besteht für einen selbstgeschaffenen (originären) Goodwill ein generelles Aktivierungsverbot.

Ein entgeltlich erworbener (derivativer) Goodwill hingegen ist in der Handelsbilanz nach § 255 IV HGB wahlweise, in der IFRS-Bilanz nach IAS 22.41 prinzipiell pflichtig zu aktivieren. Der Goodwill ist der aktivische Unterschiedbetrag von Zeitwert der aktivierungsfähigen Vermögenswerte und der dafür erbrachten Gegenleistung.

Das Wahlrecht nach § 255 HGB ist als Bilanzierungshilfe zu interpretieren, welche eine periodengerechte Verteilung einer nicht aktivierungsfähigen, in späteren Perioden erfolgswirksamen Ausgabe dienen soll. Dieser handelsrechtlichen Bilanzierungshilfe steht eine generellen Aktivierungspflicht in der IFRS-Bilanz gegenüber, in der Bilanzierungshilfen unbekannt sind. Davon abweichend erlaubt die Überleitungsvorschrift IFRS 1 ein Beibehalten der handelsrechtlichen Nichtaktivierung eines Firmenwertes in der IFRS-Bilanz. Der Bilanzierende hat in diesem Fall ein Wahlrecht, den nicht aktivierten Goodwill „nachzubilanzieren“ oder ihn weiterhin nicht zu aktivieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die zunehmende Internationalisierung deutscher Unternehmen und die Notwendigkeit vergleichbarer Finanzinformationen, was zur Verpflichtung der IFRS-Anwendung für börsennotierte Unternehmen führte.

2. Das deutsche Rechnungslegungskonzept: Dieses Kapitel erläutert den Zweck des HGB-Jahresabschlusses, insbesondere die Vorsichtsprinzip-orientierte Gläubigerschutzfunktion, sowie die rechtlichen Grundlagen und die Bedeutung der Grundsätze ordnungsgemäßer Bilanzierung (GoB).

3. Das Rechnungslegungskonzept des IASB: Es wird die historische Entwicklung vom IASC zum IASB dargelegt und die kapitalmarktorientierte Ausrichtung der IFRS betont, die auf die Informationsbedürfnisse von Investoren fokussiert.

4. Das handelsrechtliche Anlagevermögen und non-current assets nach IFRS im Vergleich: Das Hauptkapitel analysiert die Unterschiede in Bilanzgliederung, Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen bzw. assets im HGB- und IFRS-Kontext.

5. Überleitungsrechnung nach IFRS 1: Dieses Kapitel beschreibt die Vorgaben von IFRS 1 für den Übergang von nationalen auf internationale Rechnungslegungsvorschriften, insbesondere die retrospektive Anwendung zur Erstellung der IFRS-Eröffnungsbilanz.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Umstellung auf IFRS zu Umgliederungsprozessen und Bewertungsänderungen führt und aufgrund der weniger vorsichtigen Bilanzierung in der Regel ein Anwachsen der Bilanzsumme bewirkt.

Schlüsselwörter

HGB, IFRS, Anlagevermögen, Rechnungslegung, Bilanzierung, Bewertung, non-current assets, Goodwill, GoB, IASB, Anschaffungskosten, Herstellungskosten, IFRS 1, Konzernabschluss, Unternehmenspublizität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den notwendigen Anpassungen im Rechnungswesen, wenn ein deutsches Unternehmen seine Rechnungslegung vom HGB auf die internationalen IFRS-Standards umstellt, wobei ein besonderer Fokus auf dem Anlagevermögen liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind der Vergleich der deutschen Rechnungslegungskonzeption (Gläubigerschutz) mit der internationalen IFRS-Konzeption (Investorenschutz) sowie die praktischen Unterschiede in Ansatz und Bewertung von Vermögenswerten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel der Arbeit ist die systematische Beschreibung der Anpassungsprozesse im Anlagevermögen, die sich aus den strukturellen Unterschieden zwischen den beiden Rechnungslegungssystemen bei einer Umstellung ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Normenanalyse, bei der die handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) den internationalen Standards (IFRS/IAS) gegenübergestellt und vergleichend analysiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Gliederung der Bilanzposten, die Ansatzkriterien für Vermögenswerte, Bewertungsmaßstäbe wie Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie spezifische Regelungen für immaterielle Werte, Geschäfts- oder Firmenwerte, Sachanlagen und Finanzanlagen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind HGB, IFRS, Anlagevermögen, Bewertung, Ansatz, Geschäfts- oder Firmenwert, Gläubigerschutz und Investoreninformation.

Wie unterscheidet sich der IFRS-Begriff von "assets" von dem des "Vermögensgegenstands" im HGB?

Der IFRS-Begriff ist weiter gefasst; während das HGB stark auf der Einzelveräußerbarkeit und dem Gläubigerschutz basiert, steht nach IFRS der erwartete zukünftige wirtschaftliche Nutzen und die Verfügungsmacht des Unternehmens im Vordergrund.

Welche Rolle spielt IFRS 1 bei der Umstellung?

IFRS 1 ist der Standard für den Übergang und regelt die "retrospektive Anwendung", die sicherstellt, dass die Bilanz zum Umstellungszeitpunkt so gestaltet wird, als ob das Unternehmen schon immer nach IFRS bilanziert hätte, um Vergleichbarkeit zu gewährleisten.

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Details

Title
Notwendige Anpassungen im Anlagevermögen bei der Umstellung von HGB auf IFRS
College
University of Wuppertal  (Lehrstuhl für Wirtschaftsprüfung und Rechnungswesen)
Course
Seminar: Ausgewählte Probleme des ReWe
Grade
2,0
Author
Benjamin Moche (Author)
Publication Year
2005
Pages
32
Catalog Number
V37547
ISBN (eBook)
9783638368476
Language
German
Tags
Notwendige Anpassungen Anlagevermögen Umstellung IFRS Seminar Ausgewählte Probleme ReWe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benjamin Moche (Author), 2005, Notwendige Anpassungen im Anlagevermögen bei der Umstellung von HGB auf IFRS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37547
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